Team Timeout - Der Anästhesiepodcast
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Team Timeout - Der Anästhesiepodcast

Lennart Wild

Beschreibung

In Team Timeout beleuchten Bonner Anästhesist*innen spannende Themen aus Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin. Kritik, Fragen und Anregungen gerne per Mail an teamtimeout@ukbonn.deDisclaimer: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der neutralen Information und allgemeinen Weiterbildung. Sie stellen keine Empfehlung oder Bewerbung der beschriebenen oder erwähnten diagnostischen Methoden, Behandlungen oder Arzneimittel dar. Der Podcast erhebt weder einen Anspruch auf Vollständigkeit noch kann die Aktualität, Richtigkeit und Ausgewogenheit der dargebotenen Information garantiert werden. Er ersetzt keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker und darf nicht als Grundlage zur eigenständigen Diagnose und Beginn, Änderung oder Beendigung einer Behandlung von Krankheiten verwendet werden. Konsultieren Sie bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden immer die Ärztin Ihres Vertrauens!

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Intraoperative Notfälle - richtig erkennen und behandeln

18.06.2026

Einführung in intraoperative Notfälle

Die Episode behandelt die häufigsten intraoperativen Notfälle, deren Erkennung und Behandlung. Die Sprechenden, Laird Wild und Martin Breil, diskutieren verschiedene Szenarien und geben praktische Tipps für Anästhesisten.

Erkennung von Notfällen

Ein zentraler Punkt ist die zeitnahe Erkennung von Notfällen, wie z.B. Atemwegskomplikationen, Blutdruckabfälle oder Anaphylaxien. Es wird betont, dass eine schnelle Reaktion entscheidend ist und Notfälle oft durch operative Ereignisse hervorgerufen werden.

Behandlung und Maßnahmen

Die Behandlung erfolgt meist nach dem ABCDE-Schema, beginnend mit der Sicherstellung der Atemwege. Die Sprechenden empfehlen, stets den Patienten im Blick zu behalten und alle Maßnahmen gewissenhaft zu prüfen, um technische Fehler zu vermeiden.

Häufige Notfälle und deren Ursachen

Häufige Notfälle sind Atemwegsprobleme, Blutverlust und Anaphylaxien. Es wird darauf hingewiesen, dass Patienten mit hohem Risiko, wie ältere Menschen und solche mit Vorerkrankungen, besonders sorgfältig überwacht werden müssen.

Wichtige therapeutische Strategien

Die Diskussion umfasst auch spezifische therapeutische Ansätze wie die Verabreichung von Bronchodilatatoren bei Bronchospasmen oder die Verwendung von Glucose und Insulin bei Hyperkaliämie. Die Bedeutung der richtigen Dosierung und der Überwachung wird hervorgehoben.

Abschluss und Ausblick

Die Episode schließt mit der Aufforderung, stets wachsam zu sein und sich kontinuierlich fortzubilden, um auf unerwartete Notfälle vorbereitet zu sein. Die Sprechenden danken den Zuhörern und ermutigen zur Kontaktaufnahme bei Fragen.

Einführung in intraoperative Notfälle

Die Episode behandelt die häufigsten intraoperativen Notfälle, deren Erkennung und Behandlung. Die Sprechenden, Laird Wild und Martin Breil, diskutieren verschiedene Szenarien und geben praktische Tipps für Anästhesisten.

Erkennung von Notfällen

Ein zentraler Punkt ist die zeitnahe Erkennung von Notfällen, wie z.B. Atemwegskomplikationen, Blutdruckabfälle oder Anaphylaxien. Es wird betont, dass eine schnelle Reaktion entscheidend ist und Notfälle oft durch operative Ereignisse hervorgerufen werden.

Behandlung und Maßnahmen

Die Behandlung erfolgt meist nach dem ABCDE-Schema, beginnend mit der Sicherstellung der Atemwege. Die Sprechenden empfehlen, stets den Patienten im Blick zu behalten und alle Maßnahmen gewissenhaft zu prüfen, um technische Fehler zu vermeiden.

Häufige Notfälle und deren Ursachen

Häufige Notfälle sind Atemwegsprobleme, Blutverlust und Anaphylaxien. Es wird darauf hingewiesen, dass Patienten mit hohem Risiko, wie ältere Menschen und solche mit Vorerkrankungen, besonders sorgfältig überwacht werden müssen.

Wichtige therapeutische Strategien

Die Diskussion umfasst auch spezifische therapeutische Ansätze wie die Verabreichung von Bronchodilatatoren bei Bronchospasmen oder die Verwendung von Glucose und Insulin bei Hyperkaliämie. Die Bedeutung der richtigen Dosierung und der Überwachung wird hervorgehoben.

Abschluss und Ausblick

Die Episode schließt mit der Aufforderung, stets wachsam zu sein und sich kontinuierlich fortzubilden, um auf unerwartete Notfälle vorbereitet zu sein. Die Sprechenden danken den Zuhörern und ermutigen zur Kontaktaufnahme bei Fragen.

Zwischen Reflex und Konzept: Vasoaktive Substanzen und Katecholamine

02.05.2026

Überblick zu kreislaufaktiven Substanzen

Im Gespräch werden verschiedene Substanzen beschrieben, die Blutdruck und Herzleistung beeinflussen. Noradrenalin gilt als Vasopressor, Adrenalin als Inotropr und Vasokonstriktor, Dobutamin primär als Inotropikum, Acrinor als kurzwirksames Gemisch. Milrinon wird als Phosphodiesterase-Hemmer beschrieben, das die Kontraktilität erhöht. Ebenso werden Substanzen wie Vasopressin, Levosimendan, Methylenblau und Angiotensin II als Optionen bei speziellen Kreislaufstörungen erwähnt.

Indikationen und Wahl je nach Schockform

Die Diskussion unterscheidet kardiale, hypovolämische, obstruktive und distributive Schocks. Grundsätzlich beginnt man oft mit Volumen und setzt danach Vasopressoren ein, vor allem Noradrenalin. Dobutamin dient der Verbesserung der Pumpfunktion, bei Vasoplegie kann Vasopressin hinzukommen. Bei refraktären Fällen werden zusätzlich Medikamente wie Levosimendan, Milrinon oder Methylenblau diskutiert. Ziel ist, Rezeptorkomplexe sinnvoll zu aktivieren, ohne unnötige Nebenwirkungen zu provozieren.

Monitoring, Struktur und praktische Anwendung

Es wird auf Pico-Katheter, Transösophageale Echokardiographie (TEE) und Transthorakale Echokardiographie (TTE) als zentrale Monitoring-Tools verwiesen. Die Therapie orientiert sich am Volumenstatus, Cardiac Index und Blutdruck. Zentralvenöse Zugänge werden bevorzug, periphere Zugänge nur bei Notfällen genutzt. Falls erforderlich, werden Volumenmanagement, Rhythmuskontrolle und gegebenenfalls schrittmacherartige Maßnahmen thematisiert. Die Evidenzlage wird stets differenziert bewertet.

Fallbeispiel als praxisnahe Einordnung

Ein junger Patient mit Mehrfachverletzungen zeigt Hypotonie, Laktatanstieg und Anzeichen von Schock. Vorgehen umfasst rasche Volumenpraxis, ggf. Transfusion, Gewebedurchblutung sicherstellen und Kateramin-Therapie zielgerichtet einsetzen. Entscheidungen umfassen Rollentausch zwischen Volumen, Vasopressoren, Inotropen und ggf. Notfall-Perikarddrainage. Das Beispiel illustriert, wie zentrale Versorgungsteams Prioritäten setzen und chirurgische Maßnahmen zeitnah koordinieren müssen.

Überblick zu kreislaufaktiven Substanzen

Im Gespräch werden verschiedene Substanzen beschrieben, die Blutdruck und Herzleistung beeinflussen. Noradrenalin gilt als Vasopressor, Adrenalin als Inotropr und Vasokonstriktor, Dobutamin primär als Inotropikum, Acrinor als kurzwirksames Gemisch. Milrinon wird als Phosphodiesterase-Hemmer beschrieben, das die Kontraktilität erhöht. Ebenso werden Substanzen wie Vasopressin, Levosimendan, Methylenblau und Angiotensin II als Optionen bei speziellen Kreislaufstörungen erwähnt.

Indikationen und Wahl je nach Schockform

Die Diskussion unterscheidet kardiale, hypovolämische, obstruktive und distributive Schocks. Grundsätzlich beginnt man oft mit Volumen und setzt danach Vasopressoren ein, vor allem Noradrenalin. Dobutamin dient der Verbesserung der Pumpfunktion, bei Vasoplegie kann Vasopressin hinzukommen. Bei refraktären Fällen werden zusätzlich Medikamente wie Levosimendan, Milrinon oder Methylenblau diskutiert. Ziel ist, Rezeptorkomplexe sinnvoll zu aktivieren, ohne unnötige Nebenwirkungen zu provozieren.

Monitoring, Struktur und praktische Anwendung

Es wird auf Pico-Katheter, Transösophageale Echokardiographie (TEE) und Transthorakale Echokardiographie (TTE) als zentrale Monitoring-Tools verwiesen. Die Therapie orientiert sich am Volumenstatus, Cardiac Index und Blutdruck. Zentralvenöse Zugänge werden bevorzug, periphere Zugänge nur bei Notfällen genutzt. Falls erforderlich, werden Volumenmanagement, Rhythmuskontrolle und gegebenenfalls schrittmacherartige Maßnahmen thematisiert. Die Evidenzlage wird stets differenziert bewertet.

Fallbeispiel als praxisnahe Einordnung

Ein junger Patient mit Mehrfachverletzungen zeigt Hypotonie, Laktatanstieg und Anzeichen von Schock. Vorgehen umfasst rasche Volumenpraxis, ggf. Transfusion, Gewebedurchblutung sicherstellen und Kateramin-Therapie zielgerichtet einsetzen. Entscheidungen umfassen Rollentausch zwischen Volumen, Vasopressoren, Inotropen und ggf. Notfall-Perikarddrainage. Das Beispiel illustriert, wie zentrale Versorgungsteams Prioritäten setzen und chirurgische Maßnahmen zeitnah koordinieren müssen.

Sei bitte nicht sauer - Blutgasanalyse

18.04.2026

Grundlagen der Säure-Base-Interpretation

Die Bestimmung des pH, des Kohlendioxidpartialdrucks (CO2) und des Bikarbonats bildet die Grundlage der BGA-Interpretation. Der klinische Kontext klärt, ob eine Azidose oder Alkalose primär ist und ob es sich um metabolische oder respiratorische Störungen handelt. Der Base Excess (BE) dient als Hinweis auf Puffersysteme, während der BE der extracellular fluids (BE-ECF) eine normierte Einschätzung der Basen liefert.

Basiswissen zu Bikarbonat-System und Puffern

Das Puffersystem CO2/HCO3- wirkt als offenes System, regulierbar über Lunge und Nieren. Das aktuelle Bikarbonat entspricht der Probe, das Standardbikarbonat berücksichtigt Bedingungen wie Temperatur und Ventilation. Henderson-Hasselbalch verbindet pH, CO2 und Bikarbonat. Diese drei Größen liefern zusammen Hinweise auf Störungen, wobei Standardbikarbonat oft diagnoseorientierter ist als das aktuelle Bikarbonat.

Typen von Störungen und typische Hinweise

Man unterscheidet respiratorische Störungen (CO2-Veränderungen) von metabolischen Störungen (Bikarbonat-Veränderungen). Die Anionenlücke hilft, Additionsazidosen (Ketone, Laktat, Ketose) von hypochlorämischen Azidosen zu trennen. Eselsbrücken wie Kussmaul unterstützen beim Merken, dass Ketone, Laktat oder toxische Substanzen häufige Ursachen vergrößerter Anionenlücken sind. Mischformen und kompensierte Formen kommen häufig vor.

Therapieprinzipien und Fallbezug

Die Therapie zielt primär auf die Grunderkrankung ab. Bikarbonatgabe wird kontrovers diskutiert und ist nur in klaren Indikationen sinnvoll, z. B. bei salicylatischer Intoxikation oder schwerer metabolischer Azidose mit pH sehr niedrig. Dialyse kann toxische Substanzen entfernen bzw. den Säure-Base-Haushalt korrigieren. Auch kalziumbezogene Koagulationsaspekte und Citrathochkonzentrationen in Dialysat beeinflussen den Verlauf, während die Behandlung des Laktats oft kontextabhängig bleibt.

Grundlagen der Säure-Base-Interpretation

Die Bestimmung des pH, des Kohlendioxidpartialdrucks (CO2) und des Bikarbonats bildet die Grundlage der BGA-Interpretation. Der klinische Kontext klärt, ob eine Azidose oder Alkalose primär ist und ob es sich um metabolische oder respiratorische Störungen handelt. Der Base Excess (BE) dient als Hinweis auf Puffersysteme, während der BE der extracellular fluids (BE-ECF) eine normierte Einschätzung der Basen liefert.

Basiswissen zu Bikarbonat-System und Puffern

Das Puffersystem CO2/HCO3- wirkt als offenes System, regulierbar über Lunge und Nieren. Das aktuelle Bikarbonat entspricht der Probe, das Standardbikarbonat berücksichtigt Bedingungen wie Temperatur und Ventilation. Henderson-Hasselbalch verbindet pH, CO2 und Bikarbonat. Diese drei Größen liefern zusammen Hinweise auf Störungen, wobei Standardbikarbonat oft diagnoseorientierter ist als das aktuelle Bikarbonat.

Typen von Störungen und typische Hinweise

Man unterscheidet respiratorische Störungen (CO2-Veränderungen) von metabolischen Störungen (Bikarbonat-Veränderungen). Die Anionenlücke hilft, Additionsazidosen (Ketone, Laktat, Ketose) von hypochlorämischen Azidosen zu trennen. Eselsbrücken wie Kussmaul unterstützen beim Merken, dass Ketone, Laktat oder toxische Substanzen häufige Ursachen vergrößerter Anionenlücken sind. Mischformen und kompensierte Formen kommen häufig vor.

Therapieprinzipien und Fallbezug

Die Therapie zielt primär auf die Grunderkrankung ab. Bikarbonatgabe wird kontrovers diskutiert und ist nur in klaren Indikationen sinnvoll, z. B. bei salicylatischer Intoxikation oder schwerer metabolischer Azidose mit pH sehr niedrig. Dialyse kann toxische Substanzen entfernen bzw. den Säure-Base-Haushalt korrigieren. Auch kalziumbezogene Koagulationsaspekte und Citrathochkonzentrationen in Dialysat beeinflussen den Verlauf, während die Behandlung des Laktats oft kontextabhängig bleibt.