IGeL-Podcast
IGeL-Monitor
Beschreibung
Der IGeL-Podcast, das sind Hintergrundinformationen zu Gesundheitsleistungen, Gesundheitswissenschaft, Gesundheitsökonomie - für die Ohren: Die von gesundheitspolitisch Interessierten und die von allen Menschen, die im weiten Feld des Gesundheitswesens beruflich beheimatet sind. Jetzt reinhören: Einmal im Monat mit dem Medizinjournalisten Marcus Anhäuser.
Und vielen Dank dem Londoner Künstler Ketsa: sein Stück Beat Stick ist der Jingle des IGeL-Podcasts. IGeL-Monitor und IGeL-Podcast sind Initiativen des Medizinischen Dienstes Bund.
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht
Kritisch betrachtet: Selbstzahlerleistungen in der Schwangerschaft
Der Druck auf Schwangere
Schwangere und deren Familien stehen unter immensem Druck, der durch idealisierte Darstellungen von Schwangerschaft und Elternschaft in sozialen Medien verstärkt wird. Diese unrealistischen Erwartungen schaffen das Gefühl, dass jede Abweichung von der Norm nicht akzeptabel ist.
Die Rolle von IGeL-Leistungen
IGeL-Leistungen in der Schwangerschaft versprechen, den werdenden Eltern mehr Sicherheit zu bieten. Es wird jedoch hinterfragt, ob diese Leistungen tatsächlich notwendig sind und ob sie den Schwangeren wirklich weiterhelfen.
Unspezifische Kreuzschmerzen: Wie gut hilft Osteopathie?
Einführung in den IGL-Podcast
Der IGL-Podcast behandelt individuelle Gesundheitsleistungen, evidenzbasierte Medizin und die Bewertung von medizinischen Behandlungen, die nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden. In dieser Folge liegt der Fokus auf der Osteopathie zur Behandlung unspezifischer Rückenschmerzen.
Osteopathie und Rückenschmerzen
Osteopathie ist eine manuelle Medizinform, die sich mit der Untersuchung und Behandlung des Körpers befasst, wobei Spannungen und Bewegungseinschränkungen identifiziert werden. Rückenschmerzen sind weit verbreitet, und 85% der Betroffenen haben keine klare Ursache, was als unspezifischer Rückenschmerz bezeichnet wird.
Die Rolle von Kerstin Kempen
Kerstin Kempen, eine ausgebildete Physiotherapeutin und Heilpraktikerin, erläutert ihren Ansatz in der Osteopathie. Sie betont die Bedeutung einer ganzheitlichen Betrachtung des Patienten sowie die individuelle Anpassung der Behandlungsmethoden, darunter direkte und indirekte Techniken.
Kritik und Studienlage zur Osteopathie
Die Wirksamkeit der Osteopathie steht in der Kritik. Studien zeigen, dass positive Effekte oft mit methodischen Schwächen behaftet sind. Der IGL-Monitor hat in einer aktuellen Bewertung festgestellt, dass die Nutzen-Schaden-Bilanz der Osteopathie weiterhin unklar bleibt, da viele Studien unzureichend sind.
Fazit und Ausblick
Obwohl die Osteopathie bei manchen Patienten Erfolge zeigen kann, bleibt die wissenschaftliche Evidenz fraglich. Eine systematische Forschung ist erforderlich, um die Wirksamkeit besser zu belegen. Patienten sollten weiterhin die Kosten selbst tragen und sich über zukünftige Studien informieren.
Gesundheitsreform: Wie die FinanzKommission Gesundheit die GKV-Beiträge stabilisieren will
Aktuelle Situation der GKV und Hintergrund der Reformbemühungen
Die gesetzliche Krankenversicherung befindet sich in einer massiven Finanzschieflage. Ein Expertenrat wurde beauftragt, kurzfristig Maßnahmen zu entwickeln, um das Defizit zu stabilisieren und anschließend eine nachhaltige Finanzierung sicherzustellen. Die Berichte beschreiben ein Defizitpotenzial in zweistelliger Milliardenhöhe, verbunden mit wirtschaftlichen Auswirkungen auf Arbeitsanreize und Gesamtwirtschaft. Ziel ist es, die Finanzlage zu verbessern, ohne Beiträge massiv zu erhöhen, und das System mittelfristig zu stabilisieren.
Ursachenfokus: Kosten treiben das Defizit
Analysen zeigen, dass Ausgaben stärker gestiegen sind als Einnahmen. Haupttreiber sind Vergütungen, insbesondere im Krankenhaus- und Pflegebereich, sowie steigende Arzneimittelpreise, darunter kleine Patientengruppen wie Orphan Drugs. Demografische Effekte spielen eine Rolle, doch der Kostenanstieg wird vor allem durch Tarifabschlüsse und Preisentwicklungen angetrieben. Die Vergütungssysteme wurden als zentraler Hebel identifiziert, an dem Einspar- und Steuerungsmaßnahmen ansetzen müssen.
66 Empfehlungen und deren Struktur
Aus rund 1700 Vorschlägen wurden 66 Maßnahmen in drei Gruppen gegliedert. Gruppe A mit Sternchen verspricht zusätzlich Vorteile für Versicherte, Gruppe A ohne Sternchen fokussiert auf Einsparungen, Gruppe B beinhaltet potenzielle Nachteile. Beispiele umfassen Zweitmeinungsverwege, Anpassungen bei Arzneimitteln und eine stärkere Verknüpfung von Vergütung mit Einnahmen, um Kostenwachstum zu bremsen. Die Gruppe A-Sternchen zielt auf patientennutzen und Effizienz.
Politische Umsetzung und Ausblick
Auf Grundlage der Vorschläge wurde ein Gesetzesentwurf vorbereitet, der innerhalb kurzer Zeit in den parlamentarischen Prozess überführt werden soll. Ein zweites Maßnahmenpaket ist bereits in Planung, um langfristig weitere Entlastungen zu ermöglichen. Ob und wie Ausgaben wie Sozialleistungen oder Digitalisierung zukünftig finanziert werden, hängt von politischen Verhandlungen ab. Die Entwicklungen bleiben dynamisch und bleiben im Fokus der Debatten rund um die GKV-Finanzierung.