
HR ungeschminkt – der ehrliche Personal-Podcast
Annika in der Beek & Anjuli Mauer
Beschreibung
Tretet ein in unsere Welt der Personalabteilung und lernt Annika und Anjuli kennen, eure Gastgeberinnen in Sachen People & Culture. Mit vereinten 20 Jahren Erfahrung in verschiedensten Personalabteilungen, von Scale-Up über Mittelstand bis hin zu Konzern, aus der Inhouse -, sowie aus der Berater-Perspektive, bringen sie ungeschminkte Einblicke, echtes Know-how und jede Menge Herz in jede Episode.
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

S04E05: Stellenausschreibungen
18.10.2026
mit Mascha Eichhorn
Eine Stellenausschreibung ist kein Wunschzettel an den Arbeitsmarkt. Wer passende Menschen erreichen will, muss die Rolle verstehen, Anforderungen hinterfragen und ehrlich zeigen, was das Unternehmen bietet. Diese Folge liefert dafür einen praktischen Ablauf, vom ersten Briefing bis zur Frage, wann und ob ein kostenpflichtiges Jobboard sinnvoll ist.
Themen der Folge
Erst das Briefing, dann der Text: Das Gespräch mit dem Fachbereich klärt Aufgaben, notwendige Fähigkeiten und alles, was sich noch lernen lässt.
Verständlich statt möglichst fancy: Jobtitel, Sprache und Detailtiefe müssen zur Zielgruppe passen – gerade beim Einstieg oder Quereinstieg.
Weniger Wunschzettel, mehr Überblick: Als Richtwert helfen jeweils fünf bis sechs Stichpunkte für Aufgaben und Anforderungen.
Benefits mit Realitätscheck: Homeoffice und andere Angebote gehören nur dann in die Anzeige, wenn sie für die konkrete Stelle tatsächlich gelten.
Recruiting als Beratung: Unrealistische Wunschprofile lassen sich mit Markteinblicken, Bewerbungszahlen und Kosten der Nichtbesetzung hinterfragen.
KI als Unterstützung, nicht als Freifahrtschein: Sie kann Texte vereinfachen und Titel überarbeiten – die Verantwortung für das Ergebnis bleibt beim Recruiting.
Kanäle gezielt auswählen: Karriereseite, Jobboards, Active Sourcing und ein gepflegter Talentpool erfüllen unterschiedliche Aufgaben und sollten bewusst eingesetzt werden.
Drei Learnings aus der Folge
Vereinbart vor dem Schreiben ein Briefing. Klärt mit dem Fachbereich, was wirklich erforderlich ist, was erlernbar ist und welche Rahmenbedingungen tatsächlich gelten.
Prüft die Anzeige aus Sicht der Zielgruppe. Ist der Jobtitel auffindbar? Sind Aufgaben verständlich? Streicht unnötige Abkürzungen, überladene Anforderungen und Benefits, die für diese Rolle nicht gelten.
Steuert nach, statt monatelang auf das Einhorn zu warten. Besprecht bei ausbleibendem Erfolg erneut Anforderungen, bisherige Maßnahmen, Bewerbungszahlen und Kosten. Nutzt außerdem Erkenntnisse aus Probezeiten für künftige Besetzungen.
🎧 Jetzt reinhören https://lnkd.in/djtRAu7A
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S04E04: Employer Branding: Echte Einblicke statt Hochglanz
11.10.2026
mit Leo Schweibenz
Wie baut ihr eine Arbeitgebermarke auf, wenn eure Produkte bekannter sind als das Unternehmen dahinter? Leo gibt Einblicke aus ihrer Employer-Branding-Arbeit bei Zeppelin.
Die Themen der Folge:
- Erst zuhören, dann kommunizieren: Mitarbeitende fragen, warum sie gekommen sind, warum sie bleiben und was sie stört.
- Schwerpunkte finden: Gemeinsame Stärken aus Interviews und Befragungen herausarbeiten, statt alles gleichzeitig zu versprechen.
- Unterstützung organisieren: Recruiting, HR Business Partner, Marketing und Webdesign einbinden, statt Employer Branding allein zu stemmen.
- Zielgruppen erreichen: Mit einem passenden Kanal starten und Mitarbeitende aus unterschiedlichen Rollen selbst zu Wort kommen lassen.
- Kritik ernst nehmen: Negative Arbeitgeberbewertungen nicht schönreden und persönliche Angriffe von sachlichem Feedback unterscheiden.
- Wirkung überprüfen: Karriereseiten-Klicks, Bewerbungen und Mitarbeiterbindung betrachten – nicht nur Likes.
Ein wichtiger Prüfpunkt: Entspricht der tatsächliche Job dem, was im Recruiting versprochen wurde? Gespräche nach der Probezeit können zeigen, wo Arbeitgeberversprechen und Arbeitsalltag auseinanderliegen.

S04E03: Process Rebuild statt Automatisierungswut
04.10.2026
mit Ann-Kristin Hamke (Chief Data Officer, Statista)
Themen der Folge:
Sinn vor Optimierung: Bevor ein Prozess optimiert wird, muss geklärt werden, ob sein Ergebnis überhaupt noch gebraucht wird – sonst optimiert man sinnlose Arbeit nur schneller.
Automatisierung vs. KI-Transformation: Ein Chatbot im HR-Servicecenter ist keine KI-Transformation – Prozessautomatisierung und KI sind zwei Paar Schuhe.
Wann KI, wann klassische Automatisierung: Wenn immer das gleiche, korrekte Ergebnis rauskommen soll (z. B. Payroll), ist traditionelle Automatisierung mit Tests der richtige Weg.
KI in der Praxis: Performance Reviews analysieren, Zielvorgaben prüfen, FAQs und Onboarding-Agendas verbessern – mit Prüfschritten und Unit-Tests als Qualitätsnetz.
Die Grenzen der Automatisierung: Überall, wo Beziehung und Vertrauen zählen – Elternzeit, Ängste von Mitarbeitenden, Kundenservice –, bleibt der Mensch vorne dran.
Kosten ehrlich rechnen: Eingesparte Personalkosten wandern oft in Token-Kosten – und ein "Mindestens 50 Anfragen pro Woche"-Ziel ist kein KPI, sondern Wahn.
Messen, ob es sich gelohnt hat: Aktualisierungsfrequenz, Qualitätschecks und ein Blick auf den Business Case nach einiger Zeit statt einmaligem Pi mal Daumen.
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