
Die Miskatonic-Universität - Wir lesen Lovecraft
Katja und Jens
Beschreibung
wir sind ein Podcast, der sich einmal im Monat mit den Werken von H.P. Lovecraft befasst. Wir lesen seine Geschichten chronologisch und reden im Podcast darüber. Da wir passionierte Pen & Paper-Rollenspieler*innen sind, kommt dieses Thema auch nicht zu kurz.
Disclaimer:
In H.P. Lovecraft´s Werken sind Themen wie Rassismus und Fremdenfeindlichkeit keine Seltenheit.
Auch sein Frauenbild war ein Produkt seiner Zeit. Beides sollte aus heutiger Sicht kritisch betrachtet werden. Auch wenn wir Lovecraft´s Werke schätzen, verurteilen wird diese Sichtweise.
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Folge 59: Lovecrafts Kühlschrank des Todes oder Kühle Luft (1926)
Einführung und Rückblick
In dieser Episode begrüßen Jens und Katja die Zuhörer zu Folge 59, in der sie H.P. Lovecrafts Erzählung "Kühle Luft" (1926) untersuchen. Sie erläutern den Grund für die Abweichung von der ursprünglich angekündigten Geschichte und besprechen den Kontext der Erzählung.
Die Handlung von "Kühle Luft"
Die Erzählung handelt von einem namenlosen Protagonisten, der in einem schäbigen Mietshaus in New York lebt und auf einen merkwürdigen Arzt, Dr. Munoz, trifft. Dieser leidet an einer ungewöhnlichen Krankheit, die eine extreme Kälte erfordert. Die Geschichte entfaltet sich, als die Kühlung des Arztes versagt und der Protagonist die verstörenden Geheimnisse hinter Munoz' Zustand entdeckt.
Themen und Motive
Die Hosts thematisieren den Rassismus in der Erzählung, die Darstellung des Arztes und die Abscheu des Protagonisten gegenüber der Kälte und der Verfallserscheinungen. Sie reflektieren auch über Lovecrafts Schreibstil und die Elemente des Horrors, die nicht immer mit Dunkelheit und Einsamkeit verbunden sind, sondern auch im hellen Licht einer Stadt stattfinden können.
Die Relevanz von Kühle Luft
Die Diskussion umfasst auch die medizinischen und philosophischen Aspekte der Geschichte, insbesondere die Theorien von Dr. Munoz über den Willen, der das körperliche Leben überdauern kann. Jens und Katja ziehen Parallelen zu Lovecrafts Leben und seiner Gesundheitsgeschichte, was einen weiteren interessanten Kontext zur Erzählung bietet.
Abschluss und Ausblick
Die Episode schließt mit einem Ausblick auf zukünftige Themen und die nächste Episode, die sich mit "Der Ruf des Cthulhu" beschäftigen wird. Die Hosts freuen sich darauf, die Bedeutung und den Einfluss dieser Geschichte zu erkunden.

Folge 58: Hör mal, wer da hämmert! oder In der Gruft (1925)
Einführung in die Geschichte
In Folge 58 des Podcasts wird die Lovecraft-Geschichte "In der Gruft" besprochen. Die Moderatoren Katja und Jens beginnen mit einem humorvollen und persönlichen Intro, das die Hörer auf das Thema vorbereitet und gleichzeitig die Atmosphäre der Geschichte thematisiert.
Inhalt der Geschichte
Die Erzählung spielt im Jahr 1881 und dreht sich um den Totengräber Birch, der als unzuverlässig und grobschlechtig beschrieben wird. Aufgrund der kalten Jahreszeit können keine Gräber ausgehoben werden, und die Leichen werden in einer Leichenhalle aufbewahrt. Birch erlebt eine schreckliche Wendung, als er in der Leichenhalle eingesperrt wird und versucht, einen Ausweg zu finden, während er von einer Leiche angegriffen wird.
Charakter und Themen
Birch wird als komplexer Charakter dargestellt, der trotz seiner Mängel und seiner schlechten Behandlung von Toten nicht als durchweg böse gilt. Die Geschichte behandelt Themen wie Body Horror und Rachsucht und endet mit einem schockierenden Twist, der die Konsequenzen von Birchs Nachlässigkeit aufzeigt.
Diskussion und Analyse
Katja und Jens reflektieren über die Erzählweise und die Charakterisierung in Lovecrafts Werk. Sie diskutieren die untypische Perspektive des Protagonisten und die moralischen Implikationen der Geschichte, insbesondere in Bezug auf Rassismus und die Darstellung von Toten.

Folge 57: Lovecrafts Heizdecke des Todes oder Er (1925)
Einordnung und Kontext
Die Folge behandelt eine Lovecraft-Erzählung und reflektiert dabei offenkundigen Rassismus, der im Text präsent ist. Der Einstieg positioniert den Podcast im Umfeld der New-York-Erfahrungen Lovecrafts und setzt das Werk in eine Debatte über kulturelle Wahrnehmung, Zeitlosigkeit und literarische Rezeption. Die Gastgeber ziehen Parallelen zur eigenen Milieu-Situation und bereiten so eine distanzierte, aber kritische Lektüre vor.
Handlung in groben Zügen
Der Erzähler wandert durch ein nächtliches, von Architektur geprägtes New York. Ein geheimnisvoller Führer führt ihn durch Hinterhöfe und verborgene Räume in ein altes Haus. In der Bibliothek enthüllt der Führer uraltes Wissen, doch bei jeder Offenbarung wächst die Spannung. Über Zeitfenster, Visionen einer zerstörten Gegenwart und einer utopischen Vergangenheit wird der Protagonist mit einer bedrohlichen Macht konfrontiert.
Thematische Schwerpunkte
Im Zentrum stehen Macht, Erkenntnis und die Gefahr, wenn Weisheit die Welt formt. Zugleich kehrt Lovecrafts Rassismus als störender Hintergrund zurück, was die Erzählung zu einer studie über Kolonialismus, Identität und die Grauzonen menschlicher Angst macht. Die Episode verhandelt, wie Vergangenheit und Gegenwart durch Sprache, Perspektive und Bildsprache zusammenwirken.
Reflexion der Moderatoren
Die Gastgeber diskutieren Stärken und Schwächen der Geschichte, identifizieren wiederkehrende Motive wie Innenhöfe, Fenster und die Darstellung des Unfassbaren. Sie verweisen auf Lovecrafts Selbstbezug, die Verortung in New York und den Einfluss auf das eigene Schreiben. Am Ende entsteht eine nüchterne Perspektive auf das Unheimliche als Spiegel menschlicher Erwartungen und Ängste.