
#tomorrowtoday – Nachgefragt bei CxOs
Accenture
Beschreibung
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Benjamin Jambor, CEO E.ON Grid Solutions
Digitalisierung als Schlüssel zur Energiewende
Die Energiewende in Deutschland ist stark von der Digitalisierung abhängig. Janis Trenker begrüßt Benjamin Jambor, CEO von E.ON Grid Solutions, der über die Rolle digitaler Technologien für den Netzbetrieb spricht. Jambor betont, dass eine gesellschaftliche Verantwortung und die Chance zur Mitgestaltung in der Energiewirtschaft motivierend sind.
Geopolitische Herausforderungen
Der Ukraine-Konflikt hat die Energieversorgungssicherheit in Europa beeinflusst. Jambor hebt die Notwendigkeit hervor, die Abhängigkeit von externen Energiequellen zu verringern und die Resilienz durch vielfältige Partnerschaften zu stärken.
Transformation der Energienetze
Die Integration von erneuerbaren Energien erfordert eine Anpassung der bestehenden Netzinfrastruktur. Jambor sieht die Notwendigkeit für einen Digitalisierungsansatz, um Angebot und Nachfrage besser aufeinander abzustimmen und die Verteilnetze zukunftssicher zu gestalten.
Rolle der Künstlichen Intelligenz
Künstliche Intelligenz wird als entscheidender Faktor für die Effizienzsteigerung in der Energieversorgung angesehen. Jambor spricht über den Einsatz von KI zur Optimierung von Steuerungs- und Regelvorgängen im Niederspannungsbereich.
Regulatorische Herausforderungen
Der regulatorische Rahmen ist sowohl eine Unterstützung als auch eine Hürde für Innovationen in der Energiebranche. Jambor fordert mehr Pragmatismus und Flexibilität in der Regulierung, um technologische Fortschritte schneller umzusetzen.
Smart Meter und deren Bedeutung
Der Rollout von Smart Metern ist entscheidend für die Transparenz des Stromsystems. Jambor diskutiert die Herausforderungen bei der Implementierung und die Notwendigkeit, Sicherheitsstandards einzuhalten.
Gesamtdeutsche Perspektive
Die Energiewende erfordert die Zusammenarbeit aller Akteure, um die Transformation voranzutreiben. Jambor betont die Wichtigkeit von Mut und Pragmatismus in der Branche, um Veränderungen schneller umzusetzen.
Schlussgedanken
Abschließend äußert Jambor den Wunsch nach einer einheitlicheren Sichtweise auf das deutsche Energiesystem, um die Umsetzungsgeschwindigkeit für notwendige Veränderungen zu erhöhen.

Generalleutnant Michael Vetter, CIO & Abteilungsleiter Innovation und Cyber, Bundesministerium der Verteidigung
Digitalisierung als Kernbaustein der Bundeswehr
In der Bundeswehr ist die IT-Bereitstellung ein ganzheitlicher Auftrag, der Infrastruktur, Vernetzung, dezentrale Rechenzentren, taktische Netze und das Edge-Management umfasst. Durch die Digitalisierungsplattform wurden IT-Services in funktionale Cluster gegliedert, was Standardisierung, Skalierbarkeit und eine bessere Steuerung von Sicherheit und Kosten ermöglicht. Die zentrale Erfahrung lautet, dass moderne Waffensysteme vernetzt und digital unterstützt sein müssen, um Einsatzbereitschaft zu sichern.
Digitale Souveränität, Sicherheit und Beschaffung
Digitale Souveränität wird als Fähigkeit definiert, Aufträge ohne ungewollten Einfluss externer Anbieter durchzuführen. Zentrale Aspekte sind vertrauenswürdige IT-Lieferketten, Vorhaltung deutscher oder europäischer Schlüsseltechnologien und Kernführungsfähigkeit. Beschaffung wird als Prozess verstanden, der Geschwindigkeit mit Sicherheit ausbalanciert, unter Einbeziehung moderner Verfahren, um Lösungen zeitnah nutzbar zu machen, ohne Abstriche bei der Sicherheit.
KI, Innovation und Interoperabilität
KI dient primär der Datenaufbereitung und Entscheidungsunterstützung, während menschenzentrierte Kompetenzen gestärkt werden müssen. Ein aktives Innovationsökosystem, cybernahe Beschaffungswege und Partnerschaften mit Industrie sowie NATO-Partnern ermöglichen den Zugriff auf disruptive Lösungen. Dabei bleibt der verantwortungsvolle Einsatz von KI zentral, und Interoperabilität innerhalb der Allianz wird unter Berücksichtigung von Sicherheits- und Datenhoheitsanforderungen priorisiert.
Ausblick: Software-Defined-Defense und Zukunftsfähigkeit
Auf dem Weg zu Mehrfachdomainen wird Software-Defined-Defense als Fundament gesehen, um Waffensysteme durch offene, modulare Architekturen flexibel zu aktualisieren. Die Verbindung aus Infrastruktur, Cloud, KI-gestützten Analysen und einer robusten Zero-Trust-Strategie soll die Einsatzbereitschaft erhöhen und Innovation beschleunigen. Gleichzeitig wird an Mechanismen gearbeitet, um nationale Fähigkeiten zu stärken, ohne Interoperabilität mit Verbündeten zu gefährden.

Christiane Vorspel, Vorständin und COO Commerzbank
KI-Demokratisierung als Kern der Transformation
Die Umsetzung der Digitalisierung wird durch die Einbindung der Mitarbeitenden getragen. Führungskräfte sollen als Vorbilder agieren, Schulungen absolvieren und KI auch persönlich nutzen. Eine zentrale Rolle spielt die Demokratisierung der KI, damit alle Mitarbeitenden enabled werden. Eine strukturierte Lernumgebung (AI Academy) bietet rollenbasierte Formate und Austausch, um Know-how breit zu verteilen und das Veränderungsmanagement menschlich zu gestalten.
Unternehmensstrategie und Kundenzugang durch Digitalisierung
Die Momentum-Strategie zielt darauf ab, Digitalisierung zu beschleunigen, Abläufe zu vereinfachen und Wachstum sowie Transformation zu unterstützen. Der Fokus liegt auf einer vertrauensvollen Kundenbeziehung, End-to-End-Optimierung von Prozessen und der Anpassung an neue Marktdynamiken wie Neobanken. Daraus erwachsen Chancen, Effizienzsteigerungen und eine klare Ausrichtung auf Kundennutzen.
Praxis der KI-Nutzung und Risiken
Es geht um konkrete Nutzenmessungen: Use Cases werden zentral gebündelt, mit Tracking und prozessualen Effekten wie Umsatz oder Effizienz gemessen. KI wird als Instrument gesehen, das kein Allheilmittel ist; Verantwortung bleibt bei Menschen. Human in the Loop bedeutet, Ergebnisse kritisch zu prüfen und die Entscheidungsmacht zu behalten, während gleichzeitig Innovation vorangetrieben wird.
Sicht auf Zukunft und Personalentwicklung
Die Arbeitswelt wandelt sich hin zu einer adjancierten Workforce. Skillprofile, standortübergreifende Kooperationen und End-to-End-Verantwortung prägen die Personalentwicklung. Junge Menschen sollten Neugier, Offenheit und Lernbereitschaft mitbringen, sich kontinuierlich neu erfinden und eine Fehlerkultur leben. Es bleibt wichtig, bestehende Kompetenzen zu nutzen und verantwortungsvoll weiterzuentwickeln.