
schwarz & eng
Markus und Alex
Beschreibung
Willkommen bei „schwarz & eng – der schwule fetisch podcast“! In diesem einzigartigen Podcast nehmen euch Alex und Markus, zwei leidenschaftliche Mitglieder der Fetisch-Community, mit auf eine Reise durch die facettenreiche Welt schwuler Fetische.
Hier geht es um mehr als nur Kleidung und Fetische – wir sprechen über die tiefen persönlichen Geschichten, die Herausforderungen und die Freiheit, die mit dem Ausleben der eigenen Vorlieben einhergehen. Unser Ziel ist es, eine offene Plattform zu schaffen, auf der wir über alle Facetten der Fetisch-Welt sprechen können – ohne Tabus, dafür mit einer gehörigen Portion Humor und Authentizität.
„schwarz & eng“ ist ein Podcast für alle, die sich für Fetische, LGBTQ+ Themen und das Leben in dieser besonderen Subkultur interessieren. Wir laden euch ein, aktiv teilzunehmen: Schickt uns eure Fragen, teilt eure Geschichten oder schlagt Themen vor, die wir in zukünftigen Episoden besprechen sollen. Egal, ob ihr selbst Teil der Szene seid oder einfach neugierig – hier findet ihr einen Raum, in dem wir über alles sprechen können, was uns in der Fetisch-Welt bewegt.
Abonniert uns auf eurer bevorzugten Plattform und bleibt gespannt auf viele weitere spannende, lustige und tiefgründige Gespräche!
Hier geht es um mehr als nur Kleidung und Fetische – wir sprechen über die tiefen persönlichen Geschichten, die Herausforderungen und die Freiheit, die mit dem Ausleben der eigenen Vorlieben einhergehen. Unser Ziel ist es, eine offene Plattform zu schaffen, auf der wir über alle Facetten der Fetisch-Welt sprechen können – ohne Tabus, dafür mit einer gehörigen Portion Humor und Authentizität.
„schwarz & eng“ ist ein Podcast für alle, die sich für Fetische, LGBTQ+ Themen und das Leben in dieser besonderen Subkultur interessieren. Wir laden euch ein, aktiv teilzunehmen: Schickt uns eure Fragen, teilt eure Geschichten oder schlagt Themen vor, die wir in zukünftigen Episoden besprechen sollen. Egal, ob ihr selbst Teil der Szene seid oder einfach neugierig – hier findet ihr einen Raum, in dem wir über alles sprechen können, was uns in der Fetisch-Welt bewegt.
Abonniert uns auf eurer bevorzugten Plattform und bleibt gespannt auf viele weitere spannende, lustige und tiefgründige Gespräche!
Podmon Kategorien
Darüber wird in diesem Podcast anteilig gesprochen.
Anzahl Kategorien
Upgrade dein Konto, um kontextuelle Kategorien zu sehen!
Chartplatzierungen
Aktuelle Platzierungen in den öffentlichen Podcast-Charts und in unseren eigenen Kategorien.
Apple Podcasts
Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

#38 schwarz & eng & ehrlich - zu Gast im eigenen Fetisch-Podcast
27.09.2026
Heute sind wir die Gäste - Mit Schoto und Annika von Radio Sunray FM
Wie alles begann – diesmal richtig. Lange haben wir erzählt, wir hätten uns beim schwarz & eng im Toms kennengelernt. In Wahrheit hat Alex Markus vorher schon ein Paar Sneaker abgekauft. Und wir klären endlich, warum Alex damals ausgerechnet Markus gefragt hat: ganz nüchtern, weil ein neuer Podcast Reichweite braucht. Aus dieser unromantischen Entscheidung ist etwas sehr Emotionales geworden. Wir erzählen, wie schnell die ersten Folgen durch die Decke gingen, wie uns bewusst wurde, dass uns echte Menschen ihre Zeit schenken, und wie Markus nach einem Jahr an einem Punkt war, an dem er fast ausgestiegen wäre. Zu viel Druck, zu wenige Themen, zu hohe Erwartungen. Seit dem Jahreswechsel hat er wieder richtig Lust, und bis Jahresende sind wir quasi ausgebucht.
Unsere Wege in den Fetisch. Markus hat sich mit 19 seinen ersten, ultrabilligen Suit bestellt, damals noch mit Puder statt Silikonöl. Sein heutiges Leben begann aber erst Mitte 2022, nach einer toxischen Beziehung, nach Covid und den Jahren auf dem bayerischen Land. Bei Alex gab es keinen Moment, in dem ein Schalter umgelegt wurde. Es gab einen Mann, der ihn noch zu Radiozeiten in einen Rubber Suit gesteckt hat, und es gab den Podcast, der für ihn fast so etwas wie eine Therapiesitzung wurde. Wir sprechen offen über Selbstzweifel in einer langen Beziehung, über ein Gespräch, das es früher nicht gab und heute beim Glas Wein möglich ist, über den ersten Gang im Rubber beim CSD Berlin mit zitternden Fingern am Handy und darüber, wann aus dem Ausprobieren Selbstverständlichkeit wurde.
Die Kehrseite: Wenn alle mithören. Unsere Welten sind längst vermischt. Kollegen fragen, welches Thema wir heute aufnehmen. Kunden und die Bankberaterin grüßen. Alex' 92-jähriger Opa hat den Post zur Kreuzfahrt geliked und ihn beim Kaffeetrinken darauf angesprochen. Die Kreuzfahrt war für uns übrigens so etwas wie ein Gütesiegel. Markus erzählt, wie seine Kolleginnen ausgerechnet seine persönlichste Folge gehört haben und warum ihn das am Ende glücklicher gemacht hat. Es gibt aber auch eine Kehrseite: Markus kann kaum noch auf eine Party gehen, ohne angestarrt zu werden, und genießt deshalb die Abende, an denen ihn keiner kennt. Alex merkt, dass manche Menschen einen „Podcast-Alex“ im Kopf haben, bevor sie ihn überhaupt kennenlernen. Wir erzählen auch, was wir bewusst nicht mehr teilen, aus Rücksicht auf andere und auf uns selbst.
Was wir gelernt haben. Markus hat den Mut aus dem Podcast mitgenommen, um in einem Führungskräfteseminar vor zwölf Menschen darüber zu sprechen, und war danach unfassbar stolz. Alex hat gelernt, dass man Menschen nicht in Schubladen stecken kann und dass es kein „normal“ gibt. Die Folge, die uns beide am meisten verändert hat, ist die über Windelfetisch und Adult Play mit Sven. Sie ist bis heute unsere meistgehörte. Inzwischen erreichen wir rund 35.000 Menschen im Monat, darunter erstaunlich viele neugierige Menschen, die gar nicht aus der Szene kommen. Alex hätte gern noch mehr „Muggel“ an Bord. Markus sind die Zahlen ziemlich egal. Einig sind wir uns darin, dass wir unsere Inhalte nicht danach ausrichten, wer uns hört, und dass wir uns nicht bezahlen lassen. Das ist Markus' rote Linie, seit Folge eins.
Wir zwei, ganz ehrlich. Warum funktionieren wir als Duo? Weil wir uns ergänzen, ohne je darüber gesprochen zu haben. Alex kümmert sich um Technik, Schnitt und Distribution, Markus um Themen, Gäste und Nachrichten. Und was nervt? Alex' 214 ungelesene Nachrichten. Und Markus, der anderen ins Wort fällt, woran er hörbar gearbeitet hat. Er erzählt auch offen, warum ihm das schwerfällt. Dann wird es leise: Alex spricht über den Alex, den nur sein Mann kennt, mit Selbstzweifeln und ohne Bühne. Markus hat dagegen null Pokerface. Zum Schluss verraten wir, was bleiben soll, wenn das Mikro einmal ausgeht: Seid mutig, seid offen, urteilt nicht und probiert Euch aus. Danach gibt es noch Geschenke mit echtem Insider-Wert, unser Gütesiegel für das Studio von Radio Sunray FM und eine rein hypothetische Frage zu verlorenen Schuhen im Club.

#37 Kinky Warmup zur Folsom Europe - Was erwartet Euch in Berlin?
06.09.2026
Vorfreude, Fakten und Fettnäpfchen: Alles, was Ihr vor Eurem Folsom-Wochenende in Berlin wissen solltet
Von San Francisco nach Berlin – seit 2003. Die Idee brachte eines der Gründungsmitglieder aus San Francisco mit: Kinky und Charity vermischen, und das Ganze auf die Straße. Hamburg war kurz im Gespräch, am Ende passte Berlin einfach besser. In diesem Jahr steht die 23. Ausgabe an – Corona hat eine gekostet. Denis macht uns deutlich, warum diese Sichtbarkeit gerade jetzt zählt: Es gibt jedes Jahr Anfragen, warum die Stadt so etwas überhaupt erlaubt, der Berliner CSD endete alles andere als schön, und vor wenigen Tagen wurde im Kiez eine Regenbogenwand zerstört. Beim CSD stand das Team dieses Jahr erstmals mit Bondage auf der Bühne – die Reaktionen waren überraschend positiv.
Hinter der Folsom steht ein kleiner Vorstand, ein paar Mitglieder – und vor allem die Volunteers, ohne die gar nichts ginge: Parkraumbewirtschaftung, Bars, Auf- und Abbau, zwei volle Tage. Sie kommen nicht nur aus Berlin, sondern aus London und den USA angereist, und wer mitmachen möchte, kann sich auch dieses Jahr noch melden. Genauso läuft es beim Geld: Das Straßenfest ist kostenlos, an den vier Eingängen wird um Spenden gebeten – inzwischen auch digital per Karte und Apple Pay, "kein Bargeld dabei" gilt also nicht mehr als Ausrede. Nach dem Fest kann sich die Community per Formular um die Mittel bewerben; finanziert wurden damit schon Fetischwochen, der Buchladen Eisenherz und sogar neue Sportgeräte für die Kita im Kiez.
Die Folsom ist kein festes Programm, sondern ein Kosmos: ein kostenloses Straßenfest plus unzählige Partys, Bootstouren und Events von Mittwoch bis Sonntag. Auf der Straße mischt sich alles – Fetischläden und Aussteller, die man sonst nur aus dem Internet kennt, Vereine, Shows, die Kita mit ihren Schokoküssen und der Mexikaner gegenüber, der jedes Jahr Cocktails mixt. Zwischen 10.000 und 20.000 Menschen werden erwartet, je nach Wetter – bei rund 20 Grad wird es dieses Jahr wohl eher Leder- als Rubberwetter. Wir räumen gleich mehrere Ängste ab: Ihr dürft allein hingehen, Ihr dürft in Jogginghose hingehen, Ihr dürft nach Fotos fragen, und es gibt weder ein "zu alt" noch ein "zu spät". Neu in diesem Jahr: Der Freitagabend ist erstmals offiziell Straßenfest, ab 18 Uhr – das entzerrt den Samstag, der wie gewohnt um 12 Uhr startet.
Vor Ort gibt es ein Security-Team an den Eingängen, Volunteers in roten Shirts als Ansprechpartner und zwei Sanitätswagen. Genauso wichtig: aufeinander achten, ansprechen, genug trinken – und zwar nicht nur Alkohol. Markus erzählt von einem echten Panikmoment, als er vor Jahren mit Maske und Zwangsjacke an der Leine im Dunkeln zum Fest geführt wurde und seine Begleitung angepöbelt wurde: Auf dem Hin- und Rückweg lieber nicht allein, lieber etwas drüberziehen, im Zweifel gemeinsam gehen. Und ein klares Wort zum Straßenfest selbst: Es ist non-sexuell. Wer horny ist, geht in einen Darkroom, nicht auf die Straße – die Akzeptanz der Anwohnenden ist zu wertvoll, um sie zu verspielen. Beim Thema Barrierefreiheit ist das Team ebenerdig unterwegs, hat Gebärdendolmetscher auf den Bühnen und ist ausdrücklich offen für Feedback.
Nachdem wir Denis verabschiedet haben, packen wir unsere eigenen Pläne aus: Anreise Donnerstag, Abreise Montag – ein Urlaubstag, der sich jedes Jahr lohnt. Alex lässt sich treiben und will keine Termine, Markus hat Donnerstag Kultur (Musical-Empfehlung: "Wir sind am Leben" im Theater des Westens), Freitag Kaffee und Kuchen plus Party, Samstag bewusst nichts. Dazu gibt es reichlich Partytipps für die ganze Woche, ein Highlight in eigener Sache – die PIG Party in der Alten Münze hat nach unserer Folge zum Thema Barrierefreiheit ein eigenes Konzept dafür entwickelt – und einen Hinweis auf einen Rubber-Pop-up-Store. Zum Schluss: unsere Termine in Dresden und Hamburg Ende September, die Einladung zu FKK (Foto, Kaffee, Kuchen) am 25. Oktober im Café Uhrlaub, ein Service-Hinweis zum Post-Folsom-Blues, ein Trostwort an alle, die dieses Jahr nicht können – und unsere dringende Bitte: Sprecht uns an. Wir beißen nicht.

#36 Furry: Wie viel Fetisch steckt im Fell?
23.08.2026
Theron und Burstup nehmen uns mitten hinein ins Furry-Fandom
Bevor wir überhaupt zur Definition kommen, sind wir schon wieder mittendrin: Die beiden kennen sich nicht von einer Con, sondern aus VRChat – Fullbody-Tracking, Sensoren an Füßen und Hüfte, Clubs mit richtig guter Musik, mitten in der Pandemie. Und dann dieses Phänomen namens Phantom Sense, bei dem das Gehirn irgendwann glaubt, Berührungen im virtuellen Raum tatsächlich zu spüren. Die schönste Geschichte des Abends: das erste Treffen nach der Pandemie, Berlin 2023, Tanzfläche – und man erkennt seine Freunde daran, wie sie tanzen und klingen, obwohl man sie nie in der „Physik" getroffen hat. Alex' Kinnlade: unten.
Dann holen wir 20 Schritte zurück, weil viele von euch beim Begriff Furry erstmal an Weichspüler denken. Furrys interessieren sich für anthropomorphe Tiere – Tierfiguren mit menschlichen Zügen. Daraus entsteht eine eigene Fursona: Spezies, Farben, Markings, alles individuell, nichts von der Stange, dazu Unmengen an Artwork, Rollenspiel und Community. Das Ganze ist übrigens keine Erfindung des Internets: Die älteste bekannte figürliche Darstellung eines Menschen ist der 40.000 Jahre alte Löwenmensch vom Hohlenstein-Stadel in Baden-Württemberg. Der Begriff „Furry" selbst existiert erst seit Ende der 80er, das Fandom entstand aus Underground-Comics der 70er und 80er. Und ganz klar abzugrenzen von Therians, die sagen: Ich bin eine Katze.
Das Faszinierendste für uns: Wir sind eine geschlagene Stunde in einem Fetisch-Podcast unterwegs, und es ist komplett nonsexuell. Genau das ist der Punkt – das Fandom ist flauschig, kreativ, manchmal kindlich, und beides darf nebeneinander existieren. Wir reden über Zahlen (nur rund 20 % hetero, etwa 10 % asexuell, der Rest irgendwo im queeren Spektrum), über Fursuit-Preise, die uns fast vom Stuhl hauen (ein Kopf ab ca. 5.000 €, komplette Suits bis 15.000 €, Wartelisten von einem bis drei Jahren) – „und wir dachten, Rubber ist teuer!" –, über selbstgebaute Suits mit 3D-Drucker und YouTube-Tutorials und darüber, wie aus einer Handvoll Leuten in Berlin ein Rubber-Fur-Event mit 550 Teilnehmenden wurde. Dazu die Basics, an die kein Mensch denkt: 50 Zentimeter lange Strohhalme, Ventilatoren in jeder Ecke und eine Headless Lounge, in der man den Kopf abnehmen kann.
Was uns dabei richtig beeindruckt: Diese ganze Maschine läuft ehrenamtlich. Rund 10 % der Anwesenden arbeiten mit, keiner wird bezahlt – Tontechniker, Lichtleute, Laser, 3D-Animationskünstler, die sonst für Disney arbeiten, ganze Puppentheater-Produktionen mit eigenem Komponisten. Sie zahlen ihr Hotelzimmer selbst und bringen unzählige Stunden Arbeit mit. Dazu ein Hotel in Thüringen, das mit der Community so verwachsen ist, dass sie ihm die Poolbeleuchtung und Glasfaser eingebaut haben und das Gebäude eine Woche lang von der Autobahn aus leuchtet. Und ein Zusammenhalt, der auch bei uns ankam: Unser Team hatte ein Kabel vergessen – zehn Minuten später war das Problem über zwei Ecken gelöst. Danke dafür!
Und dann kommt sie doch, die Frage: Wie versaut seid ihr? Klare Antwort: Furry ist nicht gleichzusetzen mit Fetisch – aber die Überschneidung ist riesig, rund 87 % der männlichen Furrys geben an, regelmäßig Furry-Erotik zu konsumieren, offene Beziehungen sind völlig normal, es gibt eigene Begriffe, eigene Apps, gefühlt 30 Telegram-Gruppen (zwei Drittel davon Sex und Party). Gleichzeitig zieht die Community erstaunlich klare Grenzen: keine Under-18 auf europäischen Cons, tagsüber alles safe und familienfreundlich, nachts dann Relaxed-Dresscode-Dances – Konsensprinzip und Kontextprinzip. Wir sprechen außerdem über Vorurteile von außen, über Spezies-Klischees (Füchse sind angeblich immer bottom), über Markus' wunderschönen ersten Abend im Puppy Park in Mannheim (Handyverbot inklusive – und er findet's inzwischen gut), über die älteste Furry, die Burstup kennengelernt hat (89 Jahre, am Registration Desk) und über Alex' Kuchen-Moment mit der Freundin seines Mannes. Das Wort zum Sonntag liefern unsere Gäste selbst: Beide Seiten haben recht, und beide dürfen existieren. Danke, Theron und Burstup – wir sind schwer begeistert. Und ja: Der Cremant klebt jetzt an der Hotelwand.