Kritische Zukunftsforschung
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Kritische Zukunftsforschung

Jonas Drechsel & Johannes Kleske

Beschreibung

Das hier ist ein Podcast. Das heißt, zwei alternde, weiße Männer malen sich die Welt, wie sie ihnen gefällt. Dieses Prinzip haben wir uns nicht ausgedacht - das ist der Status Quo dieses Mediums. Wir nähern uns in unseren Gesprächen einem Ansatz kritischer Zukunftsforschung, mit dem solche Vorstellungen entzaubert und Alternativen neu gedacht werden können. Bestenfalls haben wir uns also abgeschafft, bis wir alt sind.

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

#3–7 – Was heißt hier kritisch? Grundlagen der kritischen Zukunftsforschung (Teil 1)

21.04.2026

Grundlagen der kritischen Zukunftsforschung

Der Podcast setzt sich mit der Frage auseinander, wofür kritische Zukunftsforschung steht und wie sich abstrakte Konzepte greifbar machen lassen. Es wird der Konflikt zwischen zukünftigen Gegenwarten und gegenwärtigen Zukunften beleuchtet: Zukunft wird als Bild im Kopf verstanden, das hier und jetzt beeinflusst, nicht erst in ferner Zeit entsteht.

Der Zukunftskegel und Plausibilität

Der Zukunftskegel beschreibt, wie sich der Raum der Möglichkeiten mit zunehmender Zukunft vergrößert. Es gibt wahrscheinliche, mögliche, wünschenswerte und absurde Zukunfte. Plausibilität hängt stark vom Kontext ab: Startpunkte, Denkrahmen und Voraussetzungen bestimmen, welche Szenarien als plausibel gelten.

Denkrahmen, Störung und Rekonstruktion

Kernidee ist, Denkrahmen zu erkennen und zu hinterfragen, um neue Zukunftsbilder zu ermöglichen. Durch Störung des Startpunkts verschiebt sich der Blickwinkel, auftauchende Zukunfte werden sichtbarer. Das Ziel ist, die Gegenwart zu rekonstruieren, verschiedene Haltungen zu prüfen und alternative Zukunftsbilder zu eröffnen.

Methoden und Praxis

Für Analyse und Rekonstruktion kommen Werkzeuge wie Causal Layered Analysis zum Einsatz, um Treiber, Weltbilder und Mythen zu identifizieren. Erkenntnis über den eigenen Denkrahmen dient als Ausgangspunkt, um Vielfalt zu ermöglichen und Zukunftsgestaltung bewusst zu gestalten.

Grundlagen der kritischen Zukunftsforschung

Der Podcast setzt sich mit der Frage auseinander, wofür kritische Zukunftsforschung steht und wie sich abstrakte Konzepte greifbar machen lassen. Es wird der Konflikt zwischen zukünftigen Gegenwarten und gegenwärtigen Zukunften beleuchtet: Zukunft wird als Bild im Kopf verstanden, das hier und jetzt beeinflusst, nicht erst in ferner Zeit entsteht.

Der Zukunftskegel und Plausibilität

Der Zukunftskegel beschreibt, wie sich der Raum der Möglichkeiten mit zunehmender Zukunft vergrößert. Es gibt wahrscheinliche, mögliche, wünschenswerte und absurde Zukunfte. Plausibilität hängt stark vom Kontext ab: Startpunkte, Denkrahmen und Voraussetzungen bestimmen, welche Szenarien als plausibel gelten.

Denkrahmen, Störung und Rekonstruktion

Kernidee ist, Denkrahmen zu erkennen und zu hinterfragen, um neue Zukunftsbilder zu ermöglichen. Durch Störung des Startpunkts verschiebt sich der Blickwinkel, auftauchende Zukunfte werden sichtbarer. Das Ziel ist, die Gegenwart zu rekonstruieren, verschiedene Haltungen zu prüfen und alternative Zukunftsbilder zu eröffnen.

Methoden und Praxis

Für Analyse und Rekonstruktion kommen Werkzeuge wie Causal Layered Analysis zum Einsatz, um Treiber, Weltbilder und Mythen zu identifizieren. Erkenntnis über den eigenen Denkrahmen dient als Ausgangspunkt, um Vielfalt zu ermöglichen und Zukunftsgestaltung bewusst zu gestalten.

#3-6: Der KI-Realitätscheck für Deutschland mit Zamina Ahmad

02.12.2025
In dieser Episode sprechen wir mit Zamina Ahmad, Gründerin von shades&contrast und KI-Expertin, über den Zustand von KI in deutschen Unternehmen jenseits der Schlagzeilen. Zamina berät seit Jahren Konzerne wie Bosch und Siemens, aber auch NGOs wie das Deutsche Rote Kreuz bei der KI-Implementierung, und bringt eine seltene Perspektive mit: den Realitätscheck. Drei Jahre nach dem ChatGPT-Launch zeigt sich eine überraschende Kluft zwischen Unternehmen, die KI längst in Prozesse integriert haben, und solchen, denen noch das Interface erklärt werden muss. Zaminas These: Wir leben in einer „hybriden Ära“, in der KI Teilaufgaben übernimmt, aber menschliche Qualitätskontrolle unverzichtbar bleibt. Wir sprechen über Bias in Algorithmen und die Grenzen der Datengrundlage: Wer „CEO“ promptet, bekommt zu 100 Prozent einen weißen Mann. Zamina selbst kann sich nicht nachpromten, weil ihre Gesichtszüge in den Trainingsdaten schlicht nicht repräsentiert sind. Wir diskutieren den EU AI Act als ethischen Kompass und digitalen Kolonialismus in der Datenarbeit. Und wir fragen: Sind Trainingsdaten eigentlich „Used Futures“, also Vergangenheit, die als Zukunft fortgeschrieben wird? Eine Folge über die Differenzierung zwischen Hype und Realität, über Hybridität statt Revolution und die Frage, wie wir KI gestalten wollen, technisch und gesellschaftlich.Show Notes:00:00 – Intro: Was ist kritische Zukunftsforschung? 01:05 – Vorstellung Zamina Ahmad 02:01 – Werdegang: von Data Analytics über Machine Learning zu KI 05:20 – Was ist eigentlich KI? Definition und Abgrenzung 07:40 – Metaphern im KI-Diskurs: hilfreich oder irreführend? 10:42 – Drei Jahre ChatGPT: Hype vs. Realität 11:36 – Die hybride KI-Ära: Teilautomatisierung statt Revolution 13:25 – Jobless Growth: Das Problem mit den Junior-Stellen 17:14 – KI in deutschen Unternehmen: Wo stehen wir wirklich? 20:59 – Von Strategie zu Tools: Der Wandel 2023 zu 2024 24:00 – Tool-Tipps: Perplexity, Claude, Gamma AI, CIP Doxyview 26:44 – Fair AI in der Beratungspraxis 28:58 – EU AI Act: Innovationshürde oder ethischer Kompass? 33:10 – Wer fragt nach Responsible AI? Konzerne und Non-Profits 34:44 – Bias in Marketing-Bildern: Das Duty-free-Beispiel 38:37 – „Du kannst mich nicht nachprompen“: Grenzen der Bildgenerierung 40:11 – Used Futures und KI: Wenn Bias zur Zukunft wird 43:00 – AI for Good: Taiwans Fake-News-Check als Vorbild 46:31 – Deutschland im KI-Wettrennen: Kritisieren viel, machen wenig 49:36 – Digitaler Kolonialismus: Daten aus dem Süden, Modelle für den Norden 55:51 – Vergleich mit dem Internet: Sind wir 1997 oder 1999? 1:00:03 – Abschluss: Differenzierung statt Schwarz-Weiß-DenkenKontaktinformationen:Zamina Ahmad: Website | shades&contrast | LinkedInJonas Drechsel: Website | LinkedInJohannes Kleske: Website | LinkedInAlle Details zur Community rund um kritische Zukunftsforschung auf kritische-zukunftsforschung.deErwähnte Ressourcen:Tool-Tipp Anonymisierung: CIP DoxyviewPodcast Hoololio: Spotify

#3-5: Hypes verstehen und dekonstruieren mit Wenzel Mehnert

20.06.2025

Einführung in die kritische Zukunftsforschung

Der Podcast beleuchtet die Rolle von Zukunftsnarrativen in der Gesellschaft und wie sie unser Denken und Handeln beeinflussen. Gastgeber Johannes Kleske diskutiert mit Wenzel Mehnert, einem Zukunftsforscher, über die Schnittstellen zwischen Zukunftsforschung, Medien und Hype.

Wenzel Mehnerts Hintergrund

Wenzel Mehnert arbeitet am Austrian Institute of Technology und an der TU Berlin. Er hat einen interdisziplinären Hintergrund in Sozialwissenschaften, Kulturwissenschaften und Philosophie und befasst sich mit der Entwicklung von Zukunftsbildern und den Methoden, um diese zu erforschen.

Methoden der Zukunftsforschung

Mehnert erklärt, dass er Methoden wie Worldbuilding und Design Fiction nutzt, um Zukunftsvisionen zu entwickeln. Diese kreativen Ansätze helfen, komplexe Zukunftsbilder zu erarbeiten und in Workshops mit Stakeholdern zu kommunizieren.

Die Rolle von Hype in der Gesellschaft

Ein zentrales Thema des Gesprächs ist der Hype und dessen Einfluss auf Technologie und Innovation. Hype wird als Kommunikationsphänomen beschrieben, das übertriebene Erwartungen für die Zukunft schafft und sowohl positive als auch negative Auswirkungen haben kann.

Hype, Erwartungen und Medien

Die Diskussion thematisiert, wie Medien Hypes erzeugen und verstärken, indem sie über Technologien berichten, die bereits in der Öffentlichkeit diskutiert werden. Die Dynamik zwischen Journalismus und Hype wird als komplex und wechselseitig beschrieben.

Praktische Tipps im Umgang mit Hype

Mehnert empfiehlt, ein gesundes Misstrauen gegenüber Hypes zu entwickeln und die dahinterliegenden Narrative kritisch zu hinterfragen. Zudem sollte man sich fragen, ob die versprochenen Technologien tatsächlich wünschenswert sind oder ob es alternative Wege gibt, um ähnliche Ziele zu erreichen.

Einführung in die kritische Zukunftsforschung

Der Podcast beleuchtet die Rolle von Zukunftsnarrativen in der Gesellschaft und wie sie unser Denken und Handeln beeinflussen. Gastgeber Johannes Kleske diskutiert mit Wenzel Mehnert, einem Zukunftsforscher, über die Schnittstellen zwischen Zukunftsforschung, Medien und Hype.

Wenzel Mehnerts Hintergrund

Wenzel Mehnert arbeitet am Austrian Institute of Technology und an der TU Berlin. Er hat einen interdisziplinären Hintergrund in Sozialwissenschaften, Kulturwissenschaften und Philosophie und befasst sich mit der Entwicklung von Zukunftsbildern und den Methoden, um diese zu erforschen.

Methoden der Zukunftsforschung

Mehnert erklärt, dass er Methoden wie Worldbuilding und Design Fiction nutzt, um Zukunftsvisionen zu entwickeln. Diese kreativen Ansätze helfen, komplexe Zukunftsbilder zu erarbeiten und in Workshops mit Stakeholdern zu kommunizieren.

Die Rolle von Hype in der Gesellschaft

Ein zentrales Thema des Gesprächs ist der Hype und dessen Einfluss auf Technologie und Innovation. Hype wird als Kommunikationsphänomen beschrieben, das übertriebene Erwartungen für die Zukunft schafft und sowohl positive als auch negative Auswirkungen haben kann.

Hype, Erwartungen und Medien

Die Diskussion thematisiert, wie Medien Hypes erzeugen und verstärken, indem sie über Technologien berichten, die bereits in der Öffentlichkeit diskutiert werden. Die Dynamik zwischen Journalismus und Hype wird als komplex und wechselseitig beschrieben.

Praktische Tipps im Umgang mit Hype

Mehnert empfiehlt, ein gesundes Misstrauen gegenüber Hypes zu entwickeln und die dahinterliegenden Narrative kritisch zu hinterfragen. Zudem sollte man sich fragen, ob die versprochenen Technologien tatsächlich wünschenswert sind oder ob es alternative Wege gibt, um ähnliche Ziele zu erreichen.