Neues aus der Managementforschung in 220 Sekunden
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Neues aus der Managementforschung in 220 Sekunden

Markus Reitzig

Beschreibung

Willkommen zu ”Neues aus der Managementforschung in 220 Sekunden”!
Der Podcast zur Unternehmensführung und Organisation für die Praxis, der Ihnen aktuelle Erkenntnisse aus der internationalen Spitzenforschung kurz und unkompliziert näherbringt.

Von und mit Prof. Dr. Markus Reitzig, Professor für Unternehmensstrategie an der Universität Wien.

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Veröffentlichungshistorie

Episodenübersicht

Linkere Manager, höhere Niedriglöhne

01.08.2026

Politische Ausrichtung von Managern

Die politische Ausrichtung von Managern hat sich zwischen 1976 und 2020 in den USA um etwa 16 Prozentpunkte in Richtung der demokratischen Partei verschoben, während Arbeiter in gewerblichen Berufen sich eher zu den Republikanern hingezogen fühlen.

Einfluss auf Niedriglöhne

Eine Analyse zeigt, dass der Stundenlohn von Niedriglohnarbeitern in Unternehmen steigt, je mehr demokratisch orientierte Manager das Unternehmen führen. Dies deutet darauf hin, dass die politische Orientierung der Führungsebene einen direkten Einfluss auf die Löhne der Arbeitnehmer hat.

Vorurteile bei der Bewerberauswahl

Manager neigen dazu, Bewerber zu bevorzugen, die ihre politischen Ansichten teilen. Dieser Effekt ist bei demokratischen Managern ausgeprägter als bei republikanischen, was auf eine mögliche Voreingenommenheit in der Personalentscheidung hinweist.

Forschung und Evidenz

Die Ergebnisse basieren auf umfangreichen Datenanalysen, einschließlich Lohndaten und politischen Einschätzungen von Managern. Trotz der robusten Methodik bleibt eine Verzerrung aufgrund unerklärter Unterschiede auf Unternehmensebene möglich.

Schlussfolgerungen

Die Studie legt nahe, dass insbesondere Niedriglohnarbeiter von der politischen Verschiebung in der Führungsriege profitieren, vor allem wenn sie selbst eine linksliberale Orientierung haben. Dies könnte bestehende Spannungen in der Unternehmenshierarchie abbauen.

Politische Ausrichtung von Managern

Die politische Ausrichtung von Managern hat sich zwischen 1976 und 2020 in den USA um etwa 16 Prozentpunkte in Richtung der demokratischen Partei verschoben, während Arbeiter in gewerblichen Berufen sich eher zu den Republikanern hingezogen fühlen.

Einfluss auf Niedriglöhne

Eine Analyse zeigt, dass der Stundenlohn von Niedriglohnarbeitern in Unternehmen steigt, je mehr demokratisch orientierte Manager das Unternehmen führen. Dies deutet darauf hin, dass die politische Orientierung der Führungsebene einen direkten Einfluss auf die Löhne der Arbeitnehmer hat.

Vorurteile bei der Bewerberauswahl

Manager neigen dazu, Bewerber zu bevorzugen, die ihre politischen Ansichten teilen. Dieser Effekt ist bei demokratischen Managern ausgeprägter als bei republikanischen, was auf eine mögliche Voreingenommenheit in der Personalentscheidung hinweist.

Forschung und Evidenz

Die Ergebnisse basieren auf umfangreichen Datenanalysen, einschließlich Lohndaten und politischen Einschätzungen von Managern. Trotz der robusten Methodik bleibt eine Verzerrung aufgrund unerklärter Unterschiede auf Unternehmensebene möglich.

Schlussfolgerungen

Die Studie legt nahe, dass insbesondere Niedriglohnarbeiter von der politischen Verschiebung in der Führungsriege profitieren, vor allem wenn sie selbst eine linksliberale Orientierung haben. Dies könnte bestehende Spannungen in der Unternehmenshierarchie abbauen.

Reputation und strategische Preisfindung

01.07.2026

Preise und Produktnutzen

Das Verhältnis zwischen dem Nutzen und dem Preis eines Produkts ist komplex. Preise können von Unternehmen verwendet werden, um ihre Profite zu steuern, wobei kurzfristige Gewinnmaximierung manchmal langfristigen strategischen Überlegungen im Weg steht.

Forschungsergebnisse

Eine Studie von Arsi Adbi, Ajay Bashkarabattala und Andrew Delios untersucht, wie sich das Preissetzungsverhalten multinationaler Unternehmen aus Industrieländern von dem ihrer Pendants aus Schwellenländern unterscheidet. Die Ergebnisse zeigen, dass Unternehmen aus Industrieländern in ökonomisch sensiblen Kundensegmenten preissensibler agieren, um Reputationsschäden zu vermeiden.

Fallstudie in Afrika

Basierend auf Verkaufsdaten von Waschmittelprodukten in Ghana, Kamerun und der Elfenbeinküste wurde festgestellt, dass Unternehmen aus Schwellenländern höhere Preisaufschläge für kleine Packungen verlangen. Der Unterschied beträgt im Durchschnitt über 28 Prozent im Vergleich zu größeren Packungen.

Schlussfolgerungen

Die Studie legt nahe, dass Unternehmen Reputationsrisiken in ihre Preisentscheidungen einbeziehen, insbesondere in wirtschaftlich schwächeren Märkten. Eine langfristige Kundenbindung könnte davon profitieren, den Eindruck zu vermeiden, dass Kunden übermäßig belastet werden.

Preise und Produktnutzen

Das Verhältnis zwischen dem Nutzen und dem Preis eines Produkts ist komplex. Preise können von Unternehmen verwendet werden, um ihre Profite zu steuern, wobei kurzfristige Gewinnmaximierung manchmal langfristigen strategischen Überlegungen im Weg steht.

Forschungsergebnisse

Eine Studie von Arsi Adbi, Ajay Bashkarabattala und Andrew Delios untersucht, wie sich das Preissetzungsverhalten multinationaler Unternehmen aus Industrieländern von dem ihrer Pendants aus Schwellenländern unterscheidet. Die Ergebnisse zeigen, dass Unternehmen aus Industrieländern in ökonomisch sensiblen Kundensegmenten preissensibler agieren, um Reputationsschäden zu vermeiden.

Fallstudie in Afrika

Basierend auf Verkaufsdaten von Waschmittelprodukten in Ghana, Kamerun und der Elfenbeinküste wurde festgestellt, dass Unternehmen aus Schwellenländern höhere Preisaufschläge für kleine Packungen verlangen. Der Unterschied beträgt im Durchschnitt über 28 Prozent im Vergleich zu größeren Packungen.

Schlussfolgerungen

Die Studie legt nahe, dass Unternehmen Reputationsrisiken in ihre Preisentscheidungen einbeziehen, insbesondere in wirtschaftlich schwächeren Märkten. Eine langfristige Kundenbindung könnte davon profitieren, den Eindruck zu vermeiden, dass Kunden übermäßig belastet werden.

Mehr KI, mehr Manager?

15.06.2026

Einführung in die Fragestellung

Die Diskussion über den Einfluss von Künstlicher Intelligenz (KI) auf die Anzahl der benötigten Manager in Unternehmen ist aktuell und relevant. In dieser Folge wird untersucht, ob mehr KI in Unternehmen zu einem höheren oder niedrigeren Bedarf an Managementpositionen führt.

Empirische Studie und Methodik

Eine Studie von Liudmila Alexeva, José Azar, Mireia Giné und Samsa Samila analysiert Daten aus den Jahren 2010 bis 2022 und bietet erfrischende empirische Beweise. Die Forscher untersuchten 51 Millionen Stellenausschreibungen und erstellten ein Panel mit fast 10.000 Beobachtungen über 823 Unternehmen.

Ergebnisse der Studie

Die Ergebnisse zeigen, dass ein höherer Anteil an KI-bezogenen Ausschreibungen mit einer steigenden Nachfrage nach Managern einhergeht. Ein Anstieg des KI-Anteils um einen Prozentpunkt führt zu einer 9%igen Erhöhung der Management-Ausschreibungen. Zudem verschiebt sich die Nachfrage nach Fähigkeiten von administrativen hin zu wachstums- und koordinationsorientierten Kompetenzen.

Interpretation der Befunde

Die Studie deutet darauf hin, dass die Zunahme an Koordinationsaufwand durch KI-Einsatz mehr Managementtätigkeiten erfordert, jedoch nicht unbedingt die klassischen Kontrollfunktionen stärkt. Es wird auch die Möglichkeit erwähnt, dass der Manager-Titel in Stellenausschreibungen inflationär vergeben wird, um die Attraktivität zu steigern, ohne dass dies eine Veränderung der Organisationsstruktur bedeutet.

Fazit

Obwohl die Studie keine endgültigen kausalen Schlüsse zulässt, zeigen die Ergebnisse, dass ein Zusammenhang zwischen KI, dem Manager-Titel und dem Fähigkeitsprofil besteht. Diese Erkenntnisse stammen aus der Spitzenforschung und tragen zur laufenden Diskussion über die Zukunft des Managements im KI-Zeitalter bei.

Einführung in die Fragestellung

Die Diskussion über den Einfluss von Künstlicher Intelligenz (KI) auf die Anzahl der benötigten Manager in Unternehmen ist aktuell und relevant. In dieser Folge wird untersucht, ob mehr KI in Unternehmen zu einem höheren oder niedrigeren Bedarf an Managementpositionen führt.

Empirische Studie und Methodik

Eine Studie von Liudmila Alexeva, José Azar, Mireia Giné und Samsa Samila analysiert Daten aus den Jahren 2010 bis 2022 und bietet erfrischende empirische Beweise. Die Forscher untersuchten 51 Millionen Stellenausschreibungen und erstellten ein Panel mit fast 10.000 Beobachtungen über 823 Unternehmen.

Ergebnisse der Studie

Die Ergebnisse zeigen, dass ein höherer Anteil an KI-bezogenen Ausschreibungen mit einer steigenden Nachfrage nach Managern einhergeht. Ein Anstieg des KI-Anteils um einen Prozentpunkt führt zu einer 9%igen Erhöhung der Management-Ausschreibungen. Zudem verschiebt sich die Nachfrage nach Fähigkeiten von administrativen hin zu wachstums- und koordinationsorientierten Kompetenzen.

Interpretation der Befunde

Die Studie deutet darauf hin, dass die Zunahme an Koordinationsaufwand durch KI-Einsatz mehr Managementtätigkeiten erfordert, jedoch nicht unbedingt die klassischen Kontrollfunktionen stärkt. Es wird auch die Möglichkeit erwähnt, dass der Manager-Titel in Stellenausschreibungen inflationär vergeben wird, um die Attraktivität zu steigern, ohne dass dies eine Veränderung der Organisationsstruktur bedeutet.

Fazit

Obwohl die Studie keine endgültigen kausalen Schlüsse zulässt, zeigen die Ergebnisse, dass ein Zusammenhang zwischen KI, dem Manager-Titel und dem Fähigkeitsprofil besteht. Diese Erkenntnisse stammen aus der Spitzenforschung und tragen zur laufenden Diskussion über die Zukunft des Managements im KI-Zeitalter bei.