
Culcha's Pioniere des Wandels
Prof. Dr. Katja Nettesheim
Beschreibung
Podmon Kategorien
Upgrade dein Konto, um kontextuelle Kategorien zu sehen!
Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

"Unwissende Entscheider sind bei der KI-Transformation das größte Bottleneck", so Raffaela Schneid, Head of AI Innovation bei Drees & Sommer, über KI als Führungsaufgabe
Einführung und Gäste
In dieser Episode des Podcasts wird Raffaela Schneid, Head of AI Innovation bei Drees & Sommer, vorgestellt. Sie diskutiert, wie historische Sprachwissenschaft und künstliche Intelligenz (KI) zusammenhängen und betont, dass unwissende Entscheider das größte Hindernis bei der KI-Transformation darstellen.
Raffaelas beruflicher Werdegang
Raffaela hat einen vielfältigen Hintergrund, der von Sprachwissenschaft über Journalismus bis hin zu internationalen Erfahrungen in der Innovationsbranche reicht. Diese Erfahrungen nutzt sie, um KI in einem traditionell wenig digitalisierten Bereich wie der Architektur zu fördern.
KI-Strategie und -Implementierung
Die KI-Strategie bei Drees & Sommer basiert auf einem ausgewogenen Ansatz, der sowohl technologische als auch geschäftliche Perspektiven berücksichtigt. Raffaela erklärt, dass die Technologie die Strategie nicht einseitig bestimmen sollte, und beschreibt verschiedene Puzzlestücke, die zur Umsetzung dieser Strategie beitragen.
Herausforderungen der KI-Transformation
Ein zentrales Thema ist die Herausforderung, die mit der KI-Transformation einhergeht, insbesondere in einem Umfeld, in dem Entscheider oft unwissend sind. Raffaela hebt hervor, dass es wichtig ist, den Nutzen von KI klar zu kommunizieren und sie als Werkzeug zur Effizienzsteigerung und Problemlösung zu positionieren.
Innovationsförderung und interne Prozesse
Das Unternehmen hat ein Innovationszentrum, das es ermöglicht, schnell auf neue Technologien zu reagieren. Raffaela beschreibt, wie sie durch die Nutzung von KI interne Prozesse optimiert haben, wodurch Zeit und Ressourcen eingespart werden konnten.
Persönliche KI-Anwendungen
Raffaela teilt auch ihre persönlichen Erfahrungen mit KI-Anwendungen, darunter die Nutzung von KI zur Planung und Gestaltung ihres Hauses. Sie betont, dass KI nicht nur im beruflichen Kontext nützlich ist, sondern auch im Alltag kreative Lösungen bieten kann.

Wie bringt man eine 273 Jahre alte Brauerei dazu, KI aktiv einzusetzen? - Karsten Rösener, CDO der Warsteiner Gruppe
Einführung in die KI-Integration bei Warsteiner
In diesem Podcast diskutieren Carsten Rösener, CDO der Warsteiner Gruppe, und die Moderatorin Katja über die Herausforderungen und Chancen, die mit der Implementierung von Künstlicher Intelligenz (KI) in einem 273 Jahre alten Unternehmen verbunden sind. Rösener betont, dass Vertrauen der Schlüssel zum erfolgreichen Einsatz von Technologie ist und dass sowohl Daten als auch menschliches Vertrauen notwendig sind, um Unternehmen zu bewegen.
Hintergrund von Carsten Rösener
Carsten Rösener bringt eine außergewöhnliche Karriere mit, die von seiner Zeit als Marineoffizier bis hin zu seinem Maschinenbaustudium und der Gründung seines ersten IT-Unternehmens reicht. Er hat einen AI-Campus aufgebaut, der vor allem Fachkräfte ohne IT-Hintergrund anspricht und fördert.
Die KI-Strategie der Warsteiner Gruppe
Die KI-Strategie von Warsteiner zielt darauf ab, die Mitarbeitenden in den Mittelpunkt zu stellen und eine Kultur des Wandels zu fördern. Rösener erklärt, dass es wichtig ist, nicht nur KI zu implementieren, sondern auch die Menschen darauf vorzubereiten, wie sich ihre Rollen durch die Technologie verändern werden.
Quick Wins und Projekte
Warsteiner hat bereits mehrere Quick Wins erzielt, wie den Einsatz eines Rechtsanalysten, der Verträge effizient prüft, sowie den Ingo Optimierer, der alltägliche Aufgaben erleichtert. Ein herausragendes Projekt ist der VITUS-Assistent, der als umfassende Wissensdatenbank fungiert und allen Mitarbeitenden zur Verfügung steht.
Herausforderungen und Erfolgsrezepte in der Führung
Zu den größten Herausforderungen gehört die Überzeugungsarbeit, um die Mitarbeitenden von den Vorteilen der KI zu überzeugen. Rösener betont die Bedeutung von Authentizität und Vertrauen in der Führung, um Ängste abzubauen und die Akzeptanz von KI zu fördern. Die Botschafterrolle innerhalb des Unternehmens spielt eine entscheidende Rolle bei der Vermittlung dieser Botschaften.
Führung durch Vorbild
Rösener setzt auf die Sichtbarkeit und aktive Nutzung von KI durch Führungskräfte, um andere zu inspirieren. Er ermutigt Führungskräfte ohne technischen Hintergrund, sich mit KI auseinanderzusetzen und in die Materie einzutauchen, um die Technologie besser zu verstehen und zu nutzen.

" Innovation ohne Architektur ist Sondermüll mit besseren PowerPoint Folien" - Carsten Priebs, CDIO von Biesterfeld
KI-Transformation und Governance
In der Folge geht es um den Umgang mit KI-Transformation in großen Unternehmen. Der Gast betont, dass Innovation nur dann tragfähig ist, wenn sie architektonisch fundiert bleibt. Eine zentrale These lautet: Innovation ohne passende Architektur führt zu ineffizienten Projekten. Der Fokus liegt darauf, wie Stabilität und Neuerung zusammenkommen und welche Governance nötig ist, damit KI sinnvoll und zuverlässig eingesetzt wird.
Mehrschichtige GenAI-Nutzung und Prozesse
Es werden drei Ebenen skizziert: Breiter Zugang zu Gen AI über bestehende Tools wie Copilot in M365, Zugriff auf relevante Dokumente mit passenden Berechtigungen und eine Prozess-Ebene, in der Abläufe durch Prozess-KI gesteuert und nachvollziehbar bleiben. Langfristig soll Governance sicherstellen, dass Agenten im Rahmen bleiben und Ergebnisse transparent nachvollziehbar sind.
Herausforderungen: Legacy, Datenqualität und Change
Der Gesprächsfokus verschiebt sich von technischen Legacy-Systemen hin zu Datenqualität, Berechtigungen und Change-Management. Ohne saubere Daten, klare Zugriffsregeln und Akzeptanz der Mitarbeitenden scheitert die KI-Implementierung. Wichtig sind Transparenz, Verantwortlichkeiten sowie Maßnahmen gegen Missbrauch und Halluzinationen, um Stabilität zu wahren.
Praxis, Kultur und konkrete Schritte
Offene Kommunikation, spielerisches Lernen, Training und Unterstützung bei der Nutzung von KI werden als Grundbausteine gesehen. Erfolg entsteht durch Groundwork, Zuhören und Integration von KI in bestehende Arbeitsprozesse, statt durch Top-Down-Vorgaben. Im persönlichen Bereich werden Alltags-Use-Cases wie Rezeptideen genannt, die zeigen, wie KI konkrete, sinnvolle Entlastung schaffen kann.