Willkommen zum Podcast IGEPHA im Gespräch.
Die IGEPHA – The Austrian Consumer Health Care Association – ist seit über 50 Jahren DER Spezialist für frei verkäufliche Arzneimittel und Gesundheitsprodukte in Österreich. In unserem Podcast sprechen mit interessanten Interviewpartnern aus Österreich und der ganzen Welt und halten Sie über die wichtigsten Self Care Themen auf dem Laufenden – jetzt reinhören.
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IGEPHA im Gespräch
Christina Nageler
Beschreibung
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Warum die Arbeitswelt über unsere Gesundheit entscheidet und Prävention zu oft zu spät kommt
23.09.2026
In dieser Folge von IGEPHA im Gespräch spricht Christina Nageler mit Claudia Neumayer-Stickler vom ÖGB über die Frage, wer eigentlich über unsere Gesundheit entscheidet und welche Rolle die Arbeitswelt dabei spielt. Neumayer-Stickler erklärt, warum ein Großteil unserer Lebenszeit am Arbeitsplatz verbracht wird und wie Digitalisierung, Automatisierung, neue Arbeitsformen, ständige Erreichbarkeit und der Klimawandel die gesundheitlichen Rahmenbedingungen dort laufend verändern.Ein zentrales Thema des Gesprächs ist die Prävention. Neumayer-Stickler beschreibt, warum in vielen Bereichen noch immer die Reparatur im Vordergrund steht statt der Frage, wie Krankheiten von vornherein verhindert werden können. Sie erläutert, warum Investitionen in Prävention politisch oft schwerer durchsetzbar sind, weil ihr Erfolg erst später sichtbar wird, gleichzeitig aber enorme Auswirkungen auf Einzelne, das Gesundheitssystem und die Wirtschaft hat, etwa durch weniger Krankenstände.Weitere Themen sind die frühe Orientierung bei gesundheitlichen Alltagsfragen, unter anderem durch niederschwellige Angebote wie 1450, die Bedeutung der Eigenverantwortung und ihre Grenzen durch unterschiedliche Rahmenbedingungen wie Bildung, Wohnsituation oder Einkommen, sowie die Rolle der Apotheken als wohnortnahe und gut erreichbare erste Anlaufstelle. Auch die Sozialversicherung kommt zur Sprache: Neumayer-Stickler betont, dass sie weit mehr ist als ein reiner Verwaltungsapparat, sondern als Solidargemeinschaft Sicherheit im Alltag bietet, etwa bei Arbeitsunfall, Pension oder Rehabilitation.Zum Abschluss spricht sie darüber, was sich mittel- und langfristig ändern müsste, damit Gesundheit von der frühen Kindheit bis ins hohe Alter durchgängig gefördert wird, und wie Betriebe Arbeitsplätze so gestalten können, dass sie tatsächlich gesundheitsförderlich sind, auch über einzelne Angebote wie den Obstkorb hinaus.KeypointsDie Arbeitswelt hat großen Einfluss auf die Gesundheit, unter anderem durch Digitalisierung, neue Arbeitsformen, ständige Erreichbarkeit und den Klimawandel.Prävention wird in der Praxis oft vernachlässigt, weil der Handlungsdruck bei akuter Erkrankung höher ist und sich der Erfolg von Prävention erst später zeigt.Eigenverantwortung im Gesundheitsbereich setzt passende Rahmenbedingungen voraus, etwa bei Bildung, Wohnsituation, Einkommen und Arbeitsplatz.Apotheken sind eine wohnortnahe erste Anlaufstelle für Arbeitnehmer:innen und Pensionist:innen, das Zusammenwirken aller Gesundheitsberufe braucht aber noch Ausbau.Weitere Informationen:Links:https://www.linkedin.com/in/claudia-neumayer-stickler-8b43301a3/https://www.oegb.at/Mehr Information zur IGEPHA finden Sie auf unserer Website:www.igepha.at

Self-Care spart Europas Gesundheitssystem jährlich 37 Milliarden Euro und eine Milliarde Arztstunden
08.09.2026
In der ersten Folge der 12. Staffel von IGEPHA im Gespräch begrüßt Host Christina Nageler ihren Gast Oliver Hartmann. Im Zentrum des Gesprächs steht die Frage, was Self-Care aus europäischer Perspektive tatsächlich bedeutet und warum eine Gleichsetzung mit Selbstmedikation zu kurz greift.Hartmann erläutert anhand der WHO-Definition, dass Self-Care ein deutlich breiteres Spektrum abdeckt: Prävention, einen gesunden Lebensstil, die eigene Einschätzung von Beschwerden sowie den verantwortungsvollen Umgang mit Gesundheitsressourcen. Selbstmedikation ist dabei nur ein Teilbereich. Deutlich wird auch, dass die meisten gesundheitsrelevanten Entscheidungen im Alltag getroffen werden, zu Hause, am Arbeitsplatz oder in der Schule, lange bevor ein Arztbesuch ansteht.Ein zentrales Thema ist die Gesundheitskompetenz, die Hartmann als Grundvoraussetzung für funktionierende Self-Care beschreibt. Die heutige Herausforderung liege weniger im Mangel an Information, sondern in der Informationsflut und in Fehlinformationen.Anhand von Studien, unter anderem der Arbeiten von Mai und Bauer, zeigt Hartmann den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wert von Self-Care für Europa auf. Abschließend spricht er über notwendige politische und regulatorische Rahmenbedingungen bis 2030, etwa eine stärkere Rolle der Apotheken und pragmatischere Regulierung bei Rx-zu-OTC-Switches.Keypoints:Self-Care ist laut WHO-Definition weit mehr als Selbstmedikation und umfasst Prävention, Lebensstil, Selbsteinschätzung und den verantwortungsvollen Umgang mit Gesundheitsressourcen.Gesundheitskompetenz gilt als Grundvoraussetzung für Self-Care; die größte Herausforderung liegt heute in Informationsflut und Fehlinformation, nicht im Mangel an Information.Rezeptfreie Medikamente behandeln jährlich rund 1,2 Milliarden kleinere Beschwerden in Europa, sparen dabei etwa 37 Milliarden Euro und ersetzen rechnerisch 120.000 zusätzliche Hausärzte.Self-Care entlastet Ärztinnen und Ärzte um rund eine Milliarde Arbeitsstunden pro Jahr; bei konsequenterer Nutzung ließen sich zusätzlich 18 Milliarden Euro jährlich für die Gesellschaft freisetzen.Für die Zukunft braucht es laut Hartmann unter anderem eine stärkere Rolle der Apotheken, pragmatischere Regulierung bei Switches und die Verankerung von Self-Care als strategische Säule der Gesundheitssysteme bis 2030.Weitere Informationen:Links:https://www.linkedin.com/in/oliver-hartmann-0841b199/https://aesgp.eu/Mehr Information zur IGEPHA finden Sie auf unserer Website:www.igepha.at
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Gesundheit als Lebensgefühl: Warum der Lifestyle-Zugang Menschen besser erreicht als jede medizinische Botschaft
30.06.2026
Gesundheitsthemen landen oft entweder im medizinischen Fachdiskurs oder im kurzlebigen Social-Media-Hype. Dazwischen klafft eine Lücke – und genau dort setzt guter Lifestyle-Journalismus an. In dieser Folge von IGEPHA im Gespräch unterhält sich Christina Nageler mit Andrea Schröder, Chefredakteurin des Weekend Magazin, über die Kraft des alltagsnahen Gesundheitsjournalismus.Andrea Schröder erklärt, warum Magazinjournalismus für Self-Care-Themen ein besonders wirkungsvoller Kanal ist: nicht trotz seiner leichten Lesbarkeit, sondern gerade deswegen. Denn wer Menschen vor dem Arztbesuch erreichen will – in der Phase, wo Prävention, Routinen und Eigenverantwortung zählen – braucht Sprache und Formate, die einladen statt belehren.Das Gespräch zeigt auch, wie das Weekend Magazin zwischen echten Trends und vergänglichen Hypes unterscheidet, und warum manche Themen immer wieder neu erzählt werden sollten – weil sich die Studienlage verändert und Menschen unterschiedliche Phasen haben, in denen sie empfänglich sind.Keypoints aus der Folge:💡 Lifestyle-Journalismus ist kein minderer Journalismus. Hinter jedem leicht konsumierbaren Beitrag steckt sorgfältige Recherche, Expertenwissen und der Anspruch, Komplexes verständlich zu machen – Check, Recheck, Doublecheck gilt auch hier.💡 Relevanz entsteht, wenn ein Thema über Zeit bestehen bleibt und sich im Alltag abbildet – etwa im Angebot in Apotheken oder Supermärkten. Was nur kurzfristig auf TikTok aufpoppt, ist kein Weekend-Thema.💡 Gesundheitsthemen dürfen und sollten wiederholt aufgegriffen werden – weil sich Studienlagen ändern, weil Lesende sich weiterentwickeln und weil manche Botschaften einfach Zeit brauchen, bis sie ankommen.💡 Sprache macht den Unterschied. Nahbar statt belehrend, einladend statt druckausübend – das ist das Ziel. Wer Menschen wirklich erreichen will, schreibt so, dass sie sich selbst in den Themen wiedererkennen.💡 Die Gen Z zeigt, wie es geht: Gesundheitsbewusstsein als selbstverständlicher Teil des Lifestyles, nicht als Pflicht. Dieser Ansatz kann als Inspiration für die gesamtgesellschaftliche Gesundheitskommunikation dienen.Weitere Informationen:Links:https://www.linkedin.com/in/andrea-schr%C3%B6der-31666412/https://www.weekend.at/Mehr Information zur IGEPHA finden Sie auf unserer Website:www.igepha.at