
Gesund in Sportdeutschland
DOSB
Beschreibung
Host Daniel Schmidt versorgt Euch jeden Monat mit wertvollen Tipps von Expert*innen, wie Ihr mit Sport anfangen könnt, um Eure Gesundheit zu stärken, wo Ihr den richtigen Sportverein findet und welche neuen Trends es gibt. Wir wollen Euch informieren, inspirieren und motivieren rund um das Thema Sport und Gesundheit.
“Gesund in Sportdeutschland” ist ein Podcast des Deutschen Olympischen Sportbunds.
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Dazugehören ermöglichen: Antidiskriminierung im Sport — mit Elisa Lierhaus
Vielfalt, Gesundheit und Diskriminierung im Sport
Der Podcast thematisiert, wie Diversität im Sport Realität ist und wie Diversität und Antidiskriminierung zu einem gesunden Miteinander beitragen. Es geht um Inklusion, Teilhabe, Sprache, Sichtbarkeit und Respekt. Der Fokus liegt darauf, wie Begegnungen, Gemeinschaft und Emotionen durch Sport entstehen, und wie Barrieren Menschen am Teilhaben hindern können, selbst wenn niemand absichtsvoll ausschließen will.
Was Diskriminierung im Sport bedeutet
Diskriminierung wird als Ungleichbehandlung aufgrund von Merkmalen wie Aussehen, Alter, Herkunft, Sprache oder Religion beschrieben. Sie kann individuell, institutionell oder strukturell auftreten. Dazu gehören auch gewaltvolle oder beleidigende Erfahrungen sowie begrenzter Zugang durch Regeln oder Praxis in Vereinen, Verbänden oder in der Gesellschaft. Sichtbarkeit, Repräsentation und Machtpositionen spielen eine zentrale Rolle.
Typische Barrieren und Teilhabe
Physische Zugänge, Zugänglichkeit von Räumen und faire Sprache gehören zu den ersten Barrieren. Weitere Barrieren betreffen Sichtbarkeit, Repräsentation und Formulare oder Angebote, die bestimmte Gruppen ausschließen. Im Sport geht es darum, Strukturen zu prüfen, zu hinterfragen und offen zu kommunizieren, dass Verbesserungen nötig sind. Es geht darum, Räume sichtbar, sicher und inklusiv zu gestalten, nicht nur zu besprechen.
Strategien, Sprache und Verantwortungen
Wichtige Schritte umfassen sensiblere Sprache, transparentes Vorgehen bei Diskriminierung, sowie eine ehrliche Reflexion der eigenen Haltung. Trainerinnen und Trainer sollten ihr Wissen erweitern, Beschwerdewege klären und Ehrenkodizes prüfen. Wichtig ist, Verantwortung zu übernehmen, sich weiterzubilden und Allies zu finden, die unterstützen. Ziel ist ein Sport, in dem sich alle gesehen, gehört und respektiert fühlen.

Gehen statt Rennen: Fußball neu gedacht — mit Prof. Dr. Silke Sinning und Stefanie Michalzik
Walking Football als barrierearme Spielform
Der Podcast erklärt Walking Football als angepasste Form des klassischen Fußballs, bei der Läufen durch Gehen ersetzt wird. Geeignet ist sie für ältere Menschen, Verletzte oder Menschen mit Behinderungen, da schnelle Bewegungen reduziert sind. Das Ziel ist, das Spielfeeling beizubehalten: Ball, Tore, Passen, Positionierung – nur ohne Laufen und mit kleineren Toren.
Vorteile für Vereine und Gesellschaft
Es wird betont, dass Walking Football Mitgliederbindung stärkt und neue Zielgruppen anspricht. Vereine können über diese Variante Menschen wieder in den Verein integrieren, Ehrenamt zu ermöglichen und soziale Gemeinschaft zu fördern. Die Aktivität erfolgt ohne großen Ressourcenaufwand und lässt sich leicht in bestehenden Strukturen umsetzen.
Praxis, Regeln und Umsetzung
Die Regeln sind einfach: Gehen statt laufen, Hüft-hohe Schüsse sind tabu, Körperkontakt entfällt. Turniere existieren in Turnierformen, zudem gibt es Schulungen und Unterstützung durch Landesverbände. Der Moderator schildert persönliche Erfahrungen, betont Kognition, Koordination und Stellungsspiel als zentrale Herausforderungen und benennt Startwege für Vereine und Interessierte.
Ausblick und persönliche Eindrücke
Im Podcast wird der Enthusiasmus sichtbar: Walking Football bietet Freude, Bewegungsqualität und Geselligkeit zugleich. Die Gastgeberin probiert es selbst aus, berichtet von Anstrengung, Konzentration und Spaß, und schildert, wie diese Form langfristig zur Gesundheitsförderung und sozialer Teilhabe beitragen kann. Am Ende bleibt der Eindruck von einem inklusiven, dynamischen Bewegungsangebot.

Gezielt geschickt gestärkt: Koordinatives Krafttraining — mit Dr. Daniel Gärtner
Bedeutung des Krafttrainings
Krafttraining spielt eine entscheidende Rolle für unsere Beweglichkeit, Stabilität und die Gesundheit im Alter. Studien belegen, dass es die Koordination signifikant verbessert und für alle Altersgruppen essentiell ist.
Koordinatives Krafttraining
Das heutige Thema ist das koordinative Krafttraining, das nicht nur Muskelkraft, sondern auch die Kontrolle und Koordination von Bewegungen fördert. Jeder Bewegung, selbst alltäglichen wie dem Heben einer Tasche, liegt Koordination zugrunde.
Geschlechterunterschiede im Krafttraining
Es gibt nach wie vor ein Gender Gap im Krafttraining, besonders bei Frauen über 45 Jahren, die oft Berührungsängste haben. Jüngere Frauen zeigen jedoch zunehmendes Interesse und Engagement im Krafttraining.
Folgen von Muskelabbau
Ab einem Alter von 45 Jahren verliert der Körper an Muskelmasse, was zu einer erhöhten Sturzgefahr und Pflegebedürftigkeit führen kann. Krafttraining kann diesen Prozess aufhalten und sogar Muskulatur im Alter aufbauen.
Krafttraining und Lebensqualität
Regelmäßiges Krafttraining erhöht die Lebensqualität und die Lebenserwartung, da es die Mobilität verbessert und Stürze verhindert. Ein starker Körper trägt zur Selbstständigkeit im Alter bei.
Ziele des Krafttrainings
Für den allgemeinen Gesundheitszustand sind 2-3 Krafttrainingseinheiten pro Woche ideal. Die richtige Technik und das Vermeiden von Überlastungen sind entscheidend für den Erfolg.
Praktische Tipps
Alltagsübungen können einfach in den Tagesablauf integriert werden, etwa beim Zähneputzen auf einem Bein stehen oder statisches Krafttraining in Warteschlangen machen.
Fehler im Krafttraining
Häufige Fehler sind Überlastung durch zu schnelles Steigern von Gewichten oder das Vermeiden von schweren Gewichten aus Angst vor Muskelaufbau. Balance ist hier der Schlüssel.
Individuelles Training
Das Training sollte an das individuelle Niveau angepasst werden. Für Anfänger sind kürzere, intensivere Einheiten effektiver, während fortgeschrittene Athleten variieren sollten.