
Tee & Taktik
d.shemia-goeke@posteo.de
Beschreibung
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Veröffentlichungshistorie
Episodenübersicht

T&T24 Gewaltvoller Protest
Begrüßung und Vorstellung des Themas
Lea und Lila begrüßen die Hörer und stellen ihren Gast, Dr. Monika Unken, vor. Sie diskutieren die Fragestellung, wann Gewalt im Protest legitim ist, und verweisen auf ihre Erfahrungen bei einer Live-Aufnahme auf der Phil Cologne.
Monika Unkens Forschung
Monika spricht über ihre Doktorarbeit, die sich mit gewaltfreiem Protest beschäftigt und untersucht, wie lokale Proteste in Frankreich, Deutschland und Ungarn von einem Rechtsruck beeinflusst werden. Sie erläutert, welche Themen und Strategien sich dabei ändern können.
Definition und Wahrnehmung von Gewalt
Die Diskussion dreht sich um die Definition von Gewalt im Kontext von Protesten. Monika erklärt, dass sie physische Gewalt als entscheidend ansieht, während strukturelle und psychische Gewalt nicht in ihrer Analyse berücksichtigt werden. Sie betont die unterschiedliche Wahrnehmung von Gewalt durch die Öffentlichkeit und Medien.
Strategische Perspektiven und Forschungsergebnisse
Die Podcasterinnen diskutieren die strategischen Implikationen von gewaltfreiem versus gewaltsamem Protest. Monika stellt fest, dass gewaltsame Taktiken in der Regel weniger Menschen mobilisieren und die Ziele seltener erreicht werden. Sie hebt hervor, dass gewaltfreier Protest oft mehr Unterstützung in der Bevölkerung erhält.
Fallbeispiele und historische Kontexte
Die Diskussion umfasst verschiedene historische Fallbeispiele, wie die Bürgerrechtsbewegung in den USA und Proteste in Ghana, um die Bedeutung von gewaltfreiem Widerstand zu verdeutlichen. Monika hebt die Herausforderungen und den Mut hervor, der notwendig ist, um gewaltfrei zu kämpfen.
Neue Entwicklungen im Podcast
Zum Abschluss wird bekannt gegeben, dass Monika als ständiges Mitglied in den Podcast aufgenommen wird, was eine spannende Weiterentwicklung für Tee & Taktik darstellt. Die Podcasterinnen freuen sich, ihre Diskussionen mit Monikas Expertise zu bereichern.

T&T23 Live mit 200 Schüler*innen auf der Phil.Cologne
Einführung in den zivilen Widerstand
Die Gastgeber Lea und Lila begrüßen das Publikum und stellen das Thema der Episode vor: den zivilen Widerstand. Sie klären, was ziviler Widerstand bedeutet, welche Formen er annehmen kann und welche rechtlichen Grenzen es dabei gibt.
Expert*innen im Gespräch
Zwei Expertinnen, Dalila Chemia-Göke und Lea Bonasera, werden vorgestellt. Dalila ist Geschäftsführerin des Bundes für soziale Verteidigung und hat sich intensiv mit zivilen Widerstandsbewegungen beschäftigt. Lea, Mitbegründerin der letzten Generation, spricht über ihre Erfahrungen im gewaltfreien Protest und die Klimagerechtigkeitsbewegung.
Formen des zivilen Widerstands
Ziviler Widerstand kann viele Formen annehmen, von Demonstrationen über Boykotte bis hin zu gewaltfreien Blockaden. Es wird betont, dass die Gewaltfreiheit ein zentraler Aspekt für den Erfolg des Protests ist, um gesellschaftliche Unterstützung zu gewinnen.
Die Rolle der Medien
Die Diskussion beleuchtet, wie die Medien über Proteste berichten und welche Auswirkungen dies auf die öffentliche Wahrnehmung und die Teilnahme an zivilen Widerstandsaktionen hat. Es wird darauf hingewiesen, dass gewaltfreier Protest oft nicht die Aufmerksamkeit erhält, die er verdient.
Erfolge des zivilen Widerstands
Beispiele historischer Erfolge durch zivilen Widerstand werden angeführt, um zu verdeutlichen, wie solche Bewegungen Veränderungen bewirken können. Es wird diskutiert, dass Proteste in vielen Fällen zu gesellschaftlichen Veränderungen und rechtlichen Fortschritten geführt haben.
Fazit und Ausblick
Abschließend wird die Bedeutung des zivilen Widerstands für die Demokratie unterstrichen. Die beiden Expertinnen ermutigen das Publikum, aktiv zu werden und sich für Themen einzusetzen, die ihnen am Herzen liegen, um die nächste Generation des Widerstands zu fördern.

T&T22 Gegenmacht: Von der Defensive in die Offensive
Hintergrund und Kernaufgabe von zivilgesellschaftlicher Arbeit
Der Beitrag skizziert, wie zivilgesellschaftlicher Einsatz Informationsfreiheit, Transparenz und gesellschaftliche Teilhabe stärkt. Zentral ist das Ziel, Entscheidungen öffentlich nachvollziehbar zu machen, Kampagnen zu unterstützen und rechtliche Möglichkeiten zu nutzen, um politisch relevante Themen sichtbar zu machen. Über die reine Informationsverbreitung hinaus wird die Organisation gestärkt und Hilfestellung bei rechtlichen Auseinandersetzungen angeboten, um demokratische Aktionspflichten zu unterstützen.
Gegenmacht als konzeptioneller Ansatz
Gegenmacht wird als kollektive Handlungsfähigkeit beschrieben, die über einzelne Initiativen hinausgeht. Es geht darum, Netzwerke zu bilden, Rückhalt zu schaffen und Strukturen zu entwickeln, die Entscheidungen in demokratischer Richtung beeinflussen. Wichtige Elemente sind Zusammenarbeit, nicht-kooperative Strategien, und die Bereitschaft, Konflikte zu nutzen, um Veränderungen zu erzwingen oder zu ermöglichen.
Von Buch zu Praxis: Widerstand, Vernetzung und Organizing
Im Gespräch wird das Buch Machtübernahme als Impuls verstanden, Widerstand in allen Bereichen zu organisieren. Kernideen sind frühzeitige Vernetzung, kollektive Verteidigung demokratischer Werte und konkrete Schritte im Alltag, wie Organizing am Arbeitsplatz oder zivilgesellschaftliche Bündnisse. Erfolge entstehen oft durch unmittelbare Konfliktarbeit, breiten Rückhalt und kreative, direkte Mittel statt reiner Bürokratie.
Zukunftsvision, Handeln im Hier und Jetzt
Die Perspektive betont, dass zivile Bewegungen in vielen Bereichen bereits Macht gezeigt haben, doch der Wandel gelingt stärker durch praxisnahe Strategien, schnelle Erfolge und offene Lernprozesse. Ausgangspunkt ist, mit Menschen vor Ort anzufangen, solidarisch zu handeln und bestehende demokratische Kerne zu stärken. Dabei wird der Fokus auf Umverteilung, Gerechtigkeit und konkrete, gemeinschaftliche Schritte gelegt.