Beijing Briefing - Der journalistische China-Podcast
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Beijing Briefing - Der journalistische China-Podcast

Fabian Kretschmer

Beschreibung

Beijing Briefing ist der Podcast, der dir jede Woche die wichtigsten News aus China liefert, einordnet und kommentiert. Stets auf den Punkt, kritisch und kompakt. Mein Name ist Fabian Kretschmer, und ich berichte seit Ende 2019 aus der chinesischen Hauptstadt. Direkt vor Ort beobachte ich die teils dramatischen Veränderungen Chinas – einem Land, das zwar immer wichtiger wird, aber gleichzeitig auch zunehmend schwer zu verstehen. In diesem Podcast versuche ich Woche für Woche die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Transformationen der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt verständlich zu erklären. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

#87 Wie umgehen mit Bedrohungen aus China? Der philippinische Verteidigungsminister lässt sich nicht einschüchtern

09.09.2026
Als ich gestern das Seoul Defense Dialogue besucht habe, konnte ich von nächster Nähe einen diplomatischen Eklat beobachten: Der philippinische Verteidigungsminister Gilberto Teodoro hat dabei ordentlich gegen die Anwesende chinesische Delegation ausgeteilt, die immerhin von einem Oberst der Volksbefreiungsarmee angeführt wurde. Als er anmerkte, China solle in seinem Verhalten doch endlich mal ein wenig "Anstand" an den Tag legen, hagelte es spontanen Applaus aus dem Publikum. Und dann warf der Minister mit einen Satz um sich, den die chinesische Seite wohl - vielleicht zurecht - als ungeheure Entgleisung empfunden haben musste. Aber hört selbst - in der neuen Folge des Beijing Briefing!Kontakt: BeijingBriefing@gmail.com Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

#86 Sturzflut im nepalesisch-tibetischen Grenzgebiet: Chinas Zensur erschwert die Wahrheitssuche

01.09.2026

Informationskontrolle in China

Die Berichterstattung über die verheerende Sturzflut im nepalesisch-tibetischen Grenzgebiet zeigt die massive Einschränkung von Informationen in China. Während internationale Medien umfassend über die Katastrophe berichten können, sind ausländische Journalisten in China stark eingeschränkt und müssen auf die offiziellen Angaben der chinesischen Behörden vertrauen, die oft nicht überprüfbar sind.

Unterschiedliche Berichterstattung

In Nepal können Journalisten vor Ort mit Anwohnern sprechen und die Situation direkt beobachten, während in Tibet die Berichterstattung unter strenger Kontrolle steht. Chinesische Journalisten dürfen ebenfalls nicht frei berichten und müssen sich an staatliche Vorgaben halten, was die Informationslage erheblich einschränkt.

Politische Dimension der Katastrophe

Die Sturzflut wird von den Behörden als sensibles Thema behandelt, was darauf hindeutet, dass die Regierung potenzielle politische Konsequenzen fürchtet. Kritiker vermuten, dass die Zensur darauf abzielt, die Verantwortung Chinas für die Katastrophe zu minimieren und negative Berichterstattung zu verhindern.

Fehlende Transparenz und Skepsis

Die offiziellen Opferzahlen und Berichte aus Tibet werfen Fragen auf, da sie im Vergleich zu den Zahlen aus Nepal deutlich geringer sind. Historische Beispiele zeigen, dass die chinesischen Behörden in der Vergangenheit Informationen zurückgehalten haben, was die Glaubwürdigkeit der aktuellen Berichterstattung weiter untergräbt.

Schwierigkeiten bei der Informationsbeschaffung

Die Suche nach unabhängigen Zeugen aus Tibet gestaltet sich als extrem schwierig, was die Berichterstattung über die humanitäre Lage in der Region stark beeinträchtigt. Journalisten berichten von einem gravierenden Mangel an Zugang und Informationen, was die Situation noch komplizierter macht.

Informationskontrolle in China

Die Berichterstattung über die verheerende Sturzflut im nepalesisch-tibetischen Grenzgebiet zeigt die massive Einschränkung von Informationen in China. Während internationale Medien umfassend über die Katastrophe berichten können, sind ausländische Journalisten in China stark eingeschränkt und müssen auf die offiziellen Angaben der chinesischen Behörden vertrauen, die oft nicht überprüfbar sind.

Unterschiedliche Berichterstattung

In Nepal können Journalisten vor Ort mit Anwohnern sprechen und die Situation direkt beobachten, während in Tibet die Berichterstattung unter strenger Kontrolle steht. Chinesische Journalisten dürfen ebenfalls nicht frei berichten und müssen sich an staatliche Vorgaben halten, was die Informationslage erheblich einschränkt.

Politische Dimension der Katastrophe

Die Sturzflut wird von den Behörden als sensibles Thema behandelt, was darauf hindeutet, dass die Regierung potenzielle politische Konsequenzen fürchtet. Kritiker vermuten, dass die Zensur darauf abzielt, die Verantwortung Chinas für die Katastrophe zu minimieren und negative Berichterstattung zu verhindern.

Fehlende Transparenz und Skepsis

Die offiziellen Opferzahlen und Berichte aus Tibet werfen Fragen auf, da sie im Vergleich zu den Zahlen aus Nepal deutlich geringer sind. Historische Beispiele zeigen, dass die chinesischen Behörden in der Vergangenheit Informationen zurückgehalten haben, was die Glaubwürdigkeit der aktuellen Berichterstattung weiter untergräbt.

Schwierigkeiten bei der Informationsbeschaffung

Die Suche nach unabhängigen Zeugen aus Tibet gestaltet sich als extrem schwierig, was die Berichterstattung über die humanitäre Lage in der Region stark beeinträchtigt. Journalisten berichten von einem gravierenden Mangel an Zugang und Informationen, was die Situation noch komplizierter macht.

#85 "China-Schock 2.0": Ist Europas Kritik an der chinesischen Industriepolitik scheinheilig?

28.08.2026

Kritik an Chinas Industriepolitik

Das Handelsministerium Chinas sieht sich in der Debatte um die sogenannte China-Schock 2.0-Kritik mit Vorwürfen konfrontiert, die als scheinheilig erachtet werden. In dieser Diskussion wird argumentiert, dass Deutschland und andere westliche Länder, die von chinesischen Exporten profitiert haben, nun aus einer Position des Unmuts heraus Kritik üben.

Chinas Position zur Überkapazität

China bestreitet die Existenz von Überkapazitäten in seiner Industrie und argumentiert, dass Überkapazitäten ein normales Phänomen in der Entwicklung von Marktwirtschaften sind. Das Handelsministerium veröffentlicht ein Papier, das besagt, dass Chinas Produktion effizient und innovativ ist und die Weltwirtschaft stabilisiert.

Wettbewerbsverzerrung durch Subventionen

Es wird jedoch auch festgestellt, dass China staatliche Subventionen in einem Ausmaß einsetzt, das die Wettbewerbsbedingungen verzerrt. Dies wird als eine wesentliche Quelle der Wettbewerbsfähigkeit identifiziert, die auf unfaire Praktiken zurückzuführen ist.

Globale Nachfrage nach chinesischen Produkten

China argumentiert, dass seine Industrie nicht nur für den eigenen Markt produziert, sondern auch für eine wachsende globale Nachfrage, insbesondere in Schwellenländern. Die Herausforderung besteht jedoch darin, dass diese Dominanz auch das Risiko birgt, in Zukunft Preise zu erhöhen oder politische Bedingungen an den Handel zu knüpfen.

Deutschlands Rolle in der Debatte

Deutschland wird kritisiert, weil es lange Zeit von den Geschäften mit China profitierte, aber jetzt erst die Probleme anspricht. Es wird auf die Notwendigkeit hingewiesen, dass Deutschland ein besseres Problembewusstsein entwickeln sollte, um nicht zum Opfer der chinesischen Industriepolitik zu werden.

Kritik an Chinas Industriepolitik

Das Handelsministerium Chinas sieht sich in der Debatte um die sogenannte China-Schock 2.0-Kritik mit Vorwürfen konfrontiert, die als scheinheilig erachtet werden. In dieser Diskussion wird argumentiert, dass Deutschland und andere westliche Länder, die von chinesischen Exporten profitiert haben, nun aus einer Position des Unmuts heraus Kritik üben.

Chinas Position zur Überkapazität

China bestreitet die Existenz von Überkapazitäten in seiner Industrie und argumentiert, dass Überkapazitäten ein normales Phänomen in der Entwicklung von Marktwirtschaften sind. Das Handelsministerium veröffentlicht ein Papier, das besagt, dass Chinas Produktion effizient und innovativ ist und die Weltwirtschaft stabilisiert.

Wettbewerbsverzerrung durch Subventionen

Es wird jedoch auch festgestellt, dass China staatliche Subventionen in einem Ausmaß einsetzt, das die Wettbewerbsbedingungen verzerrt. Dies wird als eine wesentliche Quelle der Wettbewerbsfähigkeit identifiziert, die auf unfaire Praktiken zurückzuführen ist.

Globale Nachfrage nach chinesischen Produkten

China argumentiert, dass seine Industrie nicht nur für den eigenen Markt produziert, sondern auch für eine wachsende globale Nachfrage, insbesondere in Schwellenländern. Die Herausforderung besteht jedoch darin, dass diese Dominanz auch das Risiko birgt, in Zukunft Preise zu erhöhen oder politische Bedingungen an den Handel zu knüpfen.

Deutschlands Rolle in der Debatte

Deutschland wird kritisiert, weil es lange Zeit von den Geschäften mit China profitierte, aber jetzt erst die Probleme anspricht. Es wird auf die Notwendigkeit hingewiesen, dass Deutschland ein besseres Problembewusstsein entwickeln sollte, um nicht zum Opfer der chinesischen Industriepolitik zu werden.