Fantasiemuskel – Kunst trifft Wirtschaft
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Fantasiemuskel – Kunst trifft Wirtschaft

Monopol – Magazin für Kunst und Leben

Beschreibung

Im Monopol-Podcast „Fantasiemuskel“ sprechen Friedrich von Borries, Torsten Fremer und Alexander Doudkin mit Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Kunst darüber, wie wir mit Vorstellungskraft und Fantasie die Zukunft besser gestalten und welche Rolle die Kunst dabei spielen kann.

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

#89 Die Kunst des Zuhörens – mit Bernhard Pörksen

18.08.2026

Die Bedeutung des Zuhörens

Bernhard Pörksen, ein Medienwissenschaftler, beleuchtet in seinem Buch "Zuhören – Die Kunst, sich der Welt zu öffnen", die essenzielle Rolle des Zuhörens in einer polarisierten Gesellschaft. Zuhören wird als Schlüssel für gesellschaftliche Transformation dargestellt, wobei Pörksen die Herausforderungen und schmerzhaften Aspekte dieser Fähigkeit thematisiert.

Kunst als Heuristik

Pörksen erklärt, dass Kunst in seinem Kontext nicht nur ästhetische Ereignisse umfasst, sondern auch als eine Heuristik verstanden werden kann, die Individuen ermutigt, selbstständig zu denken und zu kommunizieren. Diese Herangehensweise fördert das individuelle Herausfinden von Kommunikationsstrategien, die zur Verbesserung zwischenmenschlicher Beziehungen beitragen.

Biografische Einblicke

Im Gespräch wird Pörksens persönliche Geschichte thematisiert, insbesondere seine Erfahrungen mit Missbrauch an der Odenwaldschule, die seine Sichtweise auf Kommunikation und Zuhören geprägt haben. Durch seine eigene "Taubheit" in bestimmten Momenten reflektiert er, wie individuelle Erfahrungen die Fähigkeit zu hören und zu verstehen beeinflussen.

Das Du- und Ich-Ohr

Pörksen unterscheidet zwischen dem Ich-Ohr, das egozentrisch ist, und dem Du-Ohr, das empathisch zuhört. Die Entwicklung des "Fantasiemuskels" wird als essenziell beschrieben, um die Andersartigkeit und die Schrecklichkeit der Erfahrungen anderer zu erkennen und zu verstehen.

Offenheit und deren Grenzen

Die Diskussion führt zu den Grenzen der Offenheit, besonders in der politischen Landschaft. Pörksen betont, dass es eine Notwendigkeit gibt, Position zu beziehen und sich gegen autoritäre Strömungen zu wehren, ohne die Prinzipien des respektvollen Zuhörens zu verlieren.

Schlussfolgerungen und Ausblick

Abschließend hebt Pörksen hervor, dass das Training der Zivilcourage und die Fähigkeit, sich zu positionieren, entscheidend sind, um den Herausforderungen der heutigen Zeit zu begegnen. Er ermutigt dazu, sich inspiriert von Vorbildern zu zeigen und aktiv an gesellschaftlichen Diskursen teilzunehmen.

Die Bedeutung des Zuhörens

Bernhard Pörksen, ein Medienwissenschaftler, beleuchtet in seinem Buch "Zuhören – Die Kunst, sich der Welt zu öffnen", die essenzielle Rolle des Zuhörens in einer polarisierten Gesellschaft. Zuhören wird als Schlüssel für gesellschaftliche Transformation dargestellt, wobei Pörksen die Herausforderungen und schmerzhaften Aspekte dieser Fähigkeit thematisiert.

Kunst als Heuristik

Pörksen erklärt, dass Kunst in seinem Kontext nicht nur ästhetische Ereignisse umfasst, sondern auch als eine Heuristik verstanden werden kann, die Individuen ermutigt, selbstständig zu denken und zu kommunizieren. Diese Herangehensweise fördert das individuelle Herausfinden von Kommunikationsstrategien, die zur Verbesserung zwischenmenschlicher Beziehungen beitragen.

Biografische Einblicke

Im Gespräch wird Pörksens persönliche Geschichte thematisiert, insbesondere seine Erfahrungen mit Missbrauch an der Odenwaldschule, die seine Sichtweise auf Kommunikation und Zuhören geprägt haben. Durch seine eigene "Taubheit" in bestimmten Momenten reflektiert er, wie individuelle Erfahrungen die Fähigkeit zu hören und zu verstehen beeinflussen.

Das Du- und Ich-Ohr

Pörksen unterscheidet zwischen dem Ich-Ohr, das egozentrisch ist, und dem Du-Ohr, das empathisch zuhört. Die Entwicklung des "Fantasiemuskels" wird als essenziell beschrieben, um die Andersartigkeit und die Schrecklichkeit der Erfahrungen anderer zu erkennen und zu verstehen.

Offenheit und deren Grenzen

Die Diskussion führt zu den Grenzen der Offenheit, besonders in der politischen Landschaft. Pörksen betont, dass es eine Notwendigkeit gibt, Position zu beziehen und sich gegen autoritäre Strömungen zu wehren, ohne die Prinzipien des respektvollen Zuhörens zu verlieren.

Schlussfolgerungen und Ausblick

Abschließend hebt Pörksen hervor, dass das Training der Zivilcourage und die Fähigkeit, sich zu positionieren, entscheidend sind, um den Herausforderungen der heutigen Zeit zu begegnen. Er ermutigt dazu, sich inspiriert von Vorbildern zu zeigen und aktiv an gesellschaftlichen Diskursen teilzunehmen.

#88 Sich dem Optimierungszwang verweigern – mit Jagoda Marinić

04.08.2026

Einführung in Jagoda Marinićs Welt

Jagoda Marinić, eine vielseitige Schriftstellerin, Journalistin und Kulturveranstalterin, diskutiert über die Herausforderungen und Chancen einer offenen Gesellschaft. Sie teilt ihre Erfahrungen als Kind kroatischer Einwanderer und betont die Bedeutung von Mut und Hoffnung in der gegenwärtigen, oft ernüchternden Welt.

Der Weg zur Schriftstellerin

Marinić beschreibt, wie sie durch das Schreiben und das Beobachten ihrer Umwelt zur Schriftstellerei kam. Sie reflektiert darüber, wie ihre unterschiedlichen Interessen – literarisches Schreiben und mediale Präsenz – sich nicht gegenseitig ausschließen, sondern sich inspirierend ergänzen.

Inspiration und Schreibprozess

Ihre Erzählungen basieren auf kleinen Beobachtungen des Alltags und weniger auf großen politischen Themen. Sie betont, dass ihre Migrationsgeschichte oft nicht im Vordergrund steht und sie sich auf menschliche Erfahrungen konzentriert, die universell nachvollziehbar sind.

Literatur und Gesellschaft

Marinić spricht über die Relevanz ihrer Werke im Kontext gesellschaftlicher Veränderungen und wie sich die Rezeption ihrer Bücher über die Jahre gewandelt hat. Sie erkennt, dass jüngere Generationen von Migranten eine lautere Stimme fordern und dass die Gesellschaft ihre Geschichten anders wahrnimmt.

Festivalleitung und kulturelle Verantwortung

Als Leiterin des Literaturfestivals in Heidelberg sieht sie ihre Rolle darin, Räume für neue Stimmen zu schaffen und den interkulturellen Austausch zu fördern. Sie beschreibt das Festival als ein Kunstwerk, das Begegnungen und Diskussionen anregt.

Herausforderungen in der Medienlandschaft

Marinić reflektiert über die Oberflächlichkeit vieler Talkshows und die Schwierigkeit, tiefere Themen in kurzen Formaten zu behandeln. Sie sieht ihren Auftritt in solchen Medien als Möglichkeit, auch in kurzen Zeitfenstern wichtige Gedanken zu platzieren.

Freiheit als wertvolles Gut

Im Podcast „Freiheit Deluxe“ betont sie, dass Freiheit das höchste Gut ist und dass es wichtig ist, diese in den gesellschaftlichen Diskurs zurückzubringen. Ihr Anliegen ist es, über die Bedeutung von Freiheit in der heutigen Zeit nachzudenken und zu diskutieren.

Mut und Hoffnung trainieren

Marinić ermutigt dazu, Mut und Hoffnung nicht als erlernbare Eigenschaften zu betrachten, sondern als natürliche Bestandteile des menschlichen Daseins, die durch Vertrauen und Hingabe gestärkt werden können.

Einführung in Jagoda Marinićs Welt

Jagoda Marinić, eine vielseitige Schriftstellerin, Journalistin und Kulturveranstalterin, diskutiert über die Herausforderungen und Chancen einer offenen Gesellschaft. Sie teilt ihre Erfahrungen als Kind kroatischer Einwanderer und betont die Bedeutung von Mut und Hoffnung in der gegenwärtigen, oft ernüchternden Welt.

Der Weg zur Schriftstellerin

Marinić beschreibt, wie sie durch das Schreiben und das Beobachten ihrer Umwelt zur Schriftstellerei kam. Sie reflektiert darüber, wie ihre unterschiedlichen Interessen – literarisches Schreiben und mediale Präsenz – sich nicht gegenseitig ausschließen, sondern sich inspirierend ergänzen.

Inspiration und Schreibprozess

Ihre Erzählungen basieren auf kleinen Beobachtungen des Alltags und weniger auf großen politischen Themen. Sie betont, dass ihre Migrationsgeschichte oft nicht im Vordergrund steht und sie sich auf menschliche Erfahrungen konzentriert, die universell nachvollziehbar sind.

Literatur und Gesellschaft

Marinić spricht über die Relevanz ihrer Werke im Kontext gesellschaftlicher Veränderungen und wie sich die Rezeption ihrer Bücher über die Jahre gewandelt hat. Sie erkennt, dass jüngere Generationen von Migranten eine lautere Stimme fordern und dass die Gesellschaft ihre Geschichten anders wahrnimmt.

Festivalleitung und kulturelle Verantwortung

Als Leiterin des Literaturfestivals in Heidelberg sieht sie ihre Rolle darin, Räume für neue Stimmen zu schaffen und den interkulturellen Austausch zu fördern. Sie beschreibt das Festival als ein Kunstwerk, das Begegnungen und Diskussionen anregt.

Herausforderungen in der Medienlandschaft

Marinić reflektiert über die Oberflächlichkeit vieler Talkshows und die Schwierigkeit, tiefere Themen in kurzen Formaten zu behandeln. Sie sieht ihren Auftritt in solchen Medien als Möglichkeit, auch in kurzen Zeitfenstern wichtige Gedanken zu platzieren.

Freiheit als wertvolles Gut

Im Podcast „Freiheit Deluxe“ betont sie, dass Freiheit das höchste Gut ist und dass es wichtig ist, diese in den gesellschaftlichen Diskurs zurückzubringen. Ihr Anliegen ist es, über die Bedeutung von Freiheit in der heutigen Zeit nachzudenken und zu diskutieren.

Mut und Hoffnung trainieren

Marinić ermutigt dazu, Mut und Hoffnung nicht als erlernbare Eigenschaften zu betrachten, sondern als natürliche Bestandteile des menschlichen Daseins, die durch Vertrauen und Hingabe gestärkt werden können.

#87 Kultur verteidigen – mit Hermann Parzinger

21.07.2026

Einführung in die Biografie Hermann Parzingers

Hermann Parzinger, langjähriger Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und Kurator des Hauptstadtkulturfonds, teilt seine Reise von der Archäologie hin zum Kulturmanagement. Er beschreibt, wie seine frühe Faszination für Geschichte und die Unterstützung seiner Eltern ihn dazu führten, Archäologie zu studieren.

Der Weg zur Archäologie

Parzinger erklärt, dass seine Entscheidung für die Archäologie nicht selbstverständlich war und zunächst aus einer allgemeinen Begeisterung für Geschichte entstand. Ein Schlüsselerlebnis in einer Studienberatung führte ihn zur Prähistorischen Archäologie, die ihm eine spannende Verbindung von Geografie und Naturwissenschaften bot.

Die Faszination der Archäologie

Für Parzinger liegt die Spannung der Archäologie darin, dass selbst unscheinbare Funde das Geschichtsbild revolutionieren können. Er hebt hervor, dass archäologische Funde neutral sind und ihre Interpretation eine Herausforderung darstellt, die er als besonders faszinierend empfindet.

Der Übergang zum Kulturmanagement

Nach seiner Promotion und Habilitation übernahm Parzinger eine Position im Deutschen Archäologischen Institut und baute dort neue Forschungsabteilungen auf. Diese organisatorischen Aufgaben führten ihn schrittweise in das Kulturmanagement, wo er seine Leidenschaft für die Zusammenarbeit mit Menschen und die Entwicklung von Projekten entdeckte.

Erfahrungen und Herausforderungen im Kulturmanagement

Als Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz lernte Parzinger viel über die Kunstwelt und die Notwendigkeit, kreative Freiräume für Mitarbeiter zu schaffen. Er reflektiert darüber, wie wichtig es ist, die kulturelle Vielfalt Berlins zu fördern und neue, innovative Projekte zu unterstützen.

Der Hauptstadtkulturfonds und seine Rolle

Im Hauptstadtkulturfonds sieht Parzinger die Chance, kreative Programme in Berlin zu fördern. Er betont die Wichtigkeit, nicht nur große Institutionen zu unterstützen, sondern auch die freie Szene und deren Herausforderungen zu verstehen.

Kulturpolitik und gesellschaftliche Verantwortung

Im Gespräch wird die politische Landschaft und die Verantwortung von Kulturinstitutionen thematisiert. Parzinger äußert sich zur Instrumentalisierung von Kunst durch politische Ideologien und betont die Notwendigkeit, die Freiheit der Kunst zu verteidigen.

Ausblick auf die Zukunft

Parzinger schließt mit der Überlegung, dass die Kulturpolitik in Deutschland vor großen Herausforderungen steht und dass die Unabhängigkeit der Kunst gewahrt werden muss, um weiterhin innovative und qualitativ hochwertige Projekte zu ermöglichen.

Einführung in die Biografie Hermann Parzingers

Hermann Parzinger, langjähriger Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und Kurator des Hauptstadtkulturfonds, teilt seine Reise von der Archäologie hin zum Kulturmanagement. Er beschreibt, wie seine frühe Faszination für Geschichte und die Unterstützung seiner Eltern ihn dazu führten, Archäologie zu studieren.

Der Weg zur Archäologie

Parzinger erklärt, dass seine Entscheidung für die Archäologie nicht selbstverständlich war und zunächst aus einer allgemeinen Begeisterung für Geschichte entstand. Ein Schlüsselerlebnis in einer Studienberatung führte ihn zur Prähistorischen Archäologie, die ihm eine spannende Verbindung von Geografie und Naturwissenschaften bot.

Die Faszination der Archäologie

Für Parzinger liegt die Spannung der Archäologie darin, dass selbst unscheinbare Funde das Geschichtsbild revolutionieren können. Er hebt hervor, dass archäologische Funde neutral sind und ihre Interpretation eine Herausforderung darstellt, die er als besonders faszinierend empfindet.

Der Übergang zum Kulturmanagement

Nach seiner Promotion und Habilitation übernahm Parzinger eine Position im Deutschen Archäologischen Institut und baute dort neue Forschungsabteilungen auf. Diese organisatorischen Aufgaben führten ihn schrittweise in das Kulturmanagement, wo er seine Leidenschaft für die Zusammenarbeit mit Menschen und die Entwicklung von Projekten entdeckte.

Erfahrungen und Herausforderungen im Kulturmanagement

Als Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz lernte Parzinger viel über die Kunstwelt und die Notwendigkeit, kreative Freiräume für Mitarbeiter zu schaffen. Er reflektiert darüber, wie wichtig es ist, die kulturelle Vielfalt Berlins zu fördern und neue, innovative Projekte zu unterstützen.

Der Hauptstadtkulturfonds und seine Rolle

Im Hauptstadtkulturfonds sieht Parzinger die Chance, kreative Programme in Berlin zu fördern. Er betont die Wichtigkeit, nicht nur große Institutionen zu unterstützen, sondern auch die freie Szene und deren Herausforderungen zu verstehen.

Kulturpolitik und gesellschaftliche Verantwortung

Im Gespräch wird die politische Landschaft und die Verantwortung von Kulturinstitutionen thematisiert. Parzinger äußert sich zur Instrumentalisierung von Kunst durch politische Ideologien und betont die Notwendigkeit, die Freiheit der Kunst zu verteidigen.

Ausblick auf die Zukunft

Parzinger schließt mit der Überlegung, dass die Kulturpolitik in Deutschland vor großen Herausforderungen steht und dass die Unabhängigkeit der Kunst gewahrt werden muss, um weiterhin innovative und qualitativ hochwertige Projekte zu ermöglichen.