
Hurra Hurra – ein Designpodcast der BURG
Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
Beschreibung
Christian Zöllner, Professor für Designmethoden und Experiment an der BURG, spricht regelmäßig in den Podcastfolgen mit Designer*innen, Wissenschaftler*innen und Künstler*innen zu aktuellen Themen, Diskursen und Debatten im Design.
Die Idee zum Designpodcast der BURG entstand während des Hurra Hurra Festivals zur Designausbildung im 21. Jahrhundert. Das Festival mit internationalen Gästen fand im Oktober 2019 an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle statt und beschäftigte sich mit der Weiterentwicklung der Designlehre. Viele der zum Festival eingeladenen Designer*innen und Theoretiker*innen sind nun auch im Podcast zu Gast.
www.burg-halle.de
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

112 Hurra Hurra x Chris Woebken
Einführung in den Podcast
Der Podcast Hurra Hurra behandelt Design und Designausbildung und beleuchtet, wie Menschen die Gestaltung erlernen und ausüben können. Die Episode bietet einen Einblick in die Praxis von Chris Wübken, einem Designer und Forscher, der in Brooklyn ansässig ist.
Chris Wübkens Studio
Chris Wübken erklärt seine Design Futures Research Practice, die sich auf partizipative Projekte konzentriert. Er betont die Wichtigkeit eines Studios als Raum für Zusammenarbeit und kreative Prozesse, während er auch die Herausforderungen in der heutigen Designlandschaft diskutiert.
Partizipative Designansätze
Im Gespräch wird die Rolle von partizipativem Design hervorgehoben, bei dem der Fokus auf der Einbindung der Gemeinschaft liegt. Chris teilt Erfahrungen, wie er mit verschiedenen Gruppen zusammenarbeitet, um innovative Lösungen zu entwickeln, die über traditionelle Designansätze hinausgehen.
Herausforderungen und Chancen in New York
Chris diskutiert die Herausforderungen, die das Arbeiten in einem wettbewerbsintensiven Umfeld wie New York mit sich bringt, sowie die Möglichkeiten, die sich aus der Zusammenarbeit mit kulturellen Institutionen und der Beantragung von Fördermitteln ergeben.
Die Rolle von KI in der Designpraxis
Die Diskussion über Künstliche Intelligenz und deren Einfluss auf das Design zeigt auf, dass Designer in der Lage sein müssen, sich von algorithmisch generierten Inhalten abzugrenzen und eine individuelle, kreative Stimme zu entwickeln.
Ausbildung und Curriculum-Entwicklung
Chris spricht über die Notwendigkeit, Curricula zu entwickeln, die sowohl kreative als auch praktische Fähigkeiten fördern, um junge Designer auf die Herausforderungen der Industrie vorzubereiten. Er betont die Bedeutung einer eigenen Ästhetik und die Entwicklung eines einzigartigen Portfolios.

111 Hurra Hurra x Anab Jain
Einführung in die Episode
In dieser Episode des Podcasts wird Anab Jain vorgestellt, eine Designerin, Futuristin, Filmemacherin und Pädagogin aus London. Sie ist Mitbegründerin von Superflux und hat einen Schwerpunkt auf der Schaffung eines sinnvollen Erbes für den Planeten.
Design Investigations und die Bedeutung von Fragen
Anab spricht über ihr Programm "Design Investigations", das die Herangehensweise an das Design verändert hat. Der Fokus liegt auf dem Stellen von Fragen, die wichtiger sind als schnelle Lösungen, und der Ermutigung der Studierenden, kritisch mit komplexen Themen umzugehen.
Erste und zweite Ausbildung
Es wird zwischen "erster Ausbildung" und "zweiter Ausbildung" unterschieden, wobei die erste Ausbildung grundlegende Fähigkeiten vermittelt und die zweite Ausbildung die Fähigkeit fördert, tiefergehende Fragen zu stellen und kritisch zu denken.
Praxisorientiertes Lernen und die Rolle des Machens
Anab betont die Bedeutung von praktischem Lernen und der Erfahrung des Machens als Katalysator für kreative Prozesse. Durch das Experimentieren mit Materialien entwickeln die Studierenden ein besseres Verständnis für Konzepte.
Die Rolle von Spekulativem Design
Spekulatives Design wird als eine Philosophie betrachtet, die es Designern ermöglicht, die langfristigen Auswirkungen ihrer Arbeiten zu reflektieren und die Verantwortung für die entworfenen Systeme zu übernehmen.
Projekte und deren Auswirkungen
Verschiedene Projekte, wie "Designing for Abundance", zeigen die Verbindung zwischen städtischem und ländlichem Design auf und verdeutlichen, wie Studierende durch ihre Arbeiten neue Perspektiven und Ansätze entwickeln.
Ausblick auf die Zukunft
Die Diskussion schließt mit einem Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Designstudiums und die Notwendigkeit, neue Wege des Denkens und Praktizierens im Design zu erforschen.

110 Hurra Hurra x Marte Hentschel
Einführung und Gäste
Christian Zöllner begrüßt die Zuhörerinnen und Zuhörer in einer neuen Folge des Design-Podcasts, in der er Marta Hentschel aus Berlin als Gast hat. Es wird über Design, Design Education und die Herausforderungen im Bereich nachhaltiger Mode diskutiert.
Marta Hentschels Hintergrund
Marta Hentschel ist eine erfahrene Unternehmerin und Professorin für Sustainable Fashion Design. Sie hat mehrere Unternehmen gegründet, darunter Commonworks und den Berlin Fashion Hub. Sie hebt hervor, dass ihre Karriere von einer Vielzahl an Erfahrungen geprägt ist, die sie in ihre Lehre einfließen lässt.
Nachhaltigkeit im Modedesign
Im Gespräch wird betont, wie wichtig es ist, dass Designer nicht nur Produkte gestalten, sondern auch neue Geschäftsmodelle und nachhaltige Lieferketten entwickeln. Marta erklärt, dass Design im Kontext von Nachhaltigkeit eine Verantwortung für den gesamten Lebenszyklus eines Produkts mit sich bringt und dass es notwendig ist, kreative Lösungen für bestehende Probleme in der Modeindustrie zu finden.
Didaktische Ansätze in der Lehre
Marta beschreibt, wie sie ihren Studierenden die Komplexität des Modedesigns näherbringt, indem sie praktische Erfahrungen und interdisziplinäre Ansätze integriert. Sie vermittelt, dass Studierende lernen müssen, wie sie ihre Ideen in die Realität umsetzen können, und fördert die Entwicklung von Fähigkeiten, die über das klassische Design hinausgehen.
Der Berlin Fashion Hub
Der Berlin Fashion Hub fungiert als Inkubator für nachhaltige Modeunternehmen und bietet eine Plattform für den Austausch und die Zusammenarbeit. Marta erklärt, dass der Hub darauf abzielt, Ressourcen für Unternehmer zu bündeln und ihnen zu helfen, innovative Lösungen zu entwickeln, die den Herausforderungen der Modebranche begegnen.
Microfactory und Kreislaufwirtschaft
Ein zentrales Projekt des Hubs ist die Microfactory, die es ermöglicht, Produkte vor Ort zu designen und zu produzieren, wodurch der Materialverbrauch minimiert wird. Hier wird das Prinzip der Kreislaufwirtschaft umgesetzt, bei dem Materialien wiederverwertet werden können.
Zusammenfassung und Ausblick
Das Gespräch schließt mit einer Diskussion über die Notwendigkeit, neue Wege im Modedesign zu gehen und die Verantwortlichkeiten der Designer in der heutigen Welt zu erkennen. Marta ermutigt die Zuhörer, kreativ und offen für neue Ansätze zu sein.