
Leben. Lieben. Pflegen. Der Desideria Podcast zu Demenz und Familie
Peggy Elfmann
Beschreibung
Podcast-Host Peggy Elfmann weiß aus eigener Erfahrung, was es bedeutet, einen Angehörigen mit Demenz zu begleiten. Gemeinsam mit anderen Angehörigen, Betroffenen und Fachleuten spricht sie über die Herausforderungen, hilfreiche Strategien und Möglichkeiten, sich vor Überlastung und Erschöpfung zu schützen.
"Leben. Lieben. Pflegen." – Dein Podcast für mehr Orientierung, Entlastung und Lösungen im Alltag mit Demenz.
Host und Redaktion: Peggy Elfmann
Produktion und Technik: Till Wollenweber
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Schlaf, Demenz und die Rolle der eigenen Erholung. Mit Dr. Ambra Stefani
Einführung in das Schlafthema bei Demenz
In dieser Episode wird das Thema Schlaf bei Demenz behandelt, insbesondere die Veränderungen im Schlafverhalten von demenzkranken Angehörigen und die Bedeutung des Schlafs für die Gesundheit. Dr. Ambra Stefani, Schlafmedizinerin, erklärt, wie Schlafstörungen mit Demenz zusammenhängen und welche Maßnahmen zur Verbesserung des Schlafs ergriffen werden können.
Die Rolle des Schlafs für die Gesundheit
Schlaf ist entscheidend für die Gehirngesundheit, da er aktive Prozesse zur Reinigung des Gehirns von Abfallstoffen und zur Unterstützung des Immunsystems beinhaltet. Ein gestörter Schlaf kann zu kognitiven Beeinträchtigungen führen und das Risiko neurodegenerativer Erkrankungen erhöhen.
Veränderungen des Schlafverhaltens bei Demenz
Bei Demenz können sich Schlafmuster bereits frühzeitig ändern. Diese Veränderungen sind oft mit Störungen des zirkadianen Rhythmus verbunden, was zu Schlaflosigkeit und unruhigem Schlaf führt. Es wird erklärt, dass unterschiedliche Demenzformen auch verschiedene Schlafprobleme hervorrufen können.
Strategien zur Verbesserung des Schlafs
Dr. Stefani empfiehlt, den Tag-Nacht-Rhythmus durch Tageslicht und Bewegung zu regulieren. Zudem helfen Rituale vor dem Schlafengehen und die Vermeidung von längeren Nickerchen während des Tages, um die Schlafqualität zu verbessern.
Umgang mit häufigen Schlafstörungen
Das Phänomen des Sundowning und die REM-Schlafverhaltensstörung sind häufige Probleme bei Demenzpatienten. Angehörige sollten sich über diese Symptome informieren und beruhigende Strategien entwickeln, um die betroffenen Personen zu unterstützen.
Medikamentöse und nicht-medikamentöse Ansätze
Es wird empfohlen, Schlafprobleme immer mit einem Arzt zu besprechen, da Medikamente Nebenwirkungen haben können. Nicht-medikamentöse Ansätze, wie Anpassungen der Umgebung und schlaffördernde Aktivitäten, können ebenfalls hilfreich sein.
Die Bedeutung von Angehörigen
Angehörige spielen eine wichtige Rolle bei der Unterstützung von demenzkranken Menschen. Sie sollten auch auf ihre eigene Schlafqualität achten, um die Herausforderungen besser bewältigen zu können. Die Episode schließt mit dem Hinweis, dass Angehörige bei Schlafproblemen professionelle Hilfe in Anspruch nehmen sollten.

Loslassen, ohne aufzugeben: Als pflegende Angehörige auf eigene Grenzen achten. Mit Hella Horsmann
Der schwierige Moment des Loslassens
In der Episode sprechen Peggy Elfmann und Hella Horstmann über die Herausforderungen und Entscheidungen, die mit der Pflege eines an Demenz erkrankten Partners einhergehen. Hella teilt ihre Erfahrungen, als sie bemerkte, dass sie ihre Grenzen überschritt und letztlich ihren Mann in ein Pflegeheim bringen musste.
Der Weg zur Diagnose
Hella beschreibt, wie die Demenz schleichend in das Leben ihres Mannes trat, von anfänglichen Vergesslichkeiten bis hin zu aggressiven Verhaltensweisen. Die Diagnose Alzheimer-Demenz brachte sowohl Zweifel als auch Erleichterung.
Die Herausforderungen der Pflege
Die Pflege ihres Mannes stellte Hella vor immense körperliche und emotionale Herausforderungen. Sie thematisiert die Schwierigkeiten, die sie bei der Aufrechterhaltung der Tagesstruktur und der Aktivierung ihres Mannes erlebte. Ihre eigene Gesundheit litt unter dem Druck der Verantwortung.
Die Entscheidung für das Pflegeheim
Nach einem gesundheitlichen Rückschlag erkannte Hella, dass sie ihre eigenen Grenzen überschritt und begann, sich nach einem Pflegeheim umzusehen. Diese Entscheidung war ein Prozess, der sowohl Vernunft als auch emotionale Auseinandersetzung erforderte.
Die Rolle der Familie
Hellas Söhne spielten eine entscheidende Rolle in ihrer Entscheidung, und sie unterstützt sie, während sie sich um ihren Vater kümmern. Die Familie hilft, eine Balance zwischen Unterstützung und den eigenen Bedürfnissen zu finden.
Vertrauen und Teamarbeit im Pflegeheim
Hella betont die Bedeutung von Vertrauen in das Pflegepersonal und die Kommunikation. Sie beschreibt, wie wichtig es ist, als Familie zusammenzuarbeiten, um die bestmögliche Versorgung für ihren Mann sicherzustellen.
Positive Veränderungen und kleine Momente
Im Pflegeheim haben sie und ihr Mann neue Routinen etabliert, die es ihm ermöglichen, aktiv zu bleiben. Hella spricht über die kleinen Glücksmomente, die sie inmitten der Herausforderungen findet.
Mut und Hoffnung für andere Angehörige
Zum Abschluss bietet Hella anderen Angehörigen Ratschläge an, um mit den Herausforderungen der Demenz umzugehen, und betont die Wichtigkeit, im Moment zu leben und jeden Tag als wertvoll zu erachten.

Wissen kompakt: Wie treffe ich die richtige Entscheidung?" – Fünf Impulse für pflegende Angehörige
Die Herausforderung von Entscheidungen
Die Begleitung eines Menschen mit Demenz erfordert zahlreiche Entscheidungen, von alltäglichen bis hin zu bedeutenden, wie die Wahl einer Tagespflege oder die Frage eines Pflegeheims. In dieser Kompaktfolge werden fünf Impulse vorgestellt, die Angehörigen helfen können, diese schwierigen Entscheidungen zu treffen.
Gründe für Entscheidungsschwierigkeiten
Entscheidungen fallen oft schwer, da sie mit Ängsten und Unsicherheiten verbunden sind. Anja Kehlin, Familientherapeutin, beschreibt Entscheidungen als einen Kreisverkehr, in dem man immer wieder umherfährt, bis man schließlich aus dem Bauch heraus eine Wahl trifft. Es gibt drei Ebenen, die bei Entscheidungen eine Rolle spielen: Kopf (Rationalität), Bauch (Emotionen) und Herz (Verbundenheit).
Für andere entscheiden
Besonders herausfordernd ist es, Entscheidungen für jemanden zu treffen, der diese nicht mehr selbst fällen kann. Angehörige fühlen sich oft unsicher, ob sie das Richtige für den Betroffenen tun. Ein frühzeitiger Austausch innerhalb der Familie kann hier hilfreich sein.
Einbeziehung der betroffenen Person
Obwohl es oft schwierig ist, die erkrankte Person in Entscheidungen einzubeziehen, gibt es Möglichkeiten, dies symbolisch zu tun, wie etwa durch einen leeren Stuhl mit ihrem Namen während Gesprächen, um ihre Präsenz und Meinung zu würdigen.
Den inneren Anker finden
Nach dem Sammeln aller Informationen muss letztlich eine Entscheidung getroffen werden. Es ist wichtig, auf die eigenen Werte zu hören und zu akzeptieren, dass Fehler Teil des Entscheidungsprozesses sind. Stefanie Wagner-Fuß teilt ihre Erfahrungen und betont, dass man sich selbst verzeihen sollte, wenn Entscheidungen nicht optimal waren.
Entscheidungen ausprobieren und Fehler zulassen
Entscheidungen in der Pflege sind nicht endgültig und dürfen angepasst werden. Stefanie empfiehlt, Fehler zuzulassen und auszuprobieren, um zu erkennen, was funktioniert. Es ist entscheidend, dass Entscheidungen Zeit brauchen und nicht perfekt sein müssen.