SALON am Sonntag
Podcast
de-DE

SALON am Sonntag

Wortwiege

Beschreibung

Mit ihren renommierten Gästen aus Kunst, Literatur und Wissenschaft unterhält sich Theatermacherin Anna Luca Krassnigg, wissenschaftlich und diskursiv unterstützt von Kulturphilosoph Wolfgang Müller-Funk über über Fragen in Zusammenhang mit dem jeweiligen Spielzeitmotto.

Podmon Kategorien

Darüber wird in diesem Podcast anteilig gesprochen.
Anzahl Kategorien

Upgrade dein Konto, um kontextuelle Kategorien zu sehen!

Chartplatzierungen

Aktuelle Platzierungen in den öffentlichen Podcast-Charts und in unseren eigenen Kategorien.

Apple Podcasts

Top werbetreibende Marken in diesem Podcast (90d)

Upgrade dein Konto, um die Top werbetreibenden Marken zu sehen!

Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

„Wieder Krieg? Wider den Krieg!“ mit Lisz Hirn und Christian Ultsch

20.05.2026

Warum wieder Krieg und welche Dynamiken prägen ihn

Das Thema dreht sich um das wieder aufflammende Phänomen Krieg als menschliche Konstante. Hybris von Führungspersonen, illusionäre Schnellsiege und der Abschied von klaren völkerrechtlichen Begründungen führen zu aggressiven Handlungen. Globale Konflikte wie im Ukraine-, Iran- und Gaza-Rotlicht zeigen, dass territoriale Integrität zunehmend in Frage gestellt wird. Imperialistische Tendenzen, Risikospiele und faszinierte Machtworte verstärken die Gefahr unbeabsichtigter Eskalationen.

Wehrhaftigkeit, Demokratie und Geschlechterperspektiven

Wehrhaftigkeit wird als Grundprinzip der Demokratie diskutiert: Behörden müssen Schutz bieten, Gleichberechtigung und Beteiligung aller Bürgerinnen und Bürger gelten, einschließlich Frauen. Gleichgewicht zwischen militärischer Verteidigung und demokratischer Teilhabe wird betont. Gleichzeitig zeigen Beobachtungen, wie Kriege Frauen anders beeinflussen und wie fortschrittliche Technologien Gewalt nicht zwangsläufig geschlechtergerecht reduzieren. Bildung und Erziehung sind nötig, damit Freiheit verantwortungsvoll genutzt wird.

Pazifismus, Verzicht und europäische Strategien

Gedanken zu Gewaltfreiheit, gewaltfreiem Widerstand und möglichem Verzicht werden diskutiert. Verzicht kann als strategische Maßnahme verstanden werden, doch muss er sinnvoll und gut begründet sein. Europa soll eigene Abhängigkeiten reduzieren, statt Abhängigkeiten zu verstärken, und technologische Eigenständigkeit sowie Kapitalmarktinitiativen stärken. Pazifismus wird nicht als Naivität abgetan, sondern als differenzierte Strategie geprüft, die Krisen vermeiden statt eskalieren soll.

Bildung, Verantwortung und Zukunftsorientierung

Abschließend wird betont, dass Verantwortung an Einzelne, Staaten und globale Strukturen gebunden bleibt. R2P-Debatten, politische Kultur und gesellschaftliches Engagement sind zentral, um Anstand gegen Entgleisungen zu wahren. Junge Generationen benötigen klare Orientierung, Lebensfreude und Orientierung am Wert von Kunst und Bildung. Nur so lässt sich eine demokratische, resistente Zukunft gestalten, die Kriegen vorbeugt und menschenwürdige Rahmenbedingungen erhält.

Warum wieder Krieg und welche Dynamiken prägen ihn

Das Thema dreht sich um das wieder aufflammende Phänomen Krieg als menschliche Konstante. Hybris von Führungspersonen, illusionäre Schnellsiege und der Abschied von klaren völkerrechtlichen Begründungen führen zu aggressiven Handlungen. Globale Konflikte wie im Ukraine-, Iran- und Gaza-Rotlicht zeigen, dass territoriale Integrität zunehmend in Frage gestellt wird. Imperialistische Tendenzen, Risikospiele und faszinierte Machtworte verstärken die Gefahr unbeabsichtigter Eskalationen.

Wehrhaftigkeit, Demokratie und Geschlechterperspektiven

Wehrhaftigkeit wird als Grundprinzip der Demokratie diskutiert: Behörden müssen Schutz bieten, Gleichberechtigung und Beteiligung aller Bürgerinnen und Bürger gelten, einschließlich Frauen. Gleichgewicht zwischen militärischer Verteidigung und demokratischer Teilhabe wird betont. Gleichzeitig zeigen Beobachtungen, wie Kriege Frauen anders beeinflussen und wie fortschrittliche Technologien Gewalt nicht zwangsläufig geschlechtergerecht reduzieren. Bildung und Erziehung sind nötig, damit Freiheit verantwortungsvoll genutzt wird.

Pazifismus, Verzicht und europäische Strategien

Gedanken zu Gewaltfreiheit, gewaltfreiem Widerstand und möglichem Verzicht werden diskutiert. Verzicht kann als strategische Maßnahme verstanden werden, doch muss er sinnvoll und gut begründet sein. Europa soll eigene Abhängigkeiten reduzieren, statt Abhängigkeiten zu verstärken, und technologische Eigenständigkeit sowie Kapitalmarktinitiativen stärken. Pazifismus wird nicht als Naivität abgetan, sondern als differenzierte Strategie geprüft, die Krisen vermeiden statt eskalieren soll.

Bildung, Verantwortung und Zukunftsorientierung

Abschließend wird betont, dass Verantwortung an Einzelne, Staaten und globale Strukturen gebunden bleibt. R2P-Debatten, politische Kultur und gesellschaftliches Engagement sind zentral, um Anstand gegen Entgleisungen zu wahren. Junge Generationen benötigen klare Orientierung, Lebensfreude und Orientierung am Wert von Kunst und Bildung. Nur so lässt sich eine demokratische, resistente Zukunft gestalten, die Kriegen vorbeugt und menschenwürdige Rahmenbedingungen erhält.

„Österreich als Versuchsstation des Weltuntergangs“ mit Judith Kohlenberger und Barbara Tóth

29.04.2026

Mentalität und Identität als analytische Fragen

In der Diskussion werden Mentalität und nationale Identität als kulturelle Muster sichtbar, die sich in historischen Kontinuitäten verankern. Dabei geht es um autoritäre Prägungen, den Umgang mit Vielfalt und die Frage, wie Außenwahrnehmungen Österreich formen. Es wird betont, dass Identität oft durch Abgrenzung zu Fremdem entsteht und dass lange Geschichte, Nation Building sowie Erfahrungen nach dem Krieg diese Dynamiken beeinflussen.

Strukturen, Vertrauen und Macht in Institutionen

Es wird beobachtet, wie Vorder- und Hinterbühne in Medien, Universitäten und großen Einrichtungen unterschiedliche Codes haben. Formalen Strukturen stehen informelle Netzwerke gegenüber. Erfahrungen von Machtmissbrauch und interne Kontrollmechanismen zeigen, dass Gewaltenteilung, Gleichberechtigung und Transparenz trotz formeller Richtlinien schwer umzusetzen sind. Insiderwissen wächst zum Ausschlussfaktor, und Vertrauen wird durch wiederkehrende Skandale erschüttert.

Skandale, Reformbedarf und Blick nach vorn

Skandale werden als kathartische Prozesse gesehen, die eine gesellschaftliche Aufarbeitung ermöglichen und normative Linien klarer ziehen können. Gleichzeitig wird diskutiert, wie institutionelle Reformen besser verankert, Zweifachstrukturen aufgebrochen und integrative Prozesse gestärkt werden könnten. Der Dialog betont die Notwendigkeit von offener Kommunikation, wirkungsvollen Kontrollen und einer Balance zwischen Tradition und Wandel, um demokratische Resilienz zu fördern.

Mentalität und Identität als analytische Fragen

In der Diskussion werden Mentalität und nationale Identität als kulturelle Muster sichtbar, die sich in historischen Kontinuitäten verankern. Dabei geht es um autoritäre Prägungen, den Umgang mit Vielfalt und die Frage, wie Außenwahrnehmungen Österreich formen. Es wird betont, dass Identität oft durch Abgrenzung zu Fremdem entsteht und dass lange Geschichte, Nation Building sowie Erfahrungen nach dem Krieg diese Dynamiken beeinflussen.

Strukturen, Vertrauen und Macht in Institutionen

Es wird beobachtet, wie Vorder- und Hinterbühne in Medien, Universitäten und großen Einrichtungen unterschiedliche Codes haben. Formalen Strukturen stehen informelle Netzwerke gegenüber. Erfahrungen von Machtmissbrauch und interne Kontrollmechanismen zeigen, dass Gewaltenteilung, Gleichberechtigung und Transparenz trotz formeller Richtlinien schwer umzusetzen sind. Insiderwissen wächst zum Ausschlussfaktor, und Vertrauen wird durch wiederkehrende Skandale erschüttert.

Skandale, Reformbedarf und Blick nach vorn

Skandale werden als kathartische Prozesse gesehen, die eine gesellschaftliche Aufarbeitung ermöglichen und normative Linien klarer ziehen können. Gleichzeitig wird diskutiert, wie institutionelle Reformen besser verankert, Zweifachstrukturen aufgebrochen und integrative Prozesse gestärkt werden könnten. Der Dialog betont die Notwendigkeit von offener Kommunikation, wirkungsvollen Kontrollen und einer Balance zwischen Tradition und Wandel, um demokratische Resilienz zu fördern.

„Nichts ungeheurer als der Mensch“ mit Peter Strasser und Florian Scheuba

16.04.2026

Einführung in das zentrale Thema

Der Gesprächsrahmen dreht sich um das Ungeheuerliche im Menschen und die Frage, wieso er destruktiv und zugleich visionär sein kann. Zwei Gäste bringen Perspektiven aus Philosophie und Kabarett ein, während der Diskurs das Festivalthema Nichts Ungeheurer als der Mensch beleuchtet. Es geht um zeitlose Muster, Normen und die Spannung zwischen Dunkelheit und Kreativität im gesellschaftlichen Leben.

Ursachen des Ungeheuerlichen

Es wird diskutiert, wie Normverstöße, Machtinteressen und Lust am Bösen entstehen. Kant, Erbsünde und Erlebnisse moderner Politik werden reflektiert, ebenso wie das Verhalten von Trump, Putin oder Mullahs. Die Debatte zeigt, dass Individuen unterschiedlich handeln: manche sehen sich als„Gutes“ handelnd, andere handeln destruktiv, oft aus komplexen Motivlagen wie Macht, Angst oder Ideologie.

Medien, Demokratie und Bildung

Medienlandschaft, Desinformation und politische Manipulation werden als zentrale Herausforderungen erkannt. Ein funktionierendes Rechts- und Bildungssystem, unabhängige Berichterstattung und aufgeklärte Bürgerinnen und Bürger gelten als Schutzfaktoren. Diskussionen über Vorbilder, politische Kommunikation und Integrationsfragen zeigen, wie Demokratie gestärkt werden könnte, wenn Informationen kritisch geprüft und Wissen breit zugänglich bleibt.

Hoffnung, Vorbilder und Gegenmittel

Trotz düsterer Tendenzen wird die Fähigkeit zur Koexistenz und Kooperation betont. Am Ende wird ein positives Beispiel aus der Literatur herangezogen: Kooperation und Vernunft können selbst in Krisenzeiten eine humane Orientierung geben. Es bleibt die Frage, wie gesellschaftliche Muskulatur gestärkt wird – durch Bildung, integrative Politik, verantwortungsvolles Führungsverhalten und ein wach sendes Bewusstsein für das Gemeinwesen.

Einführung in das zentrale Thema

Der Gesprächsrahmen dreht sich um das Ungeheuerliche im Menschen und die Frage, wieso er destruktiv und zugleich visionär sein kann. Zwei Gäste bringen Perspektiven aus Philosophie und Kabarett ein, während der Diskurs das Festivalthema Nichts Ungeheurer als der Mensch beleuchtet. Es geht um zeitlose Muster, Normen und die Spannung zwischen Dunkelheit und Kreativität im gesellschaftlichen Leben.

Ursachen des Ungeheuerlichen

Es wird diskutiert, wie Normverstöße, Machtinteressen und Lust am Bösen entstehen. Kant, Erbsünde und Erlebnisse moderner Politik werden reflektiert, ebenso wie das Verhalten von Trump, Putin oder Mullahs. Die Debatte zeigt, dass Individuen unterschiedlich handeln: manche sehen sich als„Gutes“ handelnd, andere handeln destruktiv, oft aus komplexen Motivlagen wie Macht, Angst oder Ideologie.

Medien, Demokratie und Bildung

Medienlandschaft, Desinformation und politische Manipulation werden als zentrale Herausforderungen erkannt. Ein funktionierendes Rechts- und Bildungssystem, unabhängige Berichterstattung und aufgeklärte Bürgerinnen und Bürger gelten als Schutzfaktoren. Diskussionen über Vorbilder, politische Kommunikation und Integrationsfragen zeigen, wie Demokratie gestärkt werden könnte, wenn Informationen kritisch geprüft und Wissen breit zugänglich bleibt.

Hoffnung, Vorbilder und Gegenmittel

Trotz düsterer Tendenzen wird die Fähigkeit zur Koexistenz und Kooperation betont. Am Ende wird ein positives Beispiel aus der Literatur herangezogen: Kooperation und Vernunft können selbst in Krisenzeiten eine humane Orientierung geben. Es bleibt die Frage, wie gesellschaftliche Muskulatur gestärkt wird – durch Bildung, integrative Politik, verantwortungsvolles Führungsverhalten und ein wach sendes Bewusstsein für das Gemeinwesen.