
FTHpodcast
Freie Theologische Hochschule Gießen
Beschreibung
Freuen Sie sich alle zwei Wochen, immer freitags, auf eine neue Folge.
Sie haben Fragen oder Anregungen zu einer unserer Episoden? Dann schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an reiswich@fthgiessen.de
Schauen Sie auch gerne auf unserer Website vorbei: www.fthgiessen.de
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Als Leiter gut kommunizieren - typische Fehler und praktische Tipps | Dr. Andreas Kreuter | FTHpodcast
Bedeutung und Folgen schlechter Kommunikation
Leitung erfordert viel mehr als Vision und Verantwortung; Kommunikation wird oft unterschätzt, obwohl sie zentrale Auswirkungen hat. Fehlen Klarheit und Feedback entstehen Gerüchte, Unsicherheit und Ineffizienz. Mitarbeiter fühlen sich übergangen, Frustration steigt und Bindung sinkt, was zu innerer Kündigung oder tatsächlich verlassenen Teams führen kann.
Beispiele und Lehren aus der Praxis
Aus praktischen Erfahrungen zeigen sich Misskommunikation und fehlendes Einbinden deutlich. Wenn Erwartungen unklar sind, drohen Widerstand, Ressentiments und ineffiziente Abläufe. Offene Kommunikation ermöglicht Transparenz, reduziert Gerüchte und schafft Verlässlichkeit in Team- und Gemeindestrukturen.
Grundprinzipien guter Kommunikation
Wesentlich ist bewusstes, planvolles Kommunizieren: regelmäßige Gespräche, klare Visionen statt Detailvorgaben, offene Ansprache von Konflikten und Rückschlägen. Zuhören gehört dazu: erst Lage sondieren, dann kommunizieren, damit Vertrauen und Sicherheit entstehen und Fokus erhalten bleibt.
Praxisimpulse und zentrale Botschaft
Erfolgreiche Führung integriert Kommunikation in den Alltag: 1-zu-1-Gespräche, Team-Updates, Feedbackkultur und klare Ziel- sowie Wertevermittlung. Die Kernbotschaft lautet: Kommunikation ist Teil der Führungsverantwortung und muss kontinuierlich umgesetzt werden, nicht nur geplant.

Warum Gottes Mission größer ist als unsere Methoden | Dr. Dejan Aždajić & David Kröker | FTHpodcast
Evangelisation neu denken
Die Folge thematisiert, dass Evangelisation oft mit Druck und Erwartung verbunden ist. Statt Pflichtbewusstsein geht es um Teilnahme an Gottes Wirken. Dabei wird betont, dass der Fokus von menschlicher Leistung auf Gottes Handeln verlagert werden sollte, um innere Gelassenheit zu finden und Evangelisation als Teilhabe an dem zu begreifen, was Gott ohnehin tut.
Glaube, Abhängigkeit und Perspektive
Ein zentrales Motiv ist die Abhängigkeit von Gott: nicht der Mensch allein macht fruchtbar, sondern Gott wirkt durch sein Wort. In der Sichtweise der Gäste verschiebt sich der Blick von eigenen Fähigkeiten hin zur Wahrnehmung Gottes Gegenwart, was Zuversicht und Ruhe schenkt. Die Mission wird so zu einer gemeinschaftlichen Reise mit Gott, nicht zu einer Ein-Mann-Show.
Praktische Umsetzung und Vielfalt
Praktisch geht es um individuelle Zugänge: intellektuelle, emotionale oder aktive Typen benötigen unterschiedliche Ansätze. Eine gelungene Evangelisation bezieht den Alltag mit ein, begünstigt authentische Begegnungen und setzt auf Augenhöhe. Wichtig bleibt, dass Methoden nie Selbstzweck sind, sondern den menschlichen Dialog erleichtern und Raum für persönliche Erfahrungen schaffen.
Gemeinden, Formation und Auftrag
Für Kirchen wird betont, dass Mission nicht optional ist, sondern die Wesensbeschaffenheit der Gemeinde prägt. Verschiedene Formen der Evangelisation müssen vernetzt und theologisch verzahnt werden. Gesagte Botschaft geht von einer gesandten Identität aus, in der jeder Christ befähigt ist, von Jesus zu berichten, ohne Druck, sondern aus der Liebesbeziehung zu Gott.

Erlaubt die Bibel Sklaverei? | Prof. Dr. Joel White | FTHpodcast
Historische Einordnung von Sklaverei
Der Text beleuchtet, dass Sklaverei in der Antike vielfältig war und unterschiedliche Formen hatte, darunter haushaltsnahe Tätigkeiten, kriegsbedingte Zwangsarbeit und eher freiwillig eingegebene Arbeitsverhältnisse. Anders als in der modernen Rassismus-Debatte spielte Hautfarbe keine zentrale Rolle; jeder konnte in der Sklaverei landen oder frei sein. Das Verhältnis zwischen Sklaven und Freien war dabei komplex und kulturell verankert.
Schutz und Grenzen im Alten Testament
Im Alten Testament wird Sklaverei nicht Abschaffung, sondern Regulierung vermittelt. Sklaven erhalten Rechte, Arbeitszeiten und Schutz vor Gewalt; die Praxis soll zeitlich begrenzt und rechtlich kontrolliert sein. Die Texte setzen damit einen humaneren Rahmen, der Gewalt minimiert und die Integrität von Sklaven anerkennt, ohne die Institution selbst zu obliterieren.
Neues Testament und Entwicklung innerhalb der Gemeinde
Im Neuen Testament, besonders im Philemon-Brief, werden Sklave und Herrn neu gedacht: Sklaven werden als Brüder gesehen, und Gemeinschaftsstrukturen betonen Gleichwertigkeit vor Gott. Dennoch wird die Sklaverei als gesellschaftliches Phänomen nicht direkt abgeschafft. Paulus verwendet kulturadäquate Mittel, um die Behandlung von Sklaven zu humanisieren und auf eine Veränderung in der Glaubensgemeinschaft hinzuwirken.
Gegenwartsbezug und menschenwürdige Handlungsspielräume
Der Text verweist darauf, dass moderne Formen von Ausbeutung weiterhin bestehen, etwa Zwangsarbeit, Menschenhandel oder sklavenähnliche Bedingungen. Die Verantwortung der Gemeinschaften liegt darin, Leid zu lindern, Betroffene zu unterstützen und durch informierte Haltung sowie konkrete Hilfen Einfluss zu nehmen. Dabei wird die Bedeutung betont, jeden Menschen gleichwertig zu behandeln – unabhängig von Herkunft oder sozialem Stand.