
frauverliebt - der lesbische Podcast mit Lina Kaiser
Lina Kaiser
Beschreibung
Als lesbische Autorin und Bloggerin (www.frauverliebt.de) möchte ich meine Erfahrungen mit euch teilen & für mehr Sichtbarkeit für die LGBTQ-Community und speziell auch von Lesben sorgen. Nur Sichtbarkeit kann die noch bestehenden Unsicherheiten der Menschen bezüglich Homosexualität schwinden lassen. Also - be proud, be yourself!
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht
Will ich sie - oder will ich wie sie sein?
Einführung in die Fragestellung
Im Podcast wird die komplexe Frage erörtert, ob man jemanden begehrt oder ob man wie diese Person sein möchte. Diese Thematik wird oft von queeren Frauen erlebt und regt zur Reflexion an.
Film und persönliche Reflexion
Die Diskussion wird durch den Film "Teenage Sex and Death at Camp Miasma" angeregt, in dem die queere Regisseurin Chris eine alte Slasher-Geschichte neu interpretiert und sich in die Hauptdarstellerin Billie verliebt. Diese Beziehung löst Fragen nach der Grenze zwischen Bewunderung und Begehren aus.
Kindererinnerungen und Vorbilder
Die Sprecherin reflektiert über ihre Kindheit und die Bewunderung für Charaktere wie Joe March aus "Little Women", die sowohl Inspiration als auch Identifikationsfigur waren. Dies führt zur Frage, wie sich Anziehung im Laufe der Zeit entwickelt hat.
Bewunderung versus Begehren
Es wird darauf hingewiesen, dass Bewunderung und romantisches Begehren oft eng miteinander verwoben sind und die gesellschaftlichen Normen eine Rolle dabei spielen, wie diese Gefühle interpretiert werden.
Psychologische Aspekte von Anziehung
Die Psychologie erklärt, dass Menschen tendenziell zu denen hingezogen werden, die ihnen ähnlich sind. Das Konzept der "Possible Selves" zeigt, dass auch fiktive Figuren Anziehungskraft entwickeln können, indem sie ein Abbild unserer Wünsche darstellen.
Komplexität des Begehrens
Der Psychoanalytiker Jacques Lacan wird zitiert, um die Idee zu untermauern, dass Begehren nie unabhängig von gesellschaftlichen Einflüssen ist. Dies wirft die Frage auf, ob Anziehung oft mehr über uns selbst aussagt als über die andere Person.
Fazit und Einladung zur Interaktion
Die Podcast-Folge schließt mit der Überlegung, dass es möglich ist, gleichzeitig zu begehren und wie jemand sein zu wollen. Diese Mehrdimensionalität des Begehrens wird als bereichernd und spannend beschrieben, und die Hörer werden eingeladen, ihre eigenen Erfahrungen zu teilen.
Warum fühlen sich manche Geschichten queer an?
Einleitung zur queer empfundenen Geschichten
Die Episode diskutiert die Frage, warum manche Geschichten als queer empfunden werden, auch wenn sie nicht explizit queer sind. Die Autorin teilt ihre Beobachtungen aus dem Alltag und reflektiert darüber.
Beobachtungen zu "Six"
Im Musical "Six" geht es um die Ehefrauen von Heinrich VIII., die ihre Geschichten erzählen. Trotz der fehlenden expliziten queeren Themen zog das Stück viele queere Zuschauer an, was auf die empowernde Erzählweise und das Teilen von unterdrückten Geschichten hinweist.
Der Film "Mother Mary" und unerkannte queere Beziehungen
Der Film "Mother Mary" zeigt eine angespannte Beziehung zwischen einer Sängerin und einer Designerin, die auf eine vergangene, unerfüllte Liebe hindeutet. Die Autorin kritisiert, dass viele Zuschauer diese queer empfundene Verbindung nicht erkennen, was die Sichtbarkeit lesbischer Beziehungen untergräbt.
Vergleich mit "Wicked" und "House of the Dragon"
Beide Geschichten beinhalten komplexe Beziehungen zwischen Frauen, die über Freundschaft hinausgehen. Die Autorin betont, dass die gesellschaftliche Tendenz, solche Beziehungen als rein freundschaftlich zu interpretieren, die Vielfalt queerer Emotionen und Erfahrungen ignoriert.
Schlussfolgerung zur Queerness in Geschichten
Die Episode schließt mit dem Gedanken, dass Queerness nicht immer explizit sein muss, sondern oft zwischen den Zeilen liegt. Die Autorin fordert dazu auf, diese subtilen queeren Aspekte in Geschichten zu erkennen und zu würdigen.
"Gehen wollen, bleiben sollen" - über Erwartungen an (queere) Frauen
Einführung in den Podcast
Im Podcast wird die Autorin Sophie Herndorf vorgestellt, die über ihr Buch "Gehen, Wollen, Bleiben, Sollen" spricht. Die Themen des Buches umfassen queere Mutterschaft, das Dilemma zwischen Freiheit und Verantwortung sowie die Sichtbarkeit von sapphischer Literatur.
Persönliche Erfahrungen und Coming-out
Sophie erzählt von ihrer Jugend und ihrem Coming-out, welches durch lebendige Vorbilder in ihrem Umfeld erleichtert wurde. Ihre Erfahrungen als lesbische Frau und Grundschullehrerin sind ihr wichtig, um Kindern frühzeitig ein Verständnis für Diversität zu vermitteln.
Das Buch und seine Protagonistinnen
Die Protagonistinnen Chris und Toni stehen im Zentrum des Romans. Toni, eine lesbische Mutter und Kriegsfotografin, kämpft mit der Entscheidung, ihre Tochter für ihre Karriere zu verlassen. Der autobiografische Bezug des Buches zeigt die Herausforderungen, die viele Mütter erleben.
Das Ideal der Mutterrolle
Sophie diskutiert das hartnäckige Ideal der Mutterrolle und die gesellschaftlichen Erwartungen, die an Frauen gestellt werden. Sie betont, dass nicht jede Frau für die Rolle der Mutter geschaffen ist und dass es wichtig ist, diese Themen offen anzusprechen.
Queere Literatur und Sichtbarkeit
Die Autorin reflektiert über die Entwicklung der queeren Literaturlandschaft seit ihrem ersten Buch. Sie stellt fest, dass es zwar mehr Vielfalt gibt, jedoch bestimmte Nischen, wie Bücher für ältere Lesben, weiterhin unterrepräsentiert sind.
Schlussfolgerungen und Empfehlungen
Sophie ermutigt Leserinnen, die Care-Arbeit nicht als selbstverständlich anzusehen. Sie hofft, dass ihr Buch dazu beiträgt, die Herausforderungen von Müttern sichtbar zu machen, und empfiehlt ein Buch, das eine Liebesgeschichte in einem historischen Kontext erzählt.