Naschgefühl
Jenny und Luzie
Beschreibung
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht
Perfektionismus
Einleitung
Im Podcast diskutieren die Ernährungstherapeutinnen Jenny und Luzi über ihre Wochenenden, bevor sie zum Thema Perfektionismus übergehen.
Perfektionismus und Übergewicht
Jenny beschreibt, dass viele ihrer PatientInnen mit Übergewicht sehr diszipliniert und perfektionistisch sind, was zu Überforderung führt. Diese Perfektionisten haben oft nicht genug Kapazität, um auf ihre Ernährung zu achten oder regelmäßig Sport zu treiben.
Bewältigungsstrategien
Um mit Perfektionismus umzugehen, empfiehlt Jenny, Körperteile nicht mit negativen Eigenschaften zu verbinden und stattdessen deren positive Funktionen zu betrachten. Zudem erklärt sie, wie wichtig es ist, die eigene Energie einzuschätzen und realistisch zu bleiben.
Neurodivergenz und Ernährung
Jenny und Luzi sprechen über die Ansprüche, die Perfektionismus in Bezug auf Ernährung mit sich bringt, insbesondere bei Neurodivergenz. Sie diskutieren auch die Risiken von Orthorexie und Anorexie.
Aufgabenmanagement
Die Therapeutinnen erörtern Strategien zur Aufgabenbewältigung, um Perfektionismus abzubauen. Sie empfehlen, Aufgaben nach Dringlichkeit und Wichtigkeit zu sortieren und gegebenenfalls Verantwortung abzugeben.
Abschließende Gedanken
Jenny und Luzi geben praktische Tipps, wie ZuhörerInnen ihre Gedanken und To-Do-Listen managen können, um den Druck des Perfektionismus zu reduzieren und eine gesunde Balance zu finden.
Hilfe- unser Essen liefert uns keine Nährstoffe mehr!!!
Einleitung
Im Podcast diskutieren Jenny und Luzi, zwei Ernährungstherapeutinnen, ob Supplemente notwendig sind, da unsere Lebensmittel weniger Nährstoffe liefern als früher. Diese Diskussion ist bereits seit Jahren in den Medien präsent.
Argumente für weniger Nährstoffe
Die beiden Therapeuten erklären, dass der moderne Ackerbau zu einer verringerten Vielfalt der Böden und damit zu weniger Nährstoffen führt. Auch der Klimawandel, besonders der CO2-Anstieg, hat negative Auswirkungen auf den Nährstoffgehalt von Pflanzen. Zudem werden viele Nahrungsmittel unreif geerntet und transportiert, was ihre Nährstoffdichte weiter reduziert.
Komplexität der Nährstoffaufnahme
Jedoch ist der Nährstoffgehalt von Lebensmitteln komplex und hängt von vielen Faktoren ab, wie Bodenzusammensetzung und Sonnenlicht. Jenny und Luzi betonen, dass eine abwechslungsreiche Ernährung, selbst in Deutschland, oft ausreichend ist, um Nährstoffmängel zu vermeiden.
Die Gefahr von Orthorexie
Die Diskussion über Nährstoffe kann zu übertriebenem Perfektionismus in der Ernährung führen, was als Orthorexie bezeichnet wird. Menschen, die zu sehr auf eine perfekte Ernährung bedacht sind, können gesundheitliche Probleme entwickeln.
Wann sind Supplemente notwendig?
Supplemente sind nur dann nötig, wenn bestimmte Lebensmittelgruppen komplett ausgeschlossen werden. Die Therapeuten empfehlen, zunächst eine ausgewogene Ernährung anzustreben, bevor man zu Nahrungsergänzungsmitteln greift.
Vorsicht bei Supplementen
Es wird gewarnt, dass viele Supplemente nicht ausreichend geprüft sind und potenziell gesundheitsschädlich sein können. Der Fokus sollte auf einer gesunden Ernährung liegen, wobei in bestimmten Fällen, wie bei Omega-3 oder Vitamin D, eine Diskussion über Supplemente sinnvoll sein kann.
Neurodivergenz als Ursache für essgestörtes Verhalten?
Neurodivergenz und Essstörungen
In dieser Episode diskutieren Jenny und Luzi die Verbindung zwischen Neurodivergenz und Essstörungen. Sie erklären, dass Neurodivergenz mehr umfasst als nur ADHS und Autismus, und erwähnen andere Bedingungen wie Tourette, Dyskalkulie und Hochbegabung. Essstörungen bei neurodivergenten Menschen entstehen oft aus unterschiedlichen Gründen, die über die typischen emotionalen Muster hinausgehen, die bei neurotypischen Personen zu beobachten sind.
Emotionen und Essverhalten
Die Hosts betonen, dass neurodivergente Menschen oft intensivere Emotionen erleben und Schwierigkeiten haben, diese zu regulieren. Diese emotionalen Herausforderungen können zu Essanfällen führen, da sie versuchen, Kontrolle über ihr Leben und ihre Gefühle durch Essen oder Nicht-Essen zu gewinnen. Sie besprechen zudem, wie Perfektionismus und Identitätsprobleme das Essverhalten beeinflussen können.
Schönheitsideal und Selbstwert
Jenny und Luzi thematisieren, wie Schönheitsideale und das Streben danach, gesellschaftlich anerkannt zu werden, den Selbstwert von neurodivergenten Menschen beeinflussen. Dies kann besonders bei jungen Menschen zu extremen Verhaltensweisen hinsichtlich der Ernährung führen, da der Wunsch nach Zugehörigkeit und Akzeptanz über das äußere Erscheinungsbild vermittelt wird.
Der Einfluss von Masking
Das Masking-Verhalten, bei dem sich neurodivergente Menschen anpassen, um gesellschaftlichen Erwartungen zu entsprechen, kann zu Energieverlust und einem geringeren Selbstwertgefühl führen. Die Hosts diskutieren, dass dies insbesondere bei Mädchen häufig zu Essstörungen führen kann, wenn sie versuchen, ein Ideal zu erreichen, das in ihrer Peer-Gruppe geschätzt wird.
Emotionale Verarbeitung und Raum einnehmen
Ein zentrales Thema ist auch die Frage, wie viel Raum man sich selbst in der Gesellschaft zutraut. Jenny und Luzi betonen, dass das Unter- oder Übergewicht als eine Art der Selbstregulation gesehen werden kann, um weniger Raum einzunehmen oder um nicht wahrgenommen zu werden. Sie ermutigen dazu, die eigenen Ursachen für Essstörungen zu erforschen und an der Selbstwahrnehmung zu arbeiten.