HSG Alumni – der Podcast
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Anregungen, Kritik und Wunschgäste gerne an: marlene.dietrich@student.unisg.ch
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

#56 Marc Schlegel
Frühe Wege und Inspirationsquellen
Der Werdegang zeigt eine starke Neugier: Technik, Webdesign, Grafik und Gestaltung haben Marc geprägt. Zwischen Schulzeit und Studium sammelte er Erfahrungen im Aufbau von Websites, erkundete Geschäftsmodelle im Freundeskreis und entwickelte schon früh eine Lust am Gestalten und Teilen von Wissen. Der Gedanke, Lehrender zu werden, mischte sich mit dem Wunsch, Dinge zu erschaffen und Wirtschaft praktisch zu erleben.
Prototyping, Tests und der Weg vom Cubicle zur Kundennähe
Beim Design Thinking in St. Gallen lernt er, Prototypen schnell testbar zu machen. Statt hinter Monitoren zu arbeiten, geht er raus, um reale Reaktionen zu beobachten. Gemeinsam mit seinem Mitgründer entstehen Experimente, mit denen sie Ideen greifbar machen, testen und iterieren. Diese Hands-on-Mentalität bleibt Kern ihrer Arbeitsweise: Ideen in greifbare Modelle verwandeln und Feedback nutzen.
Aufstieg, Herausforderungen und Lernkurven
Die Gründung von Lizza markiert einen Wendepunkt: Aus einer harmlosen Idee wird ein marktfähiges Produkt, das glutenfreie Pizza-Optionen ermöglicht. Der Weg umfasst Testmärkte, Auftritte bei Höhle der Löwen und rasantes Wachstum, aber auch organisatorische Überforderung, fehlende Strukturen und Lernbedarf in Führung. Die Erfahrung zeigt: Theorie reicht oft nicht, um praktische Unternehmensführung zu meistern.
Rückblick, Insolvenzausblick und Perspektiven
Nach dem Ausstieg aus Lizza und weiteren Veränderungen folgt eine Insolvenzanalyse. Die Geschichte bleibt eine Lernreise: Wissen, Teamarbeit und Netzwerke tragen, auch wenn Marktkräfte die Kontrolle übernehmen. Aus der Reflexion entstehen neue Perspektiven: Welche Erfahrungen können andere Gründende nutzen, wie sich Teams künftig besser vorbereiten, und wie lässt sich Wissen weitertragen?

Folge #55 Tobias Reichmuth
Megatrend Longevity und Gesundheitszeit
Der Gesprächspartner sieht Longevity nicht als reines Lebensverlängern, sondern als Verlängerung der gesunden Lebenszeit (Healthspan). Wissenschaftliche Fortschritte ermöglichen heute, Alterung in Teilbereichen zu verlangsamen, Zellen zu schützen und damit altersbedingte Krankheiten zu verschieben oder abzuschwächen. Der Fokus liegt auf einer ganzheitlichen Perspektive, die Lebensqualität bis ins hohe Alter betont und nicht auf ewiges Leben abzielt.
Karrierepfad, Unternehmertum und Fokus Longevity
Tobias Reichmuth beschreibt einen Werdegang mit frühen Unternehmerambitionen, weltweiten Erfahrungen und späterem Engagement in der Energietransformation sowie Longevity. Aus seinen Anfängen – Employer Branding, Weltreisen, Investment – resultiert der Blick für neue Bereiche, Markteintrittsbarrieren und die Bedeutung von Trends. Der Humor der Gespräche bleibt fokussiert auf nachhaltige Entwicklungen statt auf kurzfristige Highlights.
Praxis, Prävention und Lebensstil
Es wird deutlich, dass Prävention zentral ist: jährliche Gesundheitschecks, frühzeitige Interventionen und personalisierte Lebensstil-Empfehlungen bilden den Kern. Supplements werden kritisch betrachtet; Lebenswandel, Bewegung, Schlaf und Epigenetik spielen eine maßgebliche Rolle. Der Gesprächspartner betont, dass viele Ergebnisse aus der Forschung erst durch individuellen Lebensstil sinnvoll nutzbar werden, weshalb maßgeschneiderte Präventionsstrategien wichtig sind.
AI, Investmentfähigkeit und Zukunftsausblick
KI wird als treibende Kraft in vielen Branchen beschrieben, inklusive Trading, Software und Gesundheitssegmenten. Investitionen in AI-gestützte Startups gelten als strategisch essenziell, doch Timing bleibt unklar; vielmehr zählt die Auswahl vielversprechender Trends und Teams. Der Blick richtet sich auf kommende Veränderungen, neue Geschäftsmodelle und die Notwendigkeit, Entwicklungen kritisch zu begleiten, ohne zu früh zu pessimieren.

Folge #54 Eser Karatas
Unternehmerische Anfänge und Motivation
Esa Karatas erzählt von seiner Kindheit als Flüchtlingskind, das mit seiner Familie aus der Türkei in die Schweiz kam. Der Einfluss seiner Mutter, die hart arbeiten musste, prägte seinen Wunsch, etwas Großes zu schaffen und einen sozialen Impact zu hinterlassen. Er wollte nicht nur für seine Pension sparen, sondern auch anderen helfen.
Der Weg zur Bierbrauerei in Kamerun
Nach seinem Masterabschluss an der HSG erkannte Esa die Marktlücke für qualitativ hochwertiges Bier in Kamerun. Er begann mit dem Brauen und gründete die Swiss African Premium Beverage, um ein Bier zu kreieren, das den deutschen Reinheitsgebot entspricht. Dabei ist Bier in der kamerunischen Kultur ein wichtiges soziales Getränk.
Herausforderungen und Unternehmertum
Esa betont, dass ein Unternehmer nicht alles selbst machen muss, sondern die richtigen Leute finden sollte. Er sieht sich nicht nur als Unternehmer, sondern auch als Weltbürger, der zwischen verschiedenen Kulturen pendelt. Seine Erfahrungen in Kamerun haben ihn gelehrt, auf lokale Experten zu hören und deren Perspektiven zu respektieren.
Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung
Um die Energieproblematik in Kamerun anzugehen, initiierte Esa das größte Solar-Panel-Projekt in Westafrika, das seine Brauerei autonom mit Energie versorgt. Dadurch möchte er nicht nur sein Unternehmen, sondern auch andere dazu inspirieren, nachhaltige Lösungen zu finden.
Vision und Zukunftspläne
Esa plant, seine Produktpalette zu erweitern und in die FMCG-Industrie einzusteigen. Er sieht viel Potenzial in der Region und möchte sein Unternehmen weiter ausbauen, um auch anderen zu helfen und Arbeitsplätze zu schaffen. Sein Ansatz ist geprägt von Pragmatismus und der Überzeugung, dass man Chancen in Herausforderungen finden kann.