Politisches Feuilleton
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Politisches Feuilleton

Deutschlandfunk Kultur

Beschreibung

Im „Politischen Feuilleton“ äußern sich Schriftstellerinnen und Zeitzeugen, Wissenschaftlerinnen und Publizisten in persönlicher und prägnanter Form über gesellschaftliche, kulturelle und politische Themen.

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Manosphere und Frauenhass - Kommentar: Mit Priorität in Prävention investieren

15.09.2026

Frauenhass und Männlichkeitsbilder im Netz

Die Diskussion um frauenfeindliche Angriffe im Internet konzentriert sich oft auf Plattformregelungen und Strafen, während die zugrunde liegenden Männlichkeitsbilder, die solche Aggressionen fördern, vernachlässigt werden. Nicola Schubert, Autorin und Theatermacherin, fordert, dass Staat und Schulen hier eine entscheidende Rolle spielen müssen.

Einfluss der Menosphere

In sozialen Medien hat sich ein Netzwerk von Männern etabliert, das antifeministische und frauenfeindliche Inhalte verbreitet, was insbesondere junge Menschen erreicht. Influencer wie Andrew Tate propagieren eine Sichtweise, die Frauen herabsetzt und normalisiert, was zu einem gefährlichen Einfluss auf die Jugend führt.

Aufklärung und Bildung als Lösung

In Großbritannien wird seit September ein Schulfach eingeführt, das Aufklärung über Männlichkeitsbilder und sexuelle Beziehungen bieten soll. Im Gegensatz dazu fehlen in Deutschland ähnliche Bildungsansätze, wo solche Themen oft nur am Rande behandelt werden, was die Aufklärungsarbeit erschwert.

Herausforderungen für Zivilgesellschaft und Prävention

Die Zivilgesellschaft steht unter Druck, insbesondere durch Kürzungen im Bundesprogramm Demokratie leben. Präventive Maßnahmen gegen Gewalt gegen Frauen, wie die Unterstützung von männlichen Jugendlichen, werden vernachlässigt. Es ist entscheidend, jungen Männern zu helfen, ihre Identität zu entwickeln und Unsicherheiten zu überwinden.

Notwendigkeit von Zeit und Ressourcen

Um die Herausforderungen der Männlichkeitsentwicklung anzugehen, sind Zeit, Geld und ein klares Bekenntnis von Staat und Gesellschaft erforderlich. Nur so kann eine ernsthafte Auseinandersetzung mit diesen Themen stattfinden und nachhaltige Veränderungen erreicht werden.

Frauenhass und Männlichkeitsbilder im Netz

Die Diskussion um frauenfeindliche Angriffe im Internet konzentriert sich oft auf Plattformregelungen und Strafen, während die zugrunde liegenden Männlichkeitsbilder, die solche Aggressionen fördern, vernachlässigt werden. Nicola Schubert, Autorin und Theatermacherin, fordert, dass Staat und Schulen hier eine entscheidende Rolle spielen müssen.

Einfluss der Menosphere

In sozialen Medien hat sich ein Netzwerk von Männern etabliert, das antifeministische und frauenfeindliche Inhalte verbreitet, was insbesondere junge Menschen erreicht. Influencer wie Andrew Tate propagieren eine Sichtweise, die Frauen herabsetzt und normalisiert, was zu einem gefährlichen Einfluss auf die Jugend führt.

Aufklärung und Bildung als Lösung

In Großbritannien wird seit September ein Schulfach eingeführt, das Aufklärung über Männlichkeitsbilder und sexuelle Beziehungen bieten soll. Im Gegensatz dazu fehlen in Deutschland ähnliche Bildungsansätze, wo solche Themen oft nur am Rande behandelt werden, was die Aufklärungsarbeit erschwert.

Herausforderungen für Zivilgesellschaft und Prävention

Die Zivilgesellschaft steht unter Druck, insbesondere durch Kürzungen im Bundesprogramm Demokratie leben. Präventive Maßnahmen gegen Gewalt gegen Frauen, wie die Unterstützung von männlichen Jugendlichen, werden vernachlässigt. Es ist entscheidend, jungen Männern zu helfen, ihre Identität zu entwickeln und Unsicherheiten zu überwinden.

Notwendigkeit von Zeit und Ressourcen

Um die Herausforderungen der Männlichkeitsentwicklung anzugehen, sind Zeit, Geld und ein klares Bekenntnis von Staat und Gesellschaft erforderlich. Nur so kann eine ernsthafte Auseinandersetzung mit diesen Themen stattfinden und nachhaltige Veränderungen erreicht werden.

Grannycore - die neue Sehnsucht nach Omas Welt

14.09.2026

Wachsender Trend des Selbstgemachten

In Einkaufsstraßen sind viele Geschäfte geschlossen, während neue Läden für Wolle und Stoffe eröffnen. Wirtschaftsethikerin Hanna Schragmann sieht in der Rückkehr zu selbstgemachten Produkten einen bedeutenden Trend. Junge Menschen, wie die Schwester der Erzählerin, widmen sich Hobbys ihrer Großmütter, stricken und häkeln, und zeigen ihre Arbeiten auf sozialen Medien.

Grannycore und die Sehnsucht nach Handarbeit

Der Trend „Grannycore“ beschreibt das Wiederentdecken traditioneller Handarbeiten. Häkelvideos sind auf Plattformen wie TikTok extrem populär. In einer digitalisierten Welt suchen viele die Verbindung zur Realität und die Freude am Machen. Der Soziologe Richard Sennett betont die Bedeutung des handwerklichen Könnens als Quelle von Wissen und Sinn.

Gegensätze zur Vergangenheit

Die Nostalgie für die Lebensweise der Großmütter wird jedoch in Frage gestellt. Was für sie Notwendigkeit war, wird für die heutige Generation zu einem Ausdruck von Wellness. Es fehlt an stabilen Lebensverhältnissen, und die Sehnsucht nach der Ruhe und Verlässlichkeit der Vergangenheit bleibt unerfüllt. Politische Lösungen für diese Bedürfnisse sind rar, und Nostalgie wird oft von extremen politischen Strömungen vereinnahmt.

Politische Dimension der Sehnsucht

Die Suche nach einer stabilen Zukunft und politischer Sicherheit wird in der heutigen Gesellschaft oft ignoriert. Die gesellschaftlichen Herausforderungen wie Klimawandel, unsichere Arbeitsverhältnisse und Wohnraummangel bleiben ungelöst. Stattdessen flüchten sich viele in Hobbys, um ein Gefühl von Geborgenheit zu finden, was die tiefere gesellschaftliche Unruhe widerspiegelt.

Wachsender Trend des Selbstgemachten

In Einkaufsstraßen sind viele Geschäfte geschlossen, während neue Läden für Wolle und Stoffe eröffnen. Wirtschaftsethikerin Hanna Schragmann sieht in der Rückkehr zu selbstgemachten Produkten einen bedeutenden Trend. Junge Menschen, wie die Schwester der Erzählerin, widmen sich Hobbys ihrer Großmütter, stricken und häkeln, und zeigen ihre Arbeiten auf sozialen Medien.

Grannycore und die Sehnsucht nach Handarbeit

Der Trend „Grannycore“ beschreibt das Wiederentdecken traditioneller Handarbeiten. Häkelvideos sind auf Plattformen wie TikTok extrem populär. In einer digitalisierten Welt suchen viele die Verbindung zur Realität und die Freude am Machen. Der Soziologe Richard Sennett betont die Bedeutung des handwerklichen Könnens als Quelle von Wissen und Sinn.

Gegensätze zur Vergangenheit

Die Nostalgie für die Lebensweise der Großmütter wird jedoch in Frage gestellt. Was für sie Notwendigkeit war, wird für die heutige Generation zu einem Ausdruck von Wellness. Es fehlt an stabilen Lebensverhältnissen, und die Sehnsucht nach der Ruhe und Verlässlichkeit der Vergangenheit bleibt unerfüllt. Politische Lösungen für diese Bedürfnisse sind rar, und Nostalgie wird oft von extremen politischen Strömungen vereinnahmt.

Politische Dimension der Sehnsucht

Die Suche nach einer stabilen Zukunft und politischer Sicherheit wird in der heutigen Gesellschaft oft ignoriert. Die gesellschaftlichen Herausforderungen wie Klimawandel, unsichere Arbeitsverhältnisse und Wohnraummangel bleiben ungelöst. Stattdessen flüchten sich viele in Hobbys, um ein Gefühl von Geborgenheit zu finden, was die tiefere gesellschaftliche Unruhe widerspiegelt.

Kommentar - Wer auf Strom setzt, spart künftig viel Geld

11.09.2026

Überzogene Meldungen zu Strompreisen

Christian Stöcker, Kognitionspsychologe und Bestsellerautor, hält die Berichte über Deutschlands hohe Strompreise für übertrieben und ist überzeugt, dass Strom künftig kostengünstiger sein wird als andere Energieformen.

Nachhaltige Lebensweise

Stöcker beschreibt seine eigene, nahezu vollständig elektrifizierte Lebensweise ohne Gas oder Öl. Er hebt hervor, wie moderne Technologien wie Induktionsherde, Erdwärmepumpen und Elektrofahrzeuge den Alltag erleichtern und Kosten senken.

Vorteile der Elektrotech

Elektrotech, ein Begriff, der Solar- und Windkraft, Batteriespeicher und Elektromobilität umfasst, wird immer günstiger und effizienter. Die Preise für Batteriespeicher sind seit 1991 um 99 Prozent gefallen, was die Strompreise senken wird.

Globale Entwicklungen

Stöcker weist auf die positive Entwicklung in Ländern wie China und Indien hin, die zunehmend auf erneuerbare Energien umsteigen und schmutzige Kohle ersetzen. Elektrotech ist nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch effizienter im Energieverbrauch.

Herausforderungen und Chancen

Trotz des Fortschritts in der Stromversorgung bleibt die Revolution zu langsam, um die Klimakrise wirksam zu bekämpfen. Stöcker kritisiert die deutsche Politik für ihre rückwärtsgewandte Haltung und fordert einen schnelleren Übergang zur Elektrotech.

Überzogene Meldungen zu Strompreisen

Christian Stöcker, Kognitionspsychologe und Bestsellerautor, hält die Berichte über Deutschlands hohe Strompreise für übertrieben und ist überzeugt, dass Strom künftig kostengünstiger sein wird als andere Energieformen.

Nachhaltige Lebensweise

Stöcker beschreibt seine eigene, nahezu vollständig elektrifizierte Lebensweise ohne Gas oder Öl. Er hebt hervor, wie moderne Technologien wie Induktionsherde, Erdwärmepumpen und Elektrofahrzeuge den Alltag erleichtern und Kosten senken.

Vorteile der Elektrotech

Elektrotech, ein Begriff, der Solar- und Windkraft, Batteriespeicher und Elektromobilität umfasst, wird immer günstiger und effizienter. Die Preise für Batteriespeicher sind seit 1991 um 99 Prozent gefallen, was die Strompreise senken wird.

Globale Entwicklungen

Stöcker weist auf die positive Entwicklung in Ländern wie China und Indien hin, die zunehmend auf erneuerbare Energien umsteigen und schmutzige Kohle ersetzen. Elektrotech ist nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch effizienter im Energieverbrauch.

Herausforderungen und Chancen

Trotz des Fortschritts in der Stromversorgung bleibt die Revolution zu langsam, um die Klimakrise wirksam zu bekämpfen. Stöcker kritisiert die deutsche Politik für ihre rückwärtsgewandte Haltung und fordert einen schnelleren Übergang zur Elektrotech.