Hebammenkundig
Podcast
de

Hebammenkundig

Thieme Gruppe

Beschreibung

Hebammenkundig richtet sich an Hebammen und werdende Hebammen. Für sie sprechen wir mit Hebammen und Expert*innen sowie wichtigen Akteur*innen aus angrenzenden Fachgebieten und vertiefen Themen aus der Zeitschrift Hebamme. Wir liefern Hintergründe, machen Wissenschaft greifbar und diskutieren ihre Anwendung in der Praxis.

„Hebammenkundig“ ist eine Produktion der Thieme Gruppe.

-----------------------------------------------------------------------------------------------------

*Wichtiger Hinweis - Der Podcast kann das persönliche Arztgespräch, die Diagnose und Behandlung NICHT ersetzen!
Wie jede Wissenschaft ist die Medizin ständigen Entwicklungen unterworfen. Forschung und klinische Erfahrung erweitern unsere Erkenntnisse, insbesondere was Behandlung und medikamentöse Therapie anbelangt. Soweit in diesem Podcast eine Dosierung oder eine Applikation erwähnt wird, darf der Zuhörer zwar darauf vertrauen, dass die Hosts große Sorgfalt darauf verwandt haben, dass diese Angabe dem Wissensstand bei Fertigstellung des Podcast entspricht.
Für Angaben über Dosierungs- und Behandlungsanweisungen und Applikationsformen kann vom Verlag jedoch keine Gewähr übernommen werden. Jede*r Benutzende ist angehalten, durch sorgfältige Prüfung der Beipackzettel und Bedienungsanleitungen der verwendeten Präparate, Methoden oder Geräte und gegebenenfalls nach Konsultation eines Spezialisten oder einer Spezialistin, im Arztgespräch deren korrekte Applikation festzustellen und festzustellen, ob die dort gegebene Empfehlung für Behandlungsformen, Dosierungen oder die Beachtung von Kontraindikationen gegenüber der Angabe in diesem Podcast abweicht. Eine solche Prüfung ist besonders wichtig bei selten verwendeten Behandlungsformen, Präparaten oder solchen, die neu auf den Markt gebracht wurden. Jede Anwendung, Dosierung oder Applikation erfolgt auf eigene Gefahr des Benutzenden. Podcast Hosts und Verlag appellieren an alle Benutzenden, ihnen etwa auffallende Ungenauigkeiten dem Host oder dem Verlag mitzuteilen.

Without Thieme Group's prior express written permission, the following use is strictly reserved: You shall not 1) use the content for commercial text and data mining as under § 44b German Copyright Act, i.e. use robots, spiders, scripts, service, software or any manual or automatic device, tool, or process designed to data mine or scrape the content, data or information from the service, product or content, or otherwise use, access, or collect the content, data or information using automated means; 2) use the content or any part thereof for the development of any software program, algorithm or other automated system, including, but not limited to, training a machine learning or artificial intelligence - AI - system, including generative AI.

Die Thieme Gruppe behält sich eine Nutzung ihrer Inhalte für kommerzielles Text- und Data-Mining im Sinne von § 44b UrhG, ausdrücklich vor, ausgeschlossen ist der Einsatz, z.B. von Robots, Spiders, Scripts, Services, Software oder anderen manuellen oder automatischen Geräten, Werkzeugen oder Prozessen, die dafür bestimmt sind, Data-Mining zu ermöglichen oder Inhalte, Daten oder Informationen aus dem Service, Produkt oder Inhalt zu Scrapen oder in anderer Weise zu nutzen, darauf zuzugreifen oder Inhalte, Daten oder Informationen zu mittels automatisierter Mittel zu sammeln; die Inhalte dürfen auch nicht zur Entwicklung, zum Training und/oder zur Anreicherung und oder Vergleichbarem von KI-Systemen, Software Programmen, Algorithmen oder anderen automatisierten Systemen, insbesondere von generativen KI-Systemen verwendet werden.

Impressum:
Georg Thieme Verlag KG
Oswald-Hesse-Straße 50
70469 Stuttgart
Postfach 30 11 20
70451 Stuttgart
Telefon: +49 711 8931-0
Kontakt: audio@thieme.de
Umsatzsteuer-ID: DE 147 638 607

Podmon Kategorien

Darüber wird in diesem Podcast anteilig gesprochen.
Anzahl Kategorien

Upgrade dein Konto, um kontextuelle Kategorien zu sehen!

Top werbetreibende Marken in diesem Podcast (90d)

Upgrade dein Konto, um die Top werbetreibenden Marken zu sehen!

Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Ängste nehmen und entstigmatisieren: Betreuung von Schwangeren mit HIV

04.05.2026

HIV in der Schwangerschaft – Basiswissen und sensible Praxis

In der Schwangerschaft werden HIV-Tests routinemäßig als Teil der Standarduntersuchungen angeboten. Der Test ist eine Option (Opt-in) und erfordert die Zustimmung der Patientin. Stigmatisierung kann zu Ängsten führen, daher ist klare, empathische Aufklärung wichtig. Eine Infektion lässt sich heute gut behandeln, wodurch sich das Risiko für das Kind deutlich senkt, wenn die Erkrankung erkannt und behandelt wird.

Behandlung, Übertragung und Geburtsentscheidungen

Bei positiver Diagnose beginnt eine leitliniengerechte antiretrovirale Therapie. Ziel ist eine Viruslast unter Nachweisgrenze; dann ist das Übertragungsrisiko gering oder nicht vorhanden. Bei Viruslast über bestimmten Grenzwerten kann ein primärer Kaiserschnitt sinnvoll sein, begleitet von Schutzmaßnahmen für das Neugeborene. Postexpositionsprophylaxe beim Kind richtet sich nach der Situation, wird aber in optimierten Fällen reduziert oder entfällt.

Pränataldiagnostik, Geburt und Stillen

Organscreening und Feindiagnostik bleiben unabhängig von HIV wichtig. Bei nachweisbarer Viruslast gelten individuelle Entscheidungen zur Geburt, während bei nicht nachweisbarer Viruslast eine spontane Geburt möglich ist. Stillen ist grundsätzlich möglich, sofern die Viruslast nicht nachweisbar ist und Medikamenteneinnahme zuverlässig erfolgt; das Wochenbett erfordert enge Abstimmung mit Fachärztinnen.

Multidisziplinäre Versorgung und Zukunftsausblick

Wohnortunabhängig arbeiten spezialisierte Zentren interdisziplinär mit Gynäkologie, Infektiologie, Pädiatrie und Hebammen zusammen. Gute Versorgung erfordert Vernetzung und Nachsorge, besonders im ländlichen Raum. Politische Faktoren beeinflussen Verfügbarkeit von Medikamenten weltweit, wodurch die Zukunftsaussichten für Kinder in einigen Regionen variieren können. Die Zusammenarbeit mit Hebammen bleibt zentral für Aufklärung, Begleitung und Sicherheit.

HIV in der Schwangerschaft – Basiswissen und sensible Praxis

In der Schwangerschaft werden HIV-Tests routinemäßig als Teil der Standarduntersuchungen angeboten. Der Test ist eine Option (Opt-in) und erfordert die Zustimmung der Patientin. Stigmatisierung kann zu Ängsten führen, daher ist klare, empathische Aufklärung wichtig. Eine Infektion lässt sich heute gut behandeln, wodurch sich das Risiko für das Kind deutlich senkt, wenn die Erkrankung erkannt und behandelt wird.

Behandlung, Übertragung und Geburtsentscheidungen

Bei positiver Diagnose beginnt eine leitliniengerechte antiretrovirale Therapie. Ziel ist eine Viruslast unter Nachweisgrenze; dann ist das Übertragungsrisiko gering oder nicht vorhanden. Bei Viruslast über bestimmten Grenzwerten kann ein primärer Kaiserschnitt sinnvoll sein, begleitet von Schutzmaßnahmen für das Neugeborene. Postexpositionsprophylaxe beim Kind richtet sich nach der Situation, wird aber in optimierten Fällen reduziert oder entfällt.

Pränataldiagnostik, Geburt und Stillen

Organscreening und Feindiagnostik bleiben unabhängig von HIV wichtig. Bei nachweisbarer Viruslast gelten individuelle Entscheidungen zur Geburt, während bei nicht nachweisbarer Viruslast eine spontane Geburt möglich ist. Stillen ist grundsätzlich möglich, sofern die Viruslast nicht nachweisbar ist und Medikamenteneinnahme zuverlässig erfolgt; das Wochenbett erfordert enge Abstimmung mit Fachärztinnen.

Multidisziplinäre Versorgung und Zukunftsausblick

Wohnortunabhängig arbeiten spezialisierte Zentren interdisziplinär mit Gynäkologie, Infektiologie, Pädiatrie und Hebammen zusammen. Gute Versorgung erfordert Vernetzung und Nachsorge, besonders im ländlichen Raum. Politische Faktoren beeinflussen Verfügbarkeit von Medikamenten weltweit, wodurch die Zukunftsaussichten für Kinder in einigen Regionen variieren können. Die Zusammenarbeit mit Hebammen bleibt zentral für Aufklärung, Begleitung und Sicherheit.

Menschlichkeit und Verantwortung: Hebammen in der zivilen Seenotrettung

06.04.2026

Einführung in die Seenotrettung

In dieser Episode des Podcasts "Hebammenkundig" diskutieren die freiberufliche Hebamme Katharina Kerlen-Petry, die Hebamme Anne-Kathrin Klotsch und die Filmemacherin Jana Stallein über ihren Dokumentarfilm "Where the Waves Took Her", der sich mit der Seenotrettung im Mittelmeer und dem Schicksal geflüchteter Frauen beschäftigt. Klotsch bringt ihre Erfahrung aus über zehn Jahren Hebammentätigkeit und humanitärer Arbeit ein, während Stallein als Dokumentarfilmerin den Fokus auf die Geschichten der Frauen legt.

Die Herausforderungen der Seenotrettung

Anne-Kathrin Klotsch erzählt von ihrer Zeit an Bord des Schiffs Humanity One, wo sie als Hebamme während einer einmonatigen Rotation arbeitete. Sie beschreibt die emotionalen und physischen Herausforderungen, die mit der Seenotrettung verbunden sind, und die Bedeutung der Hebammenarbeit für geflüchtete Frauen. Klotsch betont die Notwendigkeit, Frauen während ihrer Flucht medizinisch zu versorgen, insbesondere in einem Umfeld, das oft von Gewalt und Trauma geprägt ist.

Der Dokumentarfilm und seine Botschaft

Der Film "Where the Waves Took Her" stellt die Geschichten geflüchteter Frauen in den Mittelpunkt, um deren Stimmen sichtbar zu machen. Stallein erklärt, dass die Mehrheit der geflüchteten Frauen Opfer von Gewalt und Unterdrückung sind. Der Film zielt darauf ab, das Bewusstsein für die Herausforderungen, denen diese Frauen gegenüberstehen, zu schärfen und ihre Stärke und Widerstandsfähigkeit hervorzuheben.

Die Rolle von SOS Humanity

SOS Humanity, die zivile Seenotrettungsorganisation, die das Schiff Humanity One betreibt, hat sich zum Ziel gesetzt, Menschen aus Seenot zu retten und ihnen einen sicheren Hafen zu bieten. Klotsch und Stallein erläutern die Abläufe an Bord und die verschiedenen Rollen der Crewmitglieder, die zusammenarbeiten, um die Bedürfnisse der geretteten Migranten zu erfüllen.

Ein Aufruf an Hebammen

Klotsch ermutigt andere Hebammen, sich in der Geflüchtetenarbeit engagieren, sei es an Bord eines Rettungsschiffs oder in der Versorgung von Geflüchteten an Land. Sie betont die wichtige Rolle, die Hebammen in der Unterstützung und Versorgung von Frauen in Krisensituationen spielen können.

Einführung in die Seenotrettung

In dieser Episode des Podcasts "Hebammenkundig" diskutieren die freiberufliche Hebamme Katharina Kerlen-Petry, die Hebamme Anne-Kathrin Klotsch und die Filmemacherin Jana Stallein über ihren Dokumentarfilm "Where the Waves Took Her", der sich mit der Seenotrettung im Mittelmeer und dem Schicksal geflüchteter Frauen beschäftigt. Klotsch bringt ihre Erfahrung aus über zehn Jahren Hebammentätigkeit und humanitärer Arbeit ein, während Stallein als Dokumentarfilmerin den Fokus auf die Geschichten der Frauen legt.

Die Herausforderungen der Seenotrettung

Anne-Kathrin Klotsch erzählt von ihrer Zeit an Bord des Schiffs Humanity One, wo sie als Hebamme während einer einmonatigen Rotation arbeitete. Sie beschreibt die emotionalen und physischen Herausforderungen, die mit der Seenotrettung verbunden sind, und die Bedeutung der Hebammenarbeit für geflüchtete Frauen. Klotsch betont die Notwendigkeit, Frauen während ihrer Flucht medizinisch zu versorgen, insbesondere in einem Umfeld, das oft von Gewalt und Trauma geprägt ist.

Der Dokumentarfilm und seine Botschaft

Der Film "Where the Waves Took Her" stellt die Geschichten geflüchteter Frauen in den Mittelpunkt, um deren Stimmen sichtbar zu machen. Stallein erklärt, dass die Mehrheit der geflüchteten Frauen Opfer von Gewalt und Unterdrückung sind. Der Film zielt darauf ab, das Bewusstsein für die Herausforderungen, denen diese Frauen gegenüberstehen, zu schärfen und ihre Stärke und Widerstandsfähigkeit hervorzuheben.

Die Rolle von SOS Humanity

SOS Humanity, die zivile Seenotrettungsorganisation, die das Schiff Humanity One betreibt, hat sich zum Ziel gesetzt, Menschen aus Seenot zu retten und ihnen einen sicheren Hafen zu bieten. Klotsch und Stallein erläutern die Abläufe an Bord und die verschiedenen Rollen der Crewmitglieder, die zusammenarbeiten, um die Bedürfnisse der geretteten Migranten zu erfüllen.

Ein Aufruf an Hebammen

Klotsch ermutigt andere Hebammen, sich in der Geflüchtetenarbeit engagieren, sei es an Bord eines Rettungsschiffs oder in der Versorgung von Geflüchteten an Land. Sie betont die wichtige Rolle, die Hebammen in der Unterstützung und Versorgung von Frauen in Krisensituationen spielen können.

Kümmern und kämpfen: Was bewegt junge und werdende Hebammen?

02.03.2026

Einführung in das Thema

Der Podcast "Hebammenkundig" behandelt die Erfahrungen und Herausforderungen junger und werdender Hebammen, insbesondere im Kontext des Studienwechsels von einer Ausbildung zu einem Studium. Gastgeberin Katharina Kerlen-Petry spricht mit Elsa Sachse, einer Hebammenstudentin, über ihre Erlebnisse und Perspektiven.

Unterschiede zwischen Ausbildung und Studium

Elsa berichtet von den Unterschieden zwischen der traditionellen Ausbildung und dem neuen Studienformat. Während die Inhalte ähnlich sind, gibt es im Studium zwingende Prüfungen und eine striktere Struktur, die den Studierenden mehr Kontrolle und Anforderungen auferlegt.

Berufspolitisches Engagement

Elsa engagiert sich berufspolitisch bei den Juwehen, einer Organisation, die junge Hebammen und Studierende miteinander vernetzt. Sie erklärt die Wichtigkeit der Juwehen für den Austausch unter den Hebammen und die Förderung von Berufspolitik.

Herausforderungen im Studium

Im Gespräch wird deutlich, dass das Studium herausfordernd ist und die Balance zwischen Theorie und Praxis oft schwer fällt. Elsa beschreibt, dass der Wechsel zwischen den Phasen des Studiums und der Praxis oft eine Anpassungszeit erfordert, um wieder in den richtigen Rhythmus zu kommen.

Der Austausch unter Kolleginnen

Die Bedeutung des Austauschs zwischen jungen und erfahrenen Hebammen wird hervorgehoben. Elsa sieht die Notwendigkeit, eine positive Fehlerkultur zu schaffen und den Dialog zu fördern, um Verständnis und Zusammenarbeit zu verbessern.

Ausblick auf die Zukunft

Im Gespräch wird auch über die Zukunft des Hebammenberufs und die Rolle der Juwehen gesprochen. Elsa und Katharina betonen, wie wichtig es ist, dass junge Hebammen aktiv in die Berufspolitik integriert werden und wie Netzwerke ihnen helfen können, sich zu orientieren und zu wachsen.

Einführung in das Thema

Der Podcast "Hebammenkundig" behandelt die Erfahrungen und Herausforderungen junger und werdender Hebammen, insbesondere im Kontext des Studienwechsels von einer Ausbildung zu einem Studium. Gastgeberin Katharina Kerlen-Petry spricht mit Elsa Sachse, einer Hebammenstudentin, über ihre Erlebnisse und Perspektiven.

Unterschiede zwischen Ausbildung und Studium

Elsa berichtet von den Unterschieden zwischen der traditionellen Ausbildung und dem neuen Studienformat. Während die Inhalte ähnlich sind, gibt es im Studium zwingende Prüfungen und eine striktere Struktur, die den Studierenden mehr Kontrolle und Anforderungen auferlegt.

Berufspolitisches Engagement

Elsa engagiert sich berufspolitisch bei den Juwehen, einer Organisation, die junge Hebammen und Studierende miteinander vernetzt. Sie erklärt die Wichtigkeit der Juwehen für den Austausch unter den Hebammen und die Förderung von Berufspolitik.

Herausforderungen im Studium

Im Gespräch wird deutlich, dass das Studium herausfordernd ist und die Balance zwischen Theorie und Praxis oft schwer fällt. Elsa beschreibt, dass der Wechsel zwischen den Phasen des Studiums und der Praxis oft eine Anpassungszeit erfordert, um wieder in den richtigen Rhythmus zu kommen.

Der Austausch unter Kolleginnen

Die Bedeutung des Austauschs zwischen jungen und erfahrenen Hebammen wird hervorgehoben. Elsa sieht die Notwendigkeit, eine positive Fehlerkultur zu schaffen und den Dialog zu fördern, um Verständnis und Zusammenarbeit zu verbessern.

Ausblick auf die Zukunft

Im Gespräch wird auch über die Zukunft des Hebammenberufs und die Rolle der Juwehen gesprochen. Elsa und Katharina betonen, wie wichtig es ist, dass junge Hebammen aktiv in die Berufspolitik integriert werden und wie Netzwerke ihnen helfen können, sich zu orientieren und zu wachsen.