Der Pragmaticus Podcast
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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

ADHS: Was tun mit den Zappelphilipps?

20.10.2026
Ein durchgetaktetes Leben, überall Ablenkung und Smartphones ab dem Kindergartenalter. Warum ADHS eine Folge davon ist. Ein Podcast von Pragmaticus.Das Thema:Es gibt neuronormative Kinder und solche, die sich schwertun, sich mit den Anforderungen der Umwelt zu arrangieren. Sie haben kurze Aufmerksamkeitsspannen, sind sozial oft auffällig und vor allem schlecht in der Schule. Und je stärker der Druck auf diese Kinder ist, umso schlechter reagieren sie. Die Neurologie hat dieses Phänomen, das es in der einen oder anderen Form immer schon gab, erforscht und fasst diese Form von Problemen unter der Diagnose ADHS, also dem Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung, zusammen.Wurde damit aus einem Charakterzug eine Krankheit? Nein, sagt Anna Mikula, die Kinder und Jugendliche in einer auf sie spezialisierten Bildungseinrichtung namens Kiprax unterrichtet. Aus ihrer Sicht ist die Zunahme von ADHS eine Kombination aus vielen gesellschaftlichen Entwicklungen des 21. Jahrhunderts. Kinder in Städten haben einen 40-Stunden-Alltag ohne Leerlaufzeiten, sie leben in einer Gesellschaft, die reizüberflutet ist – sogar im Supermarkt dudelt Musik. Und: Die Verführungen der digitalen Medien mit ihren Games, den Videos und Reels auf sozialen Medien verändern das kindliche Gehirn. Die Folgen sehen die Lehrkräfte in den Schulen.Die gute Nachricht: Es gibt Wege, Kinder und Jugendliche mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung trotzdem zum Schulabschluss zu bringen: Durch flexible Lerneinheiten, Bewegung im Alltag und individuelle Beziehungsarbeit schaffen Lehrkräfte in der Bildungseinrichtung Kiprax, die Voraussetzungen dafür, dass Kinder mit ADHS eine Eigenwahrnehmung für ihre Probleme entwickeln und lernen, damit umzugehen. Diese Fähigkeit bleibt auch für ihr ganzes weiteres Leben wichtig. Unser Gast in dieser Folge: Anna Mikula ist Soziologin, ADHS-Trainerin und integrative Heilpädagogin. Sie arbeitet bei Kiprax, einem Verein der Kinder und Jugendliche mit ADHS, Autismus und Impulskontrollproblemen fördert. Sie nutzt Methoden von Neurofeedback und arbeitet auch mit traumatisierten Kindern. Neben Kiprax ist sie auch im Verein „Bewegtes Lernen“ engagiert.  Dies ist ein Podcast von Der Pragmaticus. Sie finden uns auch auf Instagram, Facebook, LinkedIn und X (Twitter).
Ein durchgetaktetes Leben, überall Ablenkung und Smartphones ab dem Kindergartenalter. Warum ADHS eine Folge davon ist. Ein Podcast von Pragmaticus.

Das Thema:
Es gibt neuronormative Kinder und solche, die sich schwertun, sich mit den Anforderungen der Umwelt zu arrangieren. Sie haben kurze Aufmerksamkeitsspannen, sind sozial oft auffällig und vor allem schlecht in der Schule. Und je stärker der Druck auf diese Kinder ist, umso schlechter reagieren sie. Die Neurologie hat dieses Phänomen, das es in der einen oder anderen Form immer schon gab, erforscht und fasst diese Form von Problemen unter der Diagnose ADHS, also dem Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung, zusammen.

Wurde damit aus einem Charakterzug eine Krankheit? Nein, sagt Anna Mikula, die Kinder und Jugendliche in einer auf sie spezialisierten Bildungseinrichtung namens Kiprax unterrichtet. Aus ihrer Sicht ist die Zunahme von ADHS eine Kombination aus vielen gesellschaftlichen Entwicklungen des 21. Jahrhunderts. Kinder in Städten haben einen 40-Stunden-Alltag ohne Leerlaufzeiten, sie leben in einer Gesellschaft, die reizüberflutet ist – sogar im Supermarkt dudelt Musik. Und: Die Verführungen der digitalen Medien mit ihren Games, den Videos und Reels auf sozialen Medien verändern das kindliche Gehirn. Die Folgen sehen die Lehrkräfte in den Schulen.

Die gute Nachricht: Es gibt Wege, Kinder und Jugendliche mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung trotzdem zum Schulabschluss zu bringen: Durch flexible Lerneinheiten, Bewegung im Alltag und individuelle Beziehungsarbeit schaffen Lehrkräfte in der Bildungseinrichtung Kiprax, die Voraussetzungen dafür, dass Kinder mit ADHS eine Eigenwahrnehmung für ihre Probleme entwickeln und lernen, damit umzugehen. Diese Fähigkeit bleibt auch für ihr ganzes weiteres Leben wichtig.

Unser Gast in dieser Folge: 
Anna Mikula ist Soziologin, ADHS-Trainerin und integrative Heilpädagogin. Sie arbeitet bei Kiprax, einem Verein der Kinder und Jugendliche mit ADHS, Autismus und Impulskontrollproblemen fördert. Sie nutzt Methoden von Neurofeedback und arbeitet auch mit traumatisierten Kindern. Neben Kiprax ist sie auch im Verein „Bewegtes Lernen“ engagiert.

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Wahl in Israel: Bibi oder Eisenkot?

13.10.2026
Am 27. Oktober wählt Israel. Alles dreht sich um die Frage: Bibi oder nicht Bibi. Die größten Chancen hat Ex-Militär Gadi Eisenkot. Ein Podcast von Pragmaticus.Das Thema:Seit drei Jahren ist Israel ist ein Land im Krieg an vielen Fronten. Viele Gefallene, multiple Traumata und Bombenalarm sind ein Teil des Alltags: Wie wirken sich diese Ereignisse auf das politische Klima aus? Welche Parteien stellen sich zur Wahl und mit welchen Programmen? Der Nahost-Experte Jan Busse von der Universität der deutschen Bundeswehr in München ist ein genauer Beobachter der Vorgänge rund um die Wahl in Israel.In diesem Podcast berichtet er von den innenpolitischen Debatten im Land und den Schwierigkeiten, die sich angesichts von Mehrheitsbildungen ergeben können. Fakt ist, dass das gesamte Land politisch betrachtet nach rechts gerutscht ist. Die linken Kräfte in Israel sind marginalisiert. Dafür bestimmen die kleinen Parteien am extrem rechten Rand die Politik. Es sind Hardliner, die die Siedlerbewegung im Westjordanland unterstützen, den arabischen Israelis das Wahlrecht abspenstig machen wollen und die Demokratie insgesamt herausfordern. Das, was die Wahl vor allem dominiert, ist die Frage: Bleibt Benjamin Netanjahu im Amt oder muss er gehen? Gelingt es Ex-General Gadi Eisenkot, dem Polit-Profi Netanjahu genügend Stimmen abzuringen? Laut Meinungsumfragen ist es ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit unbekanntem Ausgang, das auch darüber entscheidet, welche Koalitionen gebildet werden können. Der Historiker Jan Busse ist sich sicher: „Es wird eine richtungsweisende Wahl sein.“Unser Gast in dieser Folge: Jan Busse ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Internationale Politik und Konfliktforschung, Institut für Politikwissenschaft, Fakultät für Staats- und Sozialwissenschaften an der Universität der Bundeswehr München. Dies ist ein Podcast von Der Pragmaticus. Sie finden uns auch auf Instagram, Facebook, LinkedIn und X (Twitter).
Am 27. Oktober wählt Israel. Alles dreht sich um die Frage: Bibi oder nicht Bibi. Die größten Chancen hat Ex-Militär Gadi Eisenkot. Ein Podcast von Pragmaticus.

Das Thema:
Seit drei Jahren ist Israel ist ein Land im Krieg an vielen Fronten. Viele Gefallene, multiple Traumata und Bombenalarm sind ein Teil des Alltags: Wie wirken sich diese Ereignisse auf das politische Klima aus? Welche Parteien stellen sich zur Wahl und mit welchen Programmen? Der Nahost-Experte Jan Busse von der Universität der deutschen Bundeswehr in München ist ein genauer Beobachter der Vorgänge rund um die Wahl in Israel.

In diesem Podcast berichtet er von den innenpolitischen Debatten im Land und den Schwierigkeiten, die sich angesichts von Mehrheitsbildungen ergeben können. Fakt ist, dass das gesamte Land politisch betrachtet nach rechts gerutscht ist. Die linken Kräfte in Israel sind marginalisiert. Dafür bestimmen die kleinen Parteien am extrem rechten Rand die Politik. Es sind Hardliner, die die Siedlerbewegung im Westjordanland unterstützen, den arabischen Israelis das Wahlrecht abspenstig machen wollen und die Demokratie insgesamt herausfordern. Das, was die Wahl vor allem dominiert, ist die Frage: Bleibt Benjamin Netanjahu im Amt oder muss er gehen? Gelingt es Ex-General Gadi Eisenkot, dem Polit-Profi Netanjahu genügend Stimmen abzuringen? Laut Meinungsumfragen ist es ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit unbekanntem Ausgang, das auch darüber entscheidet, welche Koalitionen gebildet werden können. Der Historiker Jan Busse ist sich sicher: „Es wird eine richtungsweisende Wahl sein.“

Unser Gast in dieser Folge: 
Jan Busse ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Internationale Politik und Konfliktforschung, Institut für Politikwissenschaft, Fakultät für Staats- und Sozialwissenschaften an der Universität der Bundeswehr München.

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Neutralität zieht Spione an

06.10.2026
Die österreichische Neutralität ist Mythos und Sicherheitsrisiko in einem, sagt „Presse“-Geschäftsführer Rainer Nowak und wünscht sich eine öffentliche Debatte. Ein Podcast von Pragmaticus.Das Thema:In geopolitischen Umbruchsphasen, wie sie jetzt gerade stattfinden, werden die Karten neu gemischt. Neue Aggressionen, neue Allianzen und neue Strategien. Österreichs Neutralität ist, so sagt das Rainer Nowak, der Herausgeber der Tageszeitung „Die Presse“, keine Errungenschaft mehr, sondern im Gegenteil, Mythos und Sicherheitsrisiko. Warum das so ist, argumentiert er konzise in einem eben veröffentlichten Buch. „Nato statt Neutralität“ (Molden Verlag) so der Titel des schmalen Bandes, in dem Nowak die vermeintliche Unparteilichkeit Österreichs nach Strich und Faden demontiert.Historisch, weil die Neutralität nur scheinbar ein friedensstiftendes Werkzeug war und vor allem den Russen nutzte. Geopolitisch, weil sie spätestens seit dem Beitritt Österreichs zur Europäischen Union ohnehin eine Illusion ist. Und strategisch fatal, denn wenn Russland sich entschließen würde, weiter nach Europa einzudringen, liegt Österreich an zentralen Routen.Schweden und Finnland, so Nowak, schätzen die geopolitische Lage richtig sein, weil sie bald nach Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine der NATO beigetreten sind, ein weiser Entschluss, den Österreich eindeutig verabsäumt habe.Doch noch interessanter als all das ist, dass die Neutralität ein maßgeblicher Grund ist, warum Wien seit dem Ende des 2. Weltkrieges bis heute die Stadt der Spione ist. Es sind die vielen internationalen Institutionen wie UNO, OPEC oder die Atomenergiebehörde, die Menschen aus allen Ländern nach Wien bringen und die Kaffeehäuser zum Umschlagplatz für Informationen aller Art machen. Unser Gast in dieser Folge: Rainer Nowak ist preisgekrönter Journalist, war von 2012 bis 2022 Chefredakteur der Tageszeitung „Die Presse“, seit 2014 auch deren Herausgeber und in diesen Funktionen bei sämtlichen wichtigen innenpolitischen Ereignissen dieser Periode berichterstattend dabei. Nach einem Intermezzo bei der Kronen Zeitung kehrte Nowak 2025 als Vorsitzender der Geschäftsführung zur „Presse“ zurück. Dies ist ein Podcast von Der Pragmaticus. Sie finden uns auch auf Instagram, Facebook, LinkedIn und X (Twitter).
Die österreichische Neutralität ist Mythos und Sicherheitsrisiko in einem, sagt „Presse“-Geschäftsführer Rainer Nowak und wünscht sich eine öffentliche Debatte. Ein Podcast von Pragmaticus.

Das Thema:
In geopolitischen Umbruchsphasen, wie sie jetzt gerade stattfinden, werden die Karten neu gemischt. Neue Aggressionen, neue Allianzen und neue Strategien. Österreichs Neutralität ist, so sagt das Rainer Nowak, der Herausgeber der Tageszeitung „Die Presse“, keine Errungenschaft mehr, sondern im Gegenteil, Mythos und Sicherheitsrisiko. Warum das so ist, argumentiert er konzise in einem eben veröffentlichten Buch. „Nato statt Neutralität“ (Molden Verlag) so der Titel des schmalen Bandes, in dem Nowak die vermeintliche Unparteilichkeit Österreichs nach Strich und Faden demontiert.

Historisch, weil die Neutralität nur scheinbar ein friedensstiftendes Werkzeug war und vor allem den Russen nutzte. Geopolitisch, weil sie spätestens seit dem Beitritt Österreichs zur Europäischen Union ohnehin eine Illusion ist. Und strategisch fatal, denn wenn Russland sich entschließen würde, weiter nach Europa einzudringen, liegt Österreich an zentralen Routen.

Schweden und Finnland, so Nowak, schätzen die geopolitische Lage richtig sein, weil sie bald nach Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine der NATO beigetreten sind, ein weiser Entschluss, den Österreich eindeutig verabsäumt habe.

Doch noch interessanter als all das ist, dass die Neutralität ein maßgeblicher Grund ist, warum Wien seit dem Ende des 2. Weltkrieges bis heute die Stadt der Spione ist. Es sind die vielen internationalen Institutionen wie UNO, OPEC oder die Atomenergiebehörde, die Menschen aus allen Ländern nach Wien bringen und die Kaffeehäuser zum Umschlagplatz für Informationen aller Art machen. 

Unser Gast in dieser Folge: 
Rainer Nowak ist preisgekrönter Journalist, war von 2012 bis 2022 Chefredakteur der Tageszeitung „Die Presse“, seit 2014 auch deren Herausgeber und in diesen Funktionen bei sämtlichen wichtigen innenpolitischen Ereignissen dieser Periode berichterstattend dabei. Nach einem Intermezzo bei der Kronen Zeitung kehrte Nowak 2025 als Vorsitzender der Geschäftsführung zur „Presse“ zurück.

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