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forsch: Wissenschaft und Menschen
Universität Bonn - Hochschulkommunikation
Beschreibung
Die forsch ist das Hochschulmagazin der Universität Bonn.
Die forsch erscheint zwei bis dreimal im Jahr und bringt euch die Menschen, ihre Themen, Arbeit und Forschung nahe, die an der Universität Bonn arbeiten. Unterschiedliche Themen.
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

„In den hintersten Ecken gibt es so einiges zu entdecken.“ Ausbildung an der Uni Bonn: Elektroniker*in werden [forsch 2026/01]
Beruf und Ausbildung der ElektronikerInnen
Merlin Pla und Fabio Boroni erzählen von ihrer Ausbildung zur Elektronikerin in der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik an der Uni Bonn. Sie betonen die Bedeutung ihrer Arbeit für den reibungslosen Betrieb der Universität, wo sie sich um die Wartung und Reparatur der elektrischen Anlagen in über 350 Gebäuden kümmern.
Typische Arbeitstage und Herausforderungen
Der Alltag der beiden umfasst sowohl akute Hilferufe von Forschenden als auch routinemäßige Aufgaben wie Kabelverlegung und Steckdosenmontage. Ihre Arbeit führt sie auch an außergewöhnliche Orte wie Katakomben und Bunker, was den Job spannend und abwechslungsreich macht.
Besondere Projekte und Lieblingsorte
Merlin und Fabio teilen ihre Erfahrungen mit besonderen Projekten, wie dem Ausleuchten von Exponaten im Mineralogischen Museum, und beschreiben ihre Lieblingsorte an der Uni, die von modernen Technikräumen bis zu historischen Gebäuden reichen.
Teamarbeit und Arbeitsatmosphäre
Die beiden betonen die Bedeutung von Teamarbeit und einer positiven Arbeitsatmosphäre. Sie schätzen den Zusammenhalt im Team und die Unterstützung durch Kollegen, die dazu beiträgt, auch stressige Aufträge angenehmer zu gestalten.
Ausbildung und persönliche Entwicklung
Sebastian Klemmer, ihr Ausbilder, hebt die Wichtigkeit von Geduld und Sicherheit im Beruf hervor. Er legt Wert darauf, dass die Azubis Interesse an Elektrotechnik zeigen und sich in das Team integrieren. Er freut sich über die Fortschritte seiner Auszubildenden und deren persönliche Entwicklung.

Der Star ist der Bunker [forsch 2026/01]
Der Bunker als Ausstellungsraum
Der Bunker in Bonn, lange Zeit verborgen, wird nun als Ausstellungsraum genutzt. Er befindet sich unter dem Universitätsclub und bietet eine einzigartige Atmosphäre für die Präsentation von Bonner Geschichtswissenschaft.
Die Ausstellung und ihre Inhalte
Die Ausstellung "Intriganten, Pedanten und Biergenies" beleuchtet 200 Jahre Geschichtswissenschaft in Bonn. Sie umfasst Ahnentafeln, historische Artefakte und spezielle Räume, die verschiedenen Historikern gewidmet sind, einschließlich jüdischer und weiblicher Wissenschaftler.
Mitwirkung der Studierenden
Geschichtsstudierende waren aktiv an der Gestaltung der Ausstellung beteiligt, was zu einem reichen Austausch von Erinnerungen und historischen Erzählungen führte. Diese Beiträge füllten wichtige Lücken in der historischen Überlieferung.
Renovierung und zukünftige Nutzung des Bunkers
Der Bunker wurde für die Ausstellung renoviert und mit modernen Sicherheits- und Ausstellungstechnik ausgestattet. Zukünftig soll der Raum auch anderen Teams für kreative Projekte zur Verfügung stehen und bleibt aufgrund seiner besonderen Bedingungen nur für ausgewählte Führungen zugänglich.

Geisterkristalle in fossilen Blättern [forsch 2026/01]
Schutzmechanismen von Pflanzen
Pflanzen nutzen verschiedene Strategien, um sich vor Fressfeinden zu schützen. Ein Beispiel ist der Kaktus, der das Mineralkalcium-Oxalat einsetzt, um durch schmerzhafte Stiche abzuschrecken. Ein übermäßiger Verzehr von Pflanzen wie Ampfer oder Rhabarber kann jedoch auch im Verdauungstrakt zu Reizungen führen.
Forschung zu fossilem Calciumoxalat
Prof. Dr. Jez Rust von der Universität Bonn und seine Mitarbeiterin Dr. Mahdi Malek-Hosseini erforschen die Evolution von Calciumoxalat in fossilen Blättern. Sie haben entdeckt, dass in 370 Millionen Jahre alten Proben charakteristische Muster von Hohlräumen, sogenannte Geisterkristalle, vorhanden sind. Diese wurden durch die Untersuchung von über 1000 Proben identifiziert.
Bedeutung von Calciumoxalat
Die Forschung zeigt, dass Calciumoxalat in mehr als 90% der Pflanzenarten vorkommt, was seine entscheidende Rolle als Biomineral unterstreicht. Die Muster und Formen der Kristalle in fossilen Blättern ähneln stark denen moderner Pflanzen, was auf einen stabilen evolutionären Trend hinweist. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift PLOS ONE veröffentlicht.