
LeXplained: Ein Hoffmann Liebs Podcast
Hoffmann Liebs
Beschreibung
In diesem Podcast sprechen die Associates von Hoffmann Liebs über spannende und manchmal auch kuriose Fälle und Entwicklungen des Rechtsmarkts.
LeXplained möchte bekannte Verfahren der jüngeren Justiz-Geschichte und praxisrelevante Themen näher beleuchten – deshalb werden die Fragestellungen nicht nur aus rechtlicher, sondern auch aus gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Perspektive heraus betrachtet.
Wir wünschen viel Hörvergnügen mit „LeXplained“.
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

M&A-Transaktionen im Energiesektor - Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Praxis
M&A-Transaktionen im Energiesektor
In dieser Episode werden die rechtlichen Strukturen von M&A-Transaktionen im Energiesektor erläutert, insbesondere die Unterschiede zwischen Share-Deals und Asset-Deals. Bei Share-Deals erwirbt der Käufer Anteile an der Projektgesellschaft, während bei Asset-Deals spezifische Vermögenswerte oder Rechte übertragen werden. Es wird betont, dass beim Share-Deal die Zielgesellschaft als rechtlicher Träger bestehen bleibt und somit alle Rechte und Pflichten in der Gesellschaft verbleiben.
Die Rolle der Legal Due Diligence
Die Legal Due Diligence ist entscheidend für Käufer, um die rechtlichen Risiken und Verpflichtungen der Zielgesellschaft zu verstehen. Es wird erläutert, welche Aspekte, wie gesellschaftsrechtliche Verhältnisse und bestehende Verträge, geprüft werden müssen. Der Umfang der Prüfung hängt vom spezifischen Energieprojekt ab.
Einsatz von Künstlicher Intelligenz
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) in der Legal Due Diligence. KI hilft, große Datenmengen effizient zu analysieren, relevante Informationen schneller zu identifizieren und Verträge zu vergleichen. Dies ermöglicht eine tiefere und schnellere Einsicht in die rechtlichen Rahmenbedingungen eines Projekts.
Vertraulichkeit und W&I-Versicherungen
Die Vertraulichkeit bei M&A-Transaktionen wird hervorgehoben. Es ist wichtig, sicherzustellen, dass der Einsatz von KI im Einklang mit Datenschutz- und Sicherheitsanforderungen erfolgt. Zudem wird auf die Anforderungen von W&I-Versicherungen eingegangen, die Informationen über den Einsatz von KI im Due Diligence-Prozess verlangen.
Zukunft der M&A-Transaktionen
Abschließend wird die zukünftige Rolle von KI in M&A-Transaktionen thematisiert. KI wird voraussichtlich ein alltägliches Werkzeug in der Due Diligence werden und die Effizienz der Anwälte steigern, während die letztendliche Verantwortung und Entscheidung weiterhin bei den Anwälten bleibt.

Zwischen Laptop und Landesgrenze – Arbeiten im Ausland
Einführung ins Thema Arbeiten im Ausland
In dieser Episode wird das Thema Arbeiten im Ausland behandelt, das für Mitarbeitende und Unternehmen zunehmend an Bedeutung gewinnt. Verena Hagen, Senior Associate im Arbeitsrecht, spricht mit Julia Spelter und Daniel Schmalz von Schmalz & Partner über die rechtlichen Herausforderungen und Chancen.
Rechtsrahmen und Arbeitsrechtliche Aspekte
Unternehmen müssen klären, welches Arbeitsrecht anwendbar ist, wenn Mitarbeitende im Ausland arbeiten. Die Rom-1-Verordnung regelt die Vertragsfreiheit, und das gewöhnliche Arbeitsland spielt eine entscheidende Rolle. Für kurze Aufenthalte bleibt häufig deutsches Recht anwendbar, während längere Aufenthalte ausländisches Recht zur Folge haben können.
Sozialversicherungsrechtliche Überlegungen
Die A1-Bescheinigung ist entscheidend, um nachzuweisen, dass deutsches Sozialversicherungsrecht gilt. Unternehmen müssen frühzeitig handeln, um eine doppelte Beitragspflicht zu vermeiden. Auch der Versicherungsschutz bei Unfällen und Krankheiten im Ausland sollte berücksichtigt werden.
Steuerliche Risiken und Betriebsstätten
Die Möglichkeit, dass Mitarbeitende eine Betriebsstätte im Ausland begründen, birgt steuerliche Risiken. Unternehmen sollten sich über nationale Steuerrechte und die 183-Tage-Regel informieren, um steuerliche Pflichten zu vermeiden.
Praktische Empfehlungen für Unternehmen
Unternehmen sollten klare Policies erstellen, steuerliche Beratung einholen und die Arbeitszeiten genau dokumentieren. Besondere Vorsicht ist bei Ländern wie der Schweiz und Polen geboten, die strenge steuerliche Anforderungen haben.
Abschluss und Ausblick
Zusammenfassend profitieren Unternehmen von zufriedenen Mitarbeitenden, wenn sie die rechtlichen Rahmenbedingungen im Blick behalten. Die nächste Episode wird die Dienstwagenbesteuerung thematisieren.

General- und Totalunternehmer im Aufwind? Auswirkungen des Vergabebeschleunigungsgesetzes
Ziele und Rahmendaten
Die Reform zielt darauf ab, öffentliche Beschaffung schneller, digitaler und effizienter zu gestalten, insbesondere bei Infrastrukturprojekten. Sie prüft, wie weit gesetzliche Änderungen gehen können, ohne Grundprinzipien des Vergaberechts zu verletzen. Neben der Beschleunigung werden auch Digitalisierung, verlässliche Verfahrensabläufe und eine Beschleunigung von Nachprüfungsverfahren betont, ohne den Wettbewerb oder Mittelstandsschutz aus den Augen zu verlieren.
Losgrundsatz, Losaufteilung und Gesamtvergabe
Der Losgrundsatz bleibt zentral: Teil- und Fachlose ermöglichen Zugang auch für kleinere Unternehmen. Gleichwohl erweitert die Reform Ausnahmetatbestände für Gesamtvergaben, insbesondere bei größeren Infrastrukturvorhaben. Eine Gesamtvergabe kommt dann in Frage, wenn technische oder wirtschaftliche Gründe dies erfordern und zeitliche Umstände eine Losaufteilung gefährden. Die Grundregel bleibt jedoch die losweise Vergabe.
General- und Totalunternehmermodelle
Bei General- und Totalunternehmermodellen übernimmt ein Anbieter Planung und Bau oder beides in einer Hand, was zentrale Ansprechpartner und klare Verantwortlichkeiten schafft. Für Auftraggeber bedeuten sich daraus weniger Schnittstellen, während kleine Unternehmen oft nicht als Gesamtdienstleister auftreten können. Die Modelle stellen einen Balanceakt zwischen Effizienz und Marktbeteiligung dar, wobei Abhängigkeiten von wenigen Anbietern kritisch bewertet werden.
Auswirkungen, Herausforderungen und Ausblick
Für Bauwirtschaft und Vergabepraxis eröffnen neue Spielräume bei Gesamtvergaben, zugleich steigt Potenzial zur Marktkonzentration. Die Losvergabe bleibt wettbewerbsfördernd, erfordert jedoch sorgfältige Begründung und Dokumentation. Neue vergaberechtliche Streitfragen könnten entstehen, insbesondere rund um Ausnahmetatbestände. Letztlich hängt der Erfolg davon ab, wie Gerichte die neuen Regeln konkretisieren und wie Praxisdesigns umgesetzt werden.