
KrimSchnack - Der Kriminologie-Podcast
Annelie und Marie
Beschreibung
Habt ihr euch auch schon mal gefragt, warum Menschen kriminell werden? Oder wie man Kriminalität verhindern kann? In unserem kriminologischen Podcast sprechen wir (2 befreundete Kriminologinnen aus Hamburg) über Kriminalität und wie man damit umgehen sollte. Dabei gehen unsere Gespräche weit über das beliebte True-Crime-Genre hinaus, denn wir befassen uns hauptsächlich mit der wissenschaftlichen Perspektive, die wir euch im gemütlichen Schnack erklären. Wir sprechen dabei natürlich auch über kontroverse Themen und laden uns dazu auch Gäste aus Wissenschaft und Praxis ein, die uns Einblicke in ihre Arbeit geben. So gut habt ihr Kriminalität noch nie verstanden!
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

E54 - Wenn Kinder Häusliche Gewalt (mit-)erleben Teil 1
08.12.2025
In dieser Episode schauen wir auf diejenigen, die in Gesprächen über häusliche Gewalt viel zu oft übersehen werden: Kinder. Nachdem es in der letzten Folge vor allem um Erwachsene ging, fragen wir uns diesmal: Wie viele Kinder sind vom Thema Häusliche Gewalt in Deutschland betroffen und was bedeutet es für Kinder, wenn sie Gewalt im eigenen zu Hause miterleben- ein Ort an dem sie eigentlich sicher und geborgen sein sollten?
Viele denken immer noch: „Solange Kinder nicht selbst geschlagen werden, ist es nicht so schlimm.“ Unsere klare Antwort darauf ist: Doch. Ist es. Denn Kinder sind bei häuslicher Gewalt immer betroffen, auch wenn sie „nur“ zuschauen oder zuhören und in dieser und der nächsten Folge erklären wir euch, warum das so ist..
Wenn ihr oder Personen, die ihr kennt, Unterstützung benötigen, wendet euch unbedingt an diese kostenlosen Beratungs- und Hilfsangebote, auf Wunsch auch anonym:
Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen: 116 016 (hilfetelefon.de)
Hilfetelefon Gewalt an Männern: 0800 1239900 (maennerhilfetelefon.de)
Weißer Ring: 116 006 (weisser-ring.de)
Lila Hilfe: https://www.lilahilfe.org/de
Netzwerk Im Blick
Hier haben wir im Juni den Vortrag gehalten & den Fachtag moderiert, auf den wir uns in der Episode bezogen haben: Netzwerk „Frühe Hilfen/ Kinderschutz“ aller Jugendämter und des Gesundheitsamtes in der StädteRegion Aachen (https://www.imblick.info/))
Shownotes
kommen noch ;)

KrimShort #16 Überlebens- und Bindungsmechanismen in Gewaltsituationen
29.09.2025
Warum lächelt sie obwohl sie gerade belästigt wird?
Warum kooperieren Opfer bei Geiselnahmen oder Kidnapping?
Warum bleiben manche Menschen viel zu lange in gewaltvollen Beziehungen?
Das sind Fragen, die in der Forschung zu Coping, Traumareaktionen und Gewaltbeziehungen seit Jahren diskutiert werden und wir wollen das Ganze mal für euch einordnen.
Diese Podcastfolge beleuchtet die psychologischen Überlebensstrategien, die in akuten und dauerhaften Gewaltsituationen greifen: von Appeasement-Strategien und dem viel diskutierten Fawning bis hin zum komplexen Phänomen des Trauma Bondings.
Quellen:
Bailey, B. et al. (2023): Appeasement: replacing Stockholm syndrome as a definition of a survival strategy, European Journal of Psychotraumatology, 14:1, 2161038, DOI: 10.1080/20008066.2022.2161038
Cantor and Price (2007)
Carnes, P. J. (1997). The Betrayal Bond: Breaking free of exploitive relationships. Deerfield Beach, FL: Health Communications.
Dutton, D. G., & Painter, S. (1981). Traumatic bonding: The development of emotional attachments in battered women and other relationships of intermittent abuse. Victimology, 6(1–4), 139–155.
Dutton, D. G. & Painter, S. (1993). Emotional attachments in abusive relationships: a test of traumatic bonding theory. In: Violence and Victims. Band 8, Nr. 2, 1993, S. 105–120.
Fonseca, N. de Q. L., & Oliveira, B. Q. de. (2021). Bindungstrauma: Konzepte, Ursachen und Mechanismen in intimen Beziehungen. Zenodo.
Gilbert, P. (2000). The relationship of shame, social anxiety and depression: The role of the evaluation of social rank. Clinical Psychology & Psychotherapy, 7(3), 174–189.
Gilligan, C. (1982). In a different voice: Psychological theory and women’s development. Cambridge, MA: Harvard University Press.
Newton, J. R. (2016). Appeasement: A behavioral strategy for survival in human and nonhuman primates. Behavioral and Brain Sciences, 39, e216. https://doi.org/10.1017/S0140525X15002364
Porges, S. W. (2001). The polyvagal theory: Phylogenetic substrates of a social nervous system. International Journal of Psychophysiology, 42(2), 123–146.
Ridgeway, C. L. (2011). Framed by gender: How gender inequality persists in the modern world. Oxford, UK: Oxford University Press.
Stockinger, L. (2023). Qualitative Untersuchung von Resilienz bei Dual-Trauma Couples (Masterarbeit, Universität Wien). Universität Wien.
Walker, P. (2013). Complex PTSD: From surviving to thriving. Lafayette, CA: Azure Coyote.
Walkup, M. (2008). Fawning: Trauma response and the “appease” reaction. In C. R. Figley (Ed.), Encyclopedia of Trauma (pp. 263–265). Thousand Oaks, CA: SAGE.
Wood, J. T. (2013). Gendered lives: Communication, gender, and culture (10th ed.). Boston, MA: Cengage Learning.
World Health Organization. (2012). Understanding and addressing violence against women. Geneva, Switzerland: World Health Organization.

KrimShort #15 Das "Stockholmsyndrom"
15.09.2025
Shownotes und Quellen folgen in Kürze