Die Armutskonferenz
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Die Armutskonferenz

Die Armutskonferenz

Beschreibung

In diesem Podcast geht es um alle Themenbereiche die etwas mit "Armut" zu tun haben.

Die Armutskonferenz Österreich ist seit 1995 als Netzwerk von über 40 sozialen Organisationen, sowie Bildungs- und Forschungseinrichtungen aktiv. Sie thematisiert Hintergründe und Ursachen, Daten und Fakten, Strategien und Maßnahmen gegen Armut und soziale Ausgrenzung in Österreich. Gemeinsam mit Armutsbetroffenen engagiert sie sich für eine Verbesserung deren Lebenssituation.

Die in der Armutskonferenz zusammengeschlossenen sozialen Organisationen beraten, unterstützen und begleiten über 500.000 Menschen im Jahr.

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Selber schuld! Armut und die Leistungslüge

19.05.2026

Einführung in den Kernbegriff

Der Beitrag hinterfragt den gängigen Zusammenhang von Armut, Leistungsdruck und Wahrnehmung von Erfolg. Leistung wird als plastische, von Perspektiven abhängige Kategorie beschrieben, deren Zuschreibung stark von sozialen Strukturen beeinflusst wird. Zugleich wird deutlich, dass individuelle Erfolge oft kollektive Unterstützung erfordern und von Machtverhältnissen formen.

Historische Spurensuche als Perspektivwechsel

Anhand der Londoner Szene von 1908 wird gezeigt, wie vermeintlich individuelle Leistung in enge Verbindung zu gesellschaftlichen Rahmenbedingungen steht. Pietri gewann Anerkennung trotz fehlender Entscheidung der Jury, doch der öffentliche Zuschreibungsprozess enthüllt, wie Deutung von Leistung flexibel gestaltet wird.

Leistung als soziale Konstruktion

Es wird betont, dass Leistung niemals nur eine objektive Größe ist. Wirtschaftliche Erträge, Erbschaften und Zugang zu Ressourcen beeinflussen, wer als leistungsfähig gilt. Hinter jeder Spitzenleistung stehen häufig Teams, Netzwerke und strukturelle Vorteile, die in der öffentlichen Bewertung oft unsichtbar bleiben.

Schlussfolgerungen: Struktur, Solidarität und Perspektive

Die Historikerin plädiert für eine horizontale Perspektive auf Leistung, die individuelle Bemühungen im Kontext kollektiver Bedingungen sieht. Es geht um Reflexion statt politischer Programme: Welche Rahmenbedingungen fördern echte Teilhabe, soziale Mobilität und gerechte Anerkennung jenseits eines rein meritokratischen Verständnisses?

Einführung in den Kernbegriff

Der Beitrag hinterfragt den gängigen Zusammenhang von Armut, Leistungsdruck und Wahrnehmung von Erfolg. Leistung wird als plastische, von Perspektiven abhängige Kategorie beschrieben, deren Zuschreibung stark von sozialen Strukturen beeinflusst wird. Zugleich wird deutlich, dass individuelle Erfolge oft kollektive Unterstützung erfordern und von Machtverhältnissen formen.

Historische Spurensuche als Perspektivwechsel

Anhand der Londoner Szene von 1908 wird gezeigt, wie vermeintlich individuelle Leistung in enge Verbindung zu gesellschaftlichen Rahmenbedingungen steht. Pietri gewann Anerkennung trotz fehlender Entscheidung der Jury, doch der öffentliche Zuschreibungsprozess enthüllt, wie Deutung von Leistung flexibel gestaltet wird.

Leistung als soziale Konstruktion

Es wird betont, dass Leistung niemals nur eine objektive Größe ist. Wirtschaftliche Erträge, Erbschaften und Zugang zu Ressourcen beeinflussen, wer als leistungsfähig gilt. Hinter jeder Spitzenleistung stehen häufig Teams, Netzwerke und strukturelle Vorteile, die in der öffentlichen Bewertung oft unsichtbar bleiben.

Schlussfolgerungen: Struktur, Solidarität und Perspektive

Die Historikerin plädiert für eine horizontale Perspektive auf Leistung, die individuelle Bemühungen im Kontext kollektiver Bedingungen sieht. Es geht um Reflexion statt politischer Programme: Welche Rahmenbedingungen fördern echte Teilhabe, soziale Mobilität und gerechte Anerkennung jenseits eines rein meritokratischen Verständnisses?

Für ein gerechtes Budget: Sozialen Absturz verhindern und vermeiden

15.04.2026

Gerechtes Budget und Gegenfinanzierungen

In der Diskussion geht es um ein Budget, das soziale Absturzrisiken mindert und nicht die Ärmsten belastet. Es wird betont, dass aktuelle Sparpakete soziale Ungerechtigkeit verstärken und Spielräume für Einnahmen- und Ausgabenkorridore bestehen. Gegenfinanzierungen sollen genutzt werden, um soziale Sicherheit zu stärken und Armutsrisiken zu verhindern, ohne Kürzungen beim Wohlergehen von Familien vorzunehmen.

Modelle und konkrete Ansatzpunkte

Vorschläge umfassen steuerliche Anpassungen zugunsten von mittleren und unteren Einkommen, Streichung umweltschädlicher Subventionen wie Dienstwagenprivileg und Stellplatzverpflichtungen, sowie eine potenzielle Erbschafts- oder Vermögensteuer. Ziel ist ein größeres Budgetvolumen, das gezielt Familien und Kinder unterstützt und Armut wirksam reduziert, ohne die ärmsten Haushalte zu belasten.

Auswirkungen auf Familien und soziale Sicherheit

Berichte aus Praxis zeigen wachsendes Armutsrisiko: Verschuldung, Unterhaltsausfälle und Versorgungslücken belasten Haushalte. Eine stabile, regelmäßige Leistung ist essenziell, damit Familien am Alltag teilnehmen können. Investitionen in Logopädie, Ergotherapie und soziale Unterstützung werden als notwendig beschrieben, um langfristige Kosten durch Schulabbruch und Gesundheitsprobleme zu verringern.

Ökonomische Perspektive und Forderungen

Es wird argumentiert, dass Investitionen in soziale Sicherheit volkswirtschaftlich sinnvoll sind, da Folgekosten durch Armut hoch bleiben. Die OECD- und Universitätsstudien liefern Zahlen zu Kosten von Kinderarmut und Schulabbruch. Die Forderung richtet sich gegen Kürzungen und hin zu einer solidarischen Leistung, die Ungleichheiten verringert und allen zugutekommt, ohne individuelle Leistungsanreize zu gefährden.

Gerechtes Budget und Gegenfinanzierungen

In der Diskussion geht es um ein Budget, das soziale Absturzrisiken mindert und nicht die Ärmsten belastet. Es wird betont, dass aktuelle Sparpakete soziale Ungerechtigkeit verstärken und Spielräume für Einnahmen- und Ausgabenkorridore bestehen. Gegenfinanzierungen sollen genutzt werden, um soziale Sicherheit zu stärken und Armutsrisiken zu verhindern, ohne Kürzungen beim Wohlergehen von Familien vorzunehmen.

Modelle und konkrete Ansatzpunkte

Vorschläge umfassen steuerliche Anpassungen zugunsten von mittleren und unteren Einkommen, Streichung umweltschädlicher Subventionen wie Dienstwagenprivileg und Stellplatzverpflichtungen, sowie eine potenzielle Erbschafts- oder Vermögensteuer. Ziel ist ein größeres Budgetvolumen, das gezielt Familien und Kinder unterstützt und Armut wirksam reduziert, ohne die ärmsten Haushalte zu belasten.

Auswirkungen auf Familien und soziale Sicherheit

Berichte aus Praxis zeigen wachsendes Armutsrisiko: Verschuldung, Unterhaltsausfälle und Versorgungslücken belasten Haushalte. Eine stabile, regelmäßige Leistung ist essenziell, damit Familien am Alltag teilnehmen können. Investitionen in Logopädie, Ergotherapie und soziale Unterstützung werden als notwendig beschrieben, um langfristige Kosten durch Schulabbruch und Gesundheitsprobleme zu verringern.

Ökonomische Perspektive und Forderungen

Es wird argumentiert, dass Investitionen in soziale Sicherheit volkswirtschaftlich sinnvoll sind, da Folgekosten durch Armut hoch bleiben. Die OECD- und Universitätsstudien liefern Zahlen zu Kosten von Kinderarmut und Schulabbruch. Die Forderung richtet sich gegen Kürzungen und hin zu einer solidarischen Leistung, die Ungleichheiten verringert und allen zugutekommt, ohne individuelle Leistungsanreize zu gefährden.

Prävention - „Absturz verhindern und vermeiden“

19.10.2025

Einleitung zur Armutsprävention

Die Pressekonferenz der Armutskonferenz zum UNO-Tag gegen Armut hebt die Dringlichkeit der Armutsprävention hervor. Mit über 500.000 betreuten Menschen erörtern verschiedene Organisationen, wie Armut verhindert und vermieden werden kann.

Präventionsansätze

Die Konferenz thematisiert verschiedene Ansätze zur Armutsprävention, einschließlich der Sicherung der unteren Mittelschicht. Staaten mit effektiven präventiven Maßnahmen in Bereichen wie Gesundheit und Bildung zeigen geringere Armutsraten.

Redner und Themen

Mehrere Expertinnen und Experten präsentieren ihre Perspektiven: Anna Paar (Caritas) spricht über Energiearmut, Doris Pettighofer (Plattform für Alleinerziehende) über Maßnahmen gegen Familienarmut, und Hanna Lichtenberger (Volkshilfe) thematisiert Kinderarmut und die Notwendigkeit eines starken Sozialstaats.

Psychische Dimensionen der Armut

Marlene Korsin (Telefonseelsorge) betont, dass Armut auch psychische und soziale Dimensionen hat und die Telefonseelsorge eine präventive Rolle spielt, indem sie Menschen in Krisen unterstützt.

Wohnen und Wohnungslosigkeit

Alexander Machatschke (Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe) hebt die Notwendigkeit von leistbarem Wohnraum und präventiven Maßnahmen gegen Wohnungslosigkeit hervor, während Anna Paar die Herausforderungen der Energiearmut in Österreich thematisiert.

Schlussfolgerungen und Forderungen

Die Konferenz endet mit klaren Forderungen: Die Einführung eines Energiesozialtarifs, strukturelle Maßnahmen gegen Familienarmut und die Sicherstellung der Menschenwürde sind zentrale Anliegen der Rednerinnen und Redner.

Einleitung zur Armutsprävention

Die Pressekonferenz der Armutskonferenz zum UNO-Tag gegen Armut hebt die Dringlichkeit der Armutsprävention hervor. Mit über 500.000 betreuten Menschen erörtern verschiedene Organisationen, wie Armut verhindert und vermieden werden kann.

Präventionsansätze

Die Konferenz thematisiert verschiedene Ansätze zur Armutsprävention, einschließlich der Sicherung der unteren Mittelschicht. Staaten mit effektiven präventiven Maßnahmen in Bereichen wie Gesundheit und Bildung zeigen geringere Armutsraten.

Redner und Themen

Mehrere Expertinnen und Experten präsentieren ihre Perspektiven: Anna Paar (Caritas) spricht über Energiearmut, Doris Pettighofer (Plattform für Alleinerziehende) über Maßnahmen gegen Familienarmut, und Hanna Lichtenberger (Volkshilfe) thematisiert Kinderarmut und die Notwendigkeit eines starken Sozialstaats.

Psychische Dimensionen der Armut

Marlene Korsin (Telefonseelsorge) betont, dass Armut auch psychische und soziale Dimensionen hat und die Telefonseelsorge eine präventive Rolle spielt, indem sie Menschen in Krisen unterstützt.

Wohnen und Wohnungslosigkeit

Alexander Machatschke (Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe) hebt die Notwendigkeit von leistbarem Wohnraum und präventiven Maßnahmen gegen Wohnungslosigkeit hervor, während Anna Paar die Herausforderungen der Energiearmut in Österreich thematisiert.

Schlussfolgerungen und Forderungen

Die Konferenz endet mit klaren Forderungen: Die Einführung eines Energiesozialtarifs, strukturelle Maßnahmen gegen Familienarmut und die Sicherstellung der Menschenwürde sind zentrale Anliegen der Rednerinnen und Redner.