Der Retailtalker - Gespräche über Innovation im Einzelhandel
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Der Retailtalker - Gespräche über Innovation im Einzelhandel

Wolfgang Krogmann

Beschreibung

Der Podcast über Innovation im stationären Einzelhandel und die Zukunft von Innenstädten und Handelsplätzen.
Interessante Interviews mit Managern, Machern und Eigentümern.
Aus dem Handel für den Handel!

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Keiran Hewkin about Swyft

09.07.2026
One Bed.One Day? Über Swyft Swyft ist eine Direct-to-Consumer-Möbelmarke, bekannt vor allem für modulare Sofas, die sich ohne Werkzeug zusammenbauen lassen – "Lego für Erwachsene", wie der Gründer und CEO Keiran Hewkin es beschreibt. Die Lieferung erfolgt oft schon am nächsten Tag. Neben Sofas umfasst das Sortiment inzwischen auch Ess- und Wohnmöbel sowie Betten. Das Unternehmen ist sechs Jahre alt, wurde kurz vor Corona gegründet und ist aktuell in Irland, Großbritannien und Deutschland aktiv. Die Gründungsidee: Warum dauert ein Sofa acht Wochen? Keiran kommt ursprünglich aus der Chemie- und Automobilindustrie und arbeitete später als Operations Director in der hochwertigen Maßmöbel-Branche. Dort fiel ihm auf, wie viel Verschwendung und Wartezeit in der klassischen Polstermöbel-Herstellung steckt: Die reine Handarbeitszeit für ein Sofa beträgt oft nur acht Stunden – der Rest der Wartezeit von mehreren Wochen sei reine Verschwendung, die auf den Kunden abgewälzt werde. Ursprünglich wollte er seine Idee als Fertigungslösung an bestehende Einzelhändler verkaufen, wurde aber überall abgelehnt. Erst danach gründete er Swyft als eigene Marke. Produktphilosophie Swyft entwirft alle Produkte inhouse. Da das Unternehmen Lagerbestände selbst trägt, wird sehr selektiv entschieden, was tatsächlich in Produktion geht. Leitfragen bei der Entwicklung: Löst das Produkt ein echtes Problem (z. B. Platzmangel, Komfort, Multifunktionalität)? Ist das Team selbst begeistert und würde es privat kaufen? Design nach reinen Preispunkten oder umfangreichen Kundenumfragen lehnt Keiran ab. Stationärer Handel In Großbritannien betreibt Swyft eigene Läden (u. a. in London, ca. 1.000 m², rund 80 % des Umsatzsortiments vor Ort erlebbar) sowie eine Partnerschaft mit John Lewis. In Deutschland ist das Geschäft bislang rein digital, mit einer Ausnahme: einem Partnershop in Berlin. Als Ausgleich bietet Swyft in Deutschland eine 100-Tage-Geld-zurück-Garantie mit kostenloser Rücksendung. Die Retourenquote liegt bei rund 8 % ohne vorherige Besichtigung, bei unter 1 %, wenn Kunden das Sofa vorher im Laden gesehen haben. Für 2027 sind eigene Läden auch in Deutschland geplant. Deutschland vs. Großbritannien: Überraschende Unterschiede Ein zentrales Learning: Die Bestsellerlisten in beiden Ländern unterscheiden sich komplett. UK: vor allem Sofabetten, dazu einige Stühle Deutschland: vor allem Esszimmerstühle, dazu einige Sofabetten Erklärung laut Keiran: In Deutschland trifft man Freunde eher zuhause zum Essen, in Großbritannien eher in Pubs und Restaurants. Auch demografisch und städtebaulich unterscheiden sich die Märkte stark – London allein macht fast die Hälfte des UK-Umsatzes aus, während Deutschland großflächiger, älter und stärker durch Wohnungen geprägt ist. Expansion und Ausblick Swyft verfolgt drei Wachstumshebel parallel: Ausbau des Produktportfolios (aktuell ca. 50 Produkte, u. a. 15 Sofas; drei weitere Sofas Ende Juli geplant) Ausbau des E-Commerce in bestehenden Märkten Ausbau der physischen Ladenpräsenz in UK, Irland und Deutschland Zusätzlich wird das Gartenmöbel-Sortiment, das 2026 erstmals in UK verkauft wurde, 2027 auch auf Deutschland und Irland ausgeweitet – ein wichtiger Baustein, um die umsatzschwachen Sommermonate im Sofageschäft auszugleichen.
One Bed.One Day?

Über Swyft Swyft ist eine Direct-to-Consumer-Möbelmarke, bekannt vor allem für modulare Sofas, die sich ohne Werkzeug zusammenbauen lassen – "Lego für Erwachsene", wie der Gründer und CEO Keiran Hewkin es beschreibt. Die Lieferung erfolgt oft schon am nächsten Tag. Neben Sofas umfasst das Sortiment inzwischen auch Ess- und Wohnmöbel sowie Betten. Das Unternehmen ist sechs Jahre alt, wurde kurz vor Corona gegründet und ist aktuell in Irland, Großbritannien und Deutschland aktiv.

Die Gründungsidee: Warum dauert ein Sofa acht Wochen? Keiran kommt ursprünglich aus der Chemie- und Automobilindustrie und arbeitete später als Operations Director in der hochwertigen Maßmöbel-Branche. Dort fiel ihm auf, wie viel Verschwendung und Wartezeit in der klassischen Polstermöbel-Herstellung steckt: Die reine Handarbeitszeit für ein Sofa beträgt oft nur acht Stunden – der Rest der Wartezeit von mehreren Wochen sei reine Verschwendung, die auf den Kunden abgewälzt werde. Ursprünglich wollte er seine Idee als Fertigungslösung an bestehende Einzelhändler verkaufen, wurde aber überall abgelehnt. Erst danach gründete er Swyft als eigene Marke. Produktphilosophie Swyft entwirft alle Produkte inhouse. Da das Unternehmen Lagerbestände selbst trägt, wird sehr selektiv entschieden, was tatsächlich in Produktion geht. Leitfragen bei der Entwicklung:

Löst das Produkt ein echtes Problem (z. B. Platzmangel, Komfort, Multifunktionalität)? Ist das Team selbst begeistert und würde es privat kaufen?

Design nach reinen Preispunkten oder umfangreichen Kundenumfragen lehnt Keiran ab. Stationärer Handel In Großbritannien betreibt Swyft eigene Läden (u. a. in London, ca. 1.000 m², rund 80 % des Umsatzsortiments vor Ort erlebbar) sowie eine Partnerschaft mit John Lewis. In Deutschland ist das Geschäft bislang rein digital, mit einer Ausnahme: einem Partnershop in Berlin. Als Ausgleich bietet Swyft in Deutschland eine 100-Tage-Geld-zurück-Garantie mit kostenloser Rücksendung. Die Retourenquote liegt bei rund 8 % ohne vorherige Besichtigung, bei unter 1 %, wenn Kunden das Sofa vorher im Laden gesehen haben. Für 2027 sind eigene Läden auch in Deutschland geplant. Deutschland vs. Großbritannien: Überraschende Unterschiede Ein zentrales Learning: Die Bestsellerlisten in beiden Ländern unterscheiden sich komplett.

UK: vor allem Sofabetten, dazu einige Stühle Deutschland: vor allem Esszimmerstühle, dazu einige Sofabetten

Erklärung laut Keiran: In Deutschland trifft man Freunde eher zuhause zum Essen, in Großbritannien eher in Pubs und Restaurants. Auch demografisch und städtebaulich unterscheiden sich die Märkte stark – London allein macht fast die Hälfte des UK-Umsatzes aus, während Deutschland großflächiger, älter und stärker durch Wohnungen geprägt ist. Expansion und Ausblick Swyft verfolgt drei Wachstumshebel parallel:

Ausbau des Produktportfolios (aktuell ca. 50 Produkte, u. a. 15 Sofas; drei weitere Sofas Ende Juli geplant) Ausbau des E-Commerce in bestehenden Märkten Ausbau der physischen Ladenpräsenz in UK, Irland und Deutschland

Zusätzlich wird das Gartenmöbel-Sortiment, das 2026 erstmals in UK verkauft wurde, 2027 auch auf Deutschland und Irland ausgeweitet – ein wichtiger Baustein, um die umsatzschwachen Sommermonate im Sofageschäft auszugleichen.

Adenauer& Co

03.03.2026
Kai Teute über Erfolgsfaktoren im Einzelhandel Mein heutiger Gast ist Kai Teute, Gründer und Geschäftsführer der BK Beachhouse Mode GmbH und maßgeblicher Treiber der Expansion von Adenauer & Co. in Norddeutschland. Ich spreche mit einem Unternehmer, der Handel erfolgreich betreibt – strategisch, datengetrieben und gleichzeitig mit einem feinen Gespür für Marke, Standort und Menschen: Kai Teute ist ein Seriengründer mit inzwischen über 50 Unternehmensgründungen und Beteiligungen. Mit 22 Jahren startete er als einer der ersten Franchise-Nehmer von Subway in Deutschland. Schon damals zeigte sich, was ihn bis heute auszeichnet: unternehmerischer Mut gepaart mit analytischer Klarheit – und die Fähigkeit, auf sein Bauchgefühl zu hören, wenn die Zahlen stimmen. Nach Stationen im Softwarebereich und als Investor – unter anderem im Umfeld digitaler Kassensysteme – begegnet ihm 2014 auf Sylt ein Konzept, das ihn sofort faszinierte und bis heute nicht losgelassen hat: Adenauer & Co., gegründet von Andreas Adenauer.Ja richtig gehört Andreas Adenauer ist ein Enkel von Konrad Adenauer dem 1. Bundeskanzler der jungen Bundesrepublik. Aber zurück zur Marke. Was macht sie besonders gut und erfolgreich? Es ist mehr als Mode. Es ist ein Lebensgefühl. Die Läden – „Strandhäuser“ genannt – sind detailverliebt gestaltet, Ein Retail-Konzept, das Atmosphäre schafft und konsequent auf Authentizität setzt. Kein austauschbarer Store, sondern eine Bühne für Marke und Haltung. Kai steigt zunächst als Lizenzpartner ein, eröffnet 2015 das erste Strandhaus in Hamburg – und betreibt heute 19 Standorte, vor allem entlang der Nord- und Ostseeküste. Inzwischen ist er zudem mit 50 Prozent am Franchisegeber beteiligt – also nicht nur Expansionstreiber, sondern auch Mitgestalter der Gesamtmarke. Im Gespräch geht es um zentrale Erfolgsfaktoren im stationären Handel: • Warum „Lage, Lage, Lage“ noch immer gilt – und warum er lieber auf den perfekten Standort wartet, als Kompromisse einzugehen. • Warum Center-Lagen für ein emotional aufgeladenes Retail-Konzept zur Herausforderung werden können. • Wie man in touristischen Märkten mit Saisonalität, Wetterabhängigkeit und Sonntagsöffnungen kalkuliert. Wir sprechen ausserdem darüber warum Mitarbeitende gerade in Küstenregionen oft der kritischste Erfolgsfaktor sind. Und wie Like-for-Like-Wachstum funktioniert, wenn Expansion nicht unbegrenzt möglich ist. Ich wünsche euch jetzt viele spannende Impulse mit Kai Teute von Adenauer & Co –
Kai Teute über Erfolgsfaktoren im Einzelhandel

Mein heutiger Gast ist Kai Teute, Gründer und Geschäftsführer der BK Beachhouse Mode GmbH und maßgeblicher Treiber der Expansion von Adenauer & Co. in Norddeutschland. Ich spreche mit einem Unternehmer, der Handel erfolgreich betreibt – strategisch, datengetrieben und gleichzeitig mit einem feinen Gespür für Marke, Standort und Menschen: Kai Teute ist ein Seriengründer mit inzwischen über 50 Unternehmensgründungen und Beteiligungen. Mit 22 Jahren startete er als einer der ersten Franchise-Nehmer von Subway in Deutschland. Schon damals zeigte sich, was ihn bis heute auszeichnet: unternehmerischer Mut gepaart mit analytischer Klarheit – und die Fähigkeit, auf sein Bauchgefühl zu hören, wenn die Zahlen stimmen. Nach Stationen im Softwarebereich und als Investor – unter anderem im Umfeld digitaler Kassensysteme – begegnet ihm 2014 auf Sylt ein Konzept, das ihn sofort faszinierte und bis heute nicht losgelassen hat: Adenauer & Co., gegründet von Andreas Adenauer.Ja richtig gehört Andreas Adenauer ist ein Enkel von Konrad Adenauer dem 1. Bundeskanzler der jungen Bundesrepublik. Aber zurück zur Marke. Was macht sie besonders gut und erfolgreich? Es ist mehr als Mode. Es ist ein Lebensgefühl. Die Läden – „Strandhäuser“ genannt – sind detailverliebt gestaltet, Ein Retail-Konzept, das Atmosphäre schafft und konsequent auf Authentizität setzt. Kein austauschbarer Store, sondern eine Bühne für Marke und Haltung. Kai steigt zunächst als Lizenzpartner ein, eröffnet 2015 das erste Strandhaus in Hamburg – und betreibt heute 19 Standorte, vor allem entlang der Nord- und Ostseeküste. Inzwischen ist er zudem mit 50 Prozent am Franchisegeber beteiligt – also nicht nur Expansionstreiber, sondern auch Mitgestalter der Gesamtmarke. Im Gespräch geht es um zentrale Erfolgsfaktoren im stationären Handel: • Warum „Lage, Lage, Lage“ noch immer gilt – und warum er lieber auf den perfekten Standort wartet, als Kompromisse einzugehen. • Warum Center-Lagen für ein emotional aufgeladenes Retail-Konzept zur Herausforderung werden können. • Wie man in touristischen Märkten mit Saisonalität, Wetterabhängigkeit und Sonntagsöffnungen kalkuliert. Wir sprechen ausserdem darüber warum Mitarbeitende gerade in Küstenregionen oft der kritischste Erfolgsfaktor sind. Und wie Like-for-Like-Wachstum funktioniert, wenn Expansion nicht unbegrenzt möglich ist. Ich wünsche euch jetzt viele spannende Impulse mit Kai Teute von Adenauer & Co –

The new Retail Club

14.10.2025
Carsten Schürg über ein neues Angebot der ISPO Carsten Schürg Mein heutiger Gast ist Carsten Schürg, Senior Executive Advisor der ISPO und seit vielen Jahren eine der prägendsten Stimmen im Sportfachhandel und nebenbei ein sehr aktiver Sportler, der deshalb natürlich weiss, was die sportmachenden Konsumenten bewegt Carsten kennt den Markt wie kaum ein Anderer. Gemeinsam blicken wir hinter die Kulissen einer Branche, die sich in den letzten Jahren rasant verändert hat und wenn man Carsten so zuhört auch in den nächsten Jahren einiges verändern wird. Wir starten mit einer kleinen Schnellfragerunde – von seiner persönlichen Lieblingsmarke bis zum letzten Outdoor-Highlight – bevor wir tief eintauchen in die Themen, die den Sporthandel gerade bewegen: Wie steht die Branche aktuell da? Welche Trends prägen das veränderte Kundenverhalten? Wie können Händler zwischen Kostendruck, Digitalisierung und Nachhaltigkeit zukunftsfähig bleiben? Und natürlich sprechen wir über seine Lieblingsthemen Community Building und über den Retail Club, den die ISPO, übrigens die größte Sportmesse der Welt, dieses Jahr erstmal für Händler anbieten wird. Durch den Retail Club sollen Handel und Industrie enger vernetzt werden und dazu beitragen, dass die Händler mit den richtigen Sortimenten, Ladengestaltung und vor allen Dingen Mindest die Zukunft erfolgreich gestalten werden. Zum Abschluss werfen wir einen Blick nach vorn: Wie sieht der Sportfachhandel 2030 aus – und was sollten junge Retailer heute lernen, um morgen erfolgreich zu sein? Ein Gespräch voller Energie, Einblicke und Inspiration für alle, die den Sporthandel wirklich verstehen wollen. Ich denke es ist eine gute Vorbereitung auf den Beginn der ISPO, die Ende November in München stattfindet. Also Listen to us!
Carsten Schürg über ein neues Angebot der ISPO

Carsten Schürg

Mein heutiger Gast ist Carsten Schürg, Senior Executive Advisor der ISPO und seit vielen Jahren eine der prägendsten Stimmen im Sportfachhandel und nebenbei ein sehr aktiver Sportler, der deshalb natürlich weiss, was die sportmachenden Konsumenten bewegt

Carsten kennt den Markt wie kaum ein Anderer. Gemeinsam blicken wir hinter die Kulissen einer Branche, die sich in den letzten Jahren rasant verändert hat und wenn man Carsten so zuhört auch in den nächsten Jahren einiges verändern wird.

Wir starten mit einer kleinen Schnellfragerunde – von seiner persönlichen Lieblingsmarke bis zum letzten Outdoor-Highlight – bevor wir tief eintauchen in die Themen, die den Sporthandel gerade bewegen: Wie steht die Branche aktuell da?
Welche Trends prägen das veränderte Kundenverhalten? Wie können Händler zwischen Kostendruck, Digitalisierung und Nachhaltigkeit zukunftsfähig bleiben?

Und natürlich sprechen wir über seine Lieblingsthemen Community Building und über den Retail Club, den die ISPO, übrigens die größte Sportmesse der Welt, dieses Jahr erstmal für Händler anbieten wird. Durch den Retail Club sollen Handel und Industrie enger vernetzt werden und dazu beitragen, dass die Händler mit den richtigen Sortimenten, Ladengestaltung und vor allen Dingen Mindest die Zukunft erfolgreich gestalten werden.

Zum Abschluss werfen wir einen Blick nach vorn: Wie sieht der Sportfachhandel 2030 aus – und was sollten junge Retailer heute lernen, um morgen erfolgreich zu sein? Ein Gespräch voller Energie, Einblicke und Inspiration für alle, die den Sporthandel wirklich verstehen wollen. Ich denke es ist eine gute Vorbereitung auf den Beginn der ISPO, die Ende November in München stattfindet. Also Listen to us!