Ist das Kunst?
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Ist das Kunst?

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Beschreibung

Unter dem Titel "Ist das Kunst?" widmen sich die Städtischen Museen Heilbronn gemeinsam mit der Stimme Mediengruppe unterschiedlichen Feldern der Kunst.
Jeweils wechselnde Gesprächspartner unterhalten sich mit Claudia Ihlefeld und Kilian Krauth, Redakteure der Heilbronner Stimme, über die Entstehung einer Ausstellung, über Kunst im öffentlichen Raum, vergessene Künstler, das Phänomen des Sammelns oder den aktuellen Ernst-Franz-Vogelmann-Preisträger.

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Von der Ausstellung zum Erlebnis: Wie Museen heute begeistern

26.03.2026

Multisensorische Erlebnisse im Museum

Das neue Museum im Heilbronner Deutschhof bietet eine Vielzahl an multisensorischen Stationen, die Besuchern ermöglichen, durch Riechen, Hören, Schmecken und Fühlen in die Ausstellung einzutauchen. Zu den Highlights gehören Hörstationen mit prominenten Stimmen, wie Ranga Yogeshwar, der über den Klimawandel spricht, und interaktive Zuordnungsspiele. Digitale Angebote, wie Multimedia-Guider, sollen zukünftig das Erlebnis weiter bereichern.

Die Geschichte des Museums

Das Museum hat eine lange Tradition, die bis zur Gründung eines historischen Vereins vor 150 Jahren zurückreicht. Es vereint vier Sammlungsbereiche – Archäologie, Naturkunde, Kultur- und Stadtgeschichte sowie Kunst – unter einem Dach und ist damit ein offener, kostenloser Bildungsort für alle Altersgruppen.

Herausforderungen und Visionen der Museumsleitung

Dr. Marc Gundl und seine Stellvertreterin Birgit Hummler betonen die Notwendigkeit, das Museum modern zu gestalten und sich aktuellen Herausforderungen zu stellen, auch im Hinblick auf die Konkurrenz durch immersive Ausstellungen. Ihr Ziel ist es, die Inhalte lebendig und ansprechend zu vermitteln, um ein breites Publikum zu erreichen.

Vermittlungsansätze und Museumspädagogik

Ein modernes Museum sollte aktive Auseinandersetzung fördern und nicht nur auf traditionelle Textvermittlung setzen. Die Angebote richten sich an diverse Zielgruppen, darunter Kinder, Senioren und Menschen mit Behinderungen, und beinhalten innovative Methoden wie multisensorische Erlebnisse und interaktive Stationen.

Archäologie und die Bedeutung der Trias

Die neue Dauerausstellung beleuchtet die Trias und das Eiszeitalter, beide entscheidend für die Entwicklung der Heilbronner Region. Die Präsentation der Geologie und Archäologie wird so gestaltet, dass sie die Relevanz vergangener Klimawandel-Ereignisse für heutige Herausforderungen verdeutlicht.

Einladung zum Besuch

Das Museum im Deutschhof ist täglich geöffnet, außer montags, und bietet freien Eintritt. Führungen und spezielle Veranstaltungen können auf Anfrage organisiert werden. Die Museumsleitung freut sich darauf, Besucher in die faszinierende Welt der Geschichte und Naturwissenschaften einzuführen.

Multisensorische Erlebnisse im Museum

Das neue Museum im Heilbronner Deutschhof bietet eine Vielzahl an multisensorischen Stationen, die Besuchern ermöglichen, durch Riechen, Hören, Schmecken und Fühlen in die Ausstellung einzutauchen. Zu den Highlights gehören Hörstationen mit prominenten Stimmen, wie Ranga Yogeshwar, der über den Klimawandel spricht, und interaktive Zuordnungsspiele. Digitale Angebote, wie Multimedia-Guider, sollen zukünftig das Erlebnis weiter bereichern.

Die Geschichte des Museums

Das Museum hat eine lange Tradition, die bis zur Gründung eines historischen Vereins vor 150 Jahren zurückreicht. Es vereint vier Sammlungsbereiche – Archäologie, Naturkunde, Kultur- und Stadtgeschichte sowie Kunst – unter einem Dach und ist damit ein offener, kostenloser Bildungsort für alle Altersgruppen.

Herausforderungen und Visionen der Museumsleitung

Dr. Marc Gundl und seine Stellvertreterin Birgit Hummler betonen die Notwendigkeit, das Museum modern zu gestalten und sich aktuellen Herausforderungen zu stellen, auch im Hinblick auf die Konkurrenz durch immersive Ausstellungen. Ihr Ziel ist es, die Inhalte lebendig und ansprechend zu vermitteln, um ein breites Publikum zu erreichen.

Vermittlungsansätze und Museumspädagogik

Ein modernes Museum sollte aktive Auseinandersetzung fördern und nicht nur auf traditionelle Textvermittlung setzen. Die Angebote richten sich an diverse Zielgruppen, darunter Kinder, Senioren und Menschen mit Behinderungen, und beinhalten innovative Methoden wie multisensorische Erlebnisse und interaktive Stationen.

Archäologie und die Bedeutung der Trias

Die neue Dauerausstellung beleuchtet die Trias und das Eiszeitalter, beide entscheidend für die Entwicklung der Heilbronner Region. Die Präsentation der Geologie und Archäologie wird so gestaltet, dass sie die Relevanz vergangener Klimawandel-Ereignisse für heutige Herausforderungen verdeutlicht.

Einladung zum Besuch

Das Museum im Deutschhof ist täglich geöffnet, außer montags, und bietet freien Eintritt. Führungen und spezielle Veranstaltungen können auf Anfrage organisiert werden. Die Museumsleitung freut sich darauf, Besucher in die faszinierende Welt der Geschichte und Naturwissenschaften einzuführen.

Wiederentdeckt: Die Künstlerin Elfriede Lohse-Wächtler in der Kunsthalle Vogelmann

16.07.2025

Die Wiederentdeckung von Elfriede Lohse-Wächtler

Elfriede Lohse-Wächtler, eine talentierte Malerin und Zeichnerin, gilt als Beispiel für "Lost-Women-Art". In den letzten Jahren wurde sie jedoch wiederentdeckt, insbesondere durch eine umfassende Ausstellung in der Kunsthalle Vogelmann. Die Künstlerin, die mit 16 Jahren nach Dresden zog, entwickelte zwischen Expressionismus und neuer Sachlichkeit ihre eigene Handschrift und wurde zur Beobachterin am Rande der Gesellschaft.

Frühes Leben und künstlerische Entwicklung

Dr. Rita Täuber, die die Ausstellung kuratiert hat, erläutert, dass Lohse-Wächtler in Dresden in den Avantgarde-Kreis um Felix Müller und Otto Dix eintrat und dort ihre künstlerische Identität fand. Ihre frühen Werke zeigen Einflüsse aus dem Ausdruckstanz sowie grafische und illustrierende Arbeiten. Die Künstlerin nahm an der Kunstgewerbeschule Unterricht und musste sich gegen den Widerstand ihrer Familie durchsetzen.

Persönliches Leben und Herausforderungen

Lohse-Wächtler heiratete Kurt Lohse, einen Maler und engen Freund von Otto Dix. Ihre Ehe war von Krisen geprägt, und Lohse ließ sich später scheiden, was Elfriede stark belastete. Ihre wirtschaftlichen und künstlerischen Schwierigkeiten führten zu einem psychischen Zusammenbruch, der sie 1929 in eine psychiatrische Klinik brachte.

Künstlerisches Schaffen und Themen

In der Ausstellung wird das Werk von Lohse-Wächtler präsentiert, das stark von Empathie geprägt ist. Besonders ihre Selbstporträts und Darstellungen von Alltagsmenschen reflektieren ihre innere Befindlichkeit. Sie arbeitete häufig mit Pastell und Aquarell, was ihrer Fähigkeit, Momentaufnahmen der menschlichen Emotion zu erfassen, entgegenkam.

Tragisches Ende und Vermächtnis

Nach mehreren Jahren in psychischer und finanzieller Not kehrte Lohse-Wächtler zu ihren Eltern zurück, wo sie schließlich Opfer der T4-Aktion der Nationalsozialisten wurde. Ihr künstlerisches Erbe wurde von ihrem Bruder Hubert bewahrt, der sich für ihre Werke einsetzte und die erste Nachkriegs-Ausstellung organisierte. Lohse-Wächtlers Kunst wird heute als bedeutend und zeitgenössisch wahrgenommen.

Die Wiederentdeckung von Elfriede Lohse-Wächtler

Elfriede Lohse-Wächtler, eine talentierte Malerin und Zeichnerin, gilt als Beispiel für "Lost-Women-Art". In den letzten Jahren wurde sie jedoch wiederentdeckt, insbesondere durch eine umfassende Ausstellung in der Kunsthalle Vogelmann. Die Künstlerin, die mit 16 Jahren nach Dresden zog, entwickelte zwischen Expressionismus und neuer Sachlichkeit ihre eigene Handschrift und wurde zur Beobachterin am Rande der Gesellschaft.

Frühes Leben und künstlerische Entwicklung

Dr. Rita Täuber, die die Ausstellung kuratiert hat, erläutert, dass Lohse-Wächtler in Dresden in den Avantgarde-Kreis um Felix Müller und Otto Dix eintrat und dort ihre künstlerische Identität fand. Ihre frühen Werke zeigen Einflüsse aus dem Ausdruckstanz sowie grafische und illustrierende Arbeiten. Die Künstlerin nahm an der Kunstgewerbeschule Unterricht und musste sich gegen den Widerstand ihrer Familie durchsetzen.

Persönliches Leben und Herausforderungen

Lohse-Wächtler heiratete Kurt Lohse, einen Maler und engen Freund von Otto Dix. Ihre Ehe war von Krisen geprägt, und Lohse ließ sich später scheiden, was Elfriede stark belastete. Ihre wirtschaftlichen und künstlerischen Schwierigkeiten führten zu einem psychischen Zusammenbruch, der sie 1929 in eine psychiatrische Klinik brachte.

Künstlerisches Schaffen und Themen

In der Ausstellung wird das Werk von Lohse-Wächtler präsentiert, das stark von Empathie geprägt ist. Besonders ihre Selbstporträts und Darstellungen von Alltagsmenschen reflektieren ihre innere Befindlichkeit. Sie arbeitete häufig mit Pastell und Aquarell, was ihrer Fähigkeit, Momentaufnahmen der menschlichen Emotion zu erfassen, entgegenkam.

Tragisches Ende und Vermächtnis

Nach mehreren Jahren in psychischer und finanzieller Not kehrte Lohse-Wächtler zu ihren Eltern zurück, wo sie schließlich Opfer der T4-Aktion der Nationalsozialisten wurde. Ihr künstlerisches Erbe wurde von ihrem Bruder Hubert bewahrt, der sich für ihre Werke einsetzte und die erste Nachkriegs-Ausstellung organisierte. Lohse-Wächtlers Kunst wird heute als bedeutend und zeitgenössisch wahrgenommen.

Rebellion des gemeinen Mannes – 500 Jahre Bauernaufstand

05.03.2025
Ob als Bauernkrieg, Bauernaufstand oder Rebellion des gemeinen Mannes bezeichnet: Was sich vor 500 Jahren ereignet hat, markiert als erste deutsche Freiheitsbewegung eine Schwelle zur Neuzeit. Die Kunsthalle Vogelmann in Heilbronn erinnert in einer Ausstellung an diese bewegte Zeit und zieht Parallelen. Ein Gang durch die Schau „Rebellion des gemeinen Mannes. 500 Jahre Bauerkrieg“ - und wie wir heute auf die Ereignisse von damals blicken.Allgemeine Informationen zu den Städtischen Museen Heilbronn finden Sie hier.