
Hintergrundrauschen
Ensemble L'ART POUR L'ART
Beschreibung
unterwegs erzählen die Musiker*innen des Ensembles L’ART POUR L’ART von ihrer
Entstehungsgeschichte, von ihrer Arbeit, sprechen mit Komponist*innen über
vergangene und aktuelle Gegenwarten und lassen die Zuhörer*innen teilhaben am
Geschehen hinter der Bühne. Was geschieht alles in der Vorbereitung, das das
Publikum im Konzert oder beim Musikhören zu Hause nicht ahnt! Ein Podcast über
Musik, Nebenräume, Gedanken, Hintergründe und die Prozesse im Musikerleben.
Das Ensemble L´ART POUR L´ART gehört zu den eigenwilligsten Formationen und ist eines der bedeutenden Ensembles für zeitgenössische Musik. L´ART POUR L´ART umfasst einen festen Kreis von Musikern, die je nach erforderlicher Besetzung in unterschiedlichen Konstellationen oder solistisch arbeiten. In weltweiter Konzerttätigkeit, in der Zusammenarbeit mit Komponisten auf internationaler Ebene, in unzähligen Ur- und Erstaufführungen, in hochgelobten CD-Einspielungen, Rundfunkproduktionen und Audiovisuals, umfasst die Arbeit vielseitige Genres und Ästhetiken. L’ART POUR L’ART wurde u.a. mit Preisen der PwC-Stiftung, des Preis der deutschen Schallplattenkritik (Bestenliste und Jahrespreis) und dem Echo Klassik ausgezeichnet. 1998 gründete sich der Verein, um die Arbeit des Ensembles zu unterstützen: Förderung des Musikschaffens durch Vergabe von Kompositionsaufträgen, Veranstaltung der Konzertreihe "ZuHören in Winsen", interdisziplinäre Kultur-Aktivitäten, pädagogisch-künstlerische Projekte mit Kindern und Jugendlichen. Nach dem Tod von Matthias Kaul 2020 obliegt die Künstlerische Leitung des Ensembles der Flötistin Astrid Schmeling und dem Pianisten Hartmut Leistritz.
Konzept und Gesprächsleitung: Astrid Schmeling und Hartmut Leistritz
Dramaturgie und Schnitt: Hartmut Leistritz, Fotos: Astrid Schmeling, Mitarbeit: Ulf Mummert
Kontakt: lpl-podcast@gmx.de
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Musikhören - Das Ohr ist grün
Einführung in die musikalische Welt von Ute Wassermann
Im Podcast diskutieren Astrid Schmeling und Hartmut Leistritz mit Ute Wassermann über ihre musikalische Entwicklung, die von der bildenden Kunst zur Stimmkunst führte. Wassermann teilt, dass ihre Kindheit von Gesang und Experimenten mit der Stimme geprägt war, was ihren Zugang zur Musik beeinflusste.
Einflüsse der Familie und Umwelt
Wassermann beschreibt, wie ihre Eltern, besonders ihr Vater, der Toxikologe war, und ihre Liebe zur Natur ihre Wahrnehmung von Musik und Klang prägten. Gemeinsam mit ihrem Vater erforschte sie die Klänge der Natur, was zu einem tiefen Bewusstsein für ihre Umwelt führte.
Der Übergang von der Flöte zur Stimmkunst
Obwohl Wassermann als Kind Flöte spielte und in Orchestern auftrat, entdeckte sie während ihres Studiums die Möglichkeit, die Flöte als Klangobjekt zu betrachten. Inspiriert von performativen Ansätzen experimentierte sie mit der Flöte und entwickelte einen neuen Zugang zur Musik.
Studium und künstlerische Entwicklung
Wassermann studierte an einer Kunsthochschule, wo sie die Freiheit hatte, kreativ zu experimentieren, was sie schließlich zu innovativen Klangarbeiten führte. Ihre Zusammenarbeit mit anderen Künstlern und Komponisten half ihr, ihren künstlerischen Stil zu entwickeln.
Stimme als zentrales Element
Im Laufe ihrer Karriere wandte sich Wassermann mehr der Stimme zu und begann, ihre eigene Stimmtechnik zu erforschen. Sie nahm Gesangsunterricht und entwickelte ihre eigene Ausdrucksweise, die von verschiedenen musikalischen Traditionen und Klängen inspiriert wurde.
Verbindung von Klang und visueller Kunst
Wassermann spricht auch über die Verbindung zwischen visuellen Elementen und Klang in ihrer Arbeit. Sie experimentiert häufig mit Objekten und Installationen, die sowohl akustische als auch visuelle Dimensionen beinhalten, um ein umfassenderes Erlebnis zu schaffen.
Analytisches Hören und Konzertbesuche
Wassermann beschreibt, wie sie bei Konzerten analytisch zuhört und die Strukturen und Dynamiken der Musik untersucht. Sie ist besonders interessiert daran, wie Musiker aufeinander reagieren und gemeinsam neue Klänge erschaffen.
Fazit
Das Gespräch ist eine faszinierende Reise durch Wassermanns künstlerische Entwicklung und ihre philosophischen Überlegungen zu Musik, Klang und Umwelt. Ihre Erlebnisse und Perspektiven bieten wertvolle Einblicke in die kreative Welt der Klangkunst.
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Musikhören - Brahms in St. Pauli
Einführung ins Hören und Musizieren
Im Podcast wird der Komponist Michael Meierhof im Hamburger Hafenviertel interviewt. Das zentrale Thema des Gesprächs ist das Hören und wie sich die Wahrnehmung von Musik im Laufe des Lebens verändert. Meierhof reflektiert über seine eigene musikalische Sozialisation, die stark von Popmusik geprägt war, und beschreibt, wie er erst spät zur klassischen Musik fand.
Der Prozess des Hörens und Verstehens
Das Gespräch thematisiert, wie das Komponieren das Hören beeinflusst. Meierhof betont, dass er durch das Komponieren gelernt hat, die Komplexität und Dramaturgie von Musik zu erkennen und zu verstehen. Dies geschieht durch jahrelanges Üben und das Spielen von Instrumenten, wodurch sich ein tieferes Verständnis für die Musik entwickelt.
Unterschiedliche Hörerfahrungen
Meierhof und die Interviewer diskutieren, dass das Hören nicht nur technisch, sondern auch emotional ist. Es wird die Frage aufgeworfen, ob auch Menschen, die kein Instrument spielen, ein gutes Gehör entwickeln können. Meierhof bejaht dies und beschreibt Beispiele von Personen, die musikalisch sehr empfänglich sind, obwohl sie keine Musiker sind.
Einflüsse der Popmusik
Meierhof spricht über seine Anfänge in der Popmusik und die Faszination, die diese Musik auf ihn ausübte. Er hebt hervor, dass die Einfachheit der Melodien und die sozialen Aspekte des Musikhörens in der Jugend eine wichtige Rolle spielten. Diese Erfahrungen beeinflussten später seine Herangehensweise an die klassische Musik.
Integration von Licht und Klang
Ein weiterer zentraler Punkt ist die Integration von Licht in die Musik, was Meierhof als Erweiterung seiner künstlerischen Ausdrucksweise sieht. Er experimentiert mit der Strukturierung von Stille und Nichtklang durch Licht und Aktionen, um die Wahrnehmung des Publikums zu erweitern.
Die Rolle der Komposition
Meierhof reflektiert über den kreativen Prozess und die Herausforderungen, die das Komponieren mit sich bringt. Er spricht über die Notwendigkeit, die eigene Musik ständig zu hören und zu hinterfragen, um das eigene Verständnis und die eigene Entwicklung als Komponist zu fördern.

Im Klang sein – remember Ernstalbrecht Stiebler
Ernst Albrecht Stiebler: Ein musikalisches Erbe
In dieser Episode wird Ernst Albrecht Stiebler gewürdigt, ein Komponist, der viele Jahre in Berlin lebte und mit den Sprechern eng verbunden war. Anlässlich seines ersten Todestags am 7. Juni 2025 reflektieren die Teilnehmer über ihre persönlichen Erfahrungen mit Stiebler und seine Musik. Sie berichten von einem Geburtstagskonzert zu seinem 90. Geburtstag im März 2024 und einem darauf folgenden Festival, das zu seinen Ehren stattfand.
Persönliche Erinnerungen und Einflüsse
Die Sprecher, darunter Hauke Harder und Tilman Kanitz, teilen ihre Erinnerungen an Stiebler und diskutieren seinen Einfluss auf die zeitgenössische Musik. Stiebler war geprägt von Komponisten wie Webern und Schönberg, entwickelte jedoch einen eigenen Stil, der sich durch minimalistische Strukturen und eine besondere Klangästhetik auszeichnet.
Stiebler als Redakteur für Neue Musik
Stiebler war auch als Redakteur beim Hessischen Rundfunk tätig, wo er neue Musik förderte und eine bedeutende Rolle in der Musikwelt einnahm. Seine Offenheit für verschiedene Musikstile und seine Integrität als Mensch werden hervorgehoben.
Die Musik von Ernst Albrecht Stiebler
Die Diskussion über Stieblers Musik umfasst die Themen Zeit, Raum und Wiederholung. Seine Werke laden das Publikum ein, in Klangräume einzutauchen und eine tiefere Verbindung zur Musik herzustellen. Die Sprecher beschreiben, wie Stiebler mit wenigen Tönen und einer klaren Form arbeitet, um eine intensive Hörerfahrung zu schaffen.
Ein Erbe der Offenheit und des Zuhörens
Die Episode schließt mit der Erkenntnis, dass Stieblers Musik trotz ihrer Komplexität auch für ein breiteres Publikum zugänglich ist. Sein Engagement für die Musik und die Schaffung eines Raums für Konzentration und Stille sind Aspekte, die auch in der heutigen, schnelllebigen Zeit relevant bleiben.