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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Kirschen aus Nachbars Garten - Gärten in der Großstadt
Gärten in der Stadt
Im Garten am Meer in Nippes wird gemeinschaftlich Gemüse und Obst angepflanzt, wobei der Fokus auf der Schaffung einer Gemeinschaft liegt. Der Verein Garten am Meer e.V. besteht aus etwa 30 Mitgliedern, die regelmäßig zusammenarbeiten und Feste feiern.
Rolle des Ernährungsrats Köln
Mildred Utku, Vorstandsvorsitzende des Ernährungsrats Köln, beschreibt die Rolle des Rates als überparteiliches Gremium, das Bürger, Landwirtschaft und Politik vernetzt, um eine Ernährungswende voranzutreiben. Der Ernährungsrat fördert regionale Lebensmittelkreisläufe und Ernährungsbildung, besonders in Kitas.
Projekte und Initiativen
Der Ernährungsrat hat mehrere Projekte initiiert, darunter das Kita-Sternprojekt, das Kindern regionale Ernährung näherbringt. Die Essbare Stadt ist ein Konzept, das urbanes Gärtnern fördert und soziale Integration unterstützt.
Flächenkonkurrenz und Gemeinschaftsgärten
In Köln gibt es eine große Konkurrenz um Flächen. Gemeinschaftsgärten werden oft auf Interimsflächen betrieben, doch einige, wie der Neulandgarten, dürfen dauerhaft bleiben. Diese Gärten tragen zur Biodiversität und zum Gemeinschaftsgefühl bei.
Engagement und Teilhabe
Der Ernährungsrat ermutigt die Bürger zur Teilnahme an Projekten und zur Sensibilisierung für nachhaltige Ernährung. Interessierte können sich über die Website des Ernährungsrats informieren und an Arbeitsgruppen teilnehmen.
Zukünftige Pläne für den Garten am Meer
Der Garten am Meer wird im Juni auf eine neue, vorbereitete Fläche umziehen, die 600 Quadratmeter umfasst. Hier sollen naturnahe Elemente wie Benjeshecken und ein Teich geschaffen werden, um die Biodiversität zu fördern.

Streuobstwiesen in Köln
Streuobstwiesen als historisches Biotop
Streuobstwiesen bilden einen Gürtel um Dörfer, tragen hochstammige Obstbäume und erhalten eine vielfältige Kulturlandschaft. Sie dienen als Lebensraum für bedrohte Tier- und Pflanzenarten, sichern genetische Vielfalt und ermöglichen Einblicke in traditionelle Obstbaumsorten. Die Praxis der Pflege durch Naturschutz hat Streuobstwiesen zu wichtigen Biotopen gemacht, die auch in größeren Städten vorkommen.
Vielfalt als Antwort auf Klimafragen
Durch Klimawandel und veränderte Witterung treten Trockenstress, Hitzebelastung und neue Schädlinge verstärkt auf. Eine breite genetische Vielfalt bei Arten und Sorten erhöht die Realisierungschancen, Baumarten gegen Stresssituationen resistenter zu machen. Mehr Vielfalt in Wurzelunterlagen, Sorten und Begleitpflanzen stärkt das System und reduziert Anfälligkeiten gegenüber Krankheiten.
Praktische Ansätze und Lokale Akteure
Lokale Initiativen betonen alte Sorten, samenfestes Saatgut und eine lebendige Gartenkultur. Vielfach werden Hecken, Begleitpflanzen und Nützlingsförderung genutzt, um das ökologische Gleichgewicht zu unterstützen. Projekte zeigen, wie Streuobstwiesen durch vernetzte Gärten und Austausch von Saatgut zu resilienteren Kulturlandschaften beitragen können.
Debatte um Gentechnik und Rechtsrahmen
Diskussionen drehen sich um neue Gentechnik, Patentierungspotenzial und Kennzeichnungspflichten. Befürworter verweisen auf mögliche Anpassungen, während Kritiker Transparenz und Vielfaltserhalt betonen. Verbände plädieren für Ausnahmen zur Vielfaltserhaltung im Saatgutrecht und fordern klare Kennzeichnung, damit Erzeuger und Verbraucher informierte Entscheidungen treffen können.

Leben ohne Einwegmüll – Verpackungssteuer für Köln
Einwegverpackungen und deren Folgen
Die Diskussion dreht sich um das Problem der Einwegverpackungen in Köln, insbesondere Kaffeebechern und Essensverpackungen, die oft in der Natur oder im Straßenmüll landen. Statistiken zeigen, dass in Deutschland 40 Prozent der Abfälle Verpackungsmüll sind, was ein dringendes Handeln erfordert.
Einführung einer Verpackungssteuer
Eine mögliche Lösung ist die Einführung einer kommunalen Verpackungssteuer, die bereits in Städten wie Tübingen erfolgreich umgesetzt wurde. Diese Steuer kann vermieden werden, wenn Verbraucher Mehrwegbehälter nutzen. Die Lenkungswirkung dieser Steuer führt zu weniger Einwegmüll und fördert die Nutzung von Mehrwegoptionen.
Vorteile der Verpackungssteuer
Die Verpackungssteuer fördert das Verursacherprinzip, indem diejenigen, die Einwegverpackungen nutzen, für deren Entsorgung bezahlen. Dies schafft Anreize, Mehrweg zu verwenden, was sowohl ökologisch als auch ökonomisch vorteilhaft ist. Zudem wird die Müllbelastung in öffentlichen Räumen reduziert.
Zusammenarbeit für eine Lösung
Gruppen wie Greenpeace Köln und Zero Waste Köln setzen sich aktiv für die Einführung der Verpackungssteuer ein und haben ein Konzept entwickelt, das sich an erfolgreichen Modellen orientiert. Ziel ist es, ein unbürokratisches und umfassendes Modell zu schaffen, das auch Lieferdienste und Drive-Ins einbezieht.
Fazit und Ausblick
Die Verpackungssteuer stellt ein effektives Instrument dar, um Abfall zu reduzieren und die Umwelt zu schützen. Erfahrungen aus anderen Städten zeigen, dass eine solche Maßnahme machbar ist und positive Auswirkungen auf die Umwelt hat. Die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Initiativen ist entscheidend, um die Politik zu überzeugen und eine schnelle Umsetzung zu erreichen.