Schrecklich nett - Eltern vs Erziehung
Podcast
de

Schrecklich nett - Eltern vs Erziehung

Ruth Abraham - www.derKompass.org

Beschreibung

Warum Erziehung von Kindern Unsinn ist und was du besser machen kannst – der Podcast für Eltern die keinen Bock darauf haben, den Kram ihrer Eltern weiterzugeben. Wir schauen auf Kindererziehung, auf generationale Traumata und Attachment Parenting ohne Zwang und mit viel Humor. Wie krieg ich mein Kind dazu, sich die Zähne zu putzen? Was tun, wenn Geschwister sich streiten? Und wie höre ich endlich auf, zu schimpfen? All dies und mehr gibt es hier bei „Schrecklich nett“.

Podmon Kategorien

Darüber wird in diesem Podcast anteilig gesprochen.
Anzahl Kategorien

Upgrade dein Konto, um kontextuelle Kategorien zu sehen!

Chartplatzierungen

Aktuelle Platzierungen in den öffentlichen Podcast-Charts und in unseren eigenen Kategorien.

Apple Podcasts

Top werbetreibende Marken in diesem Podcast (90d)

Upgrade dein Konto, um die Top werbetreibenden Marken zu sehen!

Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Glücklich Eltern sein - allein, krank und voll arbeitend

12.10.2026
Darum geht's in dieser Folge Warum unsere Gesellschaft Fürsorgearbeit erst dann ernst nimmt, wenn sie mit Leiden einhergeht – und wie du diese Erzählung zurückweist Warum Freude in der Elternschaft eine Frage der Übung ist Was es dir bringt, deine Gefühle (und die deiner Kinder) wie das Wetter zu behandeln Wie ein bisschen fröhlicher Nihilismus deine Elternschaft radikal entspannter macht Warum Humor eines der unterschätztesten Werkzeuge friedvoller Elternschaft ist Weshalb Konflikte der Grundpfeiler guter Beziehungen sind Was Bedürfnisorientierung wirklich bedeutet – auch für dich selbst Die 7 Dinge, die Ruths Elternschaft glücklich machen 1. Leiden zurückweisen und Freude üben. Dein Wert als Elternteil hängt nicht davon ab, wie erschöpft du bist. Freude zuzulassen ist eine Übung: die Katze, die sich abends an dich kuschelt, der Duft vom Essen, die frisch gefaltete Wäsche. Unser Gehirn hat einen Negativ-Bias – du kannst trotzdem trainieren, das Schöne bewusst wahrzunehmen. Ohne dabei die schweren Gefühle wegzudrücken. 2. Gefühle sind wie das Wetter. Du musst Regen nicht toll finden. Aber mit dem Wetter zu diskutieren, dass es anders sein sollte, bringt nichts. Bewerte deine Entscheidungen und Handlungen – nicht deine Gefühle. Das gilt für deine Gefühle genauso wie für die deiner Kinder. 3. Es macht alles keinen Sinn – also: Who cares? Wir sind alle nur kurz auf diesem Planeten. Ob die Hausaufgaben gemacht sind oder die Klamotten deines Kindes etwas weird aussehen, ist im Großen und Ganzen egal. Was zählt, ist, wie wir miteinander umgehen. Dein Ziel ist nicht, dass dein Kind macht, was du sagst – sondern dass du eure gemeinsame Zeit mit den Werten füllst, die dir wichtig sind. 4. Humor und Albernheit. Elternschaft ist absurd. Mit Fantasie („Ich hätte so gern acht Tentakelarme!“) und Humor wird nicht nur der Alltag mit Kindern leichter, sondern auch der Umgang mit all den ungefragten Ratschlägen von außen. 5. Kindliches Verhalten nicht persönlich nehmen. Wenn dein Kind ausrastet, ist das keine Aussage über dich als Mensch. Es geht nicht um dich. Das heißt nicht, dass du alles gut finden musst – aber du kannst feststellen „Das ist gerade echt Mist, was machen wir jetzt?“, statt in Selbstzweifeln oder Vorwürfen zu versinken. 6. Konflikte sind kein Weltuntergang. Gute Konflikte sind tausendmal wertvoller als die Abwesenheit von Konflikten. In Konflikten lernen wir uns kennen: Wo höre ich auf, wo fängst du an, was ist uns wichtig? Fehler machen, sich entschuldigen, reparieren – das ist echte Beziehungszeit. 7. Bedürfnisorientierung – auch für dich. Bedürfnisorientiert heißt nicht, dass du dich aufgibst. Es heißt, dass deine Bedürfnisse genauso viel zählen wie die deiner Kinder – vielleicht sogar mehr, weil ihre Bedürfniserfüllung von dir abhängt. Und am Ende geht es ums Einlassen: auf dich selbst, auf dein Kind, auf das, was gerade ist. Zum Weiterhören & Mitmachen Mehr über friedvolle Elternschaft jenseits von Erziehung: derkompass.org Folge Ruth auf Instagram: @der_kompass Du willst das nicht allein machen? Bei den Weggefährt*innen, Deutschlands größtem Mitgliederbereich für friedvolle Elternschaft, findest du Monatsthemen, wöchentliche Live-Treffen und eine Community, die dich auffängt. Jetzt 14 Tage kostenlos testen Ruths Lesetipp aus der Folge: die Arbeiten von Silvia Federici zur feministischen Perspektive auf Care-Arbeit Und jetzt du: Was hilft dir, eine friedvolle, glückliche Elternschaft zu führen – trotz oder mit den Umständen? Schreib's in die Kommentare, auf YouTube, Spotify oder wo auch immer du gerade zuhörst. PS: Falls du gerade mit dir diskutierst, ob du jetzt noch das Wohnzimmer aufräumen „musst“ – vielleicht ist heute eher ein Kerze-und-Buch-Abend. Das Wohnzimmer läuft dir nicht weg.

Darum geht's in dieser Folge

  • Warum unsere Gesellschaft Fürsorgearbeit erst dann ernst nimmt, wenn sie mit Leiden einhergeht – und wie du diese Erzählung zurückweist
  • Warum Freude in der Elternschaft eine Frage der Übung ist
  • Was es dir bringt, deine Gefühle (und die deiner Kinder) wie das Wetter zu behandeln
  • Wie ein bisschen fröhlicher Nihilismus deine Elternschaft radikal entspannter macht
  • Warum Humor eines der unterschätztesten Werkzeuge friedvoller Elternschaft ist
  • Weshalb Konflikte der Grundpfeiler guter Beziehungen sind
  • Was Bedürfnisorientierung wirklich bedeutet – auch für dich selbst

Die 7 Dinge, die Ruths Elternschaft glücklich machen

1. Leiden zurückweisen und Freude üben. Dein Wert als Elternteil hängt nicht davon ab, wie erschöpft du bist. Freude zuzulassen ist eine Übung: die Katze, die sich abends an dich kuschelt, der Duft vom Essen, die frisch gefaltete Wäsche. Unser Gehirn hat einen Negativ-Bias – du kannst trotzdem trainieren, das Schöne bewusst wahrzunehmen. Ohne dabei die schweren Gefühle wegzudrücken.

2. Gefühle sind wie das Wetter. Du musst Regen nicht toll finden. Aber mit dem Wetter zu diskutieren, dass es anders sein sollte, bringt nichts. Bewerte deine Entscheidungen und Handlungen – nicht deine Gefühle. Das gilt für deine Gefühle genauso wie für die deiner Kinder.

3. Es macht alles keinen Sinn – also: Who cares? Wir sind alle nur kurz auf diesem Planeten. Ob die Hausaufgaben gemacht sind oder die Klamotten deines Kindes etwas weird aussehen, ist im Großen und Ganzen egal. Was zählt, ist, wie wir miteinander umgehen. Dein Ziel ist nicht, dass dein Kind macht, was du sagst – sondern dass du eure gemeinsame Zeit mit den Werten füllst, die dir wichtig sind.

4. Humor und Albernheit. Elternschaft ist absurd. Mit Fantasie („Ich hätte so gern acht Tentakelarme!“) und Humor wird nicht nur der Alltag mit Kindern leichter, sondern auch der Umgang mit all den ungefragten Ratschlägen von außen.

5. Kindliches Verhalten nicht persönlich nehmen. Wenn dein Kind ausrastet, ist das keine Aussage über dich als Mensch. Es geht nicht um dich. Das heißt nicht, dass du alles gut finden musst – aber du kannst feststellen „Das ist gerade echt Mist, was machen wir jetzt?“, statt in Selbstzweifeln oder Vorwürfen zu versinken.

6. Konflikte sind kein Weltuntergang. Gute Konflikte sind tausendmal wertvoller als die Abwesenheit von Konflikten. In Konflikten lernen wir uns kennen: Wo höre ich auf, wo fängst du an, was ist uns wichtig? Fehler machen, sich entschuldigen, reparieren – das ist echte Beziehungszeit.

7. Bedürfnisorientierung – auch für dich. Bedürfnisorientiert heißt nicht, dass du dich aufgibst. Es heißt, dass deine Bedürfnisse genauso viel zählen wie die deiner Kinder – vielleicht sogar mehr, weil ihre Bedürfniserfüllung von dir abhängt. Und am Ende geht es ums Einlassen: auf dich selbst, auf dein Kind, auf das, was gerade ist.

Zum Weiterhören & Mitmachen

  • Mehr über friedvolle Elternschaft jenseits von Erziehung: derkompass.org
  • Folge Ruth auf Instagram: @der_kompass
  • Du willst das nicht allein machen? Bei den Weggefährt*innen, Deutschlands größtem Mitgliederbereich für friedvolle Elternschaft, findest du Monatsthemen, wöchentliche Live-Treffen und eine Community, die dich auffängt. Jetzt 14 Tage kostenlos testen
  • Ruths Lesetipp aus der Folge: die Arbeiten von Silvia Federici zur feministischen Perspektive auf Care-Arbeit

Und jetzt du: Was hilft dir, eine friedvolle, glückliche Elternschaft zu führen – trotz oder mit den Umständen? Schreib's in die Kommentare, auf YouTube, Spotify oder wo auch immer du gerade zuhörst.

PS: Falls du gerade mit dir diskutierst, ob du jetzt noch das Wohnzimmer aufräumen „musst“ – vielleicht ist heute eher ein Kerze-und-Buch-Abend. Das Wohnzimmer läuft dir nicht weg.

Du versagst in deiner Elternschaft und das ist so gewollt.

12.10.2026
Darum geht's in dieser Folge Warum dein Ausraster am Morgen ein Symptom ist – für Zeitnot, fehlende Unterstützung, Scham und kollabierende Gesellschaftsstrukturen Wie Regulation und bedürfnisorientierte Elternschaft missbraucht werden, um unsere natürliche Reaktion auf eine brennende Welt zu unterdrücken Warum „Du musst dich einfach besser regulieren" eine Form von Self-Gaslighting ist – und dem Rest der Gesellschaft die Verantwortung abnimmt Wie „Beruhig dich doch mal" zum rosafarbenen, soften „Halt die Klappe" wird – und was das mit unserer Demokratie macht Warum Nervensystem-Tools trotzdem großartig sind – solange sie deine Wut nicht zum Schweigen bringen Die 3 konkreten Schritte, wenn du wieder mal ausgerastet bist Entkopple deine Wut von deinem Kind. Dein Kind ist zwei. Es ist nicht dafür verantwortlich, dass ihr um x Uhr irgendwo sein müsst, und es muss deine Gefühle nicht tragen. Wer systemische Gewalt benennt, muss auch benennen, dass wir sie an unsere Kinder weitergeben. Richte deine Wut gegen das, was euch beide in diese Situation bringt. Ihr werdet beide gezwungen, pünktlich irgendwo zu sein – dein Kind durch dich, du durch finanziellen Druck. Nutze die Wut für Veränderung, fang an, darüber zu reden, es zu benennen – und hör auf, dich dafür zu schämen. Reguliere so weit, dass du nicht gewalttätig wirst – und dann hör deiner Wut zu. Sie zeigt dir, wo deine Grenzen sind, dass du hungrig bist, Unterstützung brauchst, mit anderen reden oder politisch aktiv werden willst. Und die Idee, dass Regulation bedeutet, am Ende schön brav zu sein? Die schmeißt du über Bord. Zum Weiterhören & Mitmachen Mehr über friedvolle Elternschaft: derkompass.org Folge mir auf Instagram: @der_kompass Nervensystem-Regulation, die dich nicht klein macht – und Menschen, mit denen du endlich reden kannst: Komm zu den Weggefährten, dem größten Mitgliederbereich für friedvolle Elternschaft im deutschsprachigen Raum. [AKTUELLES ANGEBOT / TERMINE ERGÄNZEN] PS: Und nein, liebe Trolle – das hier ist kein Plädoyer für „früher war alles besser". Es ist ein Plädoyer dafür, endlich über die Strukturen zu reden, die Eltern allein lassen.

Darum geht's in dieser Folge

  • Warum dein Ausraster am Morgen ein Symptom ist – für Zeitnot, fehlende Unterstützung, Scham und kollabierende Gesellschaftsstrukturen
  • Wie Regulation und bedürfnisorientierte Elternschaft missbraucht werden, um unsere natürliche Reaktion auf eine brennende Welt zu unterdrücken
  • Warum „Du musst dich einfach besser regulieren" eine Form von Self-Gaslighting ist – und dem Rest der Gesellschaft die Verantwortung abnimmt
  • Wie „Beruhig dich doch mal" zum rosafarbenen, soften „Halt die Klappe" wird – und was das mit unserer Demokratie macht
  • Warum Nervensystem-Tools trotzdem großartig sind – solange sie deine Wut nicht zum Schweigen bringen

Die 3 konkreten Schritte, wenn du wieder mal ausgerastet bist

  1. Entkopple deine Wut von deinem Kind. Dein Kind ist zwei. Es ist nicht dafür verantwortlich, dass ihr um x Uhr irgendwo sein müsst, und es muss deine Gefühle nicht tragen. Wer systemische Gewalt benennt, muss auch benennen, dass wir sie an unsere Kinder weitergeben.
  2. Richte deine Wut gegen das, was euch beide in diese Situation bringt. Ihr werdet beide gezwungen, pünktlich irgendwo zu sein – dein Kind durch dich, du durch finanziellen Druck. Nutze die Wut für Veränderung, fang an, darüber zu reden, es zu benennen – und hör auf, dich dafür zu schämen.
  3. Reguliere so weit, dass du nicht gewalttätig wirst – und dann hör deiner Wut zu. Sie zeigt dir, wo deine Grenzen sind, dass du hungrig bist, Unterstützung brauchst, mit anderen reden oder politisch aktiv werden willst. Und die Idee, dass Regulation bedeutet, am Ende schön brav zu sein? Die schmeißt du über Bord.

Zum Weiterhören & Mitmachen

  • Mehr über friedvolle Elternschaft: derkompass.org
  • Folge mir auf Instagram: @der_kompass
  • Nervensystem-Regulation, die dich nicht klein macht – und Menschen, mit denen du endlich reden kannst: Komm zu den Weggefährten, dem größten Mitgliederbereich für friedvolle Elternschaft im deutschsprachigen Raum. [AKTUELLES ANGEBOT / TERMINE ERGÄNZEN]

PS: Und nein, liebe Trolle – das hier ist kein Plädoyer für „früher war alles besser". Es ist ein Plädoyer dafür, endlich über die Strukturen zu reden, die Eltern allein lassen.

Wenn du nach dieser Episode noch meckerst, blockier mich.

25.09.2026
https://derkompass.org/weggefaehrtinnen/ Darum geht's in dieser Folge Warum du meckerst: Meckern ist deine Reaktion auf körperlichen Stress. Dein Nervensystem ist überwältigt, und Meckern ist dein Lösungsversuch, nicht das eigentliche Problem. Ganz tapfer sein: Dein Meckern wird nicht vom Verhalten deines Kindes ausgelöst. Du meckerst manchmal, obwohl niemand etwas tut, und manchmal nicht, obwohl die Welt brennt. Ein angelernter Coping-Mechanismus: Bei allen anderen wäre es emotionale Gewalt, bei einem Kind heißt es Erziehung. Warum Zusammenreißen nicht funktioniert: Du unterdrückst nicht das Meckern, du unterdrückst deine Gefühle. Und die kommen am Nachmittag doppelt zurück. Das exakte Gegenteil: früher merken, wenn du in die Überwältigung rutschst, und liebevoller für dich sorgen, bis Meckern als Strategie überflüssig wird. Die 4 Schritte, wie du lernst, nicht mehr zu meckern Lerne, die Gefühle dahinter wahrzunehmen. Stell dir drei- bis fünfmal am Tag den Handywecker und check kurz ein: Wie fühlt es sich gerade an, ich zu sein? Heiß, kalt, eng, weit? Du musst es nicht benennen können. Meckern ist die Notbremse. Wir wollen gar nicht erst an den Punkt kommen, an dem du sie ziehen musst. Interessier dich für dich. Wie redest du mit dir, wenn du drüber bist? Die Stimme, mit der du zu dir selbst sprichst, entscheidet darüber, wie du mit anderen sprichst. Wer sich selbst anmault, kann sich keine Lösung anbieten. Frag dich: Was bräuchte ich gerade? Nicht den Malediven-Urlaub (den hast du verdient, Schatz). Sondern den Kuschelpulli, die Sprachnachricht an die Lieblingsfreundin, dreimal tief durchatmen, drei Yogaübungen. Kleine, unperfekte Gesten statt Selbstoptimierung. Und dann: losgehen und ausprobieren. Such dir eine Community. Ob deine drei besten Eltern-Freundinnen oder eine Online-Community: Du brauchst einen Ort, an dem du ehrlich sein kannst und lernst, wie man liebevoll mit sich selbst umgeht und bedürfnisorientierte Lösungen für die eigenen Dilemmata findet. Am Ende ist dein Meckerproblem ein Problem deines Bezugs zu deinen eigenen Bedürfnissen. Und das ist erlernbar. Zum Weiterhören & Mitmachen Der Kompass: derkompass.org Instagram: @der_kompass Die Weggefährten: der größte Mitgliederbereich für friedvolle Elternschaft im deutschsprachigen Raum. Aktuelles Monatsthema: Wut – mit vielen Übungen, Ressourcen und Ideen genau dazu. Du kannst uns kostenlos kennenlernen. Cyclebreaker Bootcamp: [aktuelle Termine & Angebot einfügen] Schreib mir gern einen Kommentar: An welchem Schritt hängst du gerade? Und welche kleinen, unperfekten Dinge tun dir gut? P.S.: Falls du dich wunderst, warum ich mir ständig ins Gesicht fasse – da waren Haare, die gekitzelt haben. Das ist alles.

https://derkompass.org/weggefaehrtinnen/

Darum geht's in dieser Folge

  • Warum du meckerst: Meckern ist deine Reaktion auf körperlichen Stress. Dein Nervensystem ist überwältigt, und Meckern ist dein Lösungsversuch, nicht das eigentliche Problem.
  • Ganz tapfer sein: Dein Meckern wird nicht vom Verhalten deines Kindes ausgelöst. Du meckerst manchmal, obwohl niemand etwas tut, und manchmal nicht, obwohl die Welt brennt.
  • Ein angelernter Coping-Mechanismus: Bei allen anderen wäre es emotionale Gewalt, bei einem Kind heißt es Erziehung.
  • Warum Zusammenreißen nicht funktioniert: Du unterdrückst nicht das Meckern, du unterdrückst deine Gefühle. Und die kommen am Nachmittag doppelt zurück.
  • Das exakte Gegenteil: früher merken, wenn du in die Überwältigung rutschst, und liebevoller für dich sorgen, bis Meckern als Strategie überflüssig wird.

Die 4 Schritte, wie du lernst, nicht mehr zu meckern

  1. Lerne, die Gefühle dahinter wahrzunehmen. Stell dir drei- bis fünfmal am Tag den Handywecker und check kurz ein: Wie fühlt es sich gerade an, ich zu sein? Heiß, kalt, eng, weit? Du musst es nicht benennen können. Meckern ist die Notbremse. Wir wollen gar nicht erst an den Punkt kommen, an dem du sie ziehen musst.
  2. Interessier dich für dich. Wie redest du mit dir, wenn du drüber bist? Die Stimme, mit der du zu dir selbst sprichst, entscheidet darüber, wie du mit anderen sprichst. Wer sich selbst anmault, kann sich keine Lösung anbieten.
  3. Frag dich: Was bräuchte ich gerade? Nicht den Malediven-Urlaub (den hast du verdient, Schatz). Sondern den Kuschelpulli, die Sprachnachricht an die Lieblingsfreundin, dreimal tief durchatmen, drei Yogaübungen. Kleine, unperfekte Gesten statt Selbstoptimierung. Und dann: losgehen und ausprobieren.
  4. Such dir eine Community. Ob deine drei besten Eltern-Freundinnen oder eine Online-Community: Du brauchst einen Ort, an dem du ehrlich sein kannst und lernst, wie man liebevoll mit sich selbst umgeht und bedürfnisorientierte Lösungen für die eigenen Dilemmata findet.

Am Ende ist dein Meckerproblem ein Problem deines Bezugs zu deinen eigenen Bedürfnissen. Und das ist erlernbar.

Zum Weiterhören & Mitmachen

  • Der Kompass: derkompass.org
  • Instagram: @der_kompass
  • Die Weggefährten: der größte Mitgliederbereich für friedvolle Elternschaft im deutschsprachigen Raum. Aktuelles Monatsthema: Wut – mit vielen Übungen, Ressourcen und Ideen genau dazu. Du kannst uns kostenlos kennenlernen.
  • Cyclebreaker Bootcamp: [aktuelle Termine & Angebot einfügen]

Schreib mir gern einen Kommentar: An welchem Schritt hängst du gerade? Und welche kleinen, unperfekten Dinge tun dir gut?

P.S.: Falls du dich wunderst, warum ich mir ständig ins Gesicht fasse – da waren Haare, die gekitzelt haben. Das ist alles.