
der Männer*Kaffee Podcast
Verein für Männer- und Geschlechterthemen
Beschreibung
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Ep 67: Jugend & Sucht
Einführung in das Thema Jugend und Sucht
Im Podcast diskutieren Jonas Bierer-Fellner und Stefan Pavlata mit Robert Gammel über die Themen Sucht und Jugend. Sie stellen zentrale Fragen zur Definition von Sucht, dem Zusammenhang zwischen Jugend und Sucht sowie der Rolle von Männlichkeit in diesem Kontext.
Definition und Verständnis von Sucht
Die Gesprächsteilnehmer klären, dass Sucht oft synonym mit Abhängigkeit verwendet wird, jedoch einen spezifischen Krankheitscharakter beschreibt. Es wird betont, dass Sucht in der Gesellschaft stark verbreitet ist und verschiedene Risikofaktoren existieren, die auf biologischer, psychologischer sowie sozialer Ebene wirken.
Risikofaktoren für Sucht im Jugendalter
Die Diskussion beleuchtet Risikofaktoren für Suchtverhalten bei Jugendlichen, einschließlich familiärer Hintergründe und sozialen Einflüssen. Es wird auch angesprochen, dass nicht jeder Jugendliche, der mit Substanzen experimentiert, eine Sucht entwickelt.
Gesellschaftliche Wahrnehmung von Sucht
Jonas und Robert diskutieren die gesellschaftliche Verantwortung im Umgang mit Sucht, betonen, dass Sucht nicht nur ein individuelles Problem ist, und heben die Rolle der sozialen Medien und des Konsumverhaltens hervor.
Männlichkeit und Suchtverhalten
Die Rolle der Männlichkeit wird als entscheidender Faktor im Suchtverhalten betrachtet. Es wird darauf hingewiesen, dass gesellschaftliche Erwartungen an Männer, stark und unabhängig zu sein, zu riskantem Konsumverhalten führen können.
Prävention und Unterstützung
Der Podcast schließt mit der Betonung der Wichtigkeit von Unterstützungsangeboten und der Notwendigkeit, über Sucht zu sprechen, um Scham abzubauen und Hilfsangebote zugänglicher zu machen. Der positive Einfluss von sozialen Verbindungen und unterstützenden Umfeldern wird hervorgehoben.

Ep 66: Jugend & Verlust
Einführung in das Thema Verlust und Jugend
Im Männercafé-Podcast wird das Thema Verlust in Verbindung mit Jugend behandelt. Christine Trausner von Rainbows spricht über ihre Arbeit mit betroffenen Kindern und Jugendlichen, die mit Verlusten wie Trennung oder Tod konfrontiert sind.
Rainbows und ihre Angebote
Rainbows bietet Unterstützung in Form von Einzel- und Gruppensettings für Kinder und Jugendliche an, die durch Trennungen oder Todesfälle belastet sind. Die Organisation stellt keine therapeutischen Dienste bereit, sondern bietet niederschwellige Hilfe und Workshops an.
Bedeutung des Verlustes
Verlust wird als zentraler Begriff in der Arbeit von Rainbows betrachtet, der viele Facetten umfasst, einschließlich der Herausforderungen, die Jugendliche in Übergangsphasen erleben. Verlust ist nicht nur der Tod, sondern auch das Ende von Beziehungen oder Lebensabschnitten.
Trauerverhalten bei Jugendlichen
Christine betont, dass Jugendliche oft auf unterschiedliche Weise mit Verlust umgehen. Ablenkung durch Medien und soziale Aktivitäten ist häufig, und es gibt viele Missverständnisse im Umfeld über den Trauerprozess von Jugendlichen.
Rollenwechsel und Verantwortung
Ein zentrales Thema ist der Wechsel der Rollen innerhalb von Familien nach einem Verlust, wobei Jugendliche oft die Verantwortung für die Trauer ihrer Eltern übernehmen. Dies kann langfristig zu einem Verlust der eigenen Kindheit führen.
Gesellschaftliche Perspektiven
Es wird erörtert, wie gesellschaftliche Normen den Umgang mit Trauer und Verlust beeinflussen, insbesondere in Bezug auf Geschlechterrollen. Christine hebt hervor, dass es wichtig ist, die emotionalen Bedürfnisse junger Menschen zu erkennen und zu unterstützen.
Abschiedsrituale und Unterstützungsmöglichkeiten
Abschiedsrituale werden als bedeutend angesehen, da sie Struktur und Möglichkeiten zur Verarbeitung von Verlust bieten. Klare, konkrete Angebote und die Bereitschaft, Gefühle zu akzeptieren, sind entscheidend für die Unterstützung von Jugendlichen.
Schlussfolgerung
Im Gespräch wird die Notwendigkeit betont, den Verlust als Teil des Lebens zu akzeptieren und zu verstehen, dass jeder Mensch anders trauert. Ein offener Dialog über Trauer und Verlust kann dazu beitragen, diese Themen zu enttabuisieren.

Ep 65: Jugend, Armut & Jugendstudie
Gesprächsthemen und Kontext
Der Podcast behandelt Jugend, Männergesundheit und Armut im Kontext der Jugendstudie Lebenswelten. Als Gäste diskutieren der Moderator und Martin Auferbauer über Zusammenhänge zwischen Lebenslagen junger Menschen, Gesundheit und dem Bildungssystem. Der Fokus liegt darauf, wie Armutsverhältnisse die Gesundheit junger Männer beeinflussen und welche Strukturen das Hilfesystem dabei begleiten.
Hintergrund des Forschenden und Studiendetails
Martin Auferbauer beschreibt seine Rolle als Leiter von Einrichtungen für jugendliche Krisen, seine Arbeit an der Pädagogischen Hochschule und den Aufbau der Jugendstudie Lebenswelten. Die Studie bezieht 14 pädagogische Hochschulen ein, zielt auf repräsentative Daten von Jugendlichen in Österreich und behandelt zentrale Lebensbereiche wie Schule, Bildung, Gesundheit und Zukunftsperspektiven.
Wesentliche Befunde der Jugendstudie
Die Ergebnisse zeigen gesundheitliche Belastungen bei Jugendlichen, insbesondere bei Mädchen und Jugendlichen mit diverser Geschlechtsidentität. Armut und sozioökonomische Bedingungen beeinflussen Wohlbefinden stärker als erwartet. Freundschaften fungieren als wichtiger Rückhalt, doch soziale Ressourcen variieren stark nach Wohnsituation, Migration und Bildungsweg der Familie.
Implikationen und Perspektiven
Zur Unterstützung junger Menschen wird eine stärkere Gesundheitsförderung, lebensnahe Kompetenzen und mehr zielgruppenspezifische Angebote vorgeschlagen. Burschenarbeit, niederschwellige Stadtteilarbeit, Schulsozialarbeit und regionale Strukturen könnten helfen, Belastungen besser zu begegnen. Ebenso wird der Einfluss von Mediennutzung und KI auf Jugendliche kritisch diskutiert, mit Blick auf langfristige gesellschaftliche Auswirkungen.