
Welten vernetzen - Der Geodäsie-Podcast
DVW e.V.
Beschreibung
Begleite uns auf unserer Reise durch die Welt von Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement, während wir Fach und Beruf in ihrer ganzen Breite erkunden. Wir nehmen dabei sowohl praktische Erfahrungen als auch aktuelle Forschungsergebnisse unter die Lupe.
In unseren Gesprächen treffen wir auf unterschiedliche Persönlichkeiten, die sich in verschiedenen geodätischen Berufsfeldern engagieren – sei es als anwendungsorientierte Praktiker oder als Forschende in der Wissenschaft. Unser Podcast bietet eine spannende Mischung aus informativen Diskussionen und kuriosen Geschichten, die jeden dritten Mittwoch im Monat erscheinen.
Eure Gastgeber sind die Geodätin Susanne Kleemann und der Geodät André Caffier.
Tauche mit uns ein in die Welt der Geodäsie!
Weitere Informationen findest du hier:
Webseite: https://dvw.de/publikationen/welten-vernetzen
Social Media: LinkedIn | Instagram | Facebook
Podmon Kategorien
Upgrade dein Konto, um kontextuelle Kategorien zu sehen!
Chartplatzierungen
Aktuelle Platzierungen in den öffentlichen Podcast-Charts und in unseren eigenen Kategorien.
Apple Podcasts
Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

Energiewende, Hochwasserschutz, Naturschutz – Kann Landmanagement das alles gleichzeitig leisten?
Abschnitt 1
Der Podcast vernetzt verschiedene Welten der Geodäsie und Landmanagement-Szene: von Landesvermessung über Satellitennavigation bis zur Immobilienbewertung, von Bauingenieuren bis zu Informatikern. Im Fokus stehen Klima, Katastrophenschutz und der interdisziplinäre Austausch über Geodaten und Technologien. Gäste diskutieren, wie sich klimatische Folgen auf landwirtschaftliche Flächen, Wasserwirtschaft und Flurbereinigung auswirken. Ziel ist eine faktenbasierte, fachübergreifende Sicht auf Entwicklungen und Verbindungen zwischen den Bereichen.
Abschnitt 2
Es wird deutlich, dass das Flurbereinigungsgesetz bundesweit gilt, aber Länderregelungen bestehen. Unterschiede ergeben sich aus Topografie, Katasternutzung und Verwaltungsstrukturen. Katasterpraxis ist oft dokumentierend, Flurbereinigung erfordert Verwaltungsspielraum und gesellschaftliche Abstimmung. Historische Prägungen, regionale Schwerpunkte und politische Einflüsse prägen die Verfahrensarten, während gemeinsame Basis in der Geodäsie bleibt, etwa bei landwirtschaftlichen oder rechtlichen Regelungen.
Abschnitt 3
Klimafolgenanpassung wird als zentrales Handlungsfeld beschrieben: Versickerung fördern, Wasser zurückhalten, Rückhalteflächen und Blühstreifen schaffen. Flurbereinigung dient hierbei als Instrument, sofern keine Enteignung erfolgt. Maßnahmen reichen von wasserwirtschaftlichen bis zu landespflegerischen Aspekten und können in vereinfachten Verfahren umgesetzt werden. Diskussionen drehen sich um Instrumente, Grenzen der Verfahren und den Beitrag von Photovoltaik sowie erneuerbaren Energien auf Flächen.
Abschnitt 4
Die Flächenverfügbarkeit bleibt knapp, daher kommt Flächenmanagement eine Schlüsselrolle zu. Flächen müssen so geordnet werden, dass Nutzungen koexistieren, z. B. Biotopverbund, Versickerung, Wasserrückhalt und landwirtschaftliche Nutzflächen verbunden bleiben. Vernetzung geschieht durch den Austausch der Arbeitskreise, insbesondere AK5 Landmanagement, sowie durch interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Stadt und Land. Der Fokus liegt auf neutraler, objektiver Fachsicht und der Suche nach tragfähigen Lösungen für die Kulturlandschaft.

Digital planen, besser bauen? Was BIM leisten kann
Entstehung und Ziel des BIM-Instituts
Aus einer Zusammenarbeit mehrerer Fachbereiche entstand ein gemeinsames Institut mit dem Fokus, Building Information Modeling (BIM) in Lehre und Forschung zu verankern. Studierende sollen Lehrveranstaltungen zu BIM besuchen und dadurch Fachdisziplinen besser verstehen. Das Ziel besteht darin, BIM integrativ in Lehre, Forschung und kooperative Projekte zu integrieren und so Welten aus Geodäsie, Architektur und Bauwesen zu vernetzen.
Praxisnähe, Lehre und interdisziplinärer Austausch
Im Gespräch wird betont, wie wichtig praxisnahe Lehre und gemeinsame Module sind. Studierende arbeiten über Fachgrenzen hinweg an BIM-bezogenen Lehrveranstaltungen, um Perspektiven zu bündeln und Synergien zu erkennen. Der Austausch zwischen Hochschulen, Behörden und Praxis wird als wertvoll beschrieben, da er verschiedene Sichtweisen auf BIM zusammenführt und das Verständnis für gelingende Bauabläufe fördert.
Herausforderungen, Standards und Lebenszyklus
Es wird deutlich, dass BIM technischer Fortschritt und organisatorische Veränderungen zugleich bedeutet. Vernetzung der Welten, Führung, Motivation und abgestimmte Prozesse sind entscheidend. Diskutiert werden Themen wie Koordination, Georeferenzierung, Abbildung und Projektion sowie der Übergang vom BIM-Modell zum digitalen Zwilling im Betrieb, um den Lebenszyklus eines Bauwerks abzubilden.
Rolle der Geodäsie, KI-Trends und Weiterentwicklung
Die geodätische Expertise wird als Schlüssel für Raumbezug und Interoperabilität betont. KI wird als unterstützende Kraft bei der Verarbeitung von Punktwolken und der Vorbereitung von Modellen erwartet. Zukünftige Entwicklungen zielen darauf ab, Bestandsmodelle effizienter zu erfassen, zu klassifizieren und nahtlos in BIM- und Zwillingskonzepte zu überführen.

Digitales Bauen: Der 3D-Lageplan als Schlüssel zwischen GIS und BIM
Übergang von 2D zu 3D im Bauwesen
Das Hauptziel des Projekts ist die Integration von 2D- und 3D-Daten, um eine Verbindung zwischen der GIS-Welt und der BIM-Welt herzustellen. Architekten arbeiten mit 3D-Modellen (IFC-Dateien), während die grundlegenden Daten meist in 2D vorliegen. Diese Diskrepanz soll durch die Entwicklung eines 3D-Lageplans überwunden werden.
Digitale Transformation im Bauwesen
Der Podcast beleuchtet die Bedeutung von digitalen Lösungen im Bauwesen, insbesondere den digitalen Bauantrag. Die Digitalisierung soll nicht nur die Effizienz des Genehmigungsprozesses steigern, sondern auch die Kommunikation zwischen den Beteiligten verbessern.
Rolle der Geodäsie
Die Geodäsie spielt eine zentrale Rolle bei der Erstellung von Grundlagen für Bauanträge, indem sie geodätische Daten für die Planung bereitstellt. Der digitale Zwilling und die BIM-GIS-Interoperabilität sind entscheidend für den zukünftigen Bauprozess.
Forschungsprojekt und Ausblick
Das Forschungsprojekt, gefördert durch das Bundesministerium, hat das Ziel, ein funktionierendes Modell für die zukünftige Nutzung der 3D-Lagepläne zu entwickeln. Der Abschlussbericht wird auf der Intergeo präsentiert, und es sind weitere Forschungsprojekte in Aussicht, insbesondere im Bereich Künstliche Intelligenz.