Kompass Weltwirtschaft
Podcast
ab

Kompass Weltwirtschaft

PowerShift

Beschreibung

PowerShift gibt Einblicke in Handelspolitik, Investitionspolitik, Rohstoffpolitik und die drängenden Fragen der Klimapolitik.

Podmon Kategorien

Darüber wird in diesem Podcast anteilig gesprochen.
Anzahl Kategorien

Upgrade dein Konto, um kontextuelle Kategorien zu sehen!

Top werbetreibende Marken in diesem Podcast (90d)

Upgrade dein Konto, um die Top werbetreibenden Marken zu sehen!

Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Nickel für die Energiewende: Was der Boom in den Philippinen kostet

18.08.2026

Die Rolle von Nickel in der Elektromobilität

Nickel ist ein wichtiger Rohstoff für Batterien, insbesondere im Bereich der Elektromobilität. Während Indonesien die Weiterverarbeitung von Nickel stärkt, verlagert sich der Abbau zunehmend in die Philippinen, was erhebliche Auswirkungen auf Menschen und Umwelt hat.

Erfahrungen aus den Philippinen

Michael Rekord, Referent für Rohstoffpolitik bei Powershift, hat die Abbauregionen in den Philippinen besucht. Er stellte fest, dass der Nickelabbau seit seinem ersten Besuch 2015 zugenommen hat, was zu Umweltverschmutzung und gesundheitlichen Problemen führt, insbesondere durch Nickelstaub, der die landwirtschaftlichen Erträge beeinträchtigt.

Umwelt- und Gesundheitsrisiken

Die verstärkten Abbaumaßnahmen führen zu gravierenden Umweltfolgen, darunter die Verschmutzung von Flüssen und eine Gefährdung der Aquakultur. Zudem berichten Anwohner von steigenden Atemwegserkrankungen durch Nickelstaub. Die bestehenden Gesetze begünstigen oft die Bergbauindustrie und schränken die Rechte der Anwohner ein.

Lieferketten und Verantwortung der Automobilhersteller

Die Automobilhersteller stehen in der Verantwortung, transparente und nachhaltige Lieferketten sicherzustellen. Trotz der Herausforderungen durch das Lieferkettengesetz und politische Widerstände zeigen einige Unternehmen Engagement, um die Bedingungen für die betroffenen Gemeinschaften zu verbessern.

Aktivismus und Herausforderungen

Aktivisten in den Philippinen sehen sich ernsthaften Bedrohungen ausgesetzt, darunter politische Morde und Einschüchterung. Die Verknüpfung von politischer und wirtschaftlicher Macht macht es schwierig, gegen den Bergbau vorzugehen. Dennoch gibt es Hoffnung auf Veränderungen durch internationale Unterstützung und gesetzliche Regelungen.

Die Rolle von Nickel in der Elektromobilität

Nickel ist ein wichtiger Rohstoff für Batterien, insbesondere im Bereich der Elektromobilität. Während Indonesien die Weiterverarbeitung von Nickel stärkt, verlagert sich der Abbau zunehmend in die Philippinen, was erhebliche Auswirkungen auf Menschen und Umwelt hat.

Erfahrungen aus den Philippinen

Michael Rekord, Referent für Rohstoffpolitik bei Powershift, hat die Abbauregionen in den Philippinen besucht. Er stellte fest, dass der Nickelabbau seit seinem ersten Besuch 2015 zugenommen hat, was zu Umweltverschmutzung und gesundheitlichen Problemen führt, insbesondere durch Nickelstaub, der die landwirtschaftlichen Erträge beeinträchtigt.

Umwelt- und Gesundheitsrisiken

Die verstärkten Abbaumaßnahmen führen zu gravierenden Umweltfolgen, darunter die Verschmutzung von Flüssen und eine Gefährdung der Aquakultur. Zudem berichten Anwohner von steigenden Atemwegserkrankungen durch Nickelstaub. Die bestehenden Gesetze begünstigen oft die Bergbauindustrie und schränken die Rechte der Anwohner ein.

Lieferketten und Verantwortung der Automobilhersteller

Die Automobilhersteller stehen in der Verantwortung, transparente und nachhaltige Lieferketten sicherzustellen. Trotz der Herausforderungen durch das Lieferkettengesetz und politische Widerstände zeigen einige Unternehmen Engagement, um die Bedingungen für die betroffenen Gemeinschaften zu verbessern.

Aktivismus und Herausforderungen

Aktivisten in den Philippinen sehen sich ernsthaften Bedrohungen ausgesetzt, darunter politische Morde und Einschüchterung. Die Verknüpfung von politischer und wirtschaftlicher Macht macht es schwierig, gegen den Bergbau vorzugehen. Dennoch gibt es Hoffnung auf Veränderungen durch internationale Unterstützung und gesetzliche Regelungen.

Die EU legt die Kettensäge an – wie Omnibus-Gesetze Klima, Umwelt und Verbrauchern schaden

13.07.2026

EU-Deregulierung durch Omnibus-Gesetze

Die EU hat Gesetzespakete, bekannt als Omnibus-Gesetze, ins Leben gerufen, um mehrere Verordnungen und Richtlinien gleichzeitig zu ändern. Dies soll die Bürokratie reduzieren, hat jedoch gravierende negative Auswirkungen auf Verbraucher- und Umweltschutz. Bettina Müller von Powershift erläutert, dass diese Gesetze nicht nur technische Änderungen beinhalten, sondern auch wesentliche Regelungen abschwächen oder abschaffen.

Ursachen für die Deregulierung

Die Deregulierung wird als Reaktion auf die Wettbewerbsnachteile von in der EU ansässigen Unternehmen in einem geopolitisch angespannten Umfeld gesehen. Diese Unternehmen sind der Ansicht, dass die Bürokratie der EU ihre Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigt und fordern daher eine Vereinfachung der Gesetze. Die EU-Kommission hat diesen Druck aufgenommen und plant umfassende Deregulierungsmaßnahmen.

Folgen für Verbraucher- und Umweltschutz

Die Deregulierung gefährdet wichtige Standards im Verbraucher- und Umweltschutz. Beispielsweise könnte das geplante Omnibusgesetz zur Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit die Überprüfung von gesundheitsschädlichen Pestiziden wie Glyphosat erschweren. Auch die Verkehrssicherheit könnte durch den Abbau von Kontrollgeräten in E-Autos beeinträchtigt werden.

Lobbyismus und politische Agenda

Ein zunehmender Einfluss von Lobbyisten auf die EU-Politik wird festgestellt, was zu einer „gekaperte Gesetzgebung“ führt, die Unternehmensinteressen über gesellschaftliche Belange stellt. Dies geschieht in einem Umfeld, in dem Unternehmen und Organisationen zusammenarbeiten, um ihre Interessen durchzusetzen, oft auf Kosten des Allgemeinwohls.

Zukünftige Entwicklungen und Widerstand

Es sind weitere Omnibus-Pakete in Planung, die den Druck auf die Umwelt- und Verbraucherschutzstandards erhöhen könnten. Gleichzeitig formieren sich zivilgesellschaftliche Bündnisse und Gewerkschaften, um gegen diese Entwicklungen vorzugehen und eine stärkere Lobbyarbeit für den Schutz von Verbraucherrechten und Umwelt zu leisten.

EU-Deregulierung durch Omnibus-Gesetze

Die EU hat Gesetzespakete, bekannt als Omnibus-Gesetze, ins Leben gerufen, um mehrere Verordnungen und Richtlinien gleichzeitig zu ändern. Dies soll die Bürokratie reduzieren, hat jedoch gravierende negative Auswirkungen auf Verbraucher- und Umweltschutz. Bettina Müller von Powershift erläutert, dass diese Gesetze nicht nur technische Änderungen beinhalten, sondern auch wesentliche Regelungen abschwächen oder abschaffen.

Ursachen für die Deregulierung

Die Deregulierung wird als Reaktion auf die Wettbewerbsnachteile von in der EU ansässigen Unternehmen in einem geopolitisch angespannten Umfeld gesehen. Diese Unternehmen sind der Ansicht, dass die Bürokratie der EU ihre Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigt und fordern daher eine Vereinfachung der Gesetze. Die EU-Kommission hat diesen Druck aufgenommen und plant umfassende Deregulierungsmaßnahmen.

Folgen für Verbraucher- und Umweltschutz

Die Deregulierung gefährdet wichtige Standards im Verbraucher- und Umweltschutz. Beispielsweise könnte das geplante Omnibusgesetz zur Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit die Überprüfung von gesundheitsschädlichen Pestiziden wie Glyphosat erschweren. Auch die Verkehrssicherheit könnte durch den Abbau von Kontrollgeräten in E-Autos beeinträchtigt werden.

Lobbyismus und politische Agenda

Ein zunehmender Einfluss von Lobbyisten auf die EU-Politik wird festgestellt, was zu einer „gekaperte Gesetzgebung“ führt, die Unternehmensinteressen über gesellschaftliche Belange stellt. Dies geschieht in einem Umfeld, in dem Unternehmen und Organisationen zusammenarbeiten, um ihre Interessen durchzusetzen, oft auf Kosten des Allgemeinwohls.

Zukünftige Entwicklungen und Widerstand

Es sind weitere Omnibus-Pakete in Planung, die den Druck auf die Umwelt- und Verbraucherschutzstandards erhöhen könnten. Gleichzeitig formieren sich zivilgesellschaftliche Bündnisse und Gewerkschaften, um gegen diese Entwicklungen vorzugehen und eine stärkere Lobbyarbeit für den Schutz von Verbraucherrechten und Umwelt zu leisten.

Ein Wärmeplan für die Wärmewende – wie Berlin in Zukunft emissionsfrei heizen könnte

24.06.2026

Berliner Wärmeplan: Ein Schritt in die emissionsfreie Zukunft

Berlin hat einen neuen Wärmeplan veröffentlicht, der als erster Schritt zur emissionsfreien Wärmeversorgung der Stadt dient. Angesichts der Abkehr von fossilen Brennstoffen wie Öl und Gas ist es entscheidend, wie die Stadt in Zukunft heizen kann. Der Wärmeplan zeigt auf, wo in Berlin Wärme benötigt wird und welche erneuerbaren Wärmequellen zur Verfügung stehen.

Herausforderungen der Wärmewende

40 Prozent der Treibhausgasemissionen in Berlin stammen aus dem Heizen. Der Wärmeplan unterteilt die Stadt in verschiedene Versorgungsgebiete, die zeigen, wo bereits Fernwärme vorhanden ist und wo Nahwärmenetze etabliert werden könnten. Besonders interessant sind die Prüfgebiete, die Potenzial für den Ausbau von Nahwärmenetzen haben.

Fernwärme und ihre Effizienz

Die Effizienz der Fernwärme hängt stark von der Wärmedichte des Gebiets ab. Bereiche mit niedrigem Wärmebedarf oder weit entfernt von bestehenden Fernwärmenetzen sind ungeeignet. Eine Umstellung auf nachhaltige Wärmequellen, wie Geothermie, wird als notwendig erachtet, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren.

Dezentrale Wärmenetze und lokale Lösungen

Dezentrale Wärmenetze bieten Potenzial, um auch Wärme von kleineren, lokalen Quellen wie Abwasser oder Industrieabwärme zu nutzen. Diese Netze sind besonders wichtig in Gebieten, die nicht an das bestehende Fernwärmenetz angeschlossen sind. Es bedarf jedoch einer verstärkten Kommunikation und Unterstützung durch die Politik, um diese Technologien zu etablieren.

Politische Verantwortung und Zukunftsperspektiven

Der Wärmeplan ist ein Auftrag an die Politik, sich aktiv mit der Wärmewende auseinanderzusetzen. Es sind konkrete Schritte notwendig, um die vorgeschlagenen Maßnahmen umzusetzen. Die Beteiligung der Bürger und der Wirtschaft ist entscheidend, um die Wärmewende erfolgreich zu gestalten.

Berliner Wärmeplan: Ein Schritt in die emissionsfreie Zukunft

Berlin hat einen neuen Wärmeplan veröffentlicht, der als erster Schritt zur emissionsfreien Wärmeversorgung der Stadt dient. Angesichts der Abkehr von fossilen Brennstoffen wie Öl und Gas ist es entscheidend, wie die Stadt in Zukunft heizen kann. Der Wärmeplan zeigt auf, wo in Berlin Wärme benötigt wird und welche erneuerbaren Wärmequellen zur Verfügung stehen.

Herausforderungen der Wärmewende

40 Prozent der Treibhausgasemissionen in Berlin stammen aus dem Heizen. Der Wärmeplan unterteilt die Stadt in verschiedene Versorgungsgebiete, die zeigen, wo bereits Fernwärme vorhanden ist und wo Nahwärmenetze etabliert werden könnten. Besonders interessant sind die Prüfgebiete, die Potenzial für den Ausbau von Nahwärmenetzen haben.

Fernwärme und ihre Effizienz

Die Effizienz der Fernwärme hängt stark von der Wärmedichte des Gebiets ab. Bereiche mit niedrigem Wärmebedarf oder weit entfernt von bestehenden Fernwärmenetzen sind ungeeignet. Eine Umstellung auf nachhaltige Wärmequellen, wie Geothermie, wird als notwendig erachtet, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren.

Dezentrale Wärmenetze und lokale Lösungen

Dezentrale Wärmenetze bieten Potenzial, um auch Wärme von kleineren, lokalen Quellen wie Abwasser oder Industrieabwärme zu nutzen. Diese Netze sind besonders wichtig in Gebieten, die nicht an das bestehende Fernwärmenetz angeschlossen sind. Es bedarf jedoch einer verstärkten Kommunikation und Unterstützung durch die Politik, um diese Technologien zu etablieren.

Politische Verantwortung und Zukunftsperspektiven

Der Wärmeplan ist ein Auftrag an die Politik, sich aktiv mit der Wärmewende auseinanderzusetzen. Es sind konkrete Schritte notwendig, um die vorgeschlagenen Maßnahmen umzusetzen. Die Beteiligung der Bürger und der Wirtschaft ist entscheidend, um die Wärmewende erfolgreich zu gestalten.