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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Gespräch mit Prof. Dr. Sabrina Seeler, Dt. Institut für Tourismusforschung
Die Reiselust der Menschen
Reisen ist für viele Menschen ein wichtiger Bestandteil des Lebens und trägt zur mentalen sowie physischen Gesundheit bei. Professorin Sabrina Seeler erläutert, dass Reisen positive Emotionen auslöst, da es Menschen ermöglicht, Abstand vom Alltag zu gewinnen und neue Perspektiven zu entdecken. Diese Erfahrungen fördern nicht nur das persönliche Glück, sondern auch die Möglichkeit zur Selbstreflexion und Weiterentwicklung.
Unterschiedliche Reisemotive
Es gibt verschiedene Motivationen hinter dem Reisen. Während einige Menschen klassische Pauschalreisen bevorzugen, suchen andere nach längeren, individuellen Reiseerlebnissen, um neue Horizonte zu erkunden und sich selbst weiterzuentwickeln. Seeler betont, dass solche Reisen oft auch hedonistische und eudämonische Bedürfnisse bedienen, was zu einer persönlichen Transformation führen kann.
Veränderungen im Tourismus
Historisch gesehen hat sich der Tourismus von langsamem Individualtourismus hin zu Massentourismus entwickelt. Heute ist Reisen für einen Großteil der Deutschen fester Bestandteil der Jahresplanung. Zudem ermöglichen mittlerweile mehr Menschen aus verschiedenen Ländern das Reisen, da sich wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen verbessert haben.
Nachhaltigkeit im Tourismus
Das Bewusstsein für Nachhaltigkeit hat in den letzten Jahren zugenommen. Trotz der Herausforderungen, wie beispielsweise der hohen CO2-Bilanz von Flügen und Kreuzfahrten, bleibt der Tourismus ein wichtiger Wirtschaftszweig. Seeler regt an, dass Urlauber durch kleine Veränderungen, wie weniger häufige Flüge oder längere Reisen, zu einer nachhaltigeren Reiselust beitragen können.
Verantwortung und Veränderung
Trotz des steigenden Bewusstseins für ökologische Auswirkungen neigen viele Reisende dazu, negative Aspekte auszublenden, um die positiven Urlaubserfahrungen nicht zu trüben. Seeler ermutigt dazu, die eigene Verantwortung zu erkennen und durch bewusste Entscheidungen nachhaltiger zu reisen, ohne den Reiz des Reisens an sich zu verlieren.

Gespräch mit Reisejournalist Andreas Pröve
Leidenschaft fürs Reisen
Andreas Pröve, ein erfahrener Reisejournalist, ist seit über 40 Jahren weltweit unterwegs und teilt seine Erlebnisse, während er im Rollstuhl reist. Seine Neugier und der Wunsch, die Welt authentisch zu erleben, treiben ihn an. Er betont, dass Reisen nicht nur Vergnügen, sondern auch eine tiefere Leidenschaft darstellt.
Die erste große Reise
Nach seinem Unfall war die erste Reise eine enorme Herausforderung für Pröve. Diese abenteuerliche Reise nach Indien war für ihn ein Sprung ins kalte Wasser, da es damals kaum Informationen über das Reisen im Rollstuhl gab. Trotz der Unsicherheiten war dies ein entscheidender Moment für ihn.
Besondere Herausforderungen
Die Reise im Rollstuhl bringt spezielle Herausforderungen mit sich, insbesondere in Ländern wie Indien, wo Verkehr und Infrastruktur problematisch sein können. Pröve hebt hervor, dass die Gefahr, übersehen zu werden, besonders hoch ist, und dass man stets auf seine Umgebung achten muss.
Erfahrungen und soziale Verantwortung
Durch seine Reisen hat er die Unterschiede zwischen Lebensrealitäten in Deutschland und anderen Ländern, vor allem Indien, erkannt. Diese Erkenntnisse haben ihn motiviert, aktiv zu helfen und das Bewusstsein für die Situation von benachteiligten Kindern zu schärfen, was er durch Vorträge und Engagement in Hilfsorganisationen umsetzt.
Beeindruckende Reisen
Pröve hat besondere Erlebnisse bei Flussreisen gesammelt, darunter Reisen am Ganges, Mekong und Yangtze. Diese Flüsse sind für ihn nicht nur geografische Merkmale, sondern auch kulturelle Lebensadern, die seine Neugier und Inspiration wecken.
Zukünftige Reiseziele
Ein Traumziel für Pröve ist eine Reise durch Indien ohne Kamera, um die Erlebnisse ungestört zu genießen. Er möchte die Welt einfach mit seinen Augen wahrnehmen, ohne den Druck der Dokumentation.
Aktuelle Reise
Aktuell erkundet Pröve auch Deutschland intensiver, zum Beispiel den Neckartalradweg, und genießt die Schönheit seines Heimatlandes.

Gespräch mit Axel Werner, Kreuzfahrtseelsorger
Beliebtheit von Kreuzfahrten
Kreuzfahrten erfreuen sich wachsender Beliebtheit, mit Prognosen für ein Rekordjahr 2026. Im vergangenen Jahr starteten über 1,5 Millionen Menschen von deutschen Häfen aus eine Hochseekreuzfahrt.
Rolle des Kreuzfahrtseelsorgers
Axel Werner, seit fast 20 Jahren Kreuzfahrtseelsorger, erklärt, dass diese Tätigkeit Teil der deutschsprachigen Seelsorge auf Gran Canaria ist. Die Kreuzfahrtseelsorge wird von der Deutschen Bischofskonferenz koordiniert und trägt ökumenische Züge.
Seelsorgerische Herausforderungen
Werner beschreibt die Herausforderungen, die Passagiere und Besatzung mitbringen. Themen reichen von positiven Lebensereignissen bis hin zu Krisen, wie dem Verlust eines Partners oder Trauer. Gottesdienste sind ein zentraler Bestandteil seiner Arbeit, die konfessionsübergreifend stattfinden.
Flexibilität und Sprachkenntnisse
Die Arbeit erfordert Flexibilität, sowohl in der zeitlichen Planung als auch in der Sprachfähigkeit, insbesondere Englisch für die internationale Besatzung. Seelsorger müssen oft zu ungewöhnlichen Zeiten tätig sein.
Persönliche Erfahrungen
Werner hebt hervor, dass die enge Gemeinschaft auf dem Schiff Gespräche erleichtert. Er berichtet von tiefgreifenden Begegnungen und der Bedeutung von Inklusion, besonders für Menschen mit Behinderungen, die an Bord Unterstützung erfahren.