UND Generationentandem
SoundCloud Feeds
Beschreibung
Zudem auf diesem Kanal: Weitere Audios aus der Küche von «und» das Generationentandem.
«und» das Generationentandem ist die Idee, den Generationendialog abzubilden und ihm eine Plattform zu geben. Mit journalistischen Produkten multimedial im Internet, aber auch in einem klassischen Magazin (viermal jährlich) wird der Austausch der Generationen intern gelebt und der Öffentlichkeit präsentiert. Wir bieten den offenen Austausch der gesamten Öffentlichkeit an. Wir veranstalten Filmanlässe, Kurse, Vorträge, Workshops. «und» wird von einem 2012 gegründeten Trägerverein mit Sitz in Thun getragen.
Podmon Kategorien
Upgrade dein Konto, um kontextuelle Kategorien zu sehen!
Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Generationenforum: Was stärkt unsere Demokratie?
Die Bedeutung der Demokratie
Demokratie ist eine lebendige Form der Regierungsführung, die von aktiver Mitbestimmung, Dialog und Verantwortung der Bürger lebt. Dennoch steht sie zunehmend unter Druck, unter anderem durch Medienkonzentration, Lobbyismus und eine zunehmende Polarisierung in der Gesellschaft.
Herausforderungen der Demokratie
Die Podiumsteilnehmer diskutieren die aktuelle Situation der Demokratie, die durch Gleichgültigkeit und das Gefühl, dass Demokratie selbstverständlich sei, gefährdet ist. Es wird betont, dass Partizipation und eine offene Dialogkultur entscheidend sind, um die Demokratie zu stärken.
Innovative Ansätze zur Stärkung der Demokratie
Neue Ansätze zur Förderung der Demokratie werden vorgestellt, darunter partizipative Formate wie Kinderbeteiligung und Bürgerräte. Diese Initiativen zielen darauf ab, verschiedene Perspektiven einzubeziehen und Bürger aktiv in Entscheidungsprozesse einzubinden.
Rolle des Lokaljournalismus
Der Lokaljournalismus spielt eine zentrale Rolle in der Demokratie, indem er die Bürger informiert und zur Teilnahme an politischen Prozessen anregt. Ein auf Abonnements basierendes Modell ermöglicht es, unabhängig zu berichten und konstruktive Lösungen zu fördern.
Partizipation in Bildungseinrichtungen
In Schulen und Kitas wird Partizipation als Schlüssel zur Stärkung demokratischer Werte angesehen. Indem Kinder in Entscheidungsprozesse einbezogen werden, lernen sie, Verantwortung zu übernehmen und ihre Stimme zu erheben.
Dialog und gesellschaftliche Teilhabe
Ein produktiver Dialog wird als essenziell für die Demokratie betrachtet. Zuhören und die Bereitschaft, unterschiedliche Meinungen zu respektieren, sind entscheidend, um einen konstruktiven Austausch zu fördern und gesellschaftliche Barrieren zu überwinden.
Abschluss und Ausblick
Die Diskussion schließt mit der Feststellung, dass trotz der Herausforderungen die Demokratie in der Schweiz eine gute Basis hat, jedoch kontinuierlich gepflegt und weiterentwickelt werden muss. Es liegt in der Verantwortung aller, aktiv an der Gestaltung unserer Demokratie mitzuwirken.

Roland Reichenbach: Zwischen Provokation, Bildung und fröhlichem Pessimismus
Roland Reichenbachs Perspektiven auf Bildung und Erziehung
Roland Reichenbach, Professor für Erziehungswissenschaften an der Universität Zürich, ist bekannt für seine kritischen und provokativen Ansichten zur Bildung. Er betont, dass Bildung nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch mit Demokratie und Gemeinsinn verbunden ist. Er fordert einen Diskurs, der über Ideologien hinausgeht und das Streiten um Ideen als Teil der Demokratie sieht.
Eigenes Bild und gesellschaftliche Verantwortung
Im Gespräch reflektiert Reichenbach über sein öffentliches Bild als Provokateur und kritischer Denker. Er sieht sich selbst als jemand, der gerne diskutiert und die Meinungen anderer respektiert. Seine Ansichten zur Bildung und Erziehung erfordern eine Balance zwischen individueller Förderung und gesellschaftlicher Verantwortung, wobei er die Rolle der Lehrperson als zentral ansieht.
Erziehung und emotionale Entwicklung
Er erklärt, dass die Schule für viele Kinder der einzige verlässliche Ort ist, was die Verantwortung der Lehrkräfte erhöht. Die emotionale und soziale Entwicklung der Schüler ist entscheidend, und die Schule sollte ein Ort der Zugehörigkeit und des Respekts sein.
Die Rolle der Eltern
Reichenbach kritisiert, dass viele Eltern von ihren Kindern geliebt werden wollen, anstatt die Kinder für die Welt vorzubereiten. Er plädiert dafür, dass Eltern ihren Kindern Werte und ein Gefühl für die Welt vermitteln sollten, anstatt sich nur auf die Bedürfnisse der Kinder zu konzentrieren.
Demokratie und Bildung
Demokratie wird als ein Prozess gesehen, der aktives Engagement erfordert. Reichenbach warnt vor der Tendenz, unterschiedliche Meinungen nicht zu akzeptieren, und betont die Wichtigkeit des Aushaltens von Differenzen in einer pluralistischen Gesellschaft.
Gemeinsinn versus Gemeinschaft
Er unterscheidet zwischen Gemeinschaft und Gemeinsinn. Während Gemeinschaft oft eine enge Bindung impliziert, ist Gemeinsinn die Fähigkeit, über das Eigene hinauszusehen und Verständnis für andere zu entwickeln. Dies ist besonders wichtig in modernen Gesellschaften, in denen Diversität herrscht.

«Das beste ist die Freigabe»: Generationentalk zu Zwangsadoption in den 60er Jahren
Einführung in den Generationen-Talk
Der Generationen-Talk 2026 mit dem Motto «Beziegen» behandelt die spezielle Beziehung zwischen Müttern und Töchtern, insbesondere im Kontext unehelicher Schwangerschaften in den 60er Jahren. Die Gäste Lisa Meister und ihre Tochter Michelle Dreifuss teilen ihre bewegende Geschichte über Adoption und Wiedervereinigung nach 18 Jahren.
Die Schwangerschafts- und Adoptionsgeschichte
Lisa Meister erzählt von ihrer ungewollten Schwangerschaft im Jahr 1969, die für sie eine Katastrophe darstellte. Sie wurde zur Adoption gezwungen, während ihre Familie und die Gesellschaft sie stigmatisierten. Die Adoption wurde als kostengünstige Lösung für die Behörden betrachtet, während die emotionale Last für die betroffenen Frauen nicht berücksichtigt wurde.
Gesellschaftlicher Wandel und heutige Perspektiven
Der Talk thematisiert den gesellschaftlichen Wandel seit den 60er Jahren, wo uneheliche Schwangerschaften stigmatisiert waren. Heutzutage werden 40 % der Kinder unehelich geboren, was in der Gesellschaft weitgehend akzeptiert ist. Es gibt mehr Unterstützung für alleinerziehende Mütter, was einen Fortschritt darstellt.
Wiedervereinigung und Beziehung zwischen Lisa und Michelle
Die Beziehung zwischen Lisa und Michelle entwickelte sich nach ihrer Wiedervereinigung, wobei beide Frauen an ihrer Beziehung arbeiteten, um Vertrauen und Verständnis aufzubauen. Sie reflektieren über ihre individuellen Erfahrungen und die Herausforderungen, die eine solche Verbindung mit sich bringt.
Schreiben als therapeutische Verarbeitung
Beide Frauen sind auch Schriftstellerinnen und nutzen das Schreiben, um ihre Erfahrungen zu verarbeiten und die Geschichten von Müttern und adoptierten Kindern sichtbar zu machen. Michelle plant, ihre Perspektive in einem Buch festzuhalten, um anderen zu helfen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben.
Abschluss und Erkenntnisse
Der Talk endet mit einer Reflexion über die Bedeutung der Geschichten und die Notwendigkeit, über die Herausforderungen von Zwangsadoptionen und unehelichen Schwangerschaften zu sprechen. Die Zuhörer werden ermutigt, die Perspektiven und Erfahrungen von Müttern und adoptierten Kindern ernst zu nehmen.