
ZKS Boxestopp - de Vereinssportcast
ZKS – Zürcher Kantonalverband für Sport
Beschreibung
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Jobsharing im Sportverein - mit Nina Prochazka
Was Jobsharing im Verein bedeutet
Jobsharing teilt Verantwortungen für eine Aufgabe oder Funktion zwischen zwei oder mehr Personen. Es adressiert steigende Anforderungen an Ehrenamtliche, fördert Teilzeitarbeit, Diversität und neue Impulse. Durch geteilte Lasten können mehr Menschen Verantwortung übernehmen, und Vereine wirken moderner und zugänglicher. Die Diskussion beleuchtet, welche Vorteile sich daraus ergeben, welche Herausforderungen auftreten und wie sich das Modell praktisch umsetzen lässt.
Anwendung und Struktur in Sportvereinen
Grundsätzlich eignen sich alle Ämter für Jobsharing, auch Trainerämter. Aufgaben sollten statt starrer Ämterstrukturen betrachtet werden, beispielsweise digitales Membership-Management oder Mobilisierung von Mitarbeitenden. Rollenbasierte Arbeitsweisen ermöglichen, Verantwortungen breiter zu verteilen und Verantwortlichkeiten zu koppeln. Wichtig ist, dass Vereine prüfen, wie Aufgaben sinnvoll aufgeteilt werden können und welche Rolle das Duo im Gesamtkontext spielt.
Umsetzung, Kommunikation und Konfliktmanagement
Erfolgreiches Jobsharing erfordert klare Absprachen, zwei Ebenen der Kommunikation (innerhalb des Duos und nach außen) und festgelegte Regelungen. Vorab sollten Ziele, Arbeitsweise und Entscheidungswege definiert werden. Konflikte ergeben sich oft aus unterschiedlichen Arbeitsstilen; Verständnis, Offenheit und Loyaleität sind entscheidend. Eine frühzeitige Reflexion über Zuständigkeiten, gemeinsame Werte und den Umgang mit Meinungsverschiedenheiten schafft Vertrauen.
Grenzen, Chancen und praktische Tipps
Grenzen treten auf, wenn Verantwortung nicht geteilt oder veraltete Strukturen beibehalten werden. Diversität zwischen Jung und Alt bietet Potenziale, erfordert aber Toleranz und gute Kommunikation. Drei zentrale Tipps: kläre Ziele und Motivation, plane das Duo sorgfältig und lerne aus Erfahrungen anderer Vereine. Offenheit für Weiterentwicklung im Duo hilft, Anpassungen vorzunehmen und das Modell langfristig tragfähig zu gestalten.

Mental Load im Vereinsalltag - mit Stefanie Neuhauser
Einführung in den Mental Load
Der Mental Load, ein zunehmend wichtiger Begriff, beschreibt die mentale Belastung, die durch das Jonglieren von Aufgaben entsteht, insbesondere im Vereinsleben. Es wird betont, dass es besser ist, wenn viele Personen kleine Beiträge leisten, als dass eine Person die gesamte Verantwortung trägt.
Ursachen und Auswirkungen des Mental Load
In Vereinen übernehmen oft engagierte Einzelpersonen zu viele Aufgaben, was zu Überlastung führt. Langfristig kann dies die Energie und Freude an der Tätigkeit verringern, was schließlich zu einer Abkehr von Engagement führt.
Strategien zur Reduzierung von Mental Load
Um den Mental Load zu reduzieren, empfiehlt es sich, Aufgaben sichtbar zu machen und klar zu definieren. Die Aufteilung von Verantwortung und eine offenere Kommunikation im Verein sind entscheidend, um Überlastung zu vermeiden.
Kommunikationsstile und deren Einfluss
Verschiedene Kommunikationsstile, wie der selbstlose oder kontrollierende Stil, beeinflussen, wie Menschen mit Verantwortung umgehen. Es ist wichtig, diese Stile zu erkennen, um effektiver zu delegieren und Unterstützung anzunehmen.
Umgang mit Überforderung im Verein
Vereinsmitglieder sollten ermutigt werden, über ihre Überlastung zu sprechen, ohne Vorwürfe zu machen. Eine offene Diskussion über Aufgaben und deren Verteilung kann helfen, die Last gerechter zu verteilen und das Engagement zu fördern.
Abschluss und zentrale Botschaften
Die Hauptbotschaft ist, dass es wichtig ist, den Mental Load zu erkennen und gemeinsam Lösungen zu finden. Eigenverantwortung und Teamarbeit sind entscheidend, um das Wohlbefinden im Verein zu fördern.

Mehr Mädchen & Frauen im Sport - mit Rebekka Rohrer
Sport als Männerdomäne
Die Wahrnehmung von Sport als Domäne der Männer beeinflusst die Beteiligung von Mädchen. Während Jungen oft dazu ermutigt werden, Sport zu treiben, bleibt das Engagement von Mädchen hinter den Erwartungen zurück.
Frauenfussball-EM und ihre Auswirkungen
Die Frauenfussball-EM in der Schweiz hat Begeisterung ausgelöst. Experten betonen, dass der Schwung dieser Veranstaltung genutzt werden sollte, um die Sichtbarkeit und Teilnahme von Frauen im Sport zu fördern.
Aktuelle Statistiken und Herausforderungen
In Zürich treiben nur 37% der Mädchen Sport in einem Verein. Dies zeigt, dass es einen signifikanten Handlungsbedarf gibt, um Mädchen gezielt in den Sport zu integrieren und zu fördern.
Programm ATHLETA
ATHLETA ist ein Sportförderungsprogramm für Mädchen, das 2020 ins Leben gerufen wurde. Es zielt darauf ab, den Anteil von Mädchen im Sport zu erhöhen, indem es Vereinen finanzielle Unterstützung für Projekte bietet.
Hürden für Mädchen im Sport
Strukturen, fehlende Vorbilder und gesellschaftliche Erwartungen hindern Mädchen oft daran, Sportarten zu wählen, die als männlich konnotiert gelten, wie Boxen oder Eishockey.
Die Rolle von Vorbildern und Unterstützung
Die Sichtbarkeit von weiblichen Vorbildern und die Schaffung eines einladenden Umfelds sind entscheidend, um Mädchen für den Sport zu begeistern. Projekte wie „Open Sunday“ und die Linus Academy des FCZ unterstützen diesen Ansatz.
Gesellschaftliche Stereotypen und deren Einfluss
Stereotypen über Geschlechterrollen beeinflussen die Wahl der Sportarten. Mädchen neigen dazu, sich für als feminin geltende Sportarten zu entscheiden, während aggressive Sportarten wie Eishockey oft von Jungen dominiert werden.
Schlussfolgerungen für die Zukunft
Vereine müssen eine positive Haltung zur Förderung von Mädchen einnehmen und Strukturen schaffen, die geschlechterübergreifende Teilnahme ermöglichen. Sensibilisierung für Geschlechterfragen im Sport ist ebenfalls wichtig.