
Fugengold
Marc T. Süß, Marcus S. Kleiner
Beschreibung
Es ist das Gespräch zweier Freunde, die nicht immer einer Meinung sind, über die Idee, dass selbst in schwierigen oder konfliktreichen Situationen wertvolle Einsichten, Perspektiven und Möglichkeiten entstehen können. Immer samstags, überall wo es Podcasts gibt.
Fugengold wird produziert vom Sweetspot Studio.
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

18.07.2026: Widersetzen statt Wegsehen, Book Handling Agency, Demonstrationsrecht, Straßenbergers „Die Denkerin“.
Bücher und ihre Bedeutung
Marc und Markus diskutieren über aktuelle Themen, darunter das Buch "Die Denkerin" von Grit Strassenberger, das sich mit Hannah Arendt beschäftigt. Während Marc sich auf die Gestaltung von Buchcovern konzentriert, thematisiert Markus den Widerstand gegen die AfD und die Bedeutung von Demonstrationen.
Widersetzen und antifaschistischer Protest
Markus spricht über die antifaschistische Bewegung "Widersetzen", die sich am 4. Juli in Erfurt gegen die AfD positionierte. Er betont, dass der Protest nicht nur sichtbar, sondern auch notwendig ist, um der Normalisierung der AfD entgegenzuwirken. Die Medienberichterstattung wird kritisch hinterfragt, da sie oft die Gewalt gegen Reporter fokussiert, anstatt die politischen Hintergründe zu beleuchten.
Protest und Demonstrationsrecht
In Bezug auf den Gastbeitrag von Klaus Michael Kodalle wird die Frage aufgeworfen, ob Proteste zeitlich von politischen Veranstaltungen getrennt werden sollten. Markus argumentiert, dass solche Trennungen den politischen Gehalt des Widerstands neutralisieren könnten und dass Protest, der störend ist, notwendig ist, um Aufmerksamkeit zu erregen und Einfluss zu nehmen.
Hannah Arendts Relevanz
Frank Berzbachs Buchvorstellung über Hannah Arendt beleuchtet deren kritisches Denken über Totalitarismus und Demokratie. Arendts Einsichten sind nach wie vor relevant, besonders im Kontext aktueller politischer Entwicklungen. Ihre Arbeiten regen zur Reflexion über die Gefahren des Autoritarismus an und bieten Denkanstöße für den gesellschaftlichen Widerstand.

12.07.2026: Erdoğan schenkt Revolver, Ikkimel beim Moma, Ingeborg Bachmann Doku, Kultur auf Rezept
Einleitung
Im Podcast diskutieren Markus S. Kleiner und Marc T. Süß aktuelle Themen mit einem besonderen Fokus auf Kultur und Politik. Sie beleuchten die Symbolik hinter Erdogans Geschenken, die Rapperin Ickimel und die Rolle der Kunst in der Gesundheitspolitik.
Erdoğan und seine Staatsgeschenke
Ein zentrales Thema ist Erdogans Geschenk an Staatschefs beim NATO-Gipfel: personalisierte Revolver. Die Diskussion dreht sich um die Symbolik und die damit verbundenen Probleme, die dieses Geschenk hervorruft, sowie um die Repräsentation der türkischen Rüstungsindustrie.
Ickimel im ZDF-Morgenmagazin
Die Diskussion über den Auftritt der Rapperin Ickimel im ZDF-Morgenmagazin zeigt den Konflikt zwischen traditioneller Männlichkeit und feministischen Perspektiven. Ihr Song "Fußballmänner" sorgt für Kontroversen und bringt die verkrampfte Verjüngungskur des ZDF ins Licht.
Kultur auf Rezept: Kunst und Gesundheit
Der Podcast thematisiert die Integration von Kunst in die Gesundheitspolitik, wobei Länder wie Wales und Griechenland als Vorreiter genannt werden. Es wird erörtert, ob die Einbindung von Kunst in das Gesundheitssystem eine Aufwertung oder eine Instrumentalisierung darstellt.
Schlussfolgerung
Die Diskussion endet mit der Überlegung, dass Kunst nicht nur als therapeutisches Werkzeug betrachtet werden sollte, sondern auch einen gesellschaftlichen Wert besitzt, der über Nützlichkeit hinausgeht.

04.07.2026: Poschardt-Höcke-Kontroverse, KI & Buchvernichtung, Uwe Bolls "Citizen Vigilante", Merkel Portrait
Einleitung und Themenübersicht
Markus S. Kleiner und Marc Süß präsentieren eine umfangreiche Diskussion über aktuelle gesellschaftliche und politische Themen, darunter die Kontroversen um Ulf Poschardt, Björn Höcke, die Büchervernichtung durch KI-Firmen und den neuen Film von Uwe Boll, "Citizen Vigilante".
Poschardt-Höcke-Kontroverse
Der erste Teil beleuchtet den bedeutungslosen Dialog zwischen Ulf Poschardt und Björn Höcke, der als wenig substantiell und rassistisch interpretiert wird. Höcke äußert seine Ansichten zu Nationalität und Ethnie, was als rassistisch und gefährlich kritisiert wird. Poschardt reagiert ebenfalls provokant, was zeigt, dass die Debatte von Emotionen und persönlichen Angriffen geprägt ist, ohne inhaltliche Tiefe zu erreichen.
Die Rolle der Provokation
Es wird diskutiert, wie Provokation von beiden Seiten eingesetzt wird, um Aufmerksamkeit zu erregen, jedoch ohne einen echten Diskurs zu fördern. Dies führt zu einem intellektuellen Leerlauf und einer Orientierungslosigkeit in der politischen Debatte.
Büchervernichtung durch KI-Firmen
Eine kritische Analyse der Praktiken von KI-Firmen, die Bücher aufkaufen, um sie zu scannen und anschließend zu vernichten. Diese Vorgehensweise wird als Datenkolonialismus beschrieben, wobei der Verlust von Kulturgut und die rechtlichen Grauzonen hervorgehoben werden. Die Notwendigkeit von Haltungsnoten für KI-Modelle wird diskutiert.
Uwe Bolls "Citizen Vigilante" und die Diskussion um Kunstfreiheit
Der Film von Uwe Boll wird als problematisch angesehen, da er Selbstjustiz und Gewalt propagiert. Die Debatte um die Altersfreigabe und die Wahrnehmung von Gewalt in der Gesellschaft wird kritisch betrachtet. Bolls Behauptungen von Zensur werden hinterfragt, und die Verantwortung von Künstlern für die von ihnen geschaffenen Inhalte wird thematisiert.
Angela Merkels Porträt im Kanzleramt
Die Enthüllung von Angela Merkels Porträt wird als enttäuschend beschrieben. Es fehlt an künstlerischer Tiefe und Originalität. Die Diskussion dreht sich um die Erwartungen an offizielle Staatsbilder und die Rolle der Kunst in der Politik.
Abschluss und Ausblick
Die Episode schließt mit der Aufforderung, kritisch über die Themen nachzudenken, und dem Hinweis auf die nächste Ausgabe des Podcasts, in der weitere gesellschaftliche Fragestellungen erörtert werden.