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Alena Gröfler
Beschreibung
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

#35 Viola Beuscher: Über Handwerk, Selbstvertrauen und ein Business ohne Blaupause
Harte Arbeitsrealität und Mehrfachrollen
Die Gesprächspartnerin beschreibt eine Arbeitswelt, in der Präsenz, Flexibilität und Fokus zentrale Werte sind. Sie arbeitet sowohl praktisch in der Werkstatt als auch strategisch im Büro, verhandelt und reist, um Prozesse zu verstehen und Geschäfte zu sichern. Die Leidenschaft liegt darin, Produkte in Händen zu halten, deren Wert zu sehen und das Unternehmen am Laufen zu halten, während gleichzeitig neue Wege und Partnerschaften gesucht werden.
Technologie als Unterstützer, nicht als Ersatz
KI wird als sinnvolles Werkzeug gesehen, das Prozesse vereinfacht, Effizienz erhöht und Wachstumsoptionen eröffnet. Gleichzeitig betont sie, dass Handwerk Präzision erfordert und Fehler nicht ignoriert werden dürfen. Die Balance zwischen digitaler Optimierung und handwerklicher Qualität ist essenziell, um Skalierbarkeit zu erreichen, ohne die individuelle Handwerkskunst zu verwässern.
Wachstum, Preisbildung und Marktdynamik
Das Unternehmen diversifiziert mit Online-Shop, Miet- und Verleihangeboten sowie individuellen Aufträgen. Preisbildung wird transparent kommuniziert, begleitet von Bildungsangeboten wie Workshops, die Verständnis fördern. Herausforderungen liegen in der Wahrung von Qualität, der Abgrenzung von Massenangeboten und der Erhaltung einer stabilen Wirtschaftlichkeit trotz Marktvolatilität und Konkurrenz.
Leadership, Offenheit und Zusammenarbeit
Führung basiert auf Offenheit für Feedback, klare Rollen, externe Beratung und kontinuierliche Weiterentwicklung der Unternehmenskultur. Personal Brand-Ansatz spielt eine Rolle, doch der Fokus bleibt auf echter Verbindlichkeit, Sichtbarkeit und Mut zu Transparenz. Kooperationen mit anderen Creatives stärken das Netzwerk, inspirieren neue Perspektiven und helfen, das Unternehmen nachhaltig weiterzuentwickeln.

#34 Alexandra Palla: Vom Kochauftritt zum eigenen Modelabel
Design als kernelemente von Kochen, Textil und Mode
Die Perspektive vereint Kulinarik, Design und Kunst. Struktur, Materialität und haptische Qualität prägen Alexandra Pallas Arbeit. Das Geschirrtuch-Kleid stand für eine klare visuelle Mission, bei der Form und Funktion zusammenkommen. Muster wie Karo werden gezielt eingesetzt, um eine erkennbare Handschrift zu schaffen, die sich durch Kleidung, Kochen und Wohnobjekte zieht.
Familie, Unternehmertum und Selbstverständnis
Wegweisend waren two starke Unternehmerinnen-Generationen in der Familie, die Selbstständigkeit vorlebten. Die Großmütter repräsentieren Mut, Verantwortung und Netzwerkfähigkeit; die Mutter ergänzt diese Werte. Diese Prägungen ermöglichen Selbstvertrauen, Risikobereitschaft und die Bereitschaft, verschiedene Felder wie Textil, Kulinarik und Medien zu verbinden.
Werdegang, Ausbildung und Netzwerke
Eine formale Designausbildung wird nicht als zwingend erachtet; Netzwerke und das Einholen von Expertenwissen sind entscheidend. Technische Textilkenntnisse unterstützen die Praxis, während Kooperationen und Feedback aus der Branche das Wachstum ermöglichen. Der Blick richtet sich darauf, passende Partner zu finden, um das vorhandene Know-how sinnvoll zu ergänzen.
Zukünftige Projekte, Markenführung und Wohnkultur
Internationales Wachstum, Messeauftritte und Kooperationen stärken die Marke. Zudem realisiert sich ein Hotelzimmerprojekt im Salzkammergut, das Home-Collection und Living-Design verbindet. Der rote Faden der Arbeiten zeigt sich in einer konsistenten Handschrift: Karomuster, klare Formen, praktikable Ästhetik und eine starke visuelle Identität, die sich in Kleidung, Keramik, Möbeln und Raumgestaltung wiederfinden.

#33 Robert Neundorf – Über Debüt, Designhaltung und das erste eigene Sitzmöbel
Herkunft und künstlerische Linie
Der Designer wuchs in der Urban-Art-Szene auf und entwickelte früh ein Gespür für Gestaltung. Aus einer Galerie- und Kunstlaufbahn wurde ein Blick fürs Raumdesign. Räume sollen keine reinen Wohlfühlzonen sein, sondern Ausdrucksstücke, die Emotionen wecken und Haltung zeigen. Die Arbeiten spiegeln eine Verbindung von Kunst und Interior wider, wobei Räume als Kunstwerke erlebt werden und sichtbare Spuren urbaner Ästhetik tragen.
Debütmöbel, Entstehung und Bedeutung
Nach intensiver Arbeit entstand eine erste Kollektion aus drei Sitzmöbeln, jedes ungewöhnlich im Materialmix: Holz, Edelstahl und GfK, benannt nach Tieren. Die Stücke verkörpern Urban Signals: Möbel, die Raum brauchen, um zu atmen, statt unauffällig zu wirken. Der Prozess war geprägt von Nervosität, Staunen und Druckabbau, der Moment des Endzustands ließ ansatzweise Tränen der Erleichterung fließen.
Zukunftsperspektiven und Selbstverständnis
Der Entwurf wird als limitierte Kunst-Objekt-Sammlung verstanden, mit klarer Richtung: Mehr Objekte, mehr Experimente, weniger Masse. Kooperationen mit Herstellern oder Marken könnten entstehen, doch der eigene Studio-Ansatz bleibt zentral. Das Ziel ist, Räume mit provokanter Ästhetik zu schaffen, die echte Gespräche anstoßen und langfristig im Blick behalten werden.