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Clearing House Unterricht
Beschreibung
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Lassen sich wissenschaftliche Kompetenzen im Unterricht fördern?
Zentrale Frage und Definition wissenschaftlicher Kompetenzen
Der Podcast behandelt die Frage, ob Schülerinnen und Schüler wissenschaftliche Kompetenzen im naturwissenschaftlichen Unterricht effektiv entwickeln können. Wissenschaftliche Kompetenzen umfassen Forschen,Argumentieren und Verstehen von Wissenschaft,also das Denken,Handeln und Einordnen von Befunden.
Vorgehen der Meta-Analyse und Hauptergebnisse
In der Analyse wurden 30 Studien aus dem Zeitraum zwischen 1988 und 2016 ausgewertet. Untersucht wurde, ob Unterricht wissenschaftliche Kompetenzen fördert und welche Einflussfaktoren relevant sind. Insgesamt gab es einen deutlich positiven Effekt auf alle drei Kompetenztypen, ohne klare Unterschiede zwischen Lernformen oder Altersgruppen.
ICAP-Lernformen und Beispielstudie
Die Lernaktivitäten wurden nach ICAP in passive,aktive,konstruktive und interaktive Formen eingeteilt. Nur konstruktive und interaktive Formen lagen ausreichende Daten vor. Ein Beispiel ist Chen und Schö, die im Biologieunterricht mit Online-Unterstützung das wissenschaftliche Argumentieren verbesserten.
Praxisimplikationen und Beobachtungen
Unterrichten lässt sich wissenschaftliches Denken durch sinnvolle Einbindung der Lernenden und den Einsatz gut gestalteter Lernangebote. Sowohl konstruktive als auch interaktive Formate fördern Argumentieren und Verstehen; offene Aufgabenformate in Biologie könnten die Effekte verstärken, ohne Unterschiede zwischen Altersstufen festzulegen.

Fördert computerbasiertes Lernen Argumentationsfähigkeiten und Wissenserwerb von SchülerInnen?
Themenlage und Methoden der Meta-Analyse
Die besprochene Meta-Analyse von Wecker und Fischer (2014) untersucht, ob computerbasierte Lernprogramme das argumentative Denken von Schülerinnen und Schülern sowie fachliches Wissen fördern. Es wird erörtert, ob sich durch solche Programme beide Lernziele erreichen lassen und ob ein Zusammenhang zwischen verbessertem Argumentieren und fachspezifischem Wissen besteht. Die Analyse klärt, welche Studien herangezogen wurden und welche Schlüsse daraus für die Unterrichtspraxis gezogen werden können.
Formate der Strukturierung
Zwei Strukturierungsformen werden unterschieden: Visuelle Hilfen wie kognitive Landkarten verknüpfen Behauptungen mit Belegen, um Argumentationen logisch zu verankern. Das zweite Format sind Kollaborationsskripte, die gemeinsames Lernen in Zweier- oder Gruppenarbeiten organisieren, etwa wer welche Rolle übernimmt oder wann bestimmte Argumentationsbausteine eingebracht werden sollen.
Ergebnisse der Meta-Analyse
Die Ergebnisse zeigen, dass computergestützte Lernprogramme das argumentative Wissen der Lernenden verbessern können, insbesondere bei Einsatz von Kollaborationsskripts. Visuelle Argumentationshilfen zeigen positive Effekte, doch beruhen sie auf wenigen Studien und sollten als Trend gesehen werden. Ein allgemeiner Zugewinn an fachspezifischem Wissen durch die Programme wird nicht eindeutig bestätigt. Der Zusammenhang zwischen Argumentation und Fachwissen bleibt unklar.
Implikationen für Unterricht
Unterrichtliche Nutzung computerbasierter Programme kann das Argumentieren unterstützen, besonders wenn Kollaborationsskripte eingesetzt werden. Allerdings scheinen verbesserte Argumentationsfähigkeiten nicht automatisch zu mehr Fachwissen zu führen; ergänzende didaktische Maßnahmen bleiben sinnvoll. Die Evidenzbasis ist begrenzt, weshalb weitere Forschung notwendig ist, um verlässliche Aussagen zu treffen.

Ist Lernsoftware wirklich effektiver, wenn SchülerInnen den Lernprozess selbst in die Hand nehmen?
Thematische Einordnung der Lernsoftware
Der Podcast untersucht, ob Lernsoftware effektiver ist, wenn Lernende den Lernprozess selbst steuern. Dabei werden zwei Softwarearten verglichen: von Lernenden gesteuerte und programmgesteuerte Systeme. Im Kontext steht eine Meta-Analyse, die Ergebnisse aus mehreren Studien bündelt und zentrale Merkmale der Lernsteuerung betrachtet.
Methodik und zentrale Befunde
Aufbauend auf einer früheren Meta-Analyse analysieren die Forscher 18 Studien bis 2014. Die Ergebnisse zeigen keine signifikanten Unterschiede in den Lernergebnissen zwischen selbstgesteuerter und programmgesteuerter Software. Ebenso bleiben Merkmale der Lernsteuerung ohne klaren Einfluss auf den Lernerfolg, bedingt durch Unterschiede und Berichte in wenigen Studien.
Unterschiede zwischen Software-Arten
Aus der Auswertung geht hervor, dass umfassende Lernsoftware signifikant besser abschneidet als rein drillende oder tutorielle Programme. Lernende erzielen mit umfassenden Systemen meist größere Fortschritte als bei anderen Ansätzen, wobei der Mehrwert stärker von der Gesamtkonstruktion als von einzelnen Steuerungsmerkmalen abhängt.
Praxisimplikationen und Ausblick
Für den Unterricht bedeutet dies, dass die Art der Steuerung weniger entscheidend ist als eine sinnvolle, schülernützliche Gestaltung. Wichtiger erscheinen Passung zur Lernvoraussetzung, passende Inhalte und sinnvoll strukturierte Aufgaben. Weitere Untersuchungen sollen relevante Einflussvariablen genauer klären und so Hinweise für die Praxis liefern.