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Herausfinden, wie Glaube heute schön sein kann.
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Episodenübersicht

#interview | Markus Weber - Wie schaffst du es, weiterzumachen?
26.10.2026
Diese Folge erscheint gleichzeitig beim Holy Club und bei Schöner Glauben – weil das Gespräch so wichtig ist, dass wir Reichweite maximieren wollten. Moritz spricht mit Markus Weber, Pastorenkollege und Gemeindeleiter bei Bistro Connected in Siegen, über seine Tochter Mara, über Organspende und darüber, was bleibt, wenn christlicher Glaube und echtes Leben aufeinanderprallen.Ein Hinweis vorab: Es geht den Verlust eines Kindes und um schwere Krankheit. Wenn das gerade zu viel ist, darf diese Folge warten.In dieser Folge:Markus erzählt vom Leben mit seiner ältesten Tochter – Frühchen mit 1000 Gramm, Sehbehinderung, Lernbehinderung, immer kämpfend, immer geliebt. Die Diagnose eines schweren Herzfehlers im Februar 2022, der gallopierende Verlauf, der Weg nach Berlin, die Listung als High Urgent, das Herzunterstützungssystem, der Schlaganfall in der Not-OP und die Monate auf der Intensivstation. Und der 15. Dezember 2024, als alle Geräte abgeschaltet wurden.Organspende – was jetzt wichtig ist: Mara wartete drei Wochen auf ein Herz. In Deutschland sind es im Durchschnitt Monate – Jahre, wenn man nicht High Urgent gelistet ist. Täglich sterben in Deutschland Menschen, die auf ein Organ warten.Was du tun kannst:Organspendeausweis besorgen – am besten die Plastikkarte, die nicht verlottert. Erhältlich bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) oder zum Download: organspende-info.deIns Organspende-Register eintragen: organspende-register.de – Krankenhäuser und Rettungsdienste sollen künftig darauf Zugriff haben.Mit deinen Angehörigen sprechen. Ein Ausweis hilft, aber das Gespräch ist das Wichtigste.Das Opt-Ink-Tattoo: Ein offener Halbkreis als Zeichen – Spender und Empfänger. Kein rechtliches Dokument, aber ein Gesprächsöffner. Mehr Infos: https://junge-helden.org/optinkIn Deutschland sind über 60 % der Menschen bereit, Organspende zu sein – die meisten haben sich einfach noch nicht damit beschäftigt.Maras Instagram-Kanal, den Mara selbst initiiert hat, um anderen Mut zu machen: @loewenherz_2007Glauben nach dem Verlust: Markus erzählt, was von seinem Glauben geblieben ist – und was nicht mehr gilt. Drei Sätze tragen ihn: Gott ist Liebe. Gott begleitet uns. Gott ist in der Tiefe des Leides bei uns. Und warum er Sätze wie „Gott hatte sie lieber” oder „am Ende sehen wir den gewebten Teppich” für nicht nur hilflos, sondern für theologisch falsch hält.Der Holy Club erscheint jeden Montag auf Spotify, Apple Podcasts und überall, wo’s Podcasts gibt.Schöner Glauben – progressive Stimmen, Solidarität, Glaube in schön: in einer App und auf allen Plattformen.

#srsly | Amos Koch – Was bleibt vom Wirbel um die Holy Spirit Night?
25.10.2026
Einordnung zu Markus Wenz, den Cedras und evangelikal-charismatischen GrenzziehungenIn dieser Folge ordnen Jason Liesendahl und Amos das umstrittene Reel und die Reaktionen rund um die Holy Spirit Night und die Cedras ein. Es geht um die Frage, wie sich evangelikal-charismatische Kreise von Rechtspopulismus, Kulturkampf, Islamfeindlichkeit und queerfeindlichen Positionen abgrenzen – und wo diese Abgrenzung aus Sicht der beiden noch zu schwach ausfällt.Amos bringt seine Perspektive als ehemaliger Ministry-Mitarbeiter und heutiger IT-Berater ein. Jason führt durch die Einordnung, fragt nach politischen und theologischen Linien und arbeitet heraus, warum Stilfragen allein für echte Distanzierung nicht reichen.Themen dieser FolgeAmos erzählt, wie sein Kritik-Reel entstanden ist: als Reaktion auf die Einladung der Cedras zur Holy Spirit Night und auf deren Aussagen zu Homosexualität, Feminismus, Ehe und Pride Month.Jason und Amos sprechen über die Reaktionen in der Szene: Zustimmung von außen, zunächst viel Stille innerhalb der evangelikal-charismatischen Bubble und später Druck und Distanzierungen.Sie fragen, ob Markus Wenz und das Gospel Forum eine klare inhaltliche Trennlinie gezogen haben.Ein Schwerpunkt ist politische Theologie: Warum können evangelikale und charismatische Milieus nicht einfach behaupten, unpolitisch zu sein?Die beiden diskutieren rechte Narrative, strategische Ambivalenz und die Grenzen einer Abgrenzung, die sich vor allem auf den Ton konzentriert.Sie sprechen über Islamfeindlichkeit und darüber, warum pauschale Angstnarrative weder theologisch noch gesellschaftlich tragen.Beim Thema Homosexualität geht es um Side A, Side B und Side C – und darum, ob queere Menschen in diesen Gemeinden wirklich willkommen sind.Amos schildert, warum er sich aus dem Umfeld distanziert hat und weshalb freundliche Worte allein für ihn keine echte Zugehörigkeit garantieren.Die Folge behandelt Konversionstherapien, Exodus International und den Schaden, den solche Programme angerichtet haben.Zum Schluss geht es um Veränderungen in der Theologie und historische Vergleiche zu Sklaverei, Frauenrechten und Bibelauslegung.Kapitel00:00 – Einordnung der Cedra-Debatte und warum Amos den Clip gemacht hat01:15 – Amos über seinen Hintergrund in Ministry und seinen heutigen Beruf03:17 – Wie das Kritik-Reel entstanden ist05:33 – Reaktionen, Medienaufmerksamkeit und Kommentarflut07:06 – Die Reaktion in der evangelikal-charismatischen Bubble09:51 – Warum diese Folge eine kritische Einordnung ist12:31 – Verantwortung übernehmen: Wo lag der eigentliche Bruchpunkt?16:05 – Druck von innen und außen nach der Ausladung19:25 – Distanzierung und die Dynamik charismatischer Veranstaltungen22:59 – Kulturkampf und Homosexualität als zentrale Themen27:22 – Politische Bildung und Abgrenzung gegen rechts außen30:40 – Warum politische Neutralität nicht immer neutral ist33:40 – Was Amos unter klarer Trennschärfe versteht37:50 – Christsein als Gegenkultur statt Machtprojekt40:22 – Politischer Einfluss in Deutschland und den USA47:04 – Islamfeindliche Aussagen und ihre Folgen51:02 – Angst vor Islamisierung und theologische Fragen54:08 – Interreligiöser Dialog als Alternative zum Kulturkampf55:28 – Einstieg in die Debatte um Homosexualität57:18 – Side A, Side B und Side C erklärt61:59 – Wo die inhaltliche Abgrenzung unklar bleibt64:09 – Offenheit nach außen und die tatsächlichen Gemeinde-Positionen66:19 – Amos über Zugehörigkeit und queere Menschen in Freikirchen68:31 – Rhetorik, Rechtspopulismus und die Grenzen einer Stilfrage72:58 – Strategische Ambivalenz in politischen Botschaften78:11 – Konversionstherapien und klare Distanzierung80:30 – Exodus International und die Folgen solcher Programme83:13 – Was mit „Veränderung“ oft tatsächlich gemeint war86:15 – Unterstützung und Aufklärung für queere Menschen87:45 – Historische Veränderungen in der Bibelauslegung94:03 – Macht, Abgrenzung und Identitätsmarker101:23 – Bonhoeffer und politische Vereinnahmung103:18 – Fazit: Gesprächsbereitschaft und kritische Einordnung

#interview | Julia Enxing – Was ist Prozesstheologie?
22.10.2026
Gott ist mächtig. Aber ist Gott auch allmächtig? Und was verändert sich, wenn wir Gott nicht als unveränderlichen Herrscher, sondern als ein Wesen denken, das liebt, berührt wird und mit der Welt in Beziehung steht?In dieser Folge von Schöner Glauben spricht Jason mit Prof. Dr. Julia Enxing, Professorin für Fundamentaltheologie an der Ruhr-Universität Bochum, über ihr neues Buch Prozesstheologie. Eine Einführung.Die Prozesstheologie verabschiedet sich von der Vorstellung eines Gottes, der jederzeit alles einseitig bestimmen kann. Stattdessen beschreibt sie Gott als die größte Macht der Wirklichkeit, die jedoch die Eigenmacht und Freiheit aller Geschöpfe ernst nimmt. Gottes Wirken geschieht nicht durch Zwang, sondern durch Liebe, Beziehung und ein beständiges Locken zum Guten.Doch wie funktioniert dieses göttliche Locken eigentlich? Ist es ein inneres Gefühl, eine Form der Überzeugungskraft oder ein Wirken, das die gesamte Wirklichkeit durchzieht? Und welche Konsequenzen hat dieses Gottesbild für das Gebet, für die Frage nach dem Leid und für die Hoffnung auf Veränderung?Zum Abschluss sprechen Julia und Jason über die politischen Dimensionen der Prozesstheologie. Denn wenn die Zukunft offen ist und Gott die Welt nicht ohne uns verändert, dann sind auch wir gefragt, an einer gerechteren und lebensfreundlicheren Welt mitzuwirken.Themen dieser Folge:Wie Julia Enxing zur Prozesstheologie gefunden hatWhitehead, Hartshorne und die Vorstellung eines wandelbaren GottesProzesstheologie und katholische TraditionWarum Gottes Macht nicht mit Allmacht gleichzusetzen istTheodizee: Warum verhindert Gott das Leid nicht?Gottes „Locken“ und die Bedeutung des GebetsEine offene Zukunft und die politische Verantwortung des GlaubensDas Reich Gottes als gemeinsames Projekt von Gott und MenschKapitelmarken00:00 – Begrüßung und Vorstellung von Julia Enxing03:40 – Julias persönlicher Zugang zur Prozesstheologie10:49 – Was ist Prozesstheologie?15:49 – Gott als Beziehungswesen18:44 – Prozesstheologie und katholische Theologie24:56 – Warum die klassische Allmacht problematisch ist29:33 – Gottes Macht und die Frage nach dem Leid34:15 – Brauchen wir den Begriff Allmacht noch?36:37 – Was bedeutet Gottes „Locken“?39:06 – Gebet als Offenheit für Gottes Wirken41:44 – Ist Gottes Wirken mehr als ein Gefühl?46:02 – Offene Zukunft und politische Theologie48:23 – Das Reich Gottes gemeinsam gestaltenBuchtipp:Julia Enxing: Prozesstheologie. Eine EinführungJason Liesendahl: Gott kann auch nicht allesMehr von Schöner Glauben: https://schönerglauben.jetzt