
Kunst & Knackig
Saskia Wolf, Britta Kadolsky
Beschreibung
Der Podcast KUNST & KNACKIG bringt dir ab sofort spannende Hintergründe über Kunst, Kunstgeschichte, Ausstellungen, Museen und Künstler:innen auf die Ohren. Saskia Wolf und Britta Kadolsky nehmen dich mit in die spannende Welt der Kunst. Passioniert und humorvoll laden die beiden Kunsthistorikerinnen dich ein, neugierig auf Kunstwerke zuzugehen und neue Perspektiven zu entdecken:
- Wie kann eine Porträt-Fotografie einem Krieg ein Gesicht verleihen?
- Wo trifft man das Who-is-Who der modernen Bildhauerkunst?
- Kann man sich in der Farbfeldmalerei verlieren?
Mach es dir gemütlich und genieße die Kombination aus Mehrwert und Unterhaltung.
Wir freuen uns über Feedback, Lob oder Kritik! Schreib uns gerne an.
Du findest uns unter:
Saskia Wolf - Instagram: @arcufo.ch oder www.arcufo.ch
Britta Kadolsky - Instagram: @britta_kadolsky oder www.brittakadolsky.com
- Wie kann eine Porträt-Fotografie einem Krieg ein Gesicht verleihen?
- Wo trifft man das Who-is-Who der modernen Bildhauerkunst?
- Kann man sich in der Farbfeldmalerei verlieren?
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

#33 - Stille in der Kunst: Zwischen Leere, Sehnsucht und Beklemmung
06.09.2026
Von Marina Abramović bis Caspar Wolf: Was Stille mit uns macht
In dieser Folge von KUNST & KNACKIG widmen sich Britta Kadolsky und Saskia Wolf einem ungewöhnlichen Thema: der Stille in der Kunst. Zu Gast ist Michaela Frankenberger, Buchbloggerin, die uns auf dieses Thema gebracht hat. Ausgangspunkt war ein Austausch über das Buch „Vom Glück der Stille" - eine Sammlung von Gedichten und Geschichten. Gemeinsam gehen wir drei der Frage nach, wo und wie Stille in der Kunst, der Musik und im Alltag entsteht und was sie mit uns macht.
Den Auftakt macht der dänische Maler Vilhelm Hammershøi, der fast ausschließlich die stillen Innenräume seiner Kopenhagener Wohnung malte – meist mit der Rückenfigur seiner Frau Ida, in gedämpften Grau-, Weiß- und Beigetönen. Seine Nähe zum Stil von Vermeer, das seitliche Licht, die Reduktion auf Raum statt Dekoration: All das erzeugt eine melancholische Ruhe. Von dort führt unser Gespräch zu Caspar David Friedrichs „Mönch am Meer" in der Berliner Alten Nationalgalerie – ein Bild, das für Michaela und Saskia Sehnsucht, Weite und die Kraft des Alleinseins symbolisiert. Als weiterer Künstler kommt der Schweizer Landschaftsmaler Caspar Wolf ins Spiel. Er ist ein Pionier der Hochgebirgsmalerei und hält als einer der Ersten die Gletscherwelt der Alpen fest – ein Spiel zwischen Stille, Erhabenheit und Gefahr.
Außerdem sprechen wir über Räume der Stille im wörtlichen Sinn: von Andachtsräumen an Flughäfen und im Brandenburger Tor bis hin zu Kirchen und Bibliotheken. Daran schließt Yves Kleins „Le Vide" an – sein leerer, weiß getünchter Raum, den er 1958 in der Pariser Galerie Iris Clert und 1961 im Museum Haus Lange in Krefeld installierte. Saskia bringt dazu Joan Mirós Bild „Landschaft (Leere)" ins Gespräch, eine fast vollständig weiße Leinwand mit nur einem blauen Punkt, die sie im Zentrum Paul Klee in Bern gesehen hat.
Intensiv wird es bei Marina Abramović: Ihre Performance „The Artist is Present" im MoMA 2010, bei der Besucher:innen ihr schweigend gegenübersaßen, wird ebenso besprochen wie ihre Autobiografie „Durch Mauern gehen" und unsere persönlichen Erfahrungen mit stillem Blickkontakt.
Danach wandert unser Gespräch zur Musik: John Cages „4'33'" - eine Komposition ganz ohne gespielten Ton – und die Stille zwischen den Sätzen bei Beethoven, die einem Werk erst seine Wirkung verleiht.
Zum Schluß sprechen wir über unsere persönlichen Bedürfnisse und Erfahrungen mit Stille. Dazu gibt es eine Buchempfehlung von Michaela und Fragen zur Anregung.
Besprochene Werke
Interieur mit Rückenansicht einer Frau (u.a.), Vilhelm Hammershøi, 1903/04, Randers Kunstmuseum
Der Mönch am Meer, Caspar David Friedrich, 1808–1810, Alte Nationalgalerie, Berlin
Gletscherbilder (u.a.), Caspar Wolf, 1774–1779, u.a. Kunstmuseum Basel
Le Vide (Die Leere), Yves Klein, 1961 Museum Haus Lange, Krefeld
Landschaft (Leere), Joan Miró, 1968, Zentrum Paul Klee, Bern (Zeitungsartikel dazu)
The Artist is Present, Marina Abramović, 2010, MoMA, New York
4′33″, John Cage, 1952 (Musikstück)
Buchtipps aus der Folge
„Sie dreht sich um", Angelika Overath
„Durch Mauern gehen", Marina Abramović
„Stille", Erling Kagge
(persönliche Empfehlungen, keine Werbung)
Hört rein in die Podcastfolge, in der wir bereits über Marina Abramović gesprochen haben: #26 - Kunst-Highlights 2025: Unser Jahresrückblick
Michaela findest du mit ihren Buchbesprechungen auf Instagram: @michaelafrankenberger
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Ankündigung Sommerpause & Best of Us
05.07.2026
Sommerpause
🎉 KUNST & KNACKIG feiert 🎉
Vor 3 Jahren ist die erste Folge unseres Podcasts erschienen. Unglaublich, dass wir nun schon so lange jeden Monat eine neue Folge rausbringen. Es macht uns immer noch ganz viel Spaß: Wir lernen bei jeder Folge während der Recherche viel Neues dazu. Danke, dass du dabei bist und uns auf unserem Weg begleitest.
☀️ Sommerpause ☀️
Im Juli und August legen wir wieder eine kleine kreative Pause ein und genießen den Sommer. Ab September sind wir mit frischen Themen wieder für euch da.
🤓 Best of: Saskia hat sich die Analyse unserer bisherigen Folgen angeschaut und wir erzählen euch, welches die erfolgreichsten Folgen waren und wir verraten unsere Lieblingsfolgen.
🎧 Wir hören uns im September wieder und wünschen euch einen tollen Sommer und viel Spaß mit unseren Bestsellern.
Bestseller seit Freigabe:
#19 - Die Renaissance: Kunst, Macht und Vielfalt einer epochalen Wiedergeburt
#3 - Mark Rothko: Im Farbenrausch der Abstraktion
#13 - Caravaggio: Leben und Kunst zwischen Licht und Schatten
Beste Folgen der letzten 12 Monate:
#30 - Sex sells: Von Scham, Feigenblättern und verdeckten Geschlechtern
#22 - Kunst wird Kult: Wie Kunstwerke zu Ikonen werden
#23 - Kunst im öffentlichen Raum: Kultur für alle in Frankfurt und in Zürich (1)
Lieblingsfolge von Britta:
#27 - Tiere in der Kunst: Von Affe bis Zebra. Eine Reise durch die Tierwelt
Lieblingsfolgen von Saskia:
#7 - Die Gaben der Heiligen drei Könige: Gold, Weihrauch und Myrrhe
#15 - Cäsar, Dante, Napoleon. Alle wollten ihn: Den Lorbeer. Aber warum?
Die Bücher von Natalja Schmidt findest du hier.
Mache es dir gemütlich und geniesse die Kombination aus Mehrwert und Unterhaltung.
Happy Summertime 🏖️
Britta & Saskia
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#32 - Die Sammlung Würth im FOCUS: 20’000 Kunstwerke, 500 Jahre Kunstgeschichte, 1 Sammler
07.06.2026
Neue Blicke auf die Sammlung
In dieser Folge sind Saskia Wolf und Britta Kadolsky von KUNST & KNACKIG live vor Ort in Künzelsau-Gaisbach unterwegs und tauchen ein in eine der größten privaten Kunstsammlungen Europas: die Sammlung Würth. Über 20‘000 Werke, 500 Jahre Kunstgeschichte – und alles geht zurück auf die Leidenschaft eines Unternehmers: Reinhold Würth.
Wir sprechen darüber, wie aus einer persönlichen Sammelleidenschaft ein weit verzweigtes Museumsnetzwerk entstanden ist, das sich bewusst gegen elitäre Zugangshürden stellt. Freier Eintritt, internationale Standorte und ein klarer Anspruch: Kunst soll für alle da sein.
Im Zentrum der Folge steht die Ausstellung FOCUS – Neue Blicke auf die Sammlung im Museum Würth 2. Wir gehen zusammen durch die Ausstellung und lassen uns von den zentralen Fragen der Schau leiten: Wie sehen wir Kunst? Gibt es einen „male gaze“ und einen „female gaze“? Was passiert eigentlich zwischen Abstraktion und Figuration?
Besprochen werden unter anderem das Kissenbild von Gotthard Graubner, das monumentale Werk von Georg Baselitz sowie die charakteristischen Bildstrategien von Gerhard Richter, die sich zwischen Fotorealismus und Verwischung bewegen. Lovis Corinths weiblicher Akt wird der rohen, selbstgenügsamen Bronzeskulptur von Hans Josephsohn gegenübergestellt.
Ein besonderes Highlight ist das Gespräch mit der Co-Kuratorin der Ausstellung FOCUS und Stv. Direktorin der Sammlung Würth Dr. Beate Elsen-Schwedler. Im Gespräch mit ihr erhalten Saskia und Britta spannende Einblicke in die Sammlung und in die kuratorische Arbeit hinter der Ausstellung. Gemeinsam mit Maria Würth hat sie „FOCUS – Neue Blicke auf die Sammlung“ konzipiert, in der gezielt neue Werke aus der Sammlung älteren Arbeiten gegenübergestellt werden, um frische Perspektiven und Dialoge entstehen zu lassen.
Saskia und Britta waren zudem von der Bildhauerin Gertrude Reum sowie dem Würth Skulpturengarten begeistert, was jedoch den Rahmen der Folge gesprengt hätte. Wir haben deshalb alle Informationen dazu unten verlinkt.
Informationen zur Sammlung Würth:
Ausstellung FOCUS – Neue Blicke auf die Sammlung im Museum Würth 2
Gertrude Reum im Museum Würth: Das Museum widmet Gertrude Reum anlässlich ihres 100. Geburtstages eine Einzelausstellung. Ihre Arbeiten, insbesondere die geschliffenen Aluminiumplatten mit ihren lichtdurchzogenen Strukturen, überraschen durch ihre stille Präzision und visuelle Kraft.
Würth Skulpturengarten: Im Würth Skulpturengarten ist das „who’s who“ der zeitgenössischen Kunst zu sehen, so beispielsweise Niki de Saint Phalle, Tony Cragg, Marc Quinn, Eduardo Chillida sowie Elmgreen & Dragset.
Die APP „Würth Collection“ liefert spannende Informationen über alle Ausstellungen europaweit.
Besprochene Werke:
Gotthard Graubner – Mysterium coniunctionis (1986)
Georg Baselitz – Andalusische Gitarre (2021)
Gerhard Richter – Fingermalerei grau (1969)
Lovis Corinth – Liegender weiblicher Akt (1915)
Hans Josephsohn – Ohne Titel (1971)
Cecily Brown - Studie After „Paradise“ 3 (2003)
Eva Rothschild – Technical Support (Würth) (2019)
Hört auch in unsere Folge #21 rein: Niki de Saint Phalle: Kunst zwischen farbigen Nanas und Schießbildern
Britta Kadolsky hat auf ihrem Kunstblog Was kann Kunst einen Artikel über Niki de Saint Phalle geschrieben.
Saskia Wolf hat auf ihrem Blog arcufo.ch einen Artikel über den Würth Skulpturengarten veröffentlicht.
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Saskia Wolf und Britta Kadolsky
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Diese Podcastfolge ist Teil-Gesponsort – die Sammlung Würth war so freundlich und hat uns die Logie bei unserem Besuch bezahlt.