
Was mich trägt und hält... - eine Auslegung zum Evangelium
P. Markus Johannes Straubhaar
Beschreibung
P. Markus Johannes ist seit dem 1.09.2025 Rektor der Gebetsstätte Heroldsbach in der Diözese Bamberg.
Eine aktuelle Predigt aus Heroldsbach findet sich häufig unter folgendem Link:
http://www.youtube.com/@heroldsbachlive5149
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Im Sich-Verschenken ein Abbild Gottes sein (Dreifaltigkeitssonntag - Lesejahr A)
Die Bedeutung der Heiligsten Dreifaltigkeit
Die Feier der Heiligsten Dreifaltigkeit richtet sich nicht nur auf das, was Gott für die Menschen getan hat, sondern auf das, was Gott in sich selbst ist. Durch die Anbetung wird die Beziehung zwischen den göttlichen Personen und die Liebe, die sie verbindet, hervorgehoben.
Die Rolle der Liebe und Hingabe
Die Dreifaltigkeit ist ein Ausdruck von Liebe und Hingabe, die schon im Akt der Schöpfung an den Menschen weitergegeben wird. Diese Liebe ist das Fundament des Menschseins und der Beziehungen untereinander.
Die Quelle des Lebens
Gott wird als die Urquelle allen Lebens, aller Gnade und Heiligkeit dargestellt. Indem wir die Dreifaltigkeit feiern, nähern wir uns dieser Quelle und empfangen Anteil an Gottes Herrlichkeit.
Der Mensch in Beziehung
Der Mensch findet seine Erfüllung nicht in der Selbstbezogenheit, sondern in der Hingabe an andere. Diese Idee wird durch die Beziehung zwischen den göttlichen Personen verdeutlicht, die sich gegenseitig lieben und unterstützen.
Das christliche Menschenbild
Das christliche Verständnis des Menschen unterscheidet sich von anderen Religionen, indem es die Individualität des Menschen bewahrt und die Erfüllung in der Beziehung zu Gott und anderen sieht. Diese Hingabe führt zu einer tiefen inneren Erfüllung und zur Schönheit des Menschseins.

Jesus zeigt sich unerwartet und verborgen (3. Sonntag der Osterzeit/ Lesejahr A)
Erscheinung am See und Wunder des Fischens
In einer Begegnung am See von Tiberias erscheint Jesus den Jüngern erneut, während sie fischen. Auf sein Wort hin werfen sie die Netze rechts, fangen eine Fülle von Fischen und erkennen ihn erst, als sie am Ufer die Kohlen von Brot und Fisch sehen. Der Moment verbindet das Wunder mit einer gemeinsamen Mahlzeit und markiert eine besondere Offenbarung des Auferstandenen.
Verkenntnis, Menschlichkeit und neue Sicht auf den Anderen
Die Jünger erkennen Jesus zunächst nicht, auch wenn er menschlich erscheint. Er betont, dass Leib und Herrlichkeit zusammengehören, und fordert dazu auf, den Menschen tiefer zu schauen, um das göttliche Geheimnis zu erahnen. Durch diese Begegnungen wird deutlich, dass der Auferstandene in menschlicher Gestalt bleibt und Vertrauen sowie Blick über das Sichtbare hinaus verlangt.
Wesen des Glaubens: Suchen, Finden und Bereitschaft zum Gehorsam
Es entsteht eine zentrale Botschaft: Werft die Netze auf die rechte Seite und ihr werdet finden. Ohne Glauben und Bereitschaft kann Jesus nicht wirken. Die Jünger erfahren eine Verheißung des Suchens, des Klopfens und Empfangens. Das Wort wird zum Leitfaden, das Verstehen wächst durch im Alltag erfahrene Offenbarung, und die Jünger erkennen, dass der Herr in der Begegnung gegenwärtig ist.
Gemeinschaft, Auftrag und Eucharistievorbereitung
Der Fang von 153 Fischen wird als Zeichen der Unversiegbarkeit und der Aufnahme jedes Einzelnen in das Netz der Kirche gelesen. Am anderen Ufer bereitet Jesus das Mahl vor und lädt alle ein, gemeinsam zu teilen. Das Abendmahl geht über in ein Frühmahl, das die zukünftige Eucharistie und das himmlische Mahl unterstreicht, bei dem menschliche Gaben und göttliche Gnade zusammenwirken.

Wir leben in der Zeit Seiner Barmherzigkeit
Jesu Erscheinung, Frieden und der Geist
Der Bericht schildert, wie Jesus den Jüngern Frieden zuspricht, in ihre Mitte tritt, seine Wunden zeigt und den Heiligen Geist austauscht. Den Jüngern wird nach der Übergabe der Sünde die Vergebung zugesprochen, und sie erhalten eine erneuerte Bestimmung. Das Treffen verbindet Vertrauen, Berührung und die Gabe der göttlichen Gegenwart, wodurch die Gemeinschaft der Jünger gestärkt wird.
Thomas, Glauben und das innige Vertrauen
Thomas zweifelt zunächst an der Auferstehung, doch Jesus begegnet ihm mit Geduld, fordert Glauben statt Vorwürfen und lädt zur Berührung der Wunden ein. Das Bekenntnis "Mein Herr und mein Gott" wird zum Kern des Erlebens, das Vertrauen vertieft und Thomas in die Gemeinschaft der Gläubigen aufgenommen. Das Ereignis markiert eine tiefere Erkenntnis der Identität Christi.
Göttliche Barmherzigkeit, Ostertag und die Rolle der Kirche
Es wird betont, dass der Ostertag die Gesamtheit des Heils ereignisvoll zusammenfasst: Barmherzigkeit, der Heilige Geist und die Verbindung zur Kirche. Die Materie der Barmherzigkeit wird sichtbar durch Zeichen, Wort und Geisteinfluss, der Gläubigen zugänglich gemacht. Die göttliche Barmherzigkeit wird als Quelle beschrieben, die Ströme lebendigen Wassers erzeugt und die Gemeinschaft stärkt.
Aufforderung zur Hingabe und Weitergabe der Quelle der Barmherzigkeit
Der Text verbindet das Ereignis mit einer Praxis der Anbetung und des Vertrauens: Jesu Barmherzigkeit wird empfunden, wenn Menschen Vertrauen zeigen und sich von ihr durchdringen lassen. Die Vorstellung einer Bräutgamerfahrung betont das innige Verhältnis zwischen Christus und Kirche. Daraus ergibt sich eine Impulsrichtung, anderen als Quelle der Barmherzigkeit zu begegnen und die Güte zu teilen.