Der Wirtschaftspodcast
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ECONtribute

Beschreibung

Im ECONtribute Wirtschaftspodcast beleuchten wir monatlich die spannendsten Themen aus der Wirtschaftsforschung und geben Einblick in die Arbeit unseres Exzellenzclusters.

ECONtribute ist der einzige wirtschaftswissenschaftliche Exzellenzcluster Deutschlands, getragen von den Universitäten Bonn und Köln, gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Der Cluster forscht zu Märkten im Spannungsfeld zwischen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.
Kontakt: podcast@econtribute.de

Redaktion und Moderation: Carolin Jackermeier

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

#56: Was kosten Fluten langfristig wirklich?

14.07.2026

Ökonomische Auswirkungen von Naturkatastrophen

Im Podcast wird die verheerende Flut im Ahrtal thematisiert, die vor fünf Jahren Deutschland traf und als die folgenschwerste Naturkatastrophe seit dem Zweiten Weltkrieg gilt. Die ökonomischen Folgen sind enorm, mit geschätzten Schäden von mindestens 40 Milliarden Euro. Die Diskussion umfasst auch die Herausforderungen, verlässliche Daten für die Forschung zu erheben sowie die langfristigen Auswirkungen auf die Bevölkerung und die Wirtschaft.

Forschungsprojekt zur Ahrtal-Flut

Hanna Schwank, Professorin an der Uni Bonn, erläutert das interdisziplinäre Forschungsprojekt, das sich mit den ökonomischen, sozialen und rechtlichen Aspekten der Flut beschäftigt. Der Fokus liegt auf der Analyse der individuellen Biografien der Betroffenen sowie der Auswirkungen auf Einkommen und Vermögensverteilung.

Langfristige Effekte und soziale Gerechtigkeit

Das Projekt untersucht auch, wie sich Naturkatastrophen auf unterschiedliche Bevölkerungsgruppen auswirken und welche Rolle soziale Gerechtigkeit im Kontext von Klimaschutzmaßnahmen spielt. Es wird diskutiert, dass finanzielle Belastungen von Klimaanpassungsmaßnahmen oft Frustration in der Bevölkerung hervorrufen.

Methoden und Datensammlung

Um eine breite Datengrundlage zu schaffen, plant das Forschungsteam eine große Haushaltsbefragung im Ahrtal, um Betroffene zu kontaktieren und ihre Erfahrungen zu erfassen. Die Ergebnisse sollen helfen, evidenzbasierte Empfehlungen für die Politik zu formulieren.

Ökonomische Auswirkungen von Naturkatastrophen

Im Podcast wird die verheerende Flut im Ahrtal thematisiert, die vor fünf Jahren Deutschland traf und als die folgenschwerste Naturkatastrophe seit dem Zweiten Weltkrieg gilt. Die ökonomischen Folgen sind enorm, mit geschätzten Schäden von mindestens 40 Milliarden Euro. Die Diskussion umfasst auch die Herausforderungen, verlässliche Daten für die Forschung zu erheben sowie die langfristigen Auswirkungen auf die Bevölkerung und die Wirtschaft.

Forschungsprojekt zur Ahrtal-Flut

Hanna Schwank, Professorin an der Uni Bonn, erläutert das interdisziplinäre Forschungsprojekt, das sich mit den ökonomischen, sozialen und rechtlichen Aspekten der Flut beschäftigt. Der Fokus liegt auf der Analyse der individuellen Biografien der Betroffenen sowie der Auswirkungen auf Einkommen und Vermögensverteilung.

Langfristige Effekte und soziale Gerechtigkeit

Das Projekt untersucht auch, wie sich Naturkatastrophen auf unterschiedliche Bevölkerungsgruppen auswirken und welche Rolle soziale Gerechtigkeit im Kontext von Klimaschutzmaßnahmen spielt. Es wird diskutiert, dass finanzielle Belastungen von Klimaanpassungsmaßnahmen oft Frustration in der Bevölkerung hervorrufen.

Methoden und Datensammlung

Um eine breite Datengrundlage zu schaffen, plant das Forschungsteam eine große Haushaltsbefragung im Ahrtal, um Betroffene zu kontaktieren und ihre Erfahrungen zu erfassen. Die Ergebnisse sollen helfen, evidenzbasierte Empfehlungen für die Politik zu formulieren.

#55: Wie funktioniert Entwicklungszusammenarbeit?

15.05.2026

Hintergrund der Entwicklungszusammenarbeit und aktuelle Debatte

Durchstaatliche Budgets schrumpfen global, während die Frage nach tatsächlicher Nachhaltigkeit von Entwicklungsprogrammen lauter wird. Die Diskussion dreht sich um Effizienz, politische Instrumentalisierung und die Rolle von Entwicklungshilfe im Kontext außen-, sicherheits- und wirtschaftspolitischer Interessen.

Aufbau der Studie und Trainingsansätze

In Togo vergleicht eine Weltbank-gestützte Studie ein etabliertes Unternehmerinnen-Training (Business Edge) mit einem psychologischen Training zur Stärkung der Eigeninitiative. Ziel ist, herauszufinden, ob Mindset-Veränderungen zu nachhaltigem Geschäftserfolg beitragen und wie sich Formen von Training voneinander unterscheiden.

Ergebnisse und Langzeitwirkungen, Geschlechterunterschiede

Nach zwei Jahren stiegen Gewinne der Teilnehmenden um rund 30 Prozent, unabhängig vom Geschlecht. Nach sieben Jahren wuchs der Betrag bei Männern deutlich stärker als bei Frauen. Erste Erklärungsansätze deuten auf Selbstwirksamkeit, Kapitaldynamik und Sektorunterschiede hin; definitive Gründe bleiben offen und erfordern weitere Forschung.

Ausblick und Anknüpfungspunkte

Kosten-Nutzen-Relationen zeigen Potenzial für kosteneffiziente, skalierbare Formate, auch durch digitale oder KI-gestützte Trainings. Zur Förderung von Frauen deuten Ergebnisse auf zusätzlichen Unterstützungbedarf hin, etwa zur Stärkung von Selbstwirksamkeit und gezielten Investitionsmöglichkeiten, wobei weitere Untersuchungen zu Kontextfaktoren sinnvoll wären.

Hintergrund der Entwicklungszusammenarbeit und aktuelle Debatte

Durchstaatliche Budgets schrumpfen global, während die Frage nach tatsächlicher Nachhaltigkeit von Entwicklungsprogrammen lauter wird. Die Diskussion dreht sich um Effizienz, politische Instrumentalisierung und die Rolle von Entwicklungshilfe im Kontext außen-, sicherheits- und wirtschaftspolitischer Interessen.

Aufbau der Studie und Trainingsansätze

In Togo vergleicht eine Weltbank-gestützte Studie ein etabliertes Unternehmerinnen-Training (Business Edge) mit einem psychologischen Training zur Stärkung der Eigeninitiative. Ziel ist, herauszufinden, ob Mindset-Veränderungen zu nachhaltigem Geschäftserfolg beitragen und wie sich Formen von Training voneinander unterscheiden.

Ergebnisse und Langzeitwirkungen, Geschlechterunterschiede

Nach zwei Jahren stiegen Gewinne der Teilnehmenden um rund 30 Prozent, unabhängig vom Geschlecht. Nach sieben Jahren wuchs der Betrag bei Männern deutlich stärker als bei Frauen. Erste Erklärungsansätze deuten auf Selbstwirksamkeit, Kapitaldynamik und Sektorunterschiede hin; definitive Gründe bleiben offen und erfordern weitere Forschung.

Ausblick und Anknüpfungspunkte

Kosten-Nutzen-Relationen zeigen Potenzial für kosteneffiziente, skalierbare Formate, auch durch digitale oder KI-gestützte Trainings. Zur Förderung von Frauen deuten Ergebnisse auf zusätzlichen Unterstützungbedarf hin, etwa zur Stärkung von Selbstwirksamkeit und gezielten Investitionsmöglichkeiten, wobei weitere Untersuchungen zu Kontextfaktoren sinnvoll wären.

#54: Wie wird die Gesellschaft wieder kooperativer?

16.03.2026

Einleitung zur Kooperation

Im Podcast diskutieren Caroline Jackermeier und Matthias Sutter über die Bedeutung von Kooperation für die Gesellschaft und Wirtschaft. Sutter betont, dass Zivilcourage und soziale Verantwortung notwendig sind, um unangenehme Wahrheiten anzusprechen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern.

Die Natur der Kooperation

Sutter erklärt, dass menschliche Kooperation trotz umfangreicher Erkenntnisse der Verhaltensforschung noch zahlreiche ungelöste Fragen aufwirft. Die Bedingungen, unter denen Menschen zusammenarbeiten, sind komplex und variieren je nach Kontext.

Kooperation im Alter

Die Forschung zeigt, dass ältere Menschen tendenziell kooperativer sind als jüngere. Diese Tendenz wird als Ergebnis von Lebenserfahrung und der Erkenntnis betrachtet, dass langfristige Kooperation für alle von Vorteil ist.

Die Rolle von sozialen Normen

Die Diskussion über soziale Normen und deren Durchsetzung ist zentral. Sutter schildert, dass die Bereitschaft zur Kooperation steigt, wenn Individuen Verantwortung übernehmen und unangemessenes Verhalten ansprechen.

Generationenübergreifende Herausforderungen

Die Podcast-Episode thematisiert auch die Herausforderungen der Generationen in Bezug auf Kooperation, insbesondere in Krisenzeiten wie der Pandemie. Der Eindruck, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt schwindet, wird durch wirtschaftliche und soziale Schwierigkeiten verstärkt.

Empirische Studien und Ergebnisse

Sutter beschreibt seine Studien, die zeigen, dass jüngere Menschen schneller das Vertrauen in die Kooperation verlieren, wenn sie sehen, dass andere nicht kooperieren. Ältere zeigen mehr Stabilität in ihrem kooperativen Verhalten.

Erziehung und Kooperation bei Kindern

Die Forschung zeigt, dass Kinder bereits früh kooperatives Verhalten entwickeln, stark beeinflusst durch Erziehung und das Verhalten ihrer Eltern. Bestrafungen und Belohnungen wirken sich ebenfalls entscheidend auf die Kooperationsbereitschaft aus.

Schlussfolgerungen und Ausblick

Abschließend äußert Sutter Optimismus bezüglich der Zukunft der Kooperation in der Gesellschaft. Die Bereitschaft zur Zusammenarbeit kann gefördert werden, wenn Einzelne mit gutem Beispiel vorangehen und positive Erwartungen an andere haben.

Einleitung zur Kooperation

Im Podcast diskutieren Caroline Jackermeier und Matthias Sutter über die Bedeutung von Kooperation für die Gesellschaft und Wirtschaft. Sutter betont, dass Zivilcourage und soziale Verantwortung notwendig sind, um unangenehme Wahrheiten anzusprechen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern.

Die Natur der Kooperation

Sutter erklärt, dass menschliche Kooperation trotz umfangreicher Erkenntnisse der Verhaltensforschung noch zahlreiche ungelöste Fragen aufwirft. Die Bedingungen, unter denen Menschen zusammenarbeiten, sind komplex und variieren je nach Kontext.

Kooperation im Alter

Die Forschung zeigt, dass ältere Menschen tendenziell kooperativer sind als jüngere. Diese Tendenz wird als Ergebnis von Lebenserfahrung und der Erkenntnis betrachtet, dass langfristige Kooperation für alle von Vorteil ist.

Die Rolle von sozialen Normen

Die Diskussion über soziale Normen und deren Durchsetzung ist zentral. Sutter schildert, dass die Bereitschaft zur Kooperation steigt, wenn Individuen Verantwortung übernehmen und unangemessenes Verhalten ansprechen.

Generationenübergreifende Herausforderungen

Die Podcast-Episode thematisiert auch die Herausforderungen der Generationen in Bezug auf Kooperation, insbesondere in Krisenzeiten wie der Pandemie. Der Eindruck, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt schwindet, wird durch wirtschaftliche und soziale Schwierigkeiten verstärkt.

Empirische Studien und Ergebnisse

Sutter beschreibt seine Studien, die zeigen, dass jüngere Menschen schneller das Vertrauen in die Kooperation verlieren, wenn sie sehen, dass andere nicht kooperieren. Ältere zeigen mehr Stabilität in ihrem kooperativen Verhalten.

Erziehung und Kooperation bei Kindern

Die Forschung zeigt, dass Kinder bereits früh kooperatives Verhalten entwickeln, stark beeinflusst durch Erziehung und das Verhalten ihrer Eltern. Bestrafungen und Belohnungen wirken sich ebenfalls entscheidend auf die Kooperationsbereitschaft aus.

Schlussfolgerungen und Ausblick

Abschließend äußert Sutter Optimismus bezüglich der Zukunft der Kooperation in der Gesellschaft. Die Bereitschaft zur Zusammenarbeit kann gefördert werden, wenn Einzelne mit gutem Beispiel vorangehen und positive Erwartungen an andere haben.