
Kritische Zukunftsforschung
Jonas Drechsel & Johannes Kleske
Beschreibung
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

#3–7 – Was heißt hier kritisch? Grundlagen der kritischen Zukunftsforschung (Teil 1)
Grundlagen der kritischen Zukunftsforschung
Der Podcast setzt sich mit der Frage auseinander, wofür kritische Zukunftsforschung steht und wie sich abstrakte Konzepte greifbar machen lassen. Es wird der Konflikt zwischen zukünftigen Gegenwarten und gegenwärtigen Zukunften beleuchtet: Zukunft wird als Bild im Kopf verstanden, das hier und jetzt beeinflusst, nicht erst in ferner Zeit entsteht.
Der Zukunftskegel und Plausibilität
Der Zukunftskegel beschreibt, wie sich der Raum der Möglichkeiten mit zunehmender Zukunft vergrößert. Es gibt wahrscheinliche, mögliche, wünschenswerte und absurde Zukunfte. Plausibilität hängt stark vom Kontext ab: Startpunkte, Denkrahmen und Voraussetzungen bestimmen, welche Szenarien als plausibel gelten.
Denkrahmen, Störung und Rekonstruktion
Kernidee ist, Denkrahmen zu erkennen und zu hinterfragen, um neue Zukunftsbilder zu ermöglichen. Durch Störung des Startpunkts verschiebt sich der Blickwinkel, auftauchende Zukunfte werden sichtbarer. Das Ziel ist, die Gegenwart zu rekonstruieren, verschiedene Haltungen zu prüfen und alternative Zukunftsbilder zu eröffnen.
Methoden und Praxis
Für Analyse und Rekonstruktion kommen Werkzeuge wie Causal Layered Analysis zum Einsatz, um Treiber, Weltbilder und Mythen zu identifizieren. Erkenntnis über den eigenen Denkrahmen dient als Ausgangspunkt, um Vielfalt zu ermöglichen und Zukunftsgestaltung bewusst zu gestalten.

#3-6: Der KI-Realitätscheck für Deutschland mit Zamina Ahmad

#3-5: Hypes verstehen und dekonstruieren mit Wenzel Mehnert
Einführung in die kritische Zukunftsforschung
Der Podcast beleuchtet die Rolle von Zukunftsnarrativen in der Gesellschaft und wie sie unser Denken und Handeln beeinflussen. Gastgeber Johannes Kleske diskutiert mit Wenzel Mehnert, einem Zukunftsforscher, über die Schnittstellen zwischen Zukunftsforschung, Medien und Hype.
Wenzel Mehnerts Hintergrund
Wenzel Mehnert arbeitet am Austrian Institute of Technology und an der TU Berlin. Er hat einen interdisziplinären Hintergrund in Sozialwissenschaften, Kulturwissenschaften und Philosophie und befasst sich mit der Entwicklung von Zukunftsbildern und den Methoden, um diese zu erforschen.
Methoden der Zukunftsforschung
Mehnert erklärt, dass er Methoden wie Worldbuilding und Design Fiction nutzt, um Zukunftsvisionen zu entwickeln. Diese kreativen Ansätze helfen, komplexe Zukunftsbilder zu erarbeiten und in Workshops mit Stakeholdern zu kommunizieren.
Die Rolle von Hype in der Gesellschaft
Ein zentrales Thema des Gesprächs ist der Hype und dessen Einfluss auf Technologie und Innovation. Hype wird als Kommunikationsphänomen beschrieben, das übertriebene Erwartungen für die Zukunft schafft und sowohl positive als auch negative Auswirkungen haben kann.
Hype, Erwartungen und Medien
Die Diskussion thematisiert, wie Medien Hypes erzeugen und verstärken, indem sie über Technologien berichten, die bereits in der Öffentlichkeit diskutiert werden. Die Dynamik zwischen Journalismus und Hype wird als komplex und wechselseitig beschrieben.
Praktische Tipps im Umgang mit Hype
Mehnert empfiehlt, ein gesundes Misstrauen gegenüber Hypes zu entwickeln und die dahinterliegenden Narrative kritisch zu hinterfragen. Zudem sollte man sich fragen, ob die versprochenen Technologien tatsächlich wünschenswert sind oder ob es alternative Wege gibt, um ähnliche Ziele zu erreichen.