Das Litrophon
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Das Litrophon

Barbara E. Seidl

Beschreibung

Das Litrophon stellt als Teil der Literaturplattform Litrobona innovative literarische Projekte in und aus Österreich vor.
Mit Interviews, Kurzreportagen und Essays von maximal 30 Minuten bietet Das Litrophon einmal pro Monat kurzweiligen Hörstoff und informiert über aktuelle Themen aus dem literarischen Leben.

Titelmusik: Back to the Thirties by Michael Buk

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Das Schweigen zur Sprache bringen

23.02.2026

Einführung in das Werk von Katharina Praschl

Katharina Praschl, Autorin und Kulturvermittlerin, spricht über ihr Debütroman "Heimholen", der sich mit Themen wie Herkunft, Erinnerung und der Prägung durch Familiengeschichten beschäftigt. Im Interview wird die schwierige Auseinandersetzung mit der eigenen Familiengeschichte sowie die Dynamiken im Literaturbetrieb thematisiert.

Schreibumgebung und persönliche Entwicklung

Praschl reflektiert über ihre Schreibgewohnheiten und die Veränderungen, die sie durch das Arbeiten in einem eigenen Arbeitszimmer erlebt hat. Sie spricht auch über die Herausforderungen und Rückschläge, die sie bei ihren ersten Romanversuchen erfahren hat, und darüber, wie diese Erfahrungen sie letztlich zu ihrem aktuellen Werk geführt haben.

Inhalt und Themen von "Heimholen"

Der Roman folgt der Protagonistin Lina, die entdeckt, dass ihr Großvater Teil der SS war. Dies führt sie dazu, die einseitige Opfererzählung ihrer Volksgruppe, den Donauschwaben, zu hinterfragen. Praschl betont die duale Natur des Titels "Heimholen" und die Themen Freundschaft, Suche nach Identität und den Umgang mit Demenz.

Erinnerung und Verantwortung

Die Autorin thematisiert kollektive und persönliche Erinnerungen und die Schwierigkeiten, mit der eigenen Geschichte umzugehen. Lina ist mit der Kluft zwischen ihrem politischen Bewusstsein und der unreflektierten Familiengeschichte konfrontiert, was zu Fragen über historische Verantwortung führt.

Kritik an nostalgischem Blick zurück

Praschl kritisiert die Tendenz vieler Vereine, sich auf nostalgische Erinnerungen zu stützen, und betont die Notwendigkeit, die eigene Geschichte kritisch zu hinterfragen. Sie sieht in ihrem Buch eine Chance, solche Diskussionen anzustoßen.

Konkurrenz im Literaturbetrieb

Im Gespräch über den Literaturbetrieb reflektiert Praschl über die Herausforderungen der Konkurrenz unter Autorinnen. Sie hebt die Bedeutung von solidarischer Zusammenarbeit und Kommunikation hervor, um ein unterstützendes Umfeld zu schaffen, das für alle Beteiligten vorteilhaft ist.

Einführung in das Werk von Katharina Praschl

Katharina Praschl, Autorin und Kulturvermittlerin, spricht über ihr Debütroman "Heimholen", der sich mit Themen wie Herkunft, Erinnerung und der Prägung durch Familiengeschichten beschäftigt. Im Interview wird die schwierige Auseinandersetzung mit der eigenen Familiengeschichte sowie die Dynamiken im Literaturbetrieb thematisiert.

Schreibumgebung und persönliche Entwicklung

Praschl reflektiert über ihre Schreibgewohnheiten und die Veränderungen, die sie durch das Arbeiten in einem eigenen Arbeitszimmer erlebt hat. Sie spricht auch über die Herausforderungen und Rückschläge, die sie bei ihren ersten Romanversuchen erfahren hat, und darüber, wie diese Erfahrungen sie letztlich zu ihrem aktuellen Werk geführt haben.

Inhalt und Themen von "Heimholen"

Der Roman folgt der Protagonistin Lina, die entdeckt, dass ihr Großvater Teil der SS war. Dies führt sie dazu, die einseitige Opfererzählung ihrer Volksgruppe, den Donauschwaben, zu hinterfragen. Praschl betont die duale Natur des Titels "Heimholen" und die Themen Freundschaft, Suche nach Identität und den Umgang mit Demenz.

Erinnerung und Verantwortung

Die Autorin thematisiert kollektive und persönliche Erinnerungen und die Schwierigkeiten, mit der eigenen Geschichte umzugehen. Lina ist mit der Kluft zwischen ihrem politischen Bewusstsein und der unreflektierten Familiengeschichte konfrontiert, was zu Fragen über historische Verantwortung führt.

Kritik an nostalgischem Blick zurück

Praschl kritisiert die Tendenz vieler Vereine, sich auf nostalgische Erinnerungen zu stützen, und betont die Notwendigkeit, die eigene Geschichte kritisch zu hinterfragen. Sie sieht in ihrem Buch eine Chance, solche Diskussionen anzustoßen.

Konkurrenz im Literaturbetrieb

Im Gespräch über den Literaturbetrieb reflektiert Praschl über die Herausforderungen der Konkurrenz unter Autorinnen. Sie hebt die Bedeutung von solidarischer Zusammenarbeit und Kommunikation hervor, um ein unterstützendes Umfeld zu schaffen, das für alle Beteiligten vorteilhaft ist.

Verschwinden im Blätterwald

17.09.2025

Ein Lyrik-Krimi als Genregrenze

Elke Steiner präsentiert mit "Hast dein Federkleid gelöscht?" einen innovativen Lyrik-Krimi, der die Grenzen zwischen Genres und zwischen Realität und Traum auslotet. Das Buch thematisiert die Suche nach Liebe und Identität, wobei das Federkleid als Symbol für Selbstperformance dient. Im Gespräch erläutert Steiner, dass die Kombination von Lyrik und Krimi nicht geplant war, sondern sich organisch entwickelt hat.

Der Buchmarkt und Genreinteressen

Das Interview behandelt auch die Herausforderungen im Buchmarkt, wo Krimis populär und gut verkauft werden, während Lyrik oft als Nische gilt. Steiner betont die Existenz einer engagierten Lyrik-Community sowie Festivals und Plattformen, die das Genre unterstützen. Die Wahrnehmung von Lyrik kann jedoch für Außenstehende verwirrend sein.

Der Wald als literarisches Motiv

Der Wald spielt in Steiners Werk eine zentrale Rolle und wird als positiver, aber auch als dunkler Raum interpretiert. Er fungiert als Metapher für das Verlorengehen in der digitalen Welt und die Herausforderungen der Identitätssuche im virtuellen Raum. Steiner zieht Parallelen zwischen der Natur und dem Internet, wo man sich verlieren kann.

Identität und Liebe in der modernen Welt

Die Themen Identität und Liebe sind zentral in Steiners Literatur. Sie referenziert Theodor Adorno, der die moderne Entfremdung des Menschen thematisiert. Steiners Buch setzt sich mit der Frage auseinander, wann Liebe zur Ware wird und wie Kapitalismus die Beziehungen beeinflusst.

Einfluss von Künstlicher Intelligenz

Steiner reflektiert über den Einfluss von Künstlicher Intelligenz auf den Verlagsmarkt und die Literatur. Sie sieht noch keine großen Veränderungen in ihrem Verlag, betont jedoch die Gefahren der Anonymität und der Identitätsverschiebung im digitalen Raum. Steiner ist skeptisch gegenüber KI-generierten Texten und befürchtet den Verlust der eigenen Stimme und Identität.

Der kreative Schreibprozess

Steiner spricht über ihren kreativen Prozess, der oft experimentell ist. Der ursprüngliche Text war viel umfangreicher, doch sie hat gelernt, ihn zu verdichten. Der Umgang mit Texten erfordert oft Geduld und die Fähigkeit, Abstand zu gewinnen, um zu entscheiden, wann ein Werk abgeschlossen ist.

Ein Lyrik-Krimi als Genregrenze

Elke Steiner präsentiert mit "Hast dein Federkleid gelöscht?" einen innovativen Lyrik-Krimi, der die Grenzen zwischen Genres und zwischen Realität und Traum auslotet. Das Buch thematisiert die Suche nach Liebe und Identität, wobei das Federkleid als Symbol für Selbstperformance dient. Im Gespräch erläutert Steiner, dass die Kombination von Lyrik und Krimi nicht geplant war, sondern sich organisch entwickelt hat.

Der Buchmarkt und Genreinteressen

Das Interview behandelt auch die Herausforderungen im Buchmarkt, wo Krimis populär und gut verkauft werden, während Lyrik oft als Nische gilt. Steiner betont die Existenz einer engagierten Lyrik-Community sowie Festivals und Plattformen, die das Genre unterstützen. Die Wahrnehmung von Lyrik kann jedoch für Außenstehende verwirrend sein.

Der Wald als literarisches Motiv

Der Wald spielt in Steiners Werk eine zentrale Rolle und wird als positiver, aber auch als dunkler Raum interpretiert. Er fungiert als Metapher für das Verlorengehen in der digitalen Welt und die Herausforderungen der Identitätssuche im virtuellen Raum. Steiner zieht Parallelen zwischen der Natur und dem Internet, wo man sich verlieren kann.

Identität und Liebe in der modernen Welt

Die Themen Identität und Liebe sind zentral in Steiners Literatur. Sie referenziert Theodor Adorno, der die moderne Entfremdung des Menschen thematisiert. Steiners Buch setzt sich mit der Frage auseinander, wann Liebe zur Ware wird und wie Kapitalismus die Beziehungen beeinflusst.

Einfluss von Künstlicher Intelligenz

Steiner reflektiert über den Einfluss von Künstlicher Intelligenz auf den Verlagsmarkt und die Literatur. Sie sieht noch keine großen Veränderungen in ihrem Verlag, betont jedoch die Gefahren der Anonymität und der Identitätsverschiebung im digitalen Raum. Steiner ist skeptisch gegenüber KI-generierten Texten und befürchtet den Verlust der eigenen Stimme und Identität.

Der kreative Schreibprozess

Steiner spricht über ihren kreativen Prozess, der oft experimentell ist. Der ursprüngliche Text war viel umfangreicher, doch sie hat gelernt, ihn zu verdichten. Der Umgang mit Texten erfordert oft Geduld und die Fähigkeit, Abstand zu gewinnen, um zu entscheiden, wann ein Werk abgeschlossen ist.

Frauen lieben lernen

14.05.2025

Ein dialogisches Projekt

In einem spannenden literarischen Projekt treten 15 Schriftstellerinnen in den Dialog mit dem Werk von 14 bemerkenswerten Frauen, darunter Schriftstellerinnen, Künstlerinnen und Forscherinnen. Die Herausgeberin Sophie Morin erläutert, wie die Idee entstand und betont die Bedeutung des kreativen Austausches und der unterschiedlichen Perspektiven.

Der kreative Prozess

Der Prozess der Auswahl der Dialogpartnerinnen war intuitiv und variierte. Morin sprach mit vielen Frauen, mit denen sie bereits in Kontakt stand, und betont, dass jede Auswahl durch persönliche Beziehungen und gemeinsame Interessen geprägt war. Der Dialog über die Werke der besprochenen Frauen förderte sowohl Annäherung als auch Reibung, was das kreative Schaffen bereicherte.

Vielfalt der Dialoge

Die Dialoge sind stilistisch unterschiedlich und spiegeln die individuellen Zugänge der Schriftstellerinnen wider. Morin erwähnt, dass sie sich bemüht hat, ein Gleichgewicht zwischen biografischen Elementen und der Reflexion über die Werke der Frauen herzustellen, was auch die eigene Lebensrealität der Beteiligten einbezieht.

Herausforderungen und Erfahrungen

Der kreative Prozess verlief weitgehend harmonisch, wobei die Struktur der Dialoge eine gute Orientierung bot. Morin beschreibt auch die Herausforderungen des Lektorats und die damit verbundenen zeitlichen Anpassungen, betont jedoch, dass die Zusammenarbeit mit den Dialogpartnerinnen eine wertvolle Unterstützung bot.

Wichtigkeit der Sichtbarkeit von Frauen

Ein zentrales Anliegen des Buches ist es, Frauen sichtbar zu machen und deren Beiträge zur Literatur und Kunst zu würdigen. Morin hofft, dass Leserinnen ermutigt werden, sich mit den Biografien und Werken der besprochenen Frauen auseinanderzusetzen und sich von deren Erfahrungen inspirieren zu lassen.

Einblicke in das Buch

Morin gibt einen Einblick in das Werk von Maria Sibylla Merian, einer Naturforscherin, und verdeutlicht, wie die Dialoge auch persönliche Reflexionen und Assoziationen der Autorinnen beinhalten. Leserinnen und Leser werden eingeladen, sich mit den Themen der Solidarität und Unterstützung unter Frauen auseinanderzusetzen.

Ein dialogisches Projekt

In einem spannenden literarischen Projekt treten 15 Schriftstellerinnen in den Dialog mit dem Werk von 14 bemerkenswerten Frauen, darunter Schriftstellerinnen, Künstlerinnen und Forscherinnen. Die Herausgeberin Sophie Morin erläutert, wie die Idee entstand und betont die Bedeutung des kreativen Austausches und der unterschiedlichen Perspektiven.

Der kreative Prozess

Der Prozess der Auswahl der Dialogpartnerinnen war intuitiv und variierte. Morin sprach mit vielen Frauen, mit denen sie bereits in Kontakt stand, und betont, dass jede Auswahl durch persönliche Beziehungen und gemeinsame Interessen geprägt war. Der Dialog über die Werke der besprochenen Frauen förderte sowohl Annäherung als auch Reibung, was das kreative Schaffen bereicherte.

Vielfalt der Dialoge

Die Dialoge sind stilistisch unterschiedlich und spiegeln die individuellen Zugänge der Schriftstellerinnen wider. Morin erwähnt, dass sie sich bemüht hat, ein Gleichgewicht zwischen biografischen Elementen und der Reflexion über die Werke der Frauen herzustellen, was auch die eigene Lebensrealität der Beteiligten einbezieht.

Herausforderungen und Erfahrungen

Der kreative Prozess verlief weitgehend harmonisch, wobei die Struktur der Dialoge eine gute Orientierung bot. Morin beschreibt auch die Herausforderungen des Lektorats und die damit verbundenen zeitlichen Anpassungen, betont jedoch, dass die Zusammenarbeit mit den Dialogpartnerinnen eine wertvolle Unterstützung bot.

Wichtigkeit der Sichtbarkeit von Frauen

Ein zentrales Anliegen des Buches ist es, Frauen sichtbar zu machen und deren Beiträge zur Literatur und Kunst zu würdigen. Morin hofft, dass Leserinnen ermutigt werden, sich mit den Biografien und Werken der besprochenen Frauen auseinanderzusetzen und sich von deren Erfahrungen inspirieren zu lassen.

Einblicke in das Buch

Morin gibt einen Einblick in das Werk von Maria Sibylla Merian, einer Naturforscherin, und verdeutlicht, wie die Dialoge auch persönliche Reflexionen und Assoziationen der Autorinnen beinhalten. Leserinnen und Leser werden eingeladen, sich mit den Themen der Solidarität und Unterstützung unter Frauen auseinanderzusetzen.