
Fempire - der Podcast über Frauen, die schreiben
Rasha Khayat
Beschreibung
Auf wessen Schultern stehen wir, die Schriftstellerinnen von heute?
Autorin Rasha Khayat lädt andere Schriftstellerinnen ein, um über die Arbeit und den Einfluss ihrer weiblichen, schreibenden Vorbilder zu sprechen. Wir reden über Sprache, die Fesseln des Patriarchats und vor allem über die Frauen, die uns geprägt haben. Jede Autorin bringt eine "Heldin" mit und wir feiern Leben und Arbeit großer Schriftstellerinnen.
Fempire auf Instagram: https://www.instagram.com/fempire_podcast/
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Theresia Enzensberger über Ursula K. Le Guin
Einführung in den Podcast
Der Podcast "Vampire" widmet sich Frauen, die schreiben, und wird von Rasha Hayat moderiert. In dieser Episode ist Theresia Enzensberger zu Gast, die die bedeutende Science-Fiction-Autorin Ursula K. Le Guin als ihre Heldin vorstellt.
Theresia Enzensberger und ihre Verbindung zu Ursula K. Le Guin
Theresia Enzensberger ist bekannt für ihre Romane und Essays, in denen sie oft die Grenzen zwischen Realität und Fiktion erkundet. Sie spricht darüber, wie sie Le Guin entdeckt hat und welche Parallelen zwischen ihrer eigenen Arbeit und den Themen von Le Guin bestehen, insbesondere in Bezug auf den Roman "The Dispossessed" und den Essay "The Carrierbag Theory of Fiction".
Le Guins Einfluss und Themen
Die Diskussion dreht sich um Le Guins Werke, die oft dystopische und fantastische Elemente enthalten, aber auch tiefere gesellschaftliche und politische Themen behandeln. Besonders "The Dispossessed" wird als ein Werk hervorgehoben, das die Unterschiede zwischen anarchistischen und kapitalistischen Gesellschaften beleuchtet und dabei komplexe Charaktere und deren Beziehungen beschreibt.
Feministische Aspekte in Le Guins Werk
Die Gesprächspartnerinnen erörtern, ob Le Guins Texte als feministisch angesehen werden können, obwohl sie nur wenige weibliche Charaktere haben. Sie argumentieren, dass die Gleichheit in der dargestellten Gesellschaft für alle Geschlechter wichtig ist.
Literatur und Politik
Die Diskussion thematisiert die Rolle der Literatur in politischen Diskursen und die Wahrnehmung von feministischer und science-fiction Literatur. Es wird betont, dass Literatur auch als Werkzeug zur Reflexion über gesellschaftliche Strukturen dienen kann.
Empfehlungen und Abschluss
Enzensberger empfiehlt Leserinnen und Lesern, sich weiter mit Le Guins Werk auseinanderzusetzen, insbesondere mit dem Essay "The Carrierbag Theory of Fiction", der eine neue Perspektive auf die Erzählform und die Rolle von Konflikten in Geschichten bietet. Die Episode schließt mit einer Aufforderung, die Werke von Ursula K. Le Guin zu erkunden.

Meral Kureyshi über Ágota Kristóf
Einleitung
Der Podcast "Vampire" wird von der Autorin Sarascha Hayat moderiert, die mit der Schweizer Autorin Miral Kureishi über die ungarisch-schweizerische Schriftstellerin Agota Christoph spricht. Hayat kündigt ein bevorstehendes Live-Event in Köln an, bei dem Kureishi als Gast auftreten wird.
Über Miral Kureishi
Miral Kureishi hat mehrere Romane veröffentlicht, darunter "Elefanten im Garten" und "Im Meer waren wir nie". Ihre Herkunft, als Teil der türkischsprachigen Minderheit im Kosovo, prägt ihr Denken und Schreiben. Sie möchte Christoph als Vorbild und Inspirationsquelle für Frauen in der Literatur präsentieren.
Agota Christophs Leben und Werk
Agota Christoph, geboren 1935 in Ungarn, flüchtete in die Schweiz und schrieb in einer Sprache, die sie sich selbst aneignen musste. Ihre Werke thematisieren Identität, Heimat und die Herausforderungen des Schreibens in einer fremden Sprache. Christoph wird als eine Autorin beschrieben, die mit Dringlichkeit und Ehrfurcht über die Liebe und die menschliche Erfahrung schreibt.
Sprachliche Herausforderungen
Das Gespräch thematisiert die Herausforderungen, die mit dem Schreiben in einer nicht-muttersprachlichen Sprache verbunden sind. Kureishi und Hayat reflektieren über ihre eigenen Erfahrungen mit Sprache, Identität und dem Gefühl von Entwurzelung. Der Austausch über Christophs Werke regt zu tiefen Überlegungen über Sprache und deren Einfluss auf das Schreiben an.
Öffentliche Auftritte und Diskurse
Die beiden Autorinnen diskutieren die Schwierigkeiten, die mit öffentlichen Auftritten verbunden sind, und die Herausforderungen, in einer Sprache zu sprechen, die nicht die eigene ist. Sie reflektieren über die Reaktionen auf ihre Aussagen und die oft oberflächliche Auseinandersetzung mit Literatur in der Öffentlichkeit.
Abschluss
Das Gespräch endet mit einer Lesung aus Christophs Werk und einem Aufruf, ihre Bücher zu entdecken. Hayat und Kureishi betonen die Bedeutung von Dialog und Diskurs in der Literatur und hoffen auf eine breitere Wertschätzung von Frauen in der Schreibszene.

Rasha Khayat über Nawal El Saadawi
Frohes neues Jahr und Live-Event
Die Episode beginnt mit den besten Wünschen für das neue Jahr und einer Ankündigung für ein Live-Event des Podcasts "Vampire" am 26. Februar im Comedia-Theater in Köln. Die Host, Rasha Hayat, freut sich besonders, Theresia Mora als Gästin begrüßen zu dürfen.
Einführung in Nawal El-Sadawi
In dieser Episode spricht Rasha mit ihrer Freundin und Co-Host Romana Buziarowska über die ägyptische Autorin und Aktivistin Nawal El-Sadawi. El-Sadawi, die 2021 verstorben ist, hat über 50 Bücher geschrieben und setzte sich zeitlebens für Frauenrechte in der arabischen Welt ein, was sie oft in Konflikt mit dem Gesetz brachte.
Das Werk von Nawal El-Sadawi
Es wird über El-Sadawis berühmte Werke "The Hidden Face of Eve" und "Woman at Point Zero" diskutiert, die beide wichtige feministischen Texte sind. Die Autorinnen betonen, dass El-Sadawi in ihren Schriften klare, unverblümte Sprache verwendet, um gesellschaftliche Missstände aufzuzeigen, insbesondere was die Rolle der Frau in patriarchalen Gesellschaften betrifft.
Gesellschaftliche Kritik und Feminismus
Rasha und Romana erörtern die Verbindung zwischen sozialer Klasse und Gender und wie El-Sadawi das Verhältnis zwischen westlicher und arabischer Feminismus kritisch hinterfragt. Die Diskussion umfasst auch die Herausforderungen, die Frauen im arabischen Raum gegenüberstehen, sowie die Notwendigkeit einer globalen Perspektive auf feministische Themen.
Relevanz und Vermächtnis
Die Episode schließt mit einer Reflexion über die Relevanz von El-Sadawis Werk in der heutigen Zeit und der Notwendigkeit, ihre Stimme und ihre Botschaften zu verbreiten, um das Bewusstsein für feministische Kämpfe weltweit zu schärfen.