
SCHLAWINER EBEN! - Dein Podcast für hemmungslos positives Hundetraining
Kristina Obermayr
Beschreibung
Podmon Kategorien
Upgrade dein Konto, um kontextuelle Kategorien zu sehen!
Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

#83 - Warum ich heute anders trainiere als noch vor 3 Jahren
Bedürfnisorientiertes Training und Alltag
Die Autorin schildert ihr langjähriges Arbeiten mit Hunden und betont eine bedürfnisorientierte Herangehensweise. Im Fokus stehen natürliche Verhaltensverstärkung, abgestimmte Beobachtung und das Erkennen, wann Leckerlis sinnvoll sind. Der Vortrag vermeidet starre Regeln und setzt stattdessen auf situative Anpassung, Gelassenheit und das Verständnis, dass Hunde unterschiedliche Bedürfnisse haben, die sich im täglichen Mühren äußern.
Beispiele aus dem Alltag mit mehreren Hunden
Anhand der drei Doodles wird erläutert, wie Rituale, Strukturen und kontrollierte Begegnungen das Training erleichtern. Anfangs wurden viele Leckerlis eingesetzt, doch mit fortschreitender Routine gewinnen Ruhe, konsequente Abläufe und eine reduzierte Abhängigkeit von Futter als Belohnung an Bedeutung. Die Autorin betont, dass Leidenschaft, Geduld und klare Signale zentrale Rollen spielen.
Wichtigkeit des Hier-und-Jetzt und multiple Einflussfaktoren
Die Folge hebt hervor, dass es kein geheimes Hack gibt, sondern viele kleine Stellschrauben, die zusammenwirken. Fokus liegt darauf, heute zu handeln, die eigene Verfassung zu beachten und die Hunde entsprechend zu begleiten. Hohe Erregung erfordert neue Strategien, während entspannte Phasen weniger externe Verstärkung benötigen. Dieser Ansatz betont Flexibilität statt Starrheit.
Gesundheit, Balance und alternative Verstärkung
Es wird darauf hingewiesen, dass Leckerlis sinnvoll, aber nicht immer notwendig sind. Gesundheitsaspekte wie Übergewicht werden berücksichtigt, und es werden Alternativen zu Keksbelohnungen beschrieben. Ziel ist eine ausgewogene Nutzung von Verstärkern, die das Lernen unterstützen, ohne die Gesundheit zu belasten. Die Reflexion schließt mit einem offenen Blick auf individuelle Bedarfe der Hunde.

#82 - Warum wir dieses Training erst mal komplett gestrichen haben
Kapazitäten im Zusammenleben mit einem ängstlichen Hund
Der Autorin zufolge beeinflussen persönliche Belastungen die Alltagsgestaltung mit einem unsicheren Hund. Phasen von Erschöpfung, Rückzug und Energiehaushalt prägen das Training. Trotz einer grundsätzlich positiven Grundhaltung erfordern schwere Lebensumstände eine Anpassung der Routinen, damit der Hund weiterhin sicher betreut wird und das Training nicht überfracht wird.
Wie sich Training und Alltag anpassen können
Es wird betont, dass beim Hundebegleitung stets der Fokus auf dessen Bedürfnissen liegt. Vor einem Vorhaben wird geprüft, ob der Hund die Situation bewältigen kann. Spontanität geht verloren, Planung dominiert, und pragmatische Entscheidungen helfen, Kapazitäten sinnvoll einzusetzen, ohne den Hund zu überfordern.
Beispiel aus der Praxis: kleine Schritte mit einem Pinscher
Eine Kundin wollte, dass der Hund auch alleine geht. Wegen Winterkälte und Dunkelheit wurden zunächst kürzere, vertraute Runden bevorzugt, während komplexere Waldstrecken pausiert wurden. Schrittweise erhielten der Hund Selbstwirksamkeit und positive Erfahrungen in kleineren Umgebungen, wodurch später auch anspruchsvollere Situationen möglich wurden.
Beziehungsaufbau, Pausen und Entwicklungsfenster
Der Fokus liegt auf Grundlagen, Beziehungsaufbau und Bedürfnisbefriedigung beider Seiten. Rückzugspausen ermöglichen eine effizientere Weiterarbeit, wenn der Hund in einer guten Entwicklungsphase ist. Geduldige, fließende Anpassungen helfen, neue Themen gezielt anzugehen und wieder Vertrauen aufzubauen.

#81 - Diese Hundebegegnung wäre früher eskaliert
Beziehung Mensch-Hund und Hundebegegnungen
Die Folge beschreibt das Zusammenspiel dreier Hündinnen mit unterschiedlichen Persönlichkeiten. Die Mali kämpfte früher stark mit Begegnungen, die Femi ist grundsätzlich gelassen, und Danai bleibt skeptisch, zeigt aber hohe Ansprechbarkeit. Die Erzählerin betont, wie wichtig eine ruhige, beobachtende Haltung und ein gutes Verständnis der individuellen Muster sind, um Gruppenreaktionen zu verstehen und angemessen zu reagieren. Es wird deutlich, dass auch erfahrene Halterinnen mit herausfordernden Situationen umgehen.
Umgang mit herausfordernden Begegnungen
Beim Zusammentreffen mit anderen Hunden setzt sie auf Ausweichen, statische Positionen und das gezielte Einsetzen von Suchspielen, um die Aufmerksamkeit der Hunde zu bündeln. Futterverstärker kommen sparsam zum Einsatz, und kein Hund wird festgehalten. Wichtig ist, die Situation zu beobachten, die Leine locker zu halten und die Körperspannung der Hunde zu beobachten, damit Ruhe erhalten bleibt und Konflikte vermieden werden.
Bedürfnisbefriedigung und Alltagspaziergänge
Ein zentrales Element ist die ausreichende Bedürfnisbefriedigung: Die Spaziergänge werden bewusst so gestaltet, dass die Hunde Entscheidungen treffen dürfen und Zeit zum Schnüffeln erhalten. Es wird darauf geachtet, dass alle drei bis zum Abschluss mitmachen und sich sortieren, bevor es weitergeht. Durch diesen Ansatz bleibt die Truppe entspannt, selbst wenn Neues oder Spannendes auftaucht.
Reflexionen zum Training und Beziehung
Die Moderatorin betont die Balance zwischen gemeinsamer Freude und Erholung als Grundlage für gelassene Begegnungen. Sie warnt vor übermäßigem Ehrgeiz und plädiert dafür, Gefühlslage der Hunde zu berücksichtigen, kleine Fortschritte zu würdigen und routinierte Übungen im Alltag zu integrieren. Die Kernbotschaft lautet, dass stabile Bindung und regelmäßige Pausen die Stressresistenz in herausfordernden Situationen erhöhen.