
Künstlerfragen
Paul-Klinger-Künstlersozialwerk e.V.
Beschreibung
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Die Bildhauerin Annette Jauss – Zwischen Material, Form und Ausdruck
Weg in die Bildhauerei und Materialvielfalt
Annette Jaus schildert ihren Zugang zur Skulptur: Der Stein bestimmt oft die Form, Bronze wird gegossen und Eisen findet seinen Platz durch Schweißen und Rostoberflächen. Der Prozess ist langsamer als der heutige Zeitgeist; Zweifel begleiten die Arbeit, doch aus dem Stein heraus entsteht die Idee schrittweise. Ein Steinmetz in München unterstützt sie, Steine wählen sich im Verlauf der Arbeit zu einer Figur aus.
Ausbildung, Haltung und Archaische Perspektiven
Die Bildhauerei war lange Männerdomäne, doch Unterstützung einer Nachbarin erleichterte den Weg in ein Studium. Archaisches Arbeiten, Geduld und handwerkliche Perfektion prägen die Praxis. Das Leben, die Familie und der berufliche Drang formen die künstlerische Identität. Die Arbeit verlangt Geduld, Abwägung von Form und Struktur sowie ein Gespür für Materialeigenschaften, damit die Skulptur steht und wächst.
Wirkung, Titelbildung und Dialog mit dem Betrachter
Die Werke fordern Zeit zum Verweilen; Der Titel kommt oft nachträglich und dient als Anregung, nicht als Deutung. Publikumsreaktionen zeigen, dass Betrachter innere Prozesse wahrnehmen, etwa in der Sokrates-Xanthippe-Statue. Die Kunst soll berühren, ohne sofort verständlich zu sein. Betrachterinnen und Betrachter werden eingeladen, eigene Erfahrungen in die Begegnung mit der Figur einzubringen.
Ausbildung, Arbeitsprozess und Austausch
Der Weg durch Akademie, Meisterschüler-Phase und Praxis betont Handwerk, Technik und Statik. Bronze entsteht aus Wachsformen, Steinbearbeitung erfordert Schläge, Feilen und Geduld. Künstlerin und Lehrende betonen den Austausch mit Kollegen, das Gespräch über Leben und Kunst sowie die Bedeutung von Geduld beim Finden der Form. Einblick in Werkstattbesuche und Eindrücke der Community runden das Bild ab.

Marie Deutschewitz – Collagen zwischen Erinnerung, Papier und Zeitgeschichte
Herkunft, Kindheit und kreative Wadenentwicklung
Marie Deutschewitz wächst im Ruhrgebiet auf, zeigt früh Traumbilder und eine ausgeprägte Fantasie. Schon als Kind fasst sie Naturwunder ins Auge und gestaltet Räume, wobei Kleidung und Selbstinszenierung als kreative Ausdrucksformen dienen. Familie und Umfeld prägen ihren Widerstand gegen Konventionen, während künstlerische Neigungen in der Familie sichtbar werden und sich zu einer rebellischen, eigenständigen Haltung entwickeln.
Berufliche Wege und kreative Medienwechsel
Sie arbeitet in der Neonglasbläserei, gestaltet Schriftzüge und Objekte nach Kundenwunsch, sammelt später Erfahrungen im Multimedia-Bereich und fokussiert sich auf Fotomontagen. Aus dem Handwerk wächst ein Interesse an künstlerischer Gestaltung, das von der sozialen Arbeit beeinflusst wird. Ein Wechsel zu Papier und Schere dient als Gegenpol zum digitalen Medium und schafft Raum für reflektierende Collagen.
Collage als zentrales künstlerisches Ausdrucksform
Beim Collage-Schaffen nutzt sie altes Bild- und Schriftmaterial aus den 50er bis 70er Jahren, um Klischees humorvoll zu hinterfragen und gesellschaftliche Spannungen sichtbar zu machen. Kritische Stimmen zur Zerstörung alter Materialien begegnet sie mit der Idee einer Neuerschließung von Geschichten und Leben in Gegenüberstellungen von Traum und Härte.
Gegenwart, Projekte und Ausblick
Im eigenen Atelier-Galerie-Projekt Polychrom arbeitet sie mit Gastkünstlern und Lesungen, entwickelt Serien wie Overlooked and Underrated und widmet sich Themen wie Johanna Haare und historischen Erziehungsliteraturen. Ihre Arbeiten verbinden skurrile Narrationen mit ernsten historischen Bezügen, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Die bildende Künstlerin Clémentine Daudier – Malerei zwischen Intuition und Material
Einführung in die Sendung
Die Sendung "Künstlerfragen" des Paul-Klinger-Künstler-Sozialwerks widmet sich der sozialen Absicherung von Künstlern, ihren Lebensgeschichten und der Ausbildung sowie Vermarktung in der Kunstszene. Peter W. Strux führt durch die Sendung und begrüßt die Mixed-Media-Künstlerin Clémentine Daudier.
Clémentine Daudiers künstlerischer Werdegang
Clémentine stammt aus einer Künstlerfamilie und erzählt von ihrer Kindheit in Paris, dem Umzug nach Westafrika und den künstlerischen Einflüssen ihrer Familie. Diese Erfahrungen prägten ihren Weg zur Kunst und der Bedeutung von Farben und Natur in ihrer Arbeit.
Der Einfluss von Wasser und Natur
Wasser spielt eine zentrale Rolle in Clémentines Arbeiten, da es für sie ein Gefühl von Freiheit und Loslassen symbolisiert. Ihre künstlerischen Werke sind stark von ihren Erlebnissen in verschiedenen Ländern und Kulturen geprägt und reflektieren ihre Suche nach Identität.
Der kreative Prozess und das Loslassen
Clémentine beschreibt ihren kreativen Prozess als heilsam, in dem sie lernt, Erwartungen loszulassen und intuitiv zu arbeiten. Sie sieht ihre Malerei als einen Weg zur Meditation und Selbstfindung, wodurch ihre Werke auch anderen eine Pause im hektischen Alltag bieten sollen.
Kunst als Verbindung und Inspiration
Die Künstlerin betont die Bedeutung von Gemeinschaft unter Künstlern, den Austausch von Ideen und die Unterstützung voneinander. Sie sieht sich nicht in Konkurrenz zu anderen, sondern als Teil eines unterstützenden Netzwerks.
Zukunftsprojekte und Ausstellungen
Clémentine plant, weiterhin an Projekten zu arbeiten, die den heilenden Aspekt ihrer Kunst betonen. Sie wird an Ausstellungen teilnehmen, darunter eine in der Moorvilla Freimann und eine weitere im Rahmen der Art Muck.